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	<title>Dittelstedt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dittelstedt&amp;diff=1235914&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;T. Wirbitzki: lk ulischubert.de (Archiv)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dittelstedt&amp;diff=1235914&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-22T18:50:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lk ulischubert.de (Archiv)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = &lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Landeshauptstadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Erfurt&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/57/54/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 11/04/25/E&lt;br /&gt;
| Nebenbox               = &lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-TH&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = &lt;br /&gt;
| Höhe                   = 227 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 1.94&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Erfurt-Daten-Fakten-2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 820&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2024-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Erfurt-Daten-Fakten-2025&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.erfurt.de/mam/ef/service/mediathek/publikationen/2025/faltblatt_2025_web.pdf |titel=Erfurter Statistik, Daten und Fakten 2025 |hrsg=Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung |format=PDF; 397&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2025-12 |kommentar=Bevölkerung der Stadtteile mit Stand 31. Dezember 2024}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1950-07-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 99099&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 0361&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Erfurt-Dittelstedt.png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = &lt;br /&gt;
| Bild                   = &lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dittelstedt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Thüringer Landeshauptstadt [[Erfurt]]. Dittelstedt hat eine [[Ortsteilverfassung]] nach der [[Thüringer Kommunalordnung]] mit [[Ortsteilrat]] und [[Ortsteilbürgermeister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Dittelstedt liegt südöstlich der Stadt Erfurt im [[Thüringer Becken]] am Nordhang des [[Steigerwald (Erfurt)|Steigerwalds]]. Die Ortsflur selbst ist nahezu waldfrei und wird landwirtschaftlich genutzt. Angrenzende Stadtteile sind das Dorf [[Urbich]] im Osten, das Wohngebiet [[Daberstedt]] im Westen, das zu Daberstedt gehörende Industriegebiet Neuschmidtstedt im Norden und das [[Plattenbau]]gebiet [[Erfurt-Herrenberg|Herrenberg]] im Süden. Im Westen geht Dittelstedt nahtlos in Daberstedt über, wobei die Entfernung zum Stadtzentrum ([[Erfurt Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]]) etwa drei Kilometer beträgt. Das [[Straßendorf]] erstreckt sich entlang der [[Rudolstadt|Rudolstädter]] Straße, die in der Nähe des Hauptbahnhofs beginnt und über Daberstedt, Dittelstedt, Urbich und [[Niedernissa]] zum Haarberg führt (Autobahn-Auffahrt Erfurt-Ost).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte der Gegend um Erfurt (1843) - Dittelstedt.tif|mini|Karte von Dittelstedt (1843)]]&lt;br /&gt;
