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	<title>Distale Humerusfraktur - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T08:10:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Distale_Humerusfraktur&amp;diff=2057007&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zieger M: -Unverstlk</title>
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		<updated>2026-02-10T14:08:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;-Unverstlk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = S42.4&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Fraktur des distalen Endes des Humerus&lt;br /&gt;
| 02-CODE = S42.40&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Teil nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
| 03-CODE = S42.41&lt;br /&gt;
| 03-BEZEICHNUNG = Suprakondylär&lt;br /&gt;
| 04-CODE = S42.42&lt;br /&gt;
| 04-BEZEICHNUNG = Epicondylus lateralis&lt;br /&gt;
| 05-CODE = S42.43&lt;br /&gt;
| 05-BEZEICHNUNG = Epicondylus medialis&lt;br /&gt;
| 06-CODE = S42.44&lt;br /&gt;
| 06-BEZEICHNUNG = Epicondylus, Epicondyli, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
| 07-CODE = S42.45&lt;br /&gt;
| 07-BEZEICHNUNG = Transkondylär (T- oder Y-Form)&lt;br /&gt;
| 08-CODE = S42.49&lt;br /&gt;
| 08-BEZEICHNUNG = Sonstige und multiple Teile&lt;br /&gt;
|09-BEZEICHNUNG= Multiple Frakturen der Klavikula, der Skapula und des Humerus&lt;br /&gt;
|09-CODE= S42.7&lt;br /&gt;
|10-BEZEICHNUNG= Fraktur sonstiger Teile der Schulter und des Oberarmes&lt;br /&gt;
|10-CODE= S42.8&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Distale Humerusfrakturen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Knochenbruch|Brüche]] des unteren Endes des [[Oberarmknochen]]s. Sie entstehen bei Kindern durch Stürze auf den ausgestreckten Arm und bei Erwachsenen durch Stürze auf das [[Ellbogengelenk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen und Einteilung ==&lt;br /&gt;
Die Frakturen sind bei Erwachsenen selten und machen nur 3 % aller Knochenverletzungen und 17–30 % aller Ellenbogenverletzungen aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Josten, Lill&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Kindern kommen [[Kondylus]]suprakondyläre Humerusfrakturen (Bruch des Oberarmknochens knapp oberhalb der gelenkbildenden Knochenanteile) gehäuft im Alter von 5–10 Jahren vor und machen 5 % aller kindlichen Frakturen aus, aber 80 % aller kindlichen Ellenbogenfrakturen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hefti&amp;quot;&amp;gt;F. Hefti: &amp;#039;&amp;#039;Kinderorthopädie in der Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Springer, 1998, ISBN 3-540-61480-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursache ist meist ein Sturz aus der Höhe beim Sport oder in der Freizeit. Der nichtdominante Arm ist häufiger betroffen. Bei Kindern ist besonders die Cubitus-varus-Fehlstellung (mit verminderter Radialabweichung des Unterarmes zum Oberarm) durch unzureichende Bruchversorgung häufig, deren operative Korrektur oft schwierig und komplikationsreich ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;barbier&amp;quot;&amp;gt;Nicolas F. Barbier, Solange De Wouters, Sidi Yaya Traore, Khanh Tran Duy, Pierre-Louis Docquier: &amp;#039;&amp;#039;Patient specific instrumentation for corrective osteotomy in case of posttraumatic cubitus varus in children&amp;#039;&amp;#039; Acta Orthopædica Belgica 2019, Band 85, Ausgabe 3 vom September 2019, Seiten 297–304&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erwachsene ==&lt;br /&gt;
Für klinische Belange reicht es völlig, die Bruchformen nach der Beziehung zur [[Metaphyse]] als metaphysäre, und dem Gelenk als außerhalb (extraartikulär) (suprakondyläre) und innerhalb des Gelenkes (intraartikulär) (perkondyläre) Bruchformen zu unterscheiden. Keine weitergehende Einteilung hat sich dauerhaft bewährt. Für die [[Diagnose]] und die Operationsplanung genügen die üblichen Röntgenaufnahmen in zwei Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Behandlung ===&lt;br /&gt;
Die allermeisten distalen Humerusfrakturen verlangen nach einer operativen Versorgung. Manche Frakturen der [[Metaphyse]] ließen sich vielleicht konservativ (mit Hängegips oder Sarmiento-Schalen) behandeln; der spiralige Verlauf des nahen [[Nervus radialis]] gebietet aber auch dabei Vorsicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Metaphysäre Frakturen ====&lt;br /&gt;
Brüche im unteren, metaphysären Schaftviertel des Humerus sind selten und betreffen fast nur Erwachsene. Schwierig zu versorgen sind sie, weil das untere Bruchende für retrograde [[Marknagel|Marknägel]] zu kurz ist und wichtige Nerven benachbart sind. Wenig bekannt, aber elegant ist die Plattenosteosynthese von medial. Der [[Patient]] liegt auf dem Rücken, der Operateur sitzt vor der Innenseite des Oberarms. Anders als der Nervus radialis kreuzt der [[Nervus ulnaris]] nicht das Operationsgebiet, sondern zieht parallel zum Schaft in den &amp;#039;&amp;#039;Sulcus ulnaris&amp;#039;&amp;#039;. Ist er freipräpariert und nach hinten weggehalten, hat man alle Freiheit zur Fragmentreposition und Osteosynthese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Suprakondyläre Frakturen ====&lt;br /&gt;
