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	<title>Ditfurt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Magipulus: BKS-Link korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-04T20:13:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKS-Link korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = WappenDitfurt.png&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 51.829422&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 11.201367&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Ditfurt in HZ.png&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Harz&lt;br /&gt;
|Verbandsgemeinde  = Vorharz&lt;br /&gt;
|Höhe              = 125&lt;br /&gt;
|PLZ               = 06484&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 03946&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 15085090&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE DIF&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Markt 7&amp;lt;br /&amp;gt;38828 Wegeleben&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.ditfurt.de/ www.ditfurt.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Matthias Hellmann, FDP&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel = Bürgermeister&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ditfurt spieker2.jpg|mini|hochkant|Bauernhof „Spieker“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ditfurt muehle2.jpg|mini|hochkant|Wassermühle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ditfurt Sankt Bonifatius.JPG|mini|hochkant|[[St. Bonifatius (Ditfurt)|St. Bonifatius]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ditfurt kantorberg2.jpg|mini|hochkant|Der „Kantorberg“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ditfurt schuetzenhaus2.jpg|mini|Restaurant „Schützenhaus“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ditfurt Heimatmuseum+Kirche.jpg|mini|Heimatmuseum (im Hintergrund der Kirchturm von [[St. Bonifatius (Ditfurt)|St. Bonifatius]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ditfurt Kiessee+Kirchturm.jpg|mini|Ditfurter See (von Süden)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ditfurt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im Nordosten des [[Landkreis Harz|Landkreises Harz]]. Die im Tal der [[Bode]] liegende Gemeinde gehört zur [[Verbandsgemeinde Vorharz]] und liegt etwa sieben Kilometer nordöstlich von [[Quedlinburg]] entfernt. Der Ort wird bereits um 800 in Aufzeichnungen des [[Kloster Fulda|Klosters Fulda]] erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Ditfurt gehört zum Bundesland Sachsen-Anhalt. Sie ist umgeben vom Tal der Bode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ur- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Archäologische Funde – u.&amp;amp;nbsp;a. Steinäxte aus der [[Bandkeramische Kultur|Bandkeramischen]] und Tonscherben aus der [[Schnurkeramische Kultur|Schnurkeramischen Kultur]] – lassen auf eine sehr frühe und durchgehende Besiedelung des Gebietes um Ditfurt schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge Ditfurts gehen bis in die Zeit [[Karl der Große|Karls des Großen]] (Regierungszeit: 768 bis 814) zurück. Nachdem Karl der Große die Sachsen in den [[Sachsenkriege Karls des Großen|Sachsenkriegen]] bis an die [[Saale]] und [[Elbe]] besiegt hatte, ließ er um 800 im Vorharzland eine befestigte Heerstraße bauen – der heute noch sogenannte „Heerweg“. Sein Sohn, [[Ludwig der Fromme]], baute 820 eine kaiserliche Residenzburg an der Stelle, wo heute das Ditfurter Vorwerk steht. Diese Burg bestand unter anderem aus einem hölzernen Wachhaus (das heutige Rathaus) und war von einer zirka zwei Meter hohen Mauer (aus Lehm und Reisig) und einem Graben umgeben. Es gab vier Tore (Pölkentor, Schaftor, Krugtor und Zolltor), die von Wächtern bewacht wurden. Die letzten Spuren dieser Befestigungsanlagen lassen sich auch noch am Hohlweg und