Dittelstedt wurde im Jahr 900 erstmals urkundlich erwähnt. &amp;#039;&amp;#039;Tutelestat&amp;#039;&amp;#039; wurde in dieser Urkunde von [[Dimar]] dem [[Kloster Fulda]] übertragen. 1143 wurde Dittelstedt ein Erfurter [[Küchendorf]]. Damit unterstand es der [[Erfurter Staat|Stadt Erfurt]] und [[Kurmainz]], dessen Kurfürstliche Verwaltung es mit Naturalien versorgte. Der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]] verwüstete das Dorf stark, so wurde die Dorfkirche abgebrochen und mit den Steinen die Erfurter Stadtbefestigung verstärkt. Zum Ende des Krieges 1648 hatte Dittelstedt durch Tod und Flucht nur noch 36 Einwohner. Die Kirche wurde 1682 wieder errichtet. In dieser Zeit förderten die Mainzer Erzbischöfe die Ansiedlung von Katholiken aus anderen Teilen des Reichs in Dittelstedt, womit das Dorf wieder auf seine Vorkriegsgröße anwuchs. Im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] schlug [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich der Große]] in der alten Schule von Dittelstedt sein Quartier auf. Im Jahr 1792 hatte Dittelstedt wieder 108 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriege]] fiel 1802 Erfurt und damit auch Dittelstedt an [[Preußen]]. Nach der [[Schlacht bei Jena und Auerstedt]] 1806 wurde Dittelstedt mit Erfurt ein Teil der „Domäne“ [[Napoleon]]s ([[Fürstentum Erfurt]]). Als dieser im Rahmen des Ausbaus der [[Zitadelle Petersberg|Erfurter Zitadelle]] die dortige Fronleichnamskapelle abreißen ließ, bauten sich die Dittelstedter daraus den Turm ihrer Kirche. Die Männer des Ortes hatten 1812/13 schwerste Schanzarbeiten in der Festung Erfurt zu leisten. Dittelstedt wurde dann nach der [[Völkerschlacht bei Leipzig]] im Oktober 1813 durch zurückflutende französische Truppen verwüstet und wenige Tage später ein Teil des preußisch-russischen Belagerungsrings um die Festung Erfurt. Schlesische Soldaten sollen das „Nervenfieber“ ([[Typhus]]) mitgebracht haben, dem auch viele Dittelstedter zum Opfer fielen. Ab 1816 gehörte Dittelstedt zum [[Landkreis Erfurt (1816–1932)|Kreis Erfurt]] innerhalb der preußischen [[Provinz Sachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erfurt 1847 einen Anschluss an die [[Thüringer Bahn]] erhielt, wurde auch die Rudolstädter Straße von Erfurt nach Niedernissa angelegt und befestigt. Ab 1870 erlangten die [[Gärtnerei]]en in Dittelstedt eine immer größere Bedeutung und Erfurter Industrie- und Bahnarbeiter siedelten sich an. Die Einwohnerzahl stieg rasch an, so hatte das Dorf 1840 158 Einwohner und 1894 schon 342 Einwohner. Da die Zuwanderer überwiegend evangelisch waren, verlor Dittelstedt seinen früher rein katholischen Charakter. 1901 wurde auf dem Herrenberg die protestantische [[Gustav-Adolf-Kirche (Erfurt)|Gustav-Adolf-Kirche]] für Dittelstedt und [[Melchendorf]] geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kehrten 30 Dittelstedter Soldaten nicht zurück. 1928 hatte Dittelstedt 669 Einwohner. Bei den Wahlen zur Zeit der [[Weimarer Republik]] in den 1920er Jahren erhielten Kommunisten und die Zentrumspartei die meisten Stimmen. Mit Auflösung des Kreises Erfurt 1932 kam Dittelstedt zum [[Landkreis Weißensee]]. Es folgte ab 1933 die Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten im [[Drittes Reich|Dritten Reich]]. Ab 1936 wurden auf Dittelstedter Flur östlich des Ortes die „Henne“-Kasernen gebaut. 1938 legte man Evangelische und Katholische Schule zu einer Gemeinschaftsschule zusammen. Die Rudolstädter Straße wurde zur Reichsstraße, die Erfurt über Dittelstedt mit der Ende der 1930er Jahre entstandenen Reichsautobahn verband (Abfahrt Erfurt-Ost). Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] hatte der Ort viele Evakuierte aus den luftkriegsbetroffenen westdeutschen Großstädten und dann Flüchtlinge aus den Ostgebieten aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dittelstedt Bombenopfer 1945.JPG|miniatur|Grabkreuze für die 75 Bombenopfer von März 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. März 1945 mittags erfolgte ein [[Luftangriff]] der 1. [[USA|US Air Division]] in Form eines Bombenteppichs auf die südöstlichen Außenbezirke von Erfurt.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Erfurt im Luftkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Glaux-Verlag, Jena 2005, ISBN 3-931743-89-6, S. 183 und 285.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Dittelstedt wurden dabei etwa 200 Bomben abgeworfen. 