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	<title>Dinker - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dinker&amp;diff=2025834&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-26598-05 am 1. Mai 2026 um 10:48 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dinker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist heute ein Ortsteil der Gemeinde [[Welver]] im [[Kreis  Soest]] in [[Nordrhein-Westfalen]]. Das frühere Kirchspiel Dinker reichte über das heutige Dorf hinaus. Der Ortsteil hat 793 Einwohner (Stand 31. Dezember 2024).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welver.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Einwohnerstatistik_2024.pdf |titel=Einwohnerstatistik (Hauptwohnsitze) |hrsg=Gemeinde Welver |format=PDF; 147 KB |abruf=2025-02-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Struktur ==&lt;br /&gt;
Dinker liegt an dem Fluss [[Ahse]] an der Hammer Landstraße ([[Liste der Landesstraßen im Regierungsbezirk Arnsberg#L 670|L&amp;amp;nbsp;670]]). Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt. Heute spielt die Landwirtschaft wirtschaftlich kaum noch eine Rolle und Dinker ist vor allem eine Wohnsiedlung. Im Dorf leben derzeit etwa 855 Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchspiel Dinker gliedert sich in mehrere Siedlungsplätze. Kirchdinker steht die Pfarrkirche [[St. Othmar (Dinker)|St.&amp;amp;nbsp;Othmar]]. Norddinker und Süddinker gehören heute zur Stadt Hamm. Kirchdinker selbst unterteilte sich im Mittelalter in verschiedene Siedlungsbereiche. Im Norden lag das Dorf Echtrop. Die Gruppe aus Höfen reichte vom Freistuhl bis zum [[Sengerhof|Sängerhof]]. In der Mitte gruppierte sich eine Siedlung um die Kirche. Dort lag auch die [[Turmhügelburg]] Klotinghof. Die Pfarrkirche wurde in ihrer heutigen Form um 1747 erbaut. Vom romanischen Vorgängerbau blieb zunächst der Turm erhalten, der 1902 aber neu errichtet wurde. Das Pfarrhaus und der Pfarrgarten werden von einer [[Gräfte]] umschlossen. Der Friedhof befand sich auf dem heutigen Kirchplatz. Die dicht gedrängten Häuser umgaben den Kirchhof in einem Ring. Diese Siedlungsform wird im Westfälischen [[Weichbild|Wigbold]] genannt. Die meisten erhaltenen Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Im Süden lag die Gehöftgruppe [[Dorfwelver]]. Dort befand sich der Rittersitz Haus Galen. Dieser ging auch aus einer Turmhügelburg hervor und wurde in der frühen Neuzeit auch Haus Dinker genannt. Dort lag ebenfalls die Rittersitze Haus Matena und Haus Bockhövel. Von den früher zahlreichen Rittersitzen ist der Sängerhof noch erhalten. Dieser ist neben dem nicht mehr vorhandenen Clotinghof auch der einzige im heutigen Gebiet des Dorfes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Siedlungsspuren existieren aus der [[Mittelsteinzeit]], der [[Jungsteinzeit]] und der [[Bronzezeit]]. Möglicherweise kommt der Name Dinker von einem [[Thing]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohe Anzahl und Konzentration der Adelshöfe und damit der „festen“ Häuser ist ungewöhnlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man fand in Dinker ein kostbar ausgestattetes Grab eines fränkischen Reiters aus [[Merowinger|merowingischer Zeit]], vermutlich aus dem 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Eroberung und Christianisierung Sachsens durch [[Karl der Große|Karl den Großen]] gehörte die Gegend zur 777 gegründeten Urpfarrei [[Soest]]. Dinker wurde davon zwischen 900 und 1000 abgetrennt und kam an das [[St. Kunibert (Köln)|St.-Kunibert-Stift Köln]]. Seit 1103 gehörte Dinker zu einer [[Freigrafschaft]], die zumindest zeitweise im Besitz der [[Rüdenberg (Adelsgeschlecht)|Rüdenberger]] war und unter Einfluss der [[Erzbistum Köln|Erzbischöfe von Köln]] stand. Ein Geschlecