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	<title>Diskontsatz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T01:38:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diskontsatz&amp;diff=34457&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Entferne Kategorie:Wirtschaft</title>
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		<updated>2023-02-03T11:57:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Wirtschaft&quot; title=&quot;Kategorie:Wirtschaft&quot;&gt;Kategorie:Wirtschaft&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Wichtige Leitzinsen}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diskontsatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war im [[Bankwesen]] der [[Zinssatz]], zu dem ein [[Kreditinstitut]] [[Wechsel (Urkunde)|Wechsel]] an die [[Zentralbank]] verkaufen ([[Rediskont|rediskontieren]]) konnte. Damit konnte es sich kurzfristig [[Liquidität]] verschaffen. Als Preis zahlte es dafür den Diskontsatz (als Abschlag vom [[Nominalwert]] des Wechsels).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der Diskontsatz wurde dem [[Diskontkredit]] zugrunde gelegt, den es ebenfalls nicht mehr gibt. Der [[Rediskont]] der [[Geschäftsbank]]en bei der [[Zentralbank]] war die [[Refinanzierung]]squelle für das [[Diskontgeschäft]] mit den Bankkunden. Diskontgeschäft, Diskontkredit, Diskontsatz und Rediskont beinhalten als Wortbestandteil „Diskont“, ein Lehnwort (aus {{itS|disconto}}, „Abzug“).&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Hermann, &amp;#039;&amp;#039;Knaurs etymologisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 117&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abzug bestand darin, dass vom [[Nennwert]] des Wechsels der Diskontsatz für den Zeitraum zwischen (Re-)Diskontierung und [[Fälligkeit]] des Wechsels abgezogen und als Diskontkredit dem [[Kreditnehmer]] gutgeschrieben wurde. Der jeweils von den Banken berechnete Diskontsatz richtete sich dabei nach dem aktuellen Diskontsatz der Zentralbank, einem ehemaligen [[Leitzins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Politik der [[Bundesbank]] zielte im Wesentlichen darauf ab, das [[Kreditangebot]]sverhalten der Kreditinstitute und die [[Geldnachfrage|Geld-]] und [[Kreditnachfrage]] der Wirtschaft mittelbar über Veränderungen der Bankenliquidität und der Zinsen am [[Geldmarkt]] zu steuern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uni-leipzig.de/bankinstitut/dokumente/1995-10-01-01.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Geldpolitik der Bundesbank&amp;#039;&amp;#039;], Deutsche Bundesbank, Oktober 1995, S. 98 (PDF; 3,2&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das leitete sich aus § 15 BbankG a. F. ab, der der Bundesbank das Recht einräumte, zur Beeinflussung des Geldumlaufs und der Kreditgewährung den Diskontsatz festzulegen. Das (Re-)Diskontgeschäft ergab sich entsprechend aus § 19 BbankG a. F. Der Wechsel als Kredit- und Zahlungsmittel spielte in der deutschen Wirtschaft lange Zeit eine zentrale Rolle. Das (Re-)Diskontvolumen erreichte deshalb 1979/1980 seinen Höhepunkt und wurde zur entscheidenden Quelle der [[Zentralbankgeld]]versorgung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;issing&amp;quot;&amp;gt;Otmar Issing/Bernd Rudolph, [http://epub.ub.uni-muenchen.de/6575/1/6575.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Rediskontkredit&amp;#039;&amp;#039;], 1988, S. 41 f. (PDF; 6,8&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1986 war der Anteil der Diskontkredite an der Mittelaufnahme auf 60 % gesunken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;issing&amp;quot; /&amp;gt; Der Diskontsatz spielte bis 1987 die entscheidende Rolle bei der Refinanzierung der Kreditinstitute durch die Bundesbank und als [[Leitzins]], denn die Banken konnten sich durch Verkauf von bundesbankfähigen Wechseln Liquidität zum Diskontsatz beschaffen. Die Funktion eines Referenzzinssatzes kam dem Diskontsatz zu, weil er als Bezugsgröße in Verträgen und Gesetzen genannt wurde. Seit 1987 hatte die Diskontierung von Wechseln an Bedeutung verloren, so dass der [[Lombardsatz]] in den Vordergrund trat.