75 Einwohner wurden getötet und viele Gebäude zerstört. Am 11. April 1945 erreichten amerikanische Truppen das Dorf. Unmittelbar danach ereigneten sich zahlreiche Gewalttaten –&amp;amp;nbsp;mehrere mit tödlichem Ausgang&amp;amp;nbsp;– die befreiten Fremdarbeitern angelastet wurden. Im Juli 1945 kam die [[Rote Armee]], und Dittelstedt wurde Teil der [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]], später der DDR. 1947 erreichte die Einwohnerzahl –&amp;amp;nbsp;trotz der eigenen Verluste an Gefallenen und Bombenopfern&amp;amp;nbsp;– durch die Zuwanderung von [[Heimatvertriebene]]n ihren historischen Höchststand von 884. Der Wiederaufbau des zerstörten Ortes fand unter sehr schwierigen Nachkriegsbedingungen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1950 erfolgte die [[Eingemeindung]] nach Erfurt. 1960 wurde die [[Zwangskollektivierung]] der Gärtnereien durchgeführt und die &amp;#039;&amp;#039;[[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]] (P) Gemüse Erfurt-Dittelstedt&amp;#039;&amp;#039; gegründet, die ab 1983 den Namen „Karl Marx“ führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische [[Wende (DDR)|Wende]] und [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]] brachten erhebliche gesellschaftliche, insbesondere wirtschaftliche Veränderungen mit sich: Reprivatisierungen, Entstehen neuer Betriebe, rege Neubau- und Sanierungstätigkeit, Anschluss an die Erdgasleitung, aber auch Arbeitslosigkeit, Frühverrentungen und einen drastischen Einbruch bei der Geburtenzahl. 1994 konnte – nicht zuletzt Dank der Bemühungen des 1993 gegründeten Ortsvereins Dittelstedt e.&amp;amp;nbsp;V. – der [[Ortschaft]]s-Status für Dittelstedt innerhalb von Erfurt erreicht werden: mit Ortschaftsbürgermeister Dietrich Hagemann ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]) und einem Ortschaftsrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! 1843&lt;br /&gt;
! 1900&lt;br /&gt;
! 1939&lt;br /&gt;
! 1990&lt;br /&gt;
! 1995&lt;br /&gt;
! 2000&lt;br /&gt;
! 2005&lt;br /&gt;
! 2010&lt;br /&gt;
! 2015&lt;br /&gt;
! 2020&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
| 156&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Provinz Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Rubach, Magdeburg/Salzwedel 1843 ({{Google Buch |BuchID=wQs8AAAAMAAJ |Seite= |Hervorhebung=Dittelstedt |Linktext=Scan}}).&amp;lt;!-- Zahl dort nicht nachweisbar --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 689&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=M. W. Ehrenreich (Zusammensteller) |url=https://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/erfurt.htm |titel=Landkreis Erfurt |werk=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=U. Schubert |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230312193657/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/erfurt.htm |archiv-datum=2023-03-12 |abruf=2025-12-22 |kommentar=Stand 1. Dezember 1910}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 828&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de |pfad=weissensee.html#ew39gdit |name=Landkreis Weißensee |abruf=2023-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 494&amp;lt;ref&amp;gt;Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie: &amp;#039;&amp;#039;Umwelt regional.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 657&lt;br /&gt;
| 646&lt;br /&gt;
| 685&lt;br /&gt;
| 722&lt;br /&gt;
