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	<title>Dirndl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dirndl&amp;diff=161886&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wahldresdner: /* Symbolik der Schürzenschleifenposition */ Doppeltes &quot;Allerdings&quot; in einem Satz vermieden.</title>
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		<updated>2026-04-01T08:39:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Symbolik der Schürzenschleifenposition: &lt;/span&gt; Doppeltes &amp;quot;Allerdings&amp;quot; in einem Satz vermieden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dirndl-2011.JPG|mini|Modisches Dirndlkleid mit kurzem Rock, Schürze und weißer Bluse, 2011]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dirndl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dirndlkleid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Bayern|bayerisches]] und [[österreich]]isches [[Kleid]], das gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufkam und heute vielfach als typisch [[Alpenländische Tracht|alpenländische]] und [[Bayerische Tracht|bayerische]] [[Tracht (Kleidung)|Tracht]] angesehen wird. Es besteht gewöhnlich aus einem [[Mieder]] mit [[Rock (Kleidung)|Rock]], einer weißen [[Bluse]] und einer [[Schürze]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffserklärung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dirndl&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Diminutiv|Verkleinerungsform]] von &amp;#039;&amp;#039;Dirn&amp;#039;&amp;#039; – der [[Bairisch|bairisch-österreichischen]] Variante von hochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;[[Dirne]]&amp;#039;&amp;#039; – und bezeichnet in den entsprechenden Mundarten ein junges Mädchen. Seit dem 15. Jahrhundert ist im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] aber auch die [[Dysphemismus|negativ belegte Bedeutung]] ‚[[Prostituierte]]‘ aus ‚[[Magd]], Mädchen aus niederen sozialen Verhältnissen‘ nachweisbar. Die Ableitung des &amp;#039;&amp;#039;Dirndlkleides&amp;#039;&amp;#039; aus dem &amp;#039;&amp;#039;Dirndl&amp;#039;&amp;#039; wird auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts datiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfgang Pfeifer |url=https://www.dwds.de/wb/etymwb/Dirndl |titel=›Dirndl‹ |werk=Etymologisches Wörterbuch des Deutschen |sprache=de |abruf=2026-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Volksfestumzug in Vilshofen a.d. Donau 2012 (3).JPG|mini|Hochgeschlossene „historische“ Dirndln bei einem Volksfestumzug, 2012]]&lt;br /&gt;
=== Entstehung im 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung des Dirndls ist eng verknüpft mit der [[Sommerfrische]] wohlhabender Städter in ländlichen Gebirgs- und Vorgebirgsregionen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die modische Anpassung an das ländliche Umfeld wurde durch adlige Vorbilder wie [[Johann von Österreich|Erzherzog Johann]] und Kaiser [[Franz Joseph I.]] salonfähig, die bei der ländlichen Jagd [[Steireranzug|steirische Tracht]] trugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gexi Tostmann: &amp;#039;&amp;#039;Das alpenländische Dirndl. Tradition und Mode.&amp;#039;&amp;#039; Christian Brandstätter, Wien u. a. 1998, S. 32f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Bayern förderte gleichzeitig König [[Maximilian II. Joseph|Max II.]] das Tragen von Tracht, die allerdings erfunden war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniela Wartelsteiner |Hrsg=Bayerischer Rundfunk |Titel=Bayerische Tracht: Das Gewand der Heimat |Datum=2021-06-24 |Online=https://www.br.de/unternehmen/inhalt/organisation/br-magazin/tracht-erfindung-macht-2015-01-100.html |Abruf=2026-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Sommerfrische-Kleidung in weiteren Kreisen und auch international popularisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Gexi Tostmann: &amp;#039;&amp;#039;Das alpenländische Dirndl. Tradition und Mode.&amp;#039;&amp;#039; Christian Brandstätter, Wien u. a. 1998, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; Maßgeblich beteiligt waren daran die jüdischen Brüder [[Moritz Wallach|Moritz]] und [[Julius Wallach]] aus [[Geseke]] bzw. [[Bielefeld]], die 1900 in [[München]] das [[Trachtengeschäft Wallach|Trachtenhaus Wallach]] gründeten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20230404072708/https://www.nordostkultur-muenchen.de/biographien/Wallach,%20Moritz%20und%20Meta.htm Moritz und Julius Wallach.] In: &amp;#039;&amp;#039;nordostkultur-muenchen.