Bei suprakondylären Humerusfrakturen ist die knorpelbezogene Gelenkrolle intakt, vom unteren Schaftende aber abgebrochen. Bei Erwachsenen finden sich meistens kortikale Bruchfragmente, so dass [[Kirschnerdraht|Kirschner-Drähte]] keine hinlängliche Sicherung des Bruchs gewährleisten. Deshalb sind [[Osteosynthese]]n mit Platten auf beiden Seiten sinnvoll. Einseitige Plattenversorgungen sind mit [[Winkelstabilität|winkelstabilen]] Platten ausnahmsweise möglich, wenn wenigstens zwei Schrauben im [[Epikondylus]] untergebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Perkondyläre Frakturen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Erwachsenen bedeuten perkondyläre Frakturen, dass die &amp;#039;&amp;#039;Trochlea humeri&amp;#039;&amp;#039; mit den Epikondylen nicht nur vom Schaft getrennt, sondern auch in sich, in zwei oder mehr Teile, gebrochen ist. Die operative Versorgung ist aufwändig: Der [[Nervus ulnaris]] muss freigelegt, das [[Olecranon]] durchsägt und mit dem [[Musculus triceps brachii]] hochgeklappt werden. Wie ein dreidimensionales [[Puzzle]] wird die Kondylenrolle rekonstruiert und mit Kirschner-Drähten und Kleinfragment-Lochschrauben zusammengehalten. Mit Drittelrohr- oder Rekonstruktionsplatten an beiden Seiten wird die (übungsstabile) Verbindung zum Schaft wiederhergestellt. Gut geeignet, aber teuer sind anatomisch vorgeformte winkelstabile Platten (Mayo). Das Olecranon wird mit einer [[Knochenbruchbehandlung#Zuggurtung|Zuggurtung]] refixiert. In Hinblick auf die komplexe Anatomie des unteren Humerusendes sollte man sich bei der Rekonstruktion ein Humerusmodell zur Seite legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Humerusfraktur nach OP.JPG|Doppelte Plattenosteosynthese&lt;br /&gt;
 Zuggurtung Olecranon.JPG|Zuggurtung des Olecranon&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinder ==&lt;br /&gt;
Abzugrenzen sind diakondyläre Frakturen sowie perkondyläre Frakturen im Condylus oder je nach Alter im Epicondylus radialis oder ulnaris. Verwechslungsgefahr mit den alterstypisch isoliert liegenden Knochenkernen besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Behandlung erfolgt bei Gartland Typ I und II ohne Rotationsfehler konservativ durch Oberarmgips.&lt;br /&gt;
Bei allen anderen Typen operativ in Form einer geschlossenen Reposition und die Fixation mit zwei gekreuzten [[Knochenbruchbehandlung#Kirschnerdraht|Kirschner-Drähten]] unter Bildwandler-Kontrolle. Bei den perkondylären Frakturen ist ein Epikondylus (meistens der speichenseitige) abgebrochen. Zur Fixierung genügen zwei dünne Kirschner-Drähte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fragment- und Drahtlage lässt sich besonders bei jungen Kindern nur schwer beurteilen, weil größere Skelettanteile noch nicht verknöchert, sondern knorpelig und somit strahlendurchlässig sind. Im Bedarfsfalle hilft eine [[Sonografie|Sonographie]] oder [[Magnetresonanztomographie]] weiter. Auch bei einem guten Repositionserfolg droht die Entwicklung einer [[Fehlstellung]] im Ellenbogengelenk (Cubitus varus), weil der betreffende Teil der [[Wachstumsfuge]] geschädigt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Narkose und Lagerung ==&lt;br /&gt;
Ellenbogennahe Humerusfrakturen sollten immer in [[Intubationsnarkose]] und Bauchlage des Patienten operiert werden.&lt;br /&gt;
Dabei muss der abgespreizte Oberarm auf einer strahlendurchlässigen Stütze oder einem (gepolsterten)&lt;br /&gt;
durchgesteckten Holzbrett gelagert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Döhler]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon orthopädische Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2003, ISBN 3-540-41317-0.&lt;br /&gt;
* [[Christoph Josten (Mediziner)|Christoph Josten]], Helmut Lill: &amp;#039;&amp;#039;Ellenbogenverletzungen. Biomechanik, Diagnose, Therapie&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 2002, ISBN 3-7985-1264-7 [https://books.google.de/books?id=FZ3yd3UtBlYC&amp;amp;pg=PA163&amp;amp;lpg=PA163&amp;amp;dq=distale+humerusfrakturen&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=cLaVi8Rbb-&amp;amp;sig=NKIY2AsFFH7KDoCNYseKBKpRoUo&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=7bNtTLPxJ5CFOJCkvLAL&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result# (Digitalisat)]&lt;br /&gt;
* M. E. Wenzl, F. Raimund, Stefan Fuchs, A. Paech, [[Christian Jürgens (Mediziner)|Christian Jürgens]]: &amp;#039;&amp;#039;Distale Humerusfrakturen&amp;#039;&amp;#039;. Trauma und Berufskrankheit 9, Supplement 2 (2007), S. 183–191.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leitlinien ==&lt;br /&gt;
* {{AWMF|https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/006-126.html|Intraartikuläre Frakturen des distalen Humerus im Kindesalter|S2k|Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)|2012}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Humerusfrakturen, distale}}&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knochenbruch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in Orthopädie und Unfallchirurgie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zieger M</name></author>
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