| 763&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.erfurt.de/ef/de/rathaus/daten/bevoelkerung/stadtteile/111647.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Stadtteil – Dittelstedt.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160328140824}} Bevölkerung mit Hauptwohnsitz am 31. Dezember 2015. In: &amp;#039;&amp;#039;erfurt.de,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 30. Mai 2023.&amp;lt;!-- Memento nötig, da live-URL selbst auf die jeweils neuesten Daten verlinkt! --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 821&amp;lt;ref name=&amp;quot;Erfurt-Daten-Fakten-2021&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.erfurt.de/mam/ef/service/mediathek/publikationen/2021/faltblatt_daten_und_fakten_2021.pdf |titel=Erfurter Statistik, Daten und Fakten 2021 |hrsg=Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung |datum=2021-04-30 |format=PDF; 607&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2023-04-10 |kommentar=Bevölkerung der Stadtteile mit Stand 31. Dezember 2020}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Dittelstedt.JPG|mini|Kath. Dorfkirche St. Martin ({{Coordinate|text=Lage→|NS=50/57/52.467615/N|EW=11/4/27.438555/E|type=landmark|name=Kirche Dittelstedt|region=DE-TH}})]]&lt;br /&gt;
* Die katholische Kirche [[St. Martin (Dittelstedt)|St. Martin]] wurde 1682 anstelle der 1647 abgetragenen alten Kirche errichtet. 1812 kam ein daneben stehender Kirchturm hinzu, der aus den Steinen der unter [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] abgerissenen [[Fronleichnamskirche|Fronleichnamskapelle]] auf dem Erfurter [[Petersberg (Erfurt)|Petersberg]] aus dem 13. Jahrhundert gebaut wurde. 1813 wurde die Kirche durch französische Truppen verwüstet und anschließend wiederhergestellt. 1935 erfolgte ein Umbau der Kirche. Bei dem [[Luftangriff]] am 17. März 1945 wurde sie schwer beschädigt und anschließend erneut wiederhergestellt. 1987 fand wieder eine Renovierung statt. Der [[Barock]]-Altar wie auch eine [[Kreuzweg]]-Darstellung in der Kirche stammen aus der Fronleichnamskapelle des Erfurter [[Peterskirche (Erfurt)|Petersklosters]]. In der Kirche findet sich ein kleines Maria- und Johannes-Relief aus der Zeit um 1600. Ein [[Epitaph]] des Abtes Casselmann († 1737) vom Peterskloster Erfurt verschließt außen an der Kirchenwand die frühere Eingangstür: das „Casselmann-Epitaph“. Namhafte Spenden eines früheren, in die USA ausgewanderten Dittelstedters (Klaus Synowietz), ermöglichten die Renovierung von Turm, Altar, Kreuzweg und die Anschaffung einer elektronischen Orgel. Im Rahmen der Kirchenrenovierung im Jahre 2010 wurden auch der kupferne [[Turmknopf]] und das vergoldete [[Turmkreuz]] aufgearbeitet. Sie hatten nach Aussagen des Ortschronisten 1945 Besatzungssoldaten für Schießübungen gedient. Dem Inhalt des Turmknopfs neu hinzugefügt wurden eine Dorfchronik, die Liste der Opfer des Bombenangriffs vom März 1945 und der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs, DDR-Mark, DM- und Euro-Scheine.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf-Dieter Bose: &amp;#039;&amp;#039;Sie leuchten über dem Dorf. St. Martin bekam Turmknopf und Kreuz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Thüringische Landeszeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 29. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die evangelische [[Gustav-Adolf-Kirche (Erfurt)|Gustav-Adolf-Kirche]] auf dem Großen Herrenberg ({{Coordinate|text=Lage→|NS=50/57/21.303996/N|EW=11/4/30.354652/E|type=landmark|name=Kirche auf dem Herrenberg|region=DE-TH}}) wurde 1901, unterstützt vom &amp;#039;&amp;#039;Gustav-Adolf-Verein,&amp;#039;&amp;#039; für Dittelstedt und Melchendorf gemeinsam errichtet. Ab Juli 1945 plünderten und verwüsteten Soldaten der [[Rote Armee|Roten Armee]] das Kircheninnere. Bis 1951 wurde die Kirche wiederhergestellt. In den 1980er Jahren war ein Abriss der Kirche für die entstehenden Neubau-Blocks auf dem Herrenberg geplant. Er wurde wegen Protesten nicht realisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Seyfarth: &amp;#039;&amp;#039;1100 Jahre Dittelstedt. 900 bis 2000.&amp;#039;&amp;#039; Erfurt 1999, ISBN 3-00-004262-8, S. 106–107.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abriss mehrerer Plattenbauten ist die Kirche wieder weithin sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sicherheits- und Schutz-Verein Dittelstedt&amp;#039;&amp;#039;: gegründet 1848 in der Revolutionszeit. Er war der älteste, bald wieder aufgelöste Verein des Ortes.&lt;br /&gt;