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 29. Dezember 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Durchbruch erfolgte 1910, als die Brüder Wallach zum 100-jährigen Jubiläum des [[Oktoberfest]]s kostenlos den Landestrachtenzug ausstatteten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;staendecke&amp;quot;&amp;gt;Monika Ständecke: &amp;#039;&amp;#039;Dirndl, Truhen, Edelweiss: die Volkskunst der Brüder Wallach&amp;#039;&amp;#039;. Ausstellungskatalog, [[Jüdisches Museum München]], 27. Juni bis 30. Dezember 2007. München 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heidi Hagen-Pekdemir: [https://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/20583619_Bielefelder-machten-das-Dirndl-erst-schick.html &amp;#039;&amp;#039;Bielefelder machten das Dirndl erst schick&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Westfälische]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. September 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hintergrund war der in der Heimatliteratur immer wieder kolportierte Gegensatz zwischen dem angeblich natürlichen, unverdorbenen und unverfälschten Landvolk und der Künstlichkeit und Verworfenheit der Stadtgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung des Dirndlkleides markierte einen der wichtigsten Ausgangspunkte für das heutige Verständnis von alpenländischer Tracht. In der wirtschaftlich schlechten Zeit nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde das Dirndl zum Kassenschlager, da es als schlichtes Sommerkleid eine preiswerte Alternative zu den oft teuren und aufwendig gearbeiteten historischen Frauentrachten war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Egger&amp;quot;&amp;gt;Simone Egger: &amp;#039;&amp;#039;Phänomen Wiesntracht. Identitätspraxen einer urbanen Gesellschaft. Dirndl und Lederhosen, München und das Oktoberfest&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Münchner ethnographische Schriften.&amp;#039;&amp;#039; 2). Herbert Utz, München 2008, ISBN 978-3-8316-0831-7, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1930er Jahren wurde das Dirndlkleid besonders durch die Operette &amp;#039;&amp;#039;[[Im weißen Rößl]]&amp;#039;&amp;#039; weltweit Mode.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingrid Loschek: &amp;#039;&amp;#039;Reclams Mode- und Kostümlexikon&amp;#039;&amp;#039;, 6. erweiterte und aktualisierte Auflage, Stuttgart 2011, S. 168.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die patente Rößl-Wirtin im Dirndlgewand wurde zu einer Galionsfigur der [[Salzkammergut]]-Fremdenverkehrswerbung. Ebenso machte die singende und trachtentragende [[Maria Augusta von Trapp|Trapp-Familie]] die Dirndlkleider bei den [[Salzburger Festspiele]]n und später auf ihren weltweiten Tourneen überall bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;„Erfolgreiche Sympathiewerber: Prominente im Trachteng´wand“, in: Franz Hubmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tracht in Österreich – Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, S. 220–225.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] entwarf [[Gertrud Pesendorfer]], die „Reichsbeauftragte für Trachtenarbeit“, die von ihr im [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Sinn „erneuerte Tracht“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.uibk.ac.at/geschichte-ethnologie/ee/trachten/projekt.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Tiroler Trachtenpraxis im 20. und 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20200227001610 }} auf uibk.ac.at. &amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Dirndl führte sie drei Veränderungen ein, die bis heute stilbildend für Dindlformen sind: sie vereinfachte die Röcke, indem sie die ausladenden Unterröcke entfernte und die vormals bodenlange Rocklänge auf 7/8-Länge kürzte. Sie kreierte die eng geschnürte und geknöpfte Taille, die die weibliche Brust stark betont und so das Dirndl erotisierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhard Jellen]]: {{Webarchiv |url=http://www.heise.de/tp/artikel/37/37717/1.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Nazierfindung Wiesndirndl. Interview mit der Volkskundlerin Elsbeth Wallnöfer über die Modernisierung des Brauchtums durch die Nationalsozialisten&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20120929032556}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Telepolis]]&amp;#039;&amp;#039; auf Heise.de, 27. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Drittens führte sie die weiße, kurzärmelige Bluse ein, die mit dem katholischen Tabu unbedeckter weiblicher Unterarme brach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Yasmin Hopp|url=https://www.linksnet.de/artikel/47127|titel=Nicht weiter in dieser Tradition|werk=Linksnet|hrsg=Linksnet ist ein Projekt der [[Rosa-Luxemburg-Stiftung]]|datum=2017-06-28|abruf=2021-07-25|sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sinne des „NS-[[Ahnenerbe]]s“ sollten Symbole wie [[Baum des Lebens|Lebensbaum]] und -rad, Vogelpaare, Dreispross die „arisch reinen Bauerntrachten“ zieren und der „Stärkung der inneren Front“ dienen. Pesendorfer wurde –&amp;amp;nbsp;obwohl als gelernte Sekretärin ohne fundierte Ausbildung – zur Geschäftsführerin des [[Tiroler Volkskunstmuseum]]s ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;echo&amp;quot;&amp;gt;Susanne Gurschler: {{Webarchiv |url=http://www.echoonline.at/hauptnews-detail/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=4528&amp;amp;cHash=7ffe5edd560b21deb88d5b10f68e12ee |text=&amp;#039;&amp;#039;NS-gerecht geschnürt&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20160215171740 }} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Darmstädter Echo|Echo Online]]&amp;#039;&amp;#039;, 24. Oktober 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Juden|Jüdinnen und Juden]] wurde das Tragen alpenländischer Tracht verboten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Elsbeth Wallnöfer: [https://www.derstandard.at/consent/tcf/1389858057909/von-dirndln-trachten-und-akademikerbaellen &amp;#039;&amp;#039;Von Dirndln, Trachten und Akademikerbällen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Standard]]&amp;#039;&amp;#039;, 23. Januar 2014, abgerufen am 20. März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine kritische Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Hintergrund ihres Tuns und den von ihr kreierten Dirndlformen blieb bis in die 1980er Jahre aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;echo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit 1945 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Traje tipico de Ocktoberfest em Blumeniu SC.jpg|mini|Frauen aus dem brasilianischen [[Blumenau]] im Dirndl, 2020]]&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] fand das Dirndl als „Austrian Look“ international Verbreitung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://stadtmuseum.dornbirn.at/veranstaltung/2021-10-02-ware-dirndl-austrian-look-von-franz-m-rhomberg |titel=Ware Dirndl. Austrian Look von Franz M. Rhomberg |werk=stadtmuseum.dornbirn.at |sprache=de |abruf=2026-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu trug auch die steigende Bekanntheit des Münchner Oktoberfests bei. Das Dirndl erfuhr zahlreiche Abwandlungen. Während das Tragen von Tracht noch in den 1970er Jahren auf Volksfesten wie dem [[Cannstatter Volksfest|Cannstatter Wasen]] oder dem [[Gäubodenvolksfest]] kaum verbreitet war, nimmt es seit der Jahrtausendwende stark zu, es ist von einem „Trachtenboom“ die Rede. 2010 verkaufte [[C&amp;amp;A]] in Deutschland in Spitzenzeiten tausend Dirndl am Tag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sarah Fritschi|Titel=Hype um Wasen, Dirndl und Lederhose|Sammelwerk=Medienwelten - Zeitschrift für Medienpädagogik|Datum=2018-08-30|ISSN=2197-6481|Seiten=1–115|URN=nbn:de:bsz:14-qucosa2-313856}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Rocklänge und Schürze, Farben, Materialien und [[Dekolleté]] verändern sich mit wechselnden [[Kleidermode|Trends]]. Seit den 2000er Jahren nehmen sich auch vermehrt [[Modedesign|Modeschöpfer]] des Themas Dirndl an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.derstandard.at/consent/tcf/?url=/?id=1218533838223%26_lexikaRange=1 &amp;#039;&amp;#039;Keine Angst vorm Dirndl.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Standard&amp;#039;&amp;#039;, 12. August 2008, abgerufen am 2. Oktober 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik der Schürzenschleifenposition ==&lt;br /&gt;
Um die Jahrtausendwende kamen zahlreiche Medienberichte auf, die der Position der [[Schleife (Knoten)|Schürzenschleife]] eine Bedeutung zuschrieben. Binde sich die Trägerin ihre Schleife auf der, aus ihrer Sicht, vorderen rechten Seite, signalisiere sie beispielsweise, dass sie vergeben, [[Verlobung|verlobt]] oder [[verheiratet]] sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Egger&amp;quot; /&amp;gt; Nach Angaben des Trachtenvereins Miesbach ist die Symbolik der Schleifenposition eine [[erfundene Tradition]] ohne historische Grundlagen. Die Schleife als Kennzeichen des Familienstandes sei überflüssig, da verheiratete Frauen ohnehin anders als ledige Mädchen gekleidet gewesen seien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Egger&amp;quot; /&amp;gt; Laut der Volkskundlerin [[Gexi Tostmann|Gesine Tostmann]] ist es reine Geschmackssache, ob die Schürzenbänder hinten oder vorn zur Schleife gebunden werden. Zwar überliefert Tostmann die Positionierung der Schleife vorn rechts für verheiratete und die vorn links für ledige Frauen als historische Praxis, allerdings ohne Angabe einer Region oder Epoche, in der dies gegolten haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Gexi Tostmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Dirndl. Alpenländische Tradition und Mode.&amp;#039;&amp;#039; Christian Brandstätter, Wien u. a. 1998, ISBN 3-85447-781-3, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Bollenhut|Hanky Code|Claddagh-Ring}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestandteile des Dirndlkleids ==&lt;br /&gt;
