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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Direktschnitt</id>
	<title>Direktschnitt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T20:23:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Direktschnitt&amp;diff=1325204&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kulturkritik: Tippfehler</title>
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		<updated>2026-03-29T16:50:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Beim &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Direktschnitt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, engl. &amp;#039;&amp;#039;Direct to disc recording&amp;#039;&amp;#039;, werden die [[Audiosignal|Tonsignale]] direkt vom [[Mikrofon]] von einer Schneidemaschine auf Lack- oder Kupferfolie geschnitten. Es entfällt das sonst übliche analoge oder digitale [[Mastering (Audio)|Masterband]]. Vereinfacht ausgedrückt ist die Schneidemaschine ein „umgekehrter Plattenspieler“, der keine Audiosignale abtastet, sondern die Rillen für die spätere Abtastung in die Folie schneidet. Die Folie dient gleichzeitig als Aufnahmemedium wie auch als Formvorlage für die spätere Vervielfältigung auf [[Tonträger]] (Vinyl-LP/Single).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:20110903-L1006656.jpg|mini|Lackfolien-Schneidanlage Neumann VMS 80]]&lt;br /&gt;
Vorteile sind der kurze Signalweg und die damit wegfallenden zusätzlichen Fehlerquellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Nachteil des Verfahrens ist, dass nicht in die [[Tonaufnahme]] eingegriffen werden kann. Während der Aufnahme auftretende technische oder musikalische Fehler sowie mangelnde Aussteuerung können später nicht mehr korrigiert werden. Außerdem lässt dieses Verfahren nur eine zahlenmäßig begrenzte Pressung zu. Weniger als 20.000 Stück sind die Regel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.hifimuseum.de/1982-direktschnitt-platten.html |wayback=20230308121640 |text=&amp;#039;&amp;#039;1982 - Direktschnitt-Platten&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch muss der Tontechniker das Mastering-Pult vorab sorgfältig einstellen und die Schneideapparatur für den Mitschnitt justieren. Zu laute Töne würden zu einem zu großen Ausschlag des Schneidstichels führen. Daher muss die Schneidemaschine so justiert werden, dass genügend Platz für die maximalen Rillenausschläge vorhanden ist. Zuviel Platz-Reserve könnte dazu führen, dass der gesamte Mitschnitt nicht auf die Platte passt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;goodvinyl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der bekanntesten Schneidemaschinen ist die &amp;#039;&amp;#039;Neumann VMS 80&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pure&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://pure-analogue.com/de/die-schneidemaschine/ |titel=Die Schneidemaschine |werk=pure-analogue.com/de/pure-analogue/ |datum=2021 |sprache=de |abruf=2023-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 1980er Jahre entwickelte die deutsche [[Teldec]] in Zusammenarbeit mit Neumann das sogenannte DMM-Verfahren (Direct Metal Mastering). Hier wird das Signal nicht in eine Lackfolie, sondern in eine mit Kupfer beschichtete Edelstahlplatte geschnitten. Dadurch entfällt die [[Galvanotechnik|Galvanisierung]] der Lackfolie sowie die Herstellung des Negativs für die Pressung. Von diesem DMM-Schnitt können direkt Pressmatrizen hergestellt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pure&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in der Frühzeit der Schallplattenproduktion gab es erste Maschinen, die [[Schellackplatte|Schellack]]-Schallplatten direkt schneiden konnten. Pionier auf diesem Gebiet war [[Emil Berliner]] mit seinem [[Grammophon]] von 1887. Bis in die 1940er Jahre hinein wurden Tonaufnahmen auf diese Weise direkt auf Lackfolie geschnitten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://emil-berliner-studios.com/aufnahmen/direct-to-disc# |titel=Mehr über Direct-to-Disc |werk=emil-berliner-studios.com |sprache=de |abruf=2023-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;goodvinyl&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.good-vinyl.de/2018/02/20/direktschnitt-direct-disc-recording/ |titel=Direktschnitt / Direct Disc Recording |werk=good-vinyl.de |datum=2018-02-20 |sprache=de |abruf=2023-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gevaphone Glasschallplatte.jpg|mini|links|Gevaphone Glasschallplatte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit im Direktschnitt-Verfahren stellen die „Glasplatten“ des belgischen Fotounternehmens [[Gevaert]] dar. Diese „Gevaphone“-Schallplatten bestanden aus einem Träger aus Glas, der mit einer Schicht [[Gelatine]] (später auch [[Zelluloid]]) überzogen war (diese Platten leuchteten daher rot, wenn man sie vor eine Lichtquelle hielt). In diese Schicht wurden Rillen geschnitten. Die Verbindung der Gelatine mit der Glasplatte wurde mit Hilfe von Natriumsilicat erreicht. Die belgische Firma Gevaert produzierte diese Schallplatten in den späten 1940er Jahren in großer