* Freiwillige Feuerwehr: urkundlich bestätigt im Jahr 1879. Sie ist der älteste noch bestehende Verein. Seit 1990 wird die [[Freiwillige Feuerwehr]] durch einen Feuerwehr-Förderverein unterstützt und erhielt 1995 ein neues [[Feuerwehrhaus]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Männerchor Cäcilia 1880 Erfurt-Dittelstedt e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;: gegründet 1880 als [[Männergesangsverein]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg bestand ein &amp;#039;&amp;#039;Volkschor Dittelstedt,&amp;#039;&amp;#039; der sich 1954 &amp;#039;&amp;#039;Volkschor der B.G.H. Erfurt-Dittelstedt&amp;#039;&amp;#039; nannte und 1961 aufgelöst wurde. 1984 erfolgte die Neugründung mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Männerchor Erfurt-Dittelstedt&amp;#039;&amp;#039; (Trägerbetrieb LPG „Karl-Marx“). Seit 1991 besteht wieder der erstgenannte Traditionsname. Der Chor ist sehr erfolgreich, er trat in den 1990er Jahren u.&amp;amp;nbsp;a. im Straßburger Münster und vor dem Wiener Stephansdom auf, auch in Funk und Fernsehen. Seit 1989 besteht eine „Chor-Freundschaft“ mit dem Männergesangverein „Eintracht“ in [[Oberhone]] in Hessen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ortsverein Erfurt-Dittelstedt e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;: gegründet 1993. Anlass seiner Gründung war die Abwehr von Bestrebungen der Erfurter Politik zum Anschluss von Dittelstedt an Erfurt-Daberstedt. Dem Wirken des Vereins ist die Einrichtung eines &amp;#039;&amp;#039;Ortshauses&amp;#039;&amp;#039; als Bürgerhaus zu verdanken.&lt;br /&gt;
* Sportvereine: z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Arbeiter-Sportverein&amp;#039;&amp;#039; in den 1920er Jahren. Er ist 1933 im [[Deutscher Turner-Bund|Deutschen Turner-Bund]] aufgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Verkehr ==&lt;br /&gt;
Nördlich von Dittelstedt erstreckt sich in der &amp;#039;&amp;#039;Schmidtstedter Flur&amp;#039;&amp;#039; zwischen Daberstedt und [[Linderbach]] das [[Gewerbegebiet]] &amp;#039;&amp;#039;Neuschmidtstedt&amp;#039;&amp;#039;. Andere Teile der Ortsflur werden landwirtschaftlich genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich des Ortes verläuft die [[Bundesstraße 7]], im Osten die &amp;#039;&amp;#039;Konrad-Adenauer-Straße&amp;#039;&amp;#039; als Teil des [[Erfurter Ring]]s, im Süden die Straße &amp;#039;&amp;#039;Am Herrenberg&amp;#039;&amp;#039; als Autobahnzubringer zur Auffahrt &amp;#039;&amp;#039;Erfurt-Ost&amp;#039;&amp;#039; an der [[Bundesautobahn 4]] und im Westen die Eisenberger Straße. Landesstraßen verbinden das Dorf mit Daberstedt im Westen, Urbich im Osten, Neuschmidtstedt im Norden und [[Melchendorf]]/Herrenberg im Süden. An den [[ÖPNV]] ist der Ort über den Stadtbus 60 und den Regiobus 155 angebunden. Die Linie 60 führt von [[Windischholzhausen]] über [[Niedernissa]] und [[Urbich]] nach Dittelstedt und weiter zum [[Erfurt Hauptbahnhof|Erfurter Hauptbahnhof]] nach [[Möbisburg-Rhoda]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmäler ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dittelstedt Kriegerdenkmal.JPG|mini|200 px|Kriegerdenkmal]]&lt;br /&gt;