der Salzrinnenstraße finden. Im Schutz der Burg begann dann auch die Besiedelung des Ortes. Nach der Zeit Ludwigs des Frommen wurde ein Proviantmagazin, der sogenannte „Spieker“ (altdeutsch für Speicher), gebaut, in dem zur Versorgung der Besatzung der dritte Teil der im Umland eingefahrenen Ernte gelagert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besatzung der Befestigungsanlage wurde auch zur Beobachtung der Heerstraße und auf den umliegenden [[Warte]]n eingesetzt. Drei Warten sind aus dieser Zeit bekannt: die Ihlenstedter Warte am Heerweg über der Bode, die Heidberg-Warte auf dem Heidberg und die Warte auf dem heutigen Kirchberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich I]] ließ um 930 ein Zollhaus errichten (der ehemalige Gasthof „Zum Deutschen Hause“ im Volksmund „Tolle“), das auch als Herberge für Reisende diente. Im Jahre 974 wurde das [[Haufendorf]] Ditfurt als &amp;#039;&amp;#039;Deotfurdum&amp;#039;&amp;#039; erstmals urkundlich in einer Schenkungsurkunde von [[Otto II. (HRR)|Otto II.]] an das [[Stift Quedlinburg|Quedlinburger Stift]] erwähnt, und nachher &amp;#039;&amp;#039;Dhietvorden&amp;#039;&amp;#039; (1148), &amp;#039;&amp;#039;Ditvorde&amp;#039;&amp;#039; (1288) und &amp;#039;&amp;#039;Ditforde&amp;#039;&amp;#039; (1458).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1333 wurde die Burg von der Äbtissin [[Jutta von Kranichfeld]] zum Vorwerk umgebaut. Vom 10. Jahrhundert bis 1479 wurden auf dem Hösekinberg (östlich von Ditfurt) Gerichte, Landtage und Volksversammlungen abgehalten. In der Bode-Niederung fand zu diesen Anlässen auch ein bedeutender Markt statt, der mindestens eine Woche dauerte. In späterer Zeit verlagerte sich dieser Markt in die Neustadt von [[Quedlinburg]]. Mehr als 300 Jahre hatten Ditfurter das [[Marschall]]amt der Äbtissinnen inne. In Urkunden der Äbtissin [[Beatrix II. (Quedlinburg)|Beatrix II von Quedlinburg]] aus der Zeit von 1147 bis 1149 wird ein Hagimar I. von Ditfurt und sein Sohn Hermann I. genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchenbuchaufzeichnungen gibt es in Ditfurt seit 1595.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 17. Jahrhundert (zu dieser Zeit existierten zirka 150 Wohnhäuser) gab es viele größere Brände, die durch nicht vorhandene Schornsteine und [[Strohdach|strohgedeckte]] Dächer begünstigt wurden. 1687 wurden [[Schornstein]]e Pflicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der im 17. Jahrhundert abgebrannten Wohnhäuser:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
! Jahr !! Häuser&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1619 || 42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1622 || 56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1634 || 50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1669 || 68&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] war der Ort u.&amp;amp;nbsp;a. durch [[Einquartierung]]en und [[Plünderung]]en weitgehend verwüstet, die Äcker waren unbestellt und die Einwohnerzahl dezimiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Auflösung des Stifts am 16.&amp;amp;nbsp;August 1802 wurde Ditfurt aus der [[Feudalabgabe|feudalen]] Abhängigkeit entlassen und gehörte ab 1803 zum [[Königreich Preußen|preußischen Königreich]]. [[Erbzins]] und [[Zehnt]] wurden allerdings erst im Zuge der [[Separation (Flurbereinigung)|Separation]] in Ditfurt bis 1855/56 abgeschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1836/37, 1842/43 und 1846 gab es große [[Dürre]]perioden mit daraus resultierenden [[Missernte]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 und 1845 gab es [[Großbrand|Großbrände]] – 1825 brannten von 441 Wohnhäusern 144 ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1841 wurde das [[Armenhaus]] und 1843 die [[Chaussee]] nach Quedlinburg gebaut. 1856 wurden zwei steinerne Brücken in südöstlicher Richtung über den Mühlgraben und die Wilde Bode gebaut. Dadurch wurden einige alte Holzbrücken (am Schützenhaus, Langesteg und Landessteg) überflüssig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde [[Dreifelderwirtschaft]] betrieben. Im Verlauf der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s kamen in der Ditfurter Landwirtschaft vermehrt Maschinen und neue Technologien zum Einsatz:&lt;br /&gt;