[[Datei:KurzsDiandlgwand.jpg|mini|Dirndlkleider aus den 1970er Jahren mit kurzen Röcken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Anlass kann das Dirndlkleid aus ein- oder mehrfarbigem [[Baumwolle|Baumwollstoff]], [[Flachsfaser|Leinen]] oder aus [[Seide]] gefertigt sein, auch Dirndl aus synthetischen Fasern werden verkauft. Das meist einteilige Kleid trägt den Verschluss ([[Reißverschluss]], [[Haken (Gerät)|Haken]] und [[Öse]]n, verschiedenartigen Knöpfen oder [[Schnürung]]) vorn mittig. Ein Reißverschluss kann auch am Rücken oder an der Seite angebracht sein. Traditionell hat das Dirndl eine Tasche vorn oder an der Seite eingearbeitet, die unter der Schürze verborgen ist. Dazu wird eine meistens weiße Dirndlbluse (mit Puffärmeln oder schmalen Ärmeln, lang- oder kurzärmelig) getragen sowie ein Schultertuch oder ein kurzes Halstuch. Ein [[Kropfband]], auch Würgerband genannt, mit Schmuckanhänger ergänzt oft das Dirndl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderes ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Dirndlfliegen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Dirndlspringen&amp;#039;&amp;#039; ist seit den 1990er Jahren vor allem im österreichischen und bayerischen Alpenraum verbreitet. Dabei springen Frauen (und auch Männer) im Dirndl von einem Sprungbrett in einen See oder ein Schwimmbecken, die Flugfiguren werden von einer Jury bewertet. Diese Form des [[Wasserspringen]]s ist eher dem Bereich [[Funsport]] zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2016 brachte die Österreichische Post eine gestickte Briefmarke in Form eines Dirndls heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20180618230150/https://www.dirndlschuerze.de/oesterreichische-post-das-dirndl-als-briefmarke/ &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Post: Das Dirndl als Briefmarke&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Ulrich Reuter: &amp;#039;&amp;#039;Kleidung zwischen Tracht + Mode. Aus der Geschichte des Museums 1889–1989.&amp;#039;&amp;#039; Museum für Volkskunde, Berlin 1989.&lt;br /&gt;
* [[Franz C. Lipp]], Elisabeth Längle, [[Gexi Tostmann]], [[Franz Hubmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tracht in Österreich. Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Brandstätter, Wien 1984, ISBN 3-85447-028-2.&lt;br /&gt;
* Alma Scope: &amp;#039;&amp;#039;Bühnen der „Volkstümlichkeit“. Die Bedeutung Salzburgs und der Festspiele für die Trachtenmode.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trachten nicht für jedermann? Heimatideologie und Festspieltourismus dargestellt am Kleidungsverhalten in Salzburg zwischen 1920 und 1938&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Salzburger Beiträge zur Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; 6, {{ZDB|1189889-6}}). Salzburger Landesinstitut für Volkskunde, Salzburg 1993, S. 241–260.&lt;br /&gt;
* Gexi Tostmann: &amp;#039;&amp;#039;Das alpenländische Dirndl. Tradition und Mode.&amp;#039;&amp;#039; Christian Brandstätter, Wien u. a. 1998, ISBN 3-85447-781-3.&lt;br /&gt;
* Monika Ständecke: &amp;#039;&amp;#039;Dirndl, Truhen, Edelweiss: die Volkskunst der Brüder Wallach&amp;#039;&amp;#039;. Ausstellungskatalog Jüdisches Museum, München 2007, ISBN 978-3-938832-20-2.&lt;br /&gt;
* Heide Hollmer, Kathrin Hollmer: &amp;#039;&amp;#039;Dirndl. Trends, Traditionen, Philosophie, Pop, Stil, Styling.&amp;#039;&amp;#039; Edition Ebersbach, Berlin 2011, ISBN 978-3-86915-043-7.&lt;br /&gt;
* [[Elsbeth Wallnöfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geraubte Tradition. Wie die Nazis unsere Kultur verfälschten.&amp;#039;&amp;#039; Sankt Ulrich-Verlag, Augsburg 2011, ISBN 978-3-86744-194-0.&lt;br /&gt;
* Daniela Müller, Susanne Trettenbrein: &amp;#039;&amp;#039;Alles Dirndl.&amp;#039;&amp;#039; Anton Pustet, Salzburg 2013, ISBN 978-3-7025-0693-3.&lt;br /&gt;
* Margarete Zink, Petra Zudrell (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Ware Dirndl. Austrian Look von Franz M. Rhomberg&amp;#039;&amp;#039;. Ausstellungskatalog Stadtmuseum Dornbirn. Residenz Verlag, Salzburg 2021, ISBN 978-3-7017-3531-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Dirndl}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dirndl|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4012441-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenkleidung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestandteil (Volkstracht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Damenoberbekleidung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleid]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wahldresdner</name></author>
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