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	<title>Disambiguierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:51:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Disambiguierung&amp;diff=1274474&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Knowledge2need: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2024-06-16T19:36:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Disambiguierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|dis-}} „zer-, un-, auseinander“, und {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;ambiguus&amp;#039;&amp;#039;}} „doppeldeutig, uneindeutig“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Begriffsklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Sprachwissenschaft]] die Auflösung [[Mehrdeutigkeit#Sprachliche Mehrdeutigkeit|sprachlicher Mehrdeutigkeit]] (Ambiguität). Dabei wird für ein [[Wort]] oder einen [[Ausdruck (Sprachwissenschaft)|Ausdruck]] in seinem [[Kontext (Sprachwissenschaft)|Kontext]] eine eindeutige Bedeutung durch [[Syntax|syntaktische]] oder [[Semantik|semantische]] Zuordnung hergestellt (im Unterschied zu einer [[Glossar|Begriffserklärung]]). Je nach Arbeitsfeld oder Theorie in [[Semiotik]] und Sprachwissenschaft finden sich weitere vergleichbare Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;Monosemierung&amp;#039;&amp;#039; (Eindeutigmachung)&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Homberger: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch zur Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2000, ISBN 3-15-010471-8 (Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Monosemierung&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heidrun Pelz: &amp;#039;&amp;#039;Linguistik: eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe, Hamburg 1996, ISBN 3-455-10331-6, S. 206.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;Entambiguisierung&amp;#039;&amp;#039; (Vereindeutigung).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bußmann 2002:xx&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Worteintrag: [https://www.mediensprache.net/de/basix/lexikon/?qu=Disambiguierung &amp;#039;&amp;#039;Disambiguierung.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Kleines linguistisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 2. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemein ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wörter und [[Ausdruck (Sprachwissenschaft)|Ausdrücke]] sind selten [[Eindeutigkeit|eindeutig]]. Sie haben meist mehrere Bedeutungen, die nur in einem bestimmten Zusammenhang sofort klar sind (siehe [[Begriff (Philosophie)#Unterscheidung von Begriff und Wort|Unterscheidung von Bezeichnung und Begriff]]). Der Leser oder Hörer eines Textes hat bei fehlenden Kontextangaben verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. So kann ein „Band“ ein Buch sein ([[Band (Buch)|Buchband]]), oder ein Buch aus einer [[Schriftenreihe|Reihe von Büchern]], oder ein Kleidungsstück ([[Band (Textil)|Textilband]]) oder ein Verpackungsmaterial ([[Klebeband]]). In der Sprachwissenschaft werden vor diesem Hintergrund Verfahren entwickelt, die Ausdrücke für das Verständnis eindeutiger machen sollen. Ein solches Verfahren wird &amp;#039;&amp;#039;Disambiguierung&amp;#039;&amp;#039; genannt. In der Sprachwissenschaft werden dabei nicht nur einzelne Zeichen, Wörter und Ausdrücke auf ihre Mehrdeutigkeit untersucht, sondern auch einzelne Sätze und ganze Texte, aber ebenso [[Gestik]]en und [[Mimik]]en. Die Faktoren der Mehrdeutigkeit können dabei auch mit dem Medium zusammenhängen&amp;amp;nbsp;– etwa in [[Textform]] eines Zeitungsartikels, als Nachrichtentext im Radio, als Rede eines Politikers im Fernsehen. Je komplexer der untersuchte Gegenstand beispielsweise in seiner Ausdrucksformen oder seinen [[Lesart]]en ist, umso komplexer werden unter Umständen die Mehrdeutigkeiten. So kann es sich nicht nur um eine austauschbare und variierbare Bezeichnung handeln, bei der sich der Sprecher entscheidet, ob er &amp;#039;&amp;#039;Weide, Wiese&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Grünfläche&amp;#039;&amp;#039; für das verwendet, was er betrachtet, sondern um komplexe Formen der Bedeutung wie [[Poetizität|Poesie]], [[Mythos]] und [[Ideologie]]. Hier müssen zur Disambiguierung dann oft nicht nur eine Anzahl nebeneinander liegende Bedeutungen unterscheidbar gemacht werden, sondern häufige ganze Bedeutungsschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für Mehrdeutigkeiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mythos Rose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Roland Barthes]] erläutert am Beispiel des Wortes „Rose“ eine Dreiteiligkeit der Bezeichnung:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Man denke an einen Rosenstrauß: ich lasse ihn meine Leidenschaft bedeuten. Gibt es hier nicht doch nur ein Bedeutendes und ein Bedeutetes, die Rose und meine Leidenschaft? Nicht einmal das, in Wahrheit gibt es hier nur die ‚verleidenschaftlichten‘ Rosen. Aber im Bereich der [[Analyse]] gibt es sehr wohl drei Begriffe, denn diese mit Leidenschaft besetzten Rosen lassen sich durchaus und zu Recht in Rosen und Leidenschaft zerlegen. Die einen ebenso wie die andere existierten, bevor sie sich verbanden und dieses dritte Objekt, das Zeichen, bildeten. Sowenig ich im Bereich des Erlebens die Rosen von der Botschaft trennen kann, die sie tragen, so wenig kann ich im Bereich der Analyse die Rosen als Bedeutende den Rosen als Zeichen gleichsetzen: das Bedeutende ist leer, das Zeichen ist erfüllt, es ist ein Sinn.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Roland Barthes]]: &amp;#039;&amp;#039;Die große Familie der Menschen.&amp;#039;&amp;#039; In: Derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Mythen des Alltags.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt/M. 1964, Seite 90/91.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Barthes liefert hier einen sprachtheoretischen oder [[Semiotik|semiotischen]] Hintergrund, der die verschiedenen Elemente des Ausdrucks „Rosenstrauß“ als [[Begriff (Philosophie)|Begrifflichkeiten]] für die semiotische Analyse herausstreicht:&lt;br /&gt;
# das Bedeutende (Rosenstrauß)&lt;br /&gt;
# das Bedeutete (Leidenschaft)&lt;br /&gt;
# das [[Zeichen]] (die „verleidenschaftlichten“ Rosen)&lt;br /&gt;
Das Problem der Verdeutlichung kann so befragt werden: Wann ist ein Rosenstrauß lediglich ein Blumengebinde? Wann ist ein Rosenstrauß ein Ausdruck für eine Liebesbekundung? Im letzten Fall handelt es sich dann um einen Mythos oder um eine mythische Aussage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möchte jemand mit einem Rosenstrauß ihre Leidenschaft ihrem Geliebten bekunden, so hat der Rosenstrauß für die &amp;#039;&amp;#039;Anbetende&amp;#039;&amp;#039; einen Sinn&amp;amp;nbsp;– nach dem Motto, „das ist Liebe“. Für den &amp;#039;&amp;#039;Angebeteten&amp;#039;&amp;#039; kann die Möglichkeit bestehen, dass der Rosenstrauß für ihn &amp;#039;&amp;#039;keinen Sinn&amp;#039;&amp;#039; hat, jedenfalls nicht unbedingt den Sinn, ihn als Zeichen einer Liebesbekundung empfangen zu haben. Der Rosenstrauß kann für ihn einen gänzlich anderen Sinn haben oder ein anderes Zeichen darstellen. Das geschieht in dem Fall, wenn er das Zeichen seiner Geliebten missversteht. So könnte er den Strauß als eine Aufforderung verstehen, seine Mutter zu besuchen, oder als einen Einkaufsgegenstand, den er unter Umständen widerwillig auf seinem Schreibtisch wiederfindet. Die Leistung der Disambiguierung wäre hier, die Verständigung zwischen Liebender und Geliebten eindeutig zu gestalten. Die Sprachwissenschaft kann hier nach den Gründen des Missverständnisses fragen. Eine Begründung können festgelegte gesellschaftliche Normen sein. So kann es in einer Gesellschaft ungewöhnlich sein, dass eine Frau einem Mann Blumen als Zeichen ihrer Gefühle schenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abhängigkeit der Bedeutung nach der Uhrzeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob der Satz „Lassen Sie uns zusammen Essen gehen“ übersetzt werden soll mit &amp;#039;&amp;#039;Let’s have lunch together&amp;#039;&amp;#039; oder als &amp;#039;&amp;#039;Let’s have dinner together&amp;#039;&amp;#039;, hängt von der Uhrzeit ab. Bei Übersetzungsprogrammen wird dabei auch die Uhrzeit des PC-Systems berücksichtigt und entsprechend alternativ übersetzt: um 13h mit &amp;#039;&amp;#039;lunch&amp;#039;&amp;#039;, um 17h mit &amp;#039;&amp;#039;dinner&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Wahlster]]: &amp;#039;&amp;#039;Disambiguierung durch Wissensfusion: Grundprinzipien der Sprachtechnologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;KI&amp;amp;nbsp;– Künstliche Intelligenz.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1, 2002, S. 2 ([http://www.dfki.de/wwdata//Publications/Disambiguierung_durch_Wissensfusion_Grundprinzipien_der_Sprachtechnologie.pdf PDF: 200&amp;amp;nbsp;kB, 6&amp;amp;nbsp;Seiten auf dfki.