* ab 1860 [[Drillmaschine]]n&lt;br /&gt;
* ab 1890 [[Hackmaschine]]n&lt;br /&gt;
* ab 1880 [[Reihenzieher]] zum [[Kartoffel]]anbau&lt;br /&gt;
* ab 1880 [[Dampfdreschmaschine]]n&lt;br /&gt;
* ab 1890 [[Dreischarpflug|Dreischarpflüge]] (lösten den bisher gebräuchlichen [[Hakenpflug]] ab)&lt;br /&gt;
* Einsatz von anorganischen [[Dünger|Düngemitteln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Juli 1862 eröffnete ein Festzug, von Berlin kommend, den Verkehr für die neu erbaute Eisenbahnlinie zwischen [[Halberstadt]] und [[Thale]], die heute noch in Betrieb ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ditfurt zur Zeit der DDR ===&lt;br /&gt;
Auch nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war Ditfurt ein von Landwirtschaft geprägtes Dorf. Im Jahr 1949 gab es in Ditfurt 160 landwirtschaftliche Betriebe. Mit der [[Bodenreform in Deutschland#Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945|Bodenreform]] [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]] und der darauf folgenden Kollektivierung der Landwirtschaft mussten die Bauern ihr Land in die neu gegründeten [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft]]en (LPG) einbringen. Bis zum Ende der DDR existierten zwei LPG für Tierhaltung und Pflanzenproduktion: am 3. Oktober 1952 wurde die LPG (Typ III) „Fortschritt“ und am 15. Juli 1958 die LPG (Typ I) „Neues Leben“ gegründet. Ab 1958 führte man Großflächenbewirtschaftung durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige [[Sudetendeutsche]] bauten in Ditfurt ab 1946 eine Schmuckproduktion auf. Erste Erzeugnisse waren handgefertigte Holzbroschen aus alten Holzfässern. 1958 wurde die „Harzer Schmuck- und Kunststoffe [[Produktionsgenossenschaft des Handwerks|PGH]] Ditfurt“ gegründet, die neben Schmuck auch Teile für Waschmaschinen produzierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab es ein „Fischkombinat“, das Fischkonserven verarbeitete. Dieser Betrieb war in der ehemaligen Molkerei ansässig, die 1963 nach [[Westerhausen (Thale)|Westerhausen]] verlegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mitte der 1970er bis zum Jahr 1998 wurde südlich von Ditfurt Kies abgebaut. Es entstand ein See mit einer Größe von etwa 32&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe von Ditfurt befanden sich, neben dem [[Saatzucht]]-Versuchsgut, eine Kaserne der [[Sowjetarmee]] und ein „funktechnischer Posten“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vorharz.net/de/der-kalte-krieg-wegeleben.html Kalter Krieg im Harzer Land]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit einer [[P-14]]-Radaranlage zur Luftraumaufklärung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ab Ende des 20. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wiedervereinigung Deutschlands|Wiedervereinigung]] wurden im Zuge der [[Privatisierung]] die in die LPG eingebrachten Ländereien an die vorherigen Eigentümer zurückgegeben. Daraus entstanden eine [[Agrargenossenschaft]] (mit 1.407 [[Hektar]]) sowie drei unabhängige Landwirtschaften. Insgesamt verfügt der Ort über 2.200 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1990er Jahre war Ditfurt in der [[Verwaltungsgemeinschaft Bode-Selke-Aue]], die anschließend sich zur [[Verwaltungsgemeinschaft Ballenstedt/Bode-Selke-Aue]] vergrößerte. Durch die Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt schloss sich Ditfurt zum 1.&amp;amp;nbsp;Januar 2010 der neugegründeten Verbandsgemeinde Vorharz an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Einwohnerentwicklung&lt;br /&gt;
