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	<title>Divertissement - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Divertissement&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (französisch „Zeitvertreib“) erscheint von der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts an in Frankreich als Oberbegriff für [[aristokratisch]]e Vergnügungen aller Art. Im deutschen Sprachgebiet ist er seit dem späten 17. Jahrhundert im Sinn einer angenehmen Unterhaltung oder unterhaltsamen Veranstaltung üblich. Im Folgenden wird der engere Sinn eines mit der [[Oper]] oder dem [[Sprechtheater]] verbundenen musikalisch-tänzerischen [[Ensemble (Theater)|Ensembles]] behandelt, das eng mit der musikalischen Gattung des [[Divertimento]] verwandt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Divertissement ist nach heutigem musikwissenschaftlichen Sprachgebrauch eine Folge von Tänzen, die im 17. und 18. Jahrhundert nach französischer Sitte den Abschluss einer [[Theateraufführung]] oder auch den Abschluss einzelner [[Akt (Theater)|Akte]] und weiterer Handlungseinheiten bildete. Manchmal ist es mit einem [[Chor (Musik)|Chor]] der dargestellten Figuren verbunden und in eine Szene des Dramas integriert. Das zeigt, dass die Tänzer auch singen, beziehungsweise der Chor tanzen musste. Eine Spezialisierung der Ensembles ist erst seit dem 19. Jahrhundert üblich. Aufführungen außerhalb Frankreichs verzichteten oft auf den Tanz, weil die Tradition einer Integration von Gesang, Spiel und Tanz fehlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Divertissement kann sowohl mit einer Oper als auch mit einem Schauspiel verbunden sein. Meist entspricht es in seinem Charakter der vorangegangenen Handlung oder führt sie fort, wie es im [[Libretto]] oft vorgeschrieben ist. Das Divertissement wird vom [[Intermedium]] unterschieden, das in der Regel keinen Zusammenhang mit dem aufgeführten [[Drama]] hat, oder von der [[Entrée de ballet]], als Begriff, der eher für solistische tänzerische [[Auftritt (Darstellende Kunst)|Auftritte]] oder für die Gliederung eines größeren Balletts in [[Szene (Theater)|Szenen]] verwendet wird. In der Praxis ist der Übergang fließend. In den [[Partitur]]en erscheint der Ausdruck Divertissement erst seit etwa 1700. Musikstücke zu Divertissements werden heute oft mit dem italienischen Ausdruck Divertimento bezeichnet und ohne Tanz aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erscheinungsformen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tragédie en musique]] des 17. Jahrhunderts verlangte in aller Regel ein Divertissement pro Akt, in einem Wechsel zwischen „Spannung und Entspannung“, „Dynamik und Statik“ oder „Individuellem und Kollektivem“.&amp;lt;ref&amp;gt;Girdlestone: &amp;#039;&amp;#039;La tragédie en musique&amp;#039;&amp;#039;, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Philippe Quinault]], der zahlreiche [[Libretto|Libretti]] für [[Jean-Baptiste Lully]] verfasste, sind die Divertissements oft fest mit der Handlung verbunden: In &amp;#039;&amp;#039;[[Armide (Lully)|Armide]]&amp;#039;&amp;#039; (1686) existieren fünf Divertissements: Im ersten Akt (Szene 3) feiert das Volk von Damaskus die siegreiche Armide, im zweiten Akt (Szene 4) singen und tanzen Dämonen in der Gestalt von Nymphen, Schäfern und Schäferinnen, im dritten Akt (Szene 4) erscheinen Furien im Gefolge von La Haine, im vierten Akt (Szenen 2, 4) zeigen sich Dämonen als Landbevölkerung, im fünften Akt (Szene 2) bilden [[Allegorie]]n der Freude und glückliche Liebende das Gefolge Renauds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den Komödien [[Molière]]s haben sowohl die ornamentierenden Divertissements während der Handlung als auch die großen Ballett-Divertissements zum Abschluss große Bedeutung, wie etwa das &amp;#039;&amp;#039;Grand divertissement Royal&amp;#039;&amp;#039; anlässlich seiner [[Comédie-ballet]] &amp;#039;&amp;#039;[[George Dandin]]&amp;#039;&amp;#039; (1668) oder das &amp;#039;&amp;#039;Ballet des Nations&amp;#039;&amp;#039; („Ballett der Staaten“) am Ende von &amp;#039;&amp;#039;[[Der Bürger als Edelmann]]&amp;#039;&amp;#039; (1670). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übergang zwischen einem Divertissement und einem größeren, selbständigen [[Ballett]] ist fließend. Ein Divertissement nach [[Jean-Jacques Rousseau]]s Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Le devin du village]]&amp;#039;&amp;#039; (1752) ist bereits ein kleines Handlungsballett mit drei Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Cuthbert Girdlestone: &amp;#039;&amp;#039;La tragédie en musique (1673-1750) considérée comme genre littéraire,&amp;#039;&amp;#039; Droz, Genf 1972.&lt;br /&gt;
* Nicole Haitzinger: &amp;#039;&amp;#039;Vergessene Traktate – Archive der Erinnerung: Zu Wirkungskonzepten im Tanz von der Renaissance bis zum Ende des 18. Jahrhunderts,&amp;#039;&amp;#039; epodium, München 2009. ISBN 978-3940388063&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Wolfgang Ruf: [http://www.sim.spk-berlin.de/static/hmt/HMT_SIM_Divertissement.pdf &amp;#039;&amp;#039;Divertissement.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch der musikalischen Terminologie]],&amp;#039;&amp;#039; 13. Auslieferung, Winter 1985/86&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatermusik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teil einer Oper]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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