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	<title>Doberschau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Doberschau&amp;diff=358654&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2026-04-21T10:31:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Ort im Landkreis Bautzen, für das ehemalige Doberschau in Niederschlesien siehe [[Dobroszów]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil = Doberschau&lt;br /&gt;
| Alternativname = Dobruša&lt;br /&gt;
| Gemeindename = Doberschau-Gaußig&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 51/09/09/N&lt;br /&gt;
| Längengrad = 14/23/45/E&lt;br /&gt;
| Bundesland = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe = 230&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                = 1.385&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle         = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/141435 |titel=Gemarkung Doberschau, Gemeinde Doberschau-Gaußig |werk=GEOindex |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner             = {{Metadaten Einwohnerzahl Doberschau-Gaußig}}&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = {{Metadaten Einwohnerzahl Doberschau-Gaußig|DAT=1}}&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle      = &amp;lt;ref&amp;gt;Angaben der Gemeinde Doberschau-Gaußig&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum   = 1994-01-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach     = Gnaschwitz-Doberschau&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1 = 02692&lt;br /&gt;
| Vorwahl1  = 03591&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Doberschau Gaussig.jpg|mini|Blick über Doberschau zum nahegelegenen Bautzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Doberschau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{OrtsnSorb|hsb|Dobruša|Audio=Dobruša.ogg}}, ist ein [[Dorf]] in der [[Oberlausitz]] und seit 1999 ein [[Ortsteil]] der Gemeinde [[Doberschau-Gaußig]] im Süden des [[Sachsen|ostsächsischen]] [[Landkreis Bautzen]]. Doberschau ist mit fast 1200 Einwohnern der größte Ortsteil der Gemeinde und zählt zum [[Sorbisches Siedlungsgebiet|Siedlungsgebiet]] der [[Sorben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Der Ort befindet sich etwa drei Kilometer südwestlich der Großen Kreisstadt [[Bautzen]] und zwei Kilometer östlich des Gemeindesitzes [[Gnaschwitz]]. Nach der Siedlungsform ist Doberschau zusammengesetzt aus der alten Gutssiedlung am Osthang des [[Spree]]tals und einem im Laufe der Zeit erweiterten Platzdorf oberhalb davon. Das umgebende Gelände ist hügelig und wird vom tief eingeschnittenen Tal der Spree zerschnitten. Es fällt nach Nordosten, in Richtung Bautzen, hin ab. Doberschau liegt etwas höher als die Umgebung im Bereich von 220 bis 240 m NN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachbarorte sind [[Preuschwitz]] im Nordosten, [[Singwitz]] im Süden, [[Schlungwitz]] im Südwesten, [[Techritz]] im Westen und [[Grubschütz]] im Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df rp-c 0610001 Doberschau-Gaußig-Grubschütz. Oberreit, Sect. Bautzen, 1844-46.jpg|mini|Karte von Oberreit mit Doberschau, von 1844–46]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des heutigen Ortes, am Steilhang des Spreetals, finden sich die Überreste einer frühen [[Slawen|slawischen]] [[Wallburg]], der &amp;#039;&amp;#039;[[Doberschauer Schanze]]&amp;#039;&amp;#039;, die aufgrund ihrer Größe im Verteidigungssystem der [[Milzener]] vermutlich eine wichtige Rolle spielte und später von den Deutschen als [[Burgward]] genutzt wurde. Umstritten ist jedoch, ob mit dem &amp;#039;&amp;#039;castellum [[Trebista]]&amp;#039;&amp;#039;, welches 1007 erstmals urkundlich erwähnt wird, die Doberschauer Burg gemeint ist. Ungeachtet dessen feierte der Ort im Jahre 2007 sein tausendjähriges Bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doberschau selbst wird 1241 in der [[Oberlausitzer Grenzurkunde]] erstmals als [[Burgward]] &amp;#039;&amp;#039;Dobrus&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Dobirus&amp;#039;&amp;#039; genannt. Zu dieser Zeit gehörte es zum Besitz des [[Bistum Meißen|Bistums Meißen]], dessen Grenze in unmittelbarer Ortsnähe verlief. Anders als seine Nachbarorte Grubschütz und Preuschwitz zählte es daher nicht zum [[Königreich Böhmen|böhmischen]] [[Land Budissin]] (der späteren [[Oberlausitz]]), war aber dennoch grenzübergreifend nach Bautzen eingepfarrt. 