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Ehrlicher/Diethard B. Simmert, [http://books.google.de/books?id=4dVL8lDl3KsC&amp;amp;pg=PA134&amp;amp;dq=diskontsatz+wechselankauf+bundesbank&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=rhU7UrmcD-Sf0QXMuYCoBA&amp;amp;ved=0CGIQ6AEwBw#v=onepage&amp;amp;q=diskontsatz%20wechselankauf%20bundesbank&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Wandlungen des geldpolitischen Instrumentariums der Deutschen Bundesbank&amp;#039;&amp;#039;], 1988, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wechselrefinanzierung trat im Vergleich zu den neuen offenmarktpolitischen Instrumenten der Bundesbank sukzessive in den Hintergrund; ihr Anteil an den gesamten Notenbankkrediten belief sich 1994 nur noch auf 29,5 % gegenüber 83,5 % im Jahre 1980.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Geldpolitik der Bundesbank&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Bundesbank, Oktober 1995, S. 109&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europäische Zentralbank]] (EZB) und damit das [[Eurosystem]] betreibt seit Januar 1999 kein Rediskontgeschäft mehr. Da deshalb für Kreditinstitute diese Refinanzierungsquelle entfallen ist, diskontieren sie ebenfalls keine Wechsel mehr von ihren Kunden. In Deutschland waren bis Dezember 1998 die Diskontgeschäfte der Bundesbank im Rahmen ihrer [[Diskontpolitik]] in § 19 Abs. 1 Nr. 3 BBankG a. F. geregelt. Hier und in ihren [[Allgemeine Geschäftsbedingungen|Allgemeinen Geschäftsbedingungen]] legte sie die Bedingungen fest, zu denen die Geschäftsbanken eine Rediskontmöglichkeit eingeräumt bekamen. Diese Bedingungen wurden auf das Diskontgeschäft der Kreditinstitute mit ihren Bankkunden entsprechend übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wechsel und damit der Diskontkredit ist im täglichen Bankwesen heute ohne Bedeutung,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Deutsches_und_europ%C3%A4isches_Bank_und_Kap/1x8sDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Diskontkredit+ohne+bedeutung&amp;amp;pg=PA1161&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1626029227234 Kai-Oliver Knops/Peter Derleder/Heinz Georg Bamberger (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Deutsches und europäisches Bank- und Kapitalmarktrecht&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 2017, S. 1161]&amp;lt;/ref&amp;gt; weil er auch aufgrund seines [[Urkunde]]formats nicht „maschinen- bzw. computerfähig“ und damit relativ personal- und kostenintensiv war und zudem auch seine Funktion als Kredit- und Zahlungsmittel in der deutschen Wirtschaft weitgehend eingebüßt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kredit-vergleich.de/d/diskontkredit.htm Kreditvergleich zum Diskontkredit]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Diskontsatz wurde im Januar 1999 ebenfalls abgeschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europäische Zentralbank ==&lt;br /&gt;
Durch die [[Europäische Währungsunion]] verlor die Bundesbank auch ihre Rechtsmacht zur Festlegung der Leitzinsen an die EZB. Diese ist seit Januar 1999 für die Bestimmung der Leitzinsen zuständig und hat sich für drei [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregate]] entschieden, und zwar für einen Zinssatz für das [[Hauptrefinanzierungsgeschäft]], für die [[Spitzenrefinanzierungsfazilität]] und für die [[Einlagefazilität]]. Zudem verstärkte sie ihr Instrumentarium durch die [[Offenmarktpolitik#Offenmarktgeschäfte der Europäischen Zentralbank (EZB)|Offenmarktgeschäfte im Euroraum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Januar 1999 musste deshalb in Deutschland der Diskontsatz, soweit dieser in Verträgen und Vorschriften als [[Referenzzinssatz]] für Zinsen und andere Leistungen verwendet wurde, in {{§|247|bgb|juris}} Abs. 1 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] durch den [[Basiszinssatz]] ersetzt werden. Der Basiszinssatz wird seit Januar 2002 mit dem [[Inkrafttreten]] des [[Schuldrechtsmodernisierung|Gesetzes zur Modernisierung des Schuldrechts]] permanent ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lombardsatz]]&lt;br /&gt;
* [[Geldschöpfung]]&lt;br /&gt;
* [[Geldpolitik]]&lt;br /&gt;
* [[Diskontpolitik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4150171-8}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geldpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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