! Stand&lt;br /&gt;
! Zahl&lt;br /&gt;
! Quelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{DatumZelle|2002-12-13}}&lt;br /&gt;
| 1907&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{DatumZelle|2005-12-31}}&lt;br /&gt;
| 1817&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{DatumZelle|2006-12-31}}&lt;br /&gt;
| 1803&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{DatumZelle|2007-12-31}}&lt;br /&gt;
| 1764&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{DatumZelle|2011-12-31}}&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| &amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: {{Webarchiv |url=http://www.statistik.sachsen-anhalt.de/Internet/Home/Veroeffentlichungen/Pressemitteilungen/2013/05/43_-_Tabellenanhang.html |text=Zensus 2011 – Tabellenanhang |wayback=20150221132927}}, Bevölkerungsstand am 31. Dezember 2011 (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011), abgerufen am 21. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{DatumZelle|2013-12-31}}&lt;br /&gt;
| 1565&lt;br /&gt;
| &amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: {{Webarchiv|url=http://www.statistik.sachsen-anhalt.de/download/stat_berichte/6A102_hj_2013_02.pdf |wayback=20150801024929 |text=Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2013 (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) }}, abgerufen am 22. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 31. Dezember 2008&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: {{Toter Link | date=2017-05-02 | url=http://www.stala.sachsen-anhalt.de/gk/statistik/gem/s/w.15085090.chart.html |text=Ditfurt }}, Stand: 1. September 2009, abgerufen am 4. Februar 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; sah die Einwohnerstruktur wie folgt aus: 11,1 % aller Einwohner waren unter 16 Jahren, 1,7 % zwischen 16–18, 8,1 % 18–25, 10,0 % im Bereich 25–35, 15,9 % 35–45, 24,7 % im Alter 45–60 und 28,6 % über 60 Jahre. Damit waren insgesamt 1003 Einwohner (entspricht 58,7 %) im Altersbereich 18–60 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft des Ortsnamens ===&lt;br /&gt;
Zur Entstehung des Ortsnamens gibt es eine alte [[Sage]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der [[Teufel]] und der [[Gott|Herrgott]] hatten einen Pakt geschlossen. Der Teufel solle über die Berge und Gott über das flache Land herrschen. Als es sich der Teufel genau bedachte, meinte er: „Die Harzberge sind zwar sehr schön, aber es gibt leider nur sehr wenig Menschen und Dörfer dort.“ Also zog er eines Nachts los und sammelte auf dem flachen Land viele Dörfer in einen großen Sack. Als nun die Sonne aufging, war der Sack voll und der Teufel machte sich auf den Weg nach Hause.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ganz unten in seinem Sack lag ein Dorf, dessen Kirche einen so spitzen Turm hatte, dass diese Spitze ein Loch in den Sack riss und das Dorf gerade am Ufer der Bode aus dem Sack purzelte. Der Teufel sah, dass ein Dorf aus seinem Sack gefallen war. Da es aber schon hell wurde und er nicht bei seinem Treiben gesehen werden wollte, sagte er nur: „Dit’s furt“ und lief schnell weiter.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Durch den Ausruf des Teufels bekam Ditfurt den Namen, den es heute noch trägt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ Zur Herkunft der volkstümlichen Bezeichnung der Ditfurter als „Geelbein“ siehe [[Geelbein]], Sage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Etymologie|Etymologisch]] wird der Ortsname wie folgt erklärt: Die [[Furt]] durch die Bode hatte den Namen Diufurt oder Deotfurt, was im [[Althochdeutsch]]en „Volksfurt“ bzw. „große Furt“ bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt 2019|Kommunalwahl am 26. Mai 2019]] entfielen die 12 