<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Disconto-Gesellschaft</id>
	<title>Disconto-Gesellschaft - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Disconto-Gesellschaft"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Disconto-Gesellschaft&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T19:52:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Disconto-Gesellschaft&amp;diff=63183&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Disconto-Gesellschaft&amp;diff=63183&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-14T08:18:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Discontogesellschaft Berlin.jpg|mini|Hauptgebäude der Disconto-Gesellschaft, [[Behrenstraße]] 43/44 (alte Fassade)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Discontogesellschaft.jpg|mini|Kassensaal der Disconto-Gesellschaft in Berlin (1903, die Büste [[Adolph von Hansemann]]s wurde zu seinem Tode aufgestellt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Disconto-Gesellschaft 1922.jpg|mini|Kommandit-Anteil der Disconto-Gesellschaft vom 28. März 1922]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-2007-0307-509, Deutsche Bank Disconto Gesellschaft, Innenansicht.jpg|mini|Innenansicht der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft, 1930]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Disconto-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Direction der Disconto-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– war eine der größten deutschen [[Bank]]gesellschaften. Sie wurde 1851 gegründet und fusionierte 1929 mit der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]]. Ihr Sitz war in [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Disconto-Gesellschaft wurde nach den Plänen des Bankiers [[David Hansemann]] als [[Genossenschaft]] mit 236 Mitgliedern, die zusammen 541.600 [[Vereinstaler|Taler]] (= 1,6 Millionen [[Mark (Währung)|Mark]]) einbrachten, gegründet und nahm am 15. Oktober 1851 ihren Geschäftsbetrieb auf. Ursprünglich sollte der Höchstbetrag eines Geschäftsanteils 10.000 Taler (= 30.000 Mark) betragen. Dieser Höchstbetrag wurde jedoch bis 1855 auf 60.000 Taler (=&amp;amp;nbsp;180.000 Mark) erhöht, so dass die Disconto-Gesellschaft aufgrund der geänderten Gesellschafterstruktur 1856 in eine [[Kommanditgesellschaft auf Aktien]] umgewandelt wurde. Ab 1859 beteiligte sich die Disconto-Gesellschaft auch bei der [[Emission (Wirtschaft)|Emission]] von preußischen [[Staatsanleihe]]n. Sie war nach 1866 über Jahrzehnte die mächtigste Bank im [[Preußen-Konsortium]], das die preußischen und deutschen Staatsanleihen am Markt unterbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adolph von Hansemann]], ein Sohn von David Hansemann, übernahm nach dessen Tod 1864 die Geschäftsführung und führte die Bank bis zu seinem Tod 1903 sehr erfolgreich. Die Bank engagierte sich im Geschäft mit der [[Südsee]] und wurde einer der Antreiber beim Übergang zur aktiven Kolonialpolitik, die Reichskanzler [[Otto von Bismarck]] bislang ablehnte, 1879/80 gelang es der Bank, die Reichsregierung dazu zu bewegen, die [[Samoa-Vorlage]] in den [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag]] einzubringen: Dabei ging es um eine [[Garantie]], die das Reich für das Hamburger Handelshaus von [[Johan Cesar VI. Godeffroy]] übernehmen sollte, das nach Geschäften auf [[Samoa]] bankrottgegangen war. Die Liberalen sahen dies aber als einen weiteren Schritt Bismarcks in Richtung [[Staatsinterventionismus]] an und ließen die Vorlage durchfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Essner: &amp;#039;&amp;#039;Berlins Wirtschaft und der Kolonialismus&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Ribbe]], [[Jürgen Schmädeke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berlin im Europa der Neuzeit. Ein Tagungsbericht.