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdeutlichungskriterien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komplexität von Sprache hat Auswirkungen auf die Auswahl der Kriterien, nach denen Bedeutungen unterschieden werden. So kann keine allgemeine Formel angewandt werden – zum Beispiel kein &amp;#039;&amp;#039;universeller Disambiguierungsalgorithmus&amp;#039;&amp;#039;. Stattdessen wird wie in der [[Sprachtechnologie]] nach [[Empirische Evidenz|Evidenzen]] geforscht, die aus den einzelnen „Wissensquellen“ erschlossen werden. Dabei werden auch miteinander konkurrierende Interpretationen in Beziehung gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Wahlster]]: &amp;#039;&amp;#039;Disambiguierung durch Wissensfusion: Grundprinzipien der Sprachtechnologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;KI&amp;amp;nbsp;– Künstliche Intelligenz.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1, 2002, S. 1 ([http://www.dfki.de/wwdata//Publications/Disambiguierung_durch_Wissensfusion_Grundprinzipien_der_Sprachtechnologie.pdf PDF: 200&amp;amp;nbsp;kB, 6&amp;amp;nbsp;Seiten auf dfki.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch eine bessere und umfangreichere Eingabe von Informationen kann die Auswahl der Bedeutung erleichtern. Bei der Spracherkennung können zusätzlich zu den akustischen Informationen Videoaufnahmen als Informationsquelle genutzt werden. Die sogenannte „[[Multimodalität]]“ wird dabei durch das [[Lippenlesen]] verbessert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wahlster 2002:3&amp;quot;&amp;gt;[[Wolfgang Wahlster]]: &amp;#039;&amp;#039;Disambiguierung durch Wissensfusion: Grundprinzipien der Sprachtechnologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;KI&amp;amp;nbsp;– Künstliche Intelligenz.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1, 2002, S. 3 ([http://www.dfki.de/wwdata//Publications/Disambiguierung_durch_Wissensfusion_Grundprinzipien_der_Sprachtechnologie.pdf PDF: 200&amp;amp;nbsp;kB, 6&amp;amp;nbsp;Seiten auf dfki.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselseitige Disambiguierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Speziell in der Sprachtechnologie können nicht nur durch Spracherkennung und Lippenlesen, sondern auch durch Gestikerkennung, Mimikerkennung und [[Prosodie]]erkennung verschiedene Informationen miteinander fusioniert werden, um dann dem Prozess der &amp;quot;Referenzauflösung und Disambiguierung&amp;quot; zugeführt zu werden. Als Ergebnis dieser wechselseitigen Disambiguierung liefert diese Technologie eine Repräsentation der Bedeutung aus verschiedenen Arten und Weisen der Informationsaufnahme und den anschließenden Verfahren der Disambiguierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wahlster 2002:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsfelder ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Lexikologie]] wird dieses Verfahren bei den Strukturierungen des [[Wortschatz]]es angewandt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bußmann 2002:xx&amp;quot;&amp;gt;[[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0, S. ?? (Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Disambiguierung&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--SEITE ?--&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lewandowski 1973:152&amp;quot;&amp;gt;[[Theodor Lewandowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Linguistisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1. Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg / Wiesbaden 1973, ISBN 3-494-02020-5, S. 152; zitiert nach Justo Fernández López: {{Webarchiv |url=http://culturitalia.uibk.ac.at/hispanoteca/Lexikon%20der%20Linguistik/d/DISAMBIGUIERUNG.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Disambiguierung.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20080930001501}} In: &amp;#039;&amp;#039;culturitalia.uibk.ac.at.