Stückzahl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.audioarcheologie.nl/Audio%20Archeologie/gesproken_brief.htm |titel=Gesproken brieven |werk=audioarcheologie.nl |sprache=nl |abruf=2026-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Photographing Sound in 1884. A rare photograph taken at Volta Laboratory by J. Harris Rogers, a friend of Bell and Tainter (Smithsonian photo 44312-E) i009.jpg|mini|Aufbau einer Versuchsanordnung zur Aufzeichnung von Stimmschwingungen auf einer Glasplatte (Volta Laboratory, 1884)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aufnahmetechnik mit Glasplatten geht auf eine bereits 1884 gemachte Erfindung der Volta Laboratory Associates ([[Alexander Graham Bell]], [[Charles Sumner Tainter]] und [[Chichester Bell]]) in den USA zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://americanhistory.si.edu/documentsgallery/exhibitions/hear-my-voice/6.html |titel=Hear My Voice - Alexander Graham Bell and the Origins of Recorded Sound |werk=[[Smithsonian American Art Museum|Smithsonian]] National Museum of American History |sprache=en |abruf=2023-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diesen Aufbau betreffend zitiert Tainter in seiner unveröffentlichten Autobiografie seinen Kollegen Bell wie folgt:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ein durch die Stimme in Schwingung versetzter Strahl aus Kaliumbichromatlösung wurde gegen eine Glasplatte unmittelbar vor einem Spalt gerichtet, auf den das Licht mit Hilfe einer Linse konzentriert wurde. Die Düse war so angeordnet, dass das Licht auf seinem Weg zum Spalt den Strahl durchqueren musste, und da sich dessen Dicke ständig änderte, wurde auch die Beleuchtung des Spalts variiert. Mittels einer Linse … wurde ein Bild dieses Spaltes auf eine rotierende Gelatine-Bromidplatte geworfen, auf der man dementsprechend eine Aufzeichnung der Stimmschwingungen erhielt.&lt;br /&gt;
 |Autor=Charles Sumner Tainter, Autobiografie, &amp;quot;The talking machine and some little known facts in connection with its early development&amp;quot;, unveröffentlichtes Manuskript in den Sammlungen des U. S. National Museum&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Leslie J. Newville |url=https://www.gutenberg.org/files/30112/30112-h/30112-h.htm#f1 |titel=The Project Gutenberg eBook, Development of the Phonograph at Alexander Graham Bell&amp;#039;s Volta Laboratory, by Leslie J. Newville |werk=gutenberg.org |sprache=en |abruf=2023-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bekannte Beispiele für Direktschnitt-LPs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind:&lt;br /&gt;
* [[Thelma Houston]] – &amp;#039;&amp;#039;I&amp;#039;ve Got the Music in Me&amp;#039;&amp;#039; (1975, Sheffield Lab)&lt;br /&gt;
* Gino Dentie and The Family – &amp;#039;&amp;#039;Direct Disco&amp;#039;&amp;#039; (1976, 45 rpm, Crystal Clear Records)&lt;br /&gt;
* [[Peter Appleyard]] – &amp;#039;&amp;#039;Peter Appleyard Presents&amp;#039;&amp;#039; (1977, Salisbury Laboratories)&lt;br /&gt;
* [[Charlie Byrd]] – &amp;#039;&amp;#039;Direct Disc Recording&amp;#039;&amp;#039; (1977, 45 rpm, Crystal Clear Records)&lt;br /&gt;
* Direct Flight – &amp;#039;&amp;#039;Spectrum&amp;#039;&amp;#039; (1977, Direct-Disc Labs)&lt;br /&gt;
* [[Erich Leinsdorf]], [[Los Angeles Philharmonic]] – &amp;#039;&amp;#039;[[Richard Wagner|Wagner]]&amp;#039;&amp;#039; (1977) und &amp;#039;&amp;#039;[[Sergei Sergejewitsch Prokofjew|Prokofiev]]&amp;#039;&amp;#039; (1978), beide Sheffield Lab&lt;br /&gt;
* [[Buddy Rich]] – &amp;#039;&amp;#039;Class of ’78&amp;#039;&amp;#039; (1977, Century Records)&lt;br /&gt;
* Ed Graham – &amp;#039;&amp;#039;Hot Stix&amp;#039;&amp;#039; (1978, 45 rpm, M &amp;amp; K RealTime Records)&lt;br /&gt;
* [[Stefan Grossman]] featuring [[John Renbourn]] – &amp;#039;&amp;#039;Acoustic Guitar&amp;#039;&amp;#039; (1978, Eastworld)&lt;br /&gt;
* [[Phil Woods|The Phil Woods Quintet]] – &amp;#039;&amp;#039;Song for Sisyphus&amp;#039;&amp;#039; (1978, Century Records)&lt;br /&gt;
* [[Charly Antolini]] – &amp;#039;&amp;#039;Knock Out&amp;#039;&amp;#039; (1979), &amp;#039;&amp;#039;Countdown&amp;#039;&amp;#039; (1980), &amp;#039;&amp;#039;Crash&amp;#039;&amp;#039; (1981), &amp;#039;&amp;#039;Menue&amp;#039;&amp;#039; (1982) und &amp;#039;&amp;#039;Finale&amp;#039;&amp;#039; (1983), alle Jeton&lt;br /&gt;
* [[Neil Larsen]] – &amp;#039;&amp;#039;Orbit&amp;#039;&amp;#039; (2007, Straight Ahead Records)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.berlinermeisterschallplatten.de/de/direct_to_disc.html Direkt to Disk (Berliner Meister Schallplatten)]&lt;br /&gt;
* [https://emil-berliner-studios.com/aufnahmen/direct-to-disc Back to the future (Emil Berliner Studios)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.elysia.com/de/company/stories/direct-metal-mastering-2007/ |wayback=20180105011531 |text=&amp;#039;&amp;#039;Direct Metal Mastering – Live-Aufnahme des Bass Face Swing Trios im Direktschnitt-Verfahren&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schallplatte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kulturkritik</name></author>
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