Sitze des Gemeinderats auf Vertreter von [[Wählergruppe]]n. Gewählt wurden die &amp;#039;&amp;#039;Wählergruppe Ditfurt&amp;#039;&amp;#039; (1409 Stimmen, 8 Sitze) und die &amp;#039;&amp;#039;Wählergruppe Interessengemeinschaft Feuerwehr&amp;#039;&amp;#039; (716 Stimmen, 4 Sitze). Die Wahlbeteiligung lag im Jahr 2019 bei 59,9 %. Von den acht gewonnenen Sitzen der &amp;#039;&amp;#039;Wählergemeinschaft Ditfurt&amp;#039;&amp;#039; konnten nur sechs besetzt werden, da nicht genug Kandidaten aufgestellt wurden. Somit besteht der Gemeinderat nur aus zehn Sitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.vorharz.net/media/artikel/6003896-wahlen-26-mai/05.06.2019_-_wahlergebnis_der_wahl_zum_gemeinderat_ditfurt_am_26.05.2019.pdf |titel=Wahlergebnis der Wahl zum Gemeinderat Ditfurt am 26. Mai 2019 |werk=vorharz.net |datum=2019-06-05 |abruf=2019-08-28 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Seit 2017 ist Matthias Hellmann (FDP) Bürgermeister. Zuvor hatte Rena Jüngst seit 1996 dieses Amt inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „Im blauen Schild mit goldenem Innenbord zwei schräggekreuzte silberne Vorlegemesser mit dreimal schwarz genagelten goldenen Griffen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Wappen dargestellten gekreuzten [[Kredenzmesser]] sind auf das [[Stift Quedlinburg|Damenstift]] [[Quedlinburg]] zurückzuführen. Diese Messer sind ohne Zweifel mit dem Wappenzeichen der [[Äbtissin]] [[Anna II. zu Stolberg]] identisch. Zu diesem Thema erschien 1921 im Heimatborn (Beilage zum [[Quedlinburger Kreisblatt]]) folgende Veröffentlichung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da der Rat, als er jüngstens den Schoß (=Steuer) erleget, und deshalb es notwendig sei, je nach der Zeit auch Briefwerk zu verschicken, zum Siegeln der Briefe aber kein eigenes Insiegel besitze, gebeten habe, die Äbtissin möchte dem Rat nach ihrem Gefallen ein Insiegel oder Wappen geben, der Rat sich als Stifts-Untertanen bekenne und die Verleihung eines Siegels oder Wappens ein Tun ist, das ewig werden soll, so wird die Äbtissin schon das richtige finden, was sie dem Rate geben will und was ihm gebührt. Im Falle der Rat nun solches erhielte, wollte er, das Insiegel diesen Jahrmarkt graben (gravieren) lassen. […]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1541 wurde dem Dorf Ditfurt das Recht zur Verwendung dieses Wappens durch die Äbtissin Anna II. zu Stolberg erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde beruft sich auf die Darstellung der gekreuzten Messer im Wappenschild von 1710 über der Eingangstür des ehemaligen Amtes in Ditfurt und der Darstellung des Ditfurter Wappens im Band II, Deutsche Ortswappen (Preußen) von Otto Hupp (1925). Hier wird das Wappen in Blau mit zwei schräggekreuzten silbernen Vorlegemessern mit goldenen Griffen blasoniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das aktuelle Wappen wurde vom [[Wappenkünstler|Heraldiker]] Karl-Heinz Fritze († 2012) aus [[Niederorschel]] gestaltet.&lt;br /&gt;
Am 14. Juni 2001 wurde das Ditfurter Wappen durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farben der Gemeinde sind Blau – Gold (Gelb).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flagge ===&lt;br /&gt;
Die Flagge ist Blau – Gelb – Blau (1:2:1) gestreift mit dem aufgelegten Wappen der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Kulturdenkmale in Ditfurt}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Bodendenkmale in Ditfurt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen ===&lt;br /&gt;
Im Ditfurter Heimatmuseum sind bäuerlich-handwerkliche und dörfliche Kulturgüter zu sehen. In weiteren Abteilungen sind Archäologie und die Geschichte der Landwirtschaft in der Region dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
* Ditfurter See&lt;br /&gt;
* Ditfurter Wassermühle&lt;br /&gt;