1559 kam Doberschau gemeinsam mit dem gesamten Amt [[Stolpen]] der Meißner Bischöfe zum [[Kurfürstentum Sachsen]] – fast 80 Jahre eher als Bautzen und der Rest der Oberlausitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vermutlich vom altsorbischen Personennamen &amp;#039;&amp;#039;Dobroš&amp;#039;&amp;#039; („der Gute“) abgeleitete Ortsname veränderte sich während dieser Zeit über &amp;#039;&amp;#039;Dobrusch&amp;#039;&amp;#039; (1430), &amp;#039;&amp;#039;Dobirsch&amp;#039;&amp;#039; (1487) und &amp;#039;&amp;#039;Doberscha&amp;#039;&amp;#039; (1559) zur heutigen Form, die erstmals 1768 verzeichnet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch bis ins 19. Jahrhundert wurde Doberschau weiter von Stolpen aus verwaltet, seitdem befindet sich der Ort im Bautzener Kreis. Von 1839 bis 1994 bestand die Gemeinde Doberschau, die sich später um die Ortsteile Preuschwitz (1936) und Grubschütz (1. Juli 1950) erweiterte. Am 1. Januar 1994 wurden die Gemeinden Gnaschwitz und Doberschau zu [[Gnaschwitz-Doberschau]] vereinigt. Mit dem Zusammenschluss mit [[Gaußig]] am 1. Januar 1999 wurde der Name in [[Doberschau-Gaußig]] geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df rp-d 0280051 Doberschau-Gaußig-Doberschau. Meßtischblatt, Sekt. Bautzen, Nr. 4852.jpg|mini|Doberschau auf dem Messtischblatt von 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 1834 war Doberschau mit 134 Einwohnern ein relativ kleines [[Sorben|sorbisches]] Dorf im Bautzener Umland. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte der Ort jedoch aufgrund seiner günstigen Lage an der Spree und der damit verbundenen Industrialisierung eine rasante Bevölkerungszunahme. So hatte er 1871 schon 251 Einwohner, 1890 446 und in den nächsten zwanzig Jahren verdoppelte sich die Einwohnerzahl auf 909. Hatte [[Arnošt Muka]] in den 1880er Jahren unter 358 Einwohnern noch 260 Sorben (73 %) und lediglich 98 Deutsche gezählt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Tschernik |Titel=Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1954}}&amp;lt;/ref&amp;gt; waren die Neuankömmlinge überwiegend deutsche Industriearbeiter. So verschwand die [[Obersorbische Sprache|sorbische Sprache]] in Doberschau in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weitgehend aus dem Alltag, sodass [[Ernst Tschernik]] 1956 einen sorbischsprachigen Bevölkerungsanteil von nur noch 10 % zählte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tschernik&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ludwig Elle |Titel=Sprachenpolitik in der Lausitz |Verlag=Domowina-Verlag |Ort=Bautzen |Datum=1995 |Seiten=244}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1925 hatte Doberschau bereits 1036 Einwohner und war damit einer der größten Orte im Landkreis Bautzen. Bis etwa 1960 ging das Bevölkerungswachstum weiter; der Ort hatte zeitweise fast 1500 Bewohner. Diese Zahl ist in den letzten 50 Jahren, besonders nach 1990, jedoch trotz weiteren Ortsausbaus wieder deutlich zurückgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der überwiegende Teil der gläubigen Bevölkerung ist evangelisch-lutherischer Konfession.