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin / New York 1990, ISBN 3-11-011663-4, S. 221–226, hier S. 223; [[Dirk van Laak]]: &amp;#039;&amp;#039;Imperiale Infrastruktur. Deutsche Planungen für eine Erschließung Afrikas 1880 bis 1960.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 2004, ISBN 3-506-71745-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 1880 forderte Hansemann, das Deutsche Reich müsse [[Deutsche Kolonien|Kolonien]] in der Südsee erwerben, namentlich auf Samoa und [[Neuguinea]], wo die Disconto-Gesellschaft geschäftliche Interessen hatte. Hansemann gründete die Neuguinea-Kompanie, welche bis 1886 Teile Neuguineas, den [[Bismarck-Archipel]] und die [[Salomon-Inseln]] erwarb. Die Hoheitsrechte über diese Gebiete übernahm bis 1899 das Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Winfried Speitkamp]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kolonialgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Reclam, Stuttgart 2005, S. 21 und 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1895 war die Disconto-Gesellschaft ausschließlich in Berlin tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1918|3|Anzeigen|Werk=K |Teil=Teil 1 |Seite=vor Titelblatt |Kommentar=Geschäftsanzeige der &amp;#039;&amp;#039;Disconto-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; mit insgesamt 34 Filialen in verschiedenen Berliner Stadtteilen und den damals selbstständigen Städten Charlottenburg und Lichtenberg}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1895 wurde die [[Norddeutsche Bank]] in [[Hamburg]] durch Verhandlungen von [[Max von Schinckel]] –&amp;amp;nbsp;dem späteren Aufsichtsratsvorsitzenden beider Institute&amp;amp;nbsp;– in eine Tochtergesellschaft der Disconto-Gesellschaft umgewandelt. Die Aktionäre der Norddeutschen Bank erhielten 40 % der Aktien der Disconto-Gesellschaft, deren Grundkapital durch diese Fusion auf 115 Millionen Mark erhöht wurde. In den folgenden Jahren wuchs die Disconto-Gesellschaft durch Übernahme anderer Bankhäuser zu einer der größten deutschen Banken heran.&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft 1929.jpg|mini|Gründeraktie der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft vom November 1929]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegelmarke Direction der Disconto-Gesellschaft Filiale Essen W0356015.jpg|mini|Disconto-Gesellschaft – Siegelmarke der Direktion in Essen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Disconto-Gesellschaft übernahm:&lt;br /&gt;
* 1901 das laufende Geschäft des Bankhauses [[M. A. von Rothschild &amp;amp; Söhne]] in [[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
* 1904 das Bankhaus Schultze &amp;amp; Wolde in [[Bremen]]&lt;br /&gt;
* 1911 das [[Bankhaus Bamberger &amp;amp; Co.]] in [[Mainz]]&lt;br /&gt;
* 1914 den [[A. Schaaffhausen’scher Bankverein|A. Schaaffhausen’schen Bankverein]] in [[Köln]] (formal selbständig bis 1929)&lt;br /&gt;
* 1915 die [[Rheinische Bank]] in [[Mülheim an der Ruhr]]&lt;br /&gt;
* 1916 die Königsberger Vereinsbank in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]&lt;br /&gt;
* 1917 den Magdeburger Bankverein in [[Magdeburg]] und die Westfälisch-Lippische Vereinsbank AG in [[Bielefeld]]&lt;br /&gt;
* 1918 die Trierische Volksbank AG in [[Trier]]&lt;br /&gt;
* 1919 das Bankhaus Stahl und Federer in [[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
* 1919 die Bankfirma Hermann Bartels in Hannover&amp;lt;ref name=&amp;quot;DG1919&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bankgeschichte.de/de/docs/DG_1919.pdf Disconto-Gesellschaft in Berlin Geschäftsbericht für das Jahr 1919.] (PDF) bankgeschichte.de, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1919 das Bankhaus Kade &amp;amp; Co. in Sorau und Sagan&amp;lt;ref name=&amp;quot;DG1919&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1920 das Bankhaus Prinz &amp;amp; Marck jun. in [[Breslau]]&lt;br /&gt;