&amp;#039;&amp;#039; 2003, abgerufen am 12. November 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Semiotik]] werden Mehrdeutigkeiten nicht nur in der Syntax, Semantik, Pragmatik eines [[Text]]es untersucht, sondern vor allem auf der Ebene der Zeichen und Symbole. In den Kommunikationswissenschaften wird die Fähigkeit zur Differenzierung von Bedeutungen als ein Kompetenzmerkmal betrachtet (siehe dazu auch [[Kompetenz (Linguistik)|Sprachliche Kompetenz]] nach [[Noam Chomsky|Chomsky]]). Konkrete Anwendung der Forschungsergebnisse zur Disambiguierung finden sich auch in der Entwicklung von Sprachprogrammen und Übersetzungsprogrammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lexikologie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Homonymie.svg|mini|375px|[[Äquivokation]], [[Homonym]]ie und [[Polysemie]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier werden sprachliche Mehrdeutigkeiten durch ausdrückliche Zuordnung und alternative Möglichkeiten der sprachlichen Zuordnung aufgehoben. So existieren zu dem Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Behausung&amp;#039;&amp;#039; die Alternativen &amp;#039;&amp;#039;Villa, Wohnung, Hütte&amp;#039;&amp;#039; und eine Vielzahl weiterer Ausdrücke. Mehrdeutige Ausdrücke, in der Lexikologie mehrdeutige [[Lexem]]e genannt, lassen sich in [[Polysemie|Polyseme]] und [[Homonym]]e unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Verfahren der Begriffsklärung oder &amp;#039;&amp;#039;Disambiguierung&amp;#039;&amp;#039; ist im Falle einer Homonymie, die unterschiedliche Betonung eines Ausdrucks hervorzuheben. Das trifft zum Beispiel auf das Wort &amp;#039;&amp;#039;modern&amp;#039;&amp;#039; zu; es kann je nach Betonung unterschieden werden in &amp;#039;&amp;#039;modern&amp;#039;&amp;#039; mit der Betonung wie in dem Satz „Müll, der vor sich hin modert“, oder in &amp;#039;&amp;#039;modern&amp;#039;&amp;#039; wie in dem Satz „Sie liebt es, sich modern zu kleiden“. Der Fachausdruck für eine sich hier überschneidende Bedeutung bei &amp;#039;&amp;#039;modern&amp;#039;&amp;#039; lautet „unverträgliche Lexemverbindungen“. Im Beispiel &amp;#039;&amp;#039;modern&amp;#039;&amp;#039; kann nicht nur die Betonung als Mittel der Disambiguierung bei &amp;#039;&amp;#039;unverträglichen Lexemverbindungen&amp;#039;&amp;#039; angewendet werden, sondern auch die Methode des &amp;#039;&amp;#039;expliziten Ausformulierens&amp;#039;&amp;#039;. So kann der Ausdruck „Fabrik“ unterschiedliche Bedeutungen aufzeigen, wenn wie folgt ausformuliert wird: a) „Mutter geht um 6 Uhr in die Fabrik“ (Fabrik als Arbeitsstätte) b) „Die Fabrik streikt“ (Fabrik als die Arbeiter und Arbeiterinnen). In diesem Fall handelt es sich um das Problem der [[Polysemie]]. Das Problem im Fall des Ausdrucks „Fabrik“ ist hier auch kein sprachliches, das durch die Betonung gelöst werden kann, sondern es ist ein strukturelles. Strukturelle Mehrdeutigkeiten verweisen auf eine unterschiedliche Tiefenstruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf lexikalischer Ebene dient der Ausschluss unverträglicher Lexemverbindungen der Disambiguierung. Nach [[Theodor Lewandowski]] ist das Ziel der Disambiguierung einen Ausdruck in seiner Sprecherintention verständlicher zu machen. Der Ausdruck wird dabei in Beziehung gesetzt zu seinem Kontext, dem kommunikativen Zusammenhang, der Kommunikationssituation und seiner „Referenzbeziehung“ beziehungsweise dem „Denotatswissen“ oder „[[Weltwissen]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lewandowski 1973:152&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Generisches Maskulinum#Disambiguierung substantivischer Maskulina der dritten Klasse|Disambiguierung substantivischer Maskulina]] (generisches Maskulinum)&lt;br /&gt;
* [[Glossar|Begriffserklärung]] (Glossar)&lt;br /&gt;
* [[Universalgrammatik]] (Annahme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roberto Navigli: &amp;#039;&amp;#039;Word Sense Disambiguation: A Survey.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ACM Computing Surveys.&amp;#039;&amp;#039; Band 41, Nr. 2, Artikel-Nr. 10, Februar 2009, S. 1–69 ([http://wwwusers.di.uniroma1.it/~navigli/pubs/ACM_Survey_2009_Navigli.pdf PDF: 822&amp;amp;nbsp;kB, 69&amp;amp;nbsp;Seiten auf dsi.uniroma1.it]).&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Wahlster]]: &amp;#039;&amp;#039;Disambiguierung durch Wissensfusion: Grundprinzipien der Sprachtechnologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;KI&amp;amp;nbsp;– Künstliche Intelligenz.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1, 2002, S. 2 ([http://www.dfki.de/wwdata//Publications/Disambiguierung_durch_Wissensfusion_Grundprinzipien_der_Sprachtechnologie.pdf PDF: 200&amp;amp;nbsp;kB, 6&amp;amp;nbsp;Seiten auf dfki.de]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Disambiguierung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4233548-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semiotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semantik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Knowledge2need</name></author>
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