* Ein [[Kriegerdenkmal]] aus den 1920er Jahren unterhalb der Kirchhofmauer am Ortseingang aus Richtung Erfurt erinnert an die 30 Dittelstedter Soldaten, die nicht aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrten. Ergänzt wurde es nach der politischen „Wende“ durch eine Tafel mit den Namen von 60 im Zweiten Weltkrieg gefallenen oder vermissten Männern des Ortes. Das Denkmal wurde zum Volkstrauertag 2016 saniert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Schwarz: [https://www.tlz.de/leben/vermischtes/article222060125/Volkstrauertag-in-Dittelstedt-Mit-Glockenlaeuten-und-Ehrenwache.html &amp;#039;&amp;#039;Mit Glockenläuten und Ehrenwache. Feierstunde am sanierten Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege in Dittelstedt.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Thüringische Landeszeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 14. November 2016, abgerufen am 2. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ein kleiner Ehrenhain, der am 17. März 1996 auf dem Friedhof eingeweiht wurde, besteht aus Granit-Steinkreuzen mit den Namen von 75 bei dem [[Bombenangriff]] auf Dittelstedt am 17. März 1945 umgekommenen Einwohnern (10 % der Dorfbevölkerung). Darunter befand sich eine Mutter mit 10 Kindern und den Großeltern.&lt;br /&gt;
* [[Gedenktafel]] (von 1897) am ehemaligen Lehrerhaus neben der Kirche: „Am 14. September 1757 befand sich hier das Hauptquartier König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrichs des Großen]]“. Es ist nicht mehr der Originalbau, der aber an dieser Stelle stand. Die einklassige katholische Schule daneben fiel dem Bombenangriff vom 17. März 1945 zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter des Ortes ===&lt;br /&gt;
* [[Olaf Gropp]] (1943–2012), Grafiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen ===&lt;br /&gt;
* [[Anton Rheinländer]] (1866–1928), Politiker der [[Deutsche Zentrumspartei|Deutschen Zentrumspartei]], war in den 1880er Jahren als Lehrer in Dittelstedt tätig&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Relevanz??? Gibt es irgendwelche Daten, die das belegen?&lt;br /&gt;
* [[Jacob Eckardt]]: erfolgreicher Erfurter Gärtner, der in den 1870er Jahren den Blumenkohlanbau in Dittelstedt begründete. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Seyfarth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;1100 Jahre Dittelstedt, 900 bis 2000. Neue Chronik des ehemaligen Küchendorfes Dittelstedt.&amp;#039;&amp;#039; Druck- und Verlagshaus Erfurt, Erfurt 1999, ISBN 3-00-004262-8.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Brachmanski: &amp;#039;&amp;#039;Erfurter Dörfer.&amp;#039;&amp;#039; Pressebeiträge aus den Jahren 1992 bis 2005&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Brachmanski: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtsbilder aus Dittelstedt.&amp;#039;&amp;#039; 1/2001, Der Fluglehrer Kurt Krumpe, 2/2002, Dittelstedter Allerlei,&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Brachmanski: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtsbilder aus Dittelstedt.&amp;#039;&amp;#039; 3/2002, Richard Leopold&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Brachmanski: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtsbilder aus Dittelstedt.&amp;#039;&amp;#039; 4/2008, Richard Hellmuth – Soldat in 3 Armeen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.erfurt.de/ef/de/rathaus/orte/verwaltung/111611.html Dittelstedt auf der offiziellen Website der Stadt Erfurt]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.erfurt.de/imperia/md/content/veroeffentlichungen/statistik/faltblatt_daten-und-fakten-2011.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Erfurter Statistik – Daten und Fakten 2011&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20110924180340}}. (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;erfurt.de,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 20. November 2017.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadt- und Ortsteile von Erfurt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4561511-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Erfurt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Erfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1950]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;T. Wirbitzki</name></author>
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