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Im gesamten Doberschauer Spreebogen siedelten sich seit dem 19. Jahrhundert Industriebetriebe an. Die größten unter ihnen waren die Königlichen Pulver Fabriken und jeweils eine Papierfabrik am Standort der alten Doberschauer Mühle bzw. bei der Schanze. Die Pulverfabriken wurden bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] deutlich ausgebaut. In ihrer Tradition steht das noch heute betriebene [[Maxam|Sprengstoffwerk Gnaschwitz]] an selber Stelle. Am Platz der ehemaligen Dorfmühle befinden sich heute die Werksgebäude der &amp;#039;&amp;#039;[[Boryszew]] Formenbau Deutschland GmbH&amp;#039;&amp;#039; (ehemals &amp;#039;&amp;#039; WEDO Formenbau und Kunststoffverarbeitung GmbH&amp;#039;&amp;#039;). Bis zur Schließung des Werks am 30. November 2024 war dies mit bis zu 170 Mitarbeitern der größte im Ort ansässige Betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wedo-formenbau.de] Website WEDO&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doberschau liegt unweit des Kreiszentrums Bautzen und ist verkehrstechnisch gut angebunden. Die Anschlussstelle &amp;#039;&amp;#039;Salzenforst&amp;#039;&amp;#039; der [[Bundesautobahn 4|A4]] (Dresden-Görlitz) ist etwa acht Kilometer entfernt und würde durch den geplanten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift_gesamt/10584/30124.pdf |titel=Vorschrift-10584.30124: VO Sicherung Planung Ortsumgehung Bautzen, Südumgehung |werk=Portal REVOsax (revosax.sachsen.de) |format=PDF |hrsg=[[Landesdirektion Dresden]] |datum=2017-06-19 |abruf=2025-03-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterbau der &amp;#039;&amp;#039;Bautzener Südumfahrung&amp;#039;&amp;#039; (S 106) direkt von Doberschau aus in wenigen Minuten erreichbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der kompletten Umgestaltung des alten Dorfes in den letzten 150 Jahren bietet der Ort kaum architektonische oder kulturelle Sehenswürdigkeiten. Landschaftlich reizvoll für Radfahrer, Wanderer etc. ist allerdings das tiefe Spreetal, welches direkt an Doberschau vorbeiführt. Der [[Spreeradweg]] und der Fernwanderweg [[Lausitzer Schlange]] führen durch den Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Julius Gottlob von Nostitz und Jänkendorf]] (1797–1870), Großgrundbesitzer, Mitglied des Sächsischen Landtags&lt;br /&gt;
* [[Clotilde Septimia von Nostitz und Jänckendorf]] (1801–1852), Dichterin; wuchs auf Gut Doberschau auf. Ihr Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Wenn Kindlein süßen Schlummers Ruh&amp;#039;&amp;#039; wurde 1821 von [[Carl Maria von Weber]] vertont.&amp;lt;ref&amp;gt;https://saebi.isgv.de/biografie/Clotilde_Septimia_von_Nostitz_und_J%C3%A4nckendorf_(1801-1852)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Marie Simon (Krankenpflegerin)|Marie Simon]] (1824–1877), Krankenpflegerin, geboren in Doberschau&lt;br /&gt;
* [[Datei:Doberschau Marie Simon Dorfplatz 3064.jpg|alternativtext=Ehrung für Marie Simon in der Dorfmitte. |mini|Denkmal für Marie Simon auf dem Dorfplatz.]][[Datei:Doberschau Marie Simon Geburtshaus 3047.jpg|alternativtext=Vor dem Geburtshaus in Doberschau eine Informationstafel.|mini|Informationstafel am Geburtshaus von Marie Simon.]][[Joachim Helas]] (* 1950), Fußballspieler &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Doberschau/Dobruša}}&lt;br /&gt;
* {{HOV|Doberschau}}&lt;br /&gt;
* [https://www.doberschau-gaussig.de/doberschau-dobrusa.html &amp;#039;&amp;#039;Doberschau&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Gemeinde Doberschau-Gaußig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Doberschau-Gaußig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1149412240|VIAF=5512151433046356420007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Doberschau-Gaußig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Bautzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im sorbischen Siedlungsgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bautzen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1994]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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