* 1921 die Schlesische Handelsbank AG in [[Breslau]]&lt;br /&gt;
* 1921 das Bankhaus [[Macaire &amp;amp; Compagnie]] der Familie [[Macaire (Unternehmerfamilie)|Macaire]] in [[Konstanz]]&lt;br /&gt;
* 1922 das Bankhaus [[Ephrussi &amp;amp; Co.]] in [[Wien]] mit [[Alexander Weiner]] als Chef ab 1924; 1933 wurde das Engagement beendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Melichar]]: &amp;#039;&amp;#039;Wer war Alexander Weiner? In [[Edmund de Waal]]s Erinnerungsbuch über die Familie [[Ephrussi]] fehlt eine für die Geschichte bedeutende Person. Eine Ergänzung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 30./31. Oktober 2021, S. 33; [https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/reflexionen/geschichten/2126003-Wer-war-Alexander-Weiner.html tagblatt-wienerzeitung.at] – Peter Melichar: &amp;#039;&amp;#039;Neuordnung im Bankwesen. Die NS-Maßnahmen und die Problematik der Restitution&amp;#039;&amp;#039;. Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission 11, Wien / München 2004, S. 242–258.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1925 die [[Bank für Thüringen]] in [[Meiningen]]&lt;br /&gt;
* 1928 die Deutsche Hansa-Bank AG in [[München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1929 schlossen sich die [[Deutsche Bank]], die Disconto-Gesellschaft, die [[Rheinische Creditbank]] und der [[A. Schaaffhausen’scher Bankverein|A.&amp;amp;nbsp;Schaaffhausen’sche Bankverein]] zur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;DeDi-Bank&amp;#039;&amp;#039;) zusammen, die sich ab 1937 nur noch Deutsche Bank nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolph von Hansemann 2.jpg|mini|hochkant|Adolph von Hansemann]]&lt;br /&gt;
Bankiers der Disconto-Gesellschaft spielten in der deutschen Politik und Wirtschaftsgeschichte oft eine bedeutende Rolle, unter anderem:&lt;br /&gt;
* [[David Hansemann]] (Geschäftsinhaber 1851–1864)&lt;br /&gt;
* [[Karl Mathy]] (Geschäftsinhaber 1855–1857)&lt;br /&gt;
* [[Adolph von Hansemann]] (Geschäftsinhaber 1857–1903)&lt;br /&gt;
* [[Adolph Salomonsohn]] (Geschäftsinhaber 1869–1888)&lt;br /&gt;
* [[Alexander Schoeller]] (Geschäftsinhaber 1884–1911)&lt;br /&gt;
* [[Arthur Salomonsohn]] (Geschäftsinhaber 1895–1929)&lt;br /&gt;
* [[Paul David Fischer]], (Aufsichtsratsvorsitzender 1902–1920)&lt;br /&gt;
* [[Georg Solmssen]] (Geschäftsinhaber 1911–1929)&lt;br /&gt;
* [[Hermann Fischer (Bankier)|Hermann Fischer]] (Geschäftsinhaber 1914–1919)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Pohl (Ökonom)|Manfred Pohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Konzentration im deutschen Bankwesen (1848–1980).&amp;#039;&amp;#039; Verlag Fritz Knapp, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-7819-0269-2.&lt;br /&gt;
* Erich Achterberg: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Hochfinanz. Kaiser, Fürsten, Millionäre.&amp;#039;&amp;#039; Fritz Knapp Verlag, Frankfurt am Main 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Disconto-Gesellschaft|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bankgeschichte.de/index_01.html &amp;#039;&amp;#039;Historische Gesellschaft der Deutschen Bank&amp;#039;&amp;#039;] mit:&lt;br /&gt;
** [https://www.bankgeschichte.de/04_16a.html Geschichte der Disconto-Gesellschaft (1851–1929).] Abgerufen am 12. Juli 2010&lt;br /&gt;
** [https://www.bankgeschichte.de/index_04_16.html Überblicksdarstellung der großen Fusion 1929.] Abgerufen am 12. Juli 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kreditinstitut (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Bank AG]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behrenstraße]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
</feed>