*Historischer Ortskern mit Spieker&lt;br /&gt;
* Kriegerdenkmal (erbaut 1921) für die im [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gefallenen Soldaten aus Ditfurt&lt;br /&gt;
* Grabstätten auf dem Ortsfriedhof für einen unbekannten [[Ungarn]] und einen namentlich bekannten [[Jugoslawien|Jugoslawen]], die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von [[Zwangsarbeit]] wurden&lt;br /&gt;
* [[St. Bonifatius (Ditfurt)|Sankt-Bonifatius-Kirche]]&lt;br /&gt;
* freistehendes Fachwerk-Rathaus des Fleckens Ditfurt, dat. 1534, mit spätgotischen Heiligenfiguren, Arrestanbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
* Mit dem Ortsnamen ist das Adelsgeschlecht [[Ditfurth (Adelsgeschlecht)|von Ditfurth]] verbunden.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Mette]] (* 1735 Ditfurt; † 1806 [[Quedlinburg]]), Gärtner, Unternehmer und Mitbegründer der Saatzuchtwirtschaft in Quedlinburg.&lt;br /&gt;
* [[Max Schewe]] (1896–1951), Maler und Graphiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
In unmittelbarer Nähe des Ortes (zwischen Quedlinburg und Ditfurt) gibt es eine Auffahrt (Quedlinburg Ost / L66) zur neu entstandenen [[Bundesautobahn 36]]. Ditfurt besitzt mit der [[Bahnstrecke Magdeburg–Thale|Bahnstrecke Halberstadt–Quedlinburg–Thale]] Anschluss an das Eisenbahnnetz. Durch eine Buslinie der [[Harzer Verkehrsbetriebe]] ist Ditfurt mit der Stadt Quedlinburg verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gustav Brecht (Politiker)|Gustav Brecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Gebiet des vormaligen Reichsstifts Quedlinburg mit Angabe der Wüstungen, des Landgrabens u. der wichtigsten Flurnamen&amp;#039;&amp;#039;, Karte, Quedlinburg 1885²&lt;br /&gt;
* Friedrich Schrienert: &amp;#039;&amp;#039;Ditfurter Chronik&amp;#039;&amp;#039;, Selbstverlag des Verfassers, Ditfurt 1904.&lt;br /&gt;
* Peter Stephan: &amp;#039;&amp;#039;Ditfurt. Demographie und Sozialgeschichte einer Landgemeinde nördlich des Harzes über 400 Jahre&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Harz-Forschungen]], Bd. 17, Wernigerode u. Berlin 2002.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Feicke]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Aktenstücke des Reichsstiftes Quedlinburg aus dem 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. In: Harz-Zeitschrift 54/55 (2002/2003) 2004, S. 187–200, bes. S. 191–194, 197–199 (Abb. Mündigkeitserklärung 1801 für G. H. Bollmann durch die Quedlinburger Äbtissin Sophia Albertina)&lt;br /&gt;
* Falko Grubitzsch u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Bd. 7.2 – Landkreis Quedlinburg&amp;#039;&amp;#039;, Halle / Petersberg 2007, Art. Ditfurt, S. 94–109.&lt;br /&gt;
* Bernd Feicke: &amp;#039;&amp;#039;Stadtgeschichte und der Schmuck historischer Rathäuser am Harz als Symbol stadtherrlicher Macht und städtischer Rechte …&amp;#039;&amp;#039; In: [[Harz-Forschungen]], Bd. 23, Berlin u. Wernigerode 2007, S. 227–277, bes. 247, 259 (Abb.)&lt;br /&gt;
* Hans Blath, [[Ernst Kiehl]]: &amp;#039;&amp;#039;Ditfurt – Königshof, Amtshof, Heimatmuseum&amp;#039;&amp;#039;. In: Quedlinburger Annalen 11 (2008), S. 67–78.&lt;br /&gt;
* Karl Schirwitz: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Großgräber aus dem Harzvorland: Der „Kreienkopp“ bei Ditfurt&amp;#039;&amp;#039;, Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde 68 (1935), Wernigerode, Selbstverlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ditfurt.de/ Website der Gemeinde Ditfurt]&lt;br /&gt;
* [https://www.vorharz.net/de/ditfurt.html Ditfurt auf der Website der Verbandsgemeinde Vorharz]&lt;br /&gt;
* [http://www.heimatmuseum-ditfurt.de/ Website des Heimatmuseums]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4719275-6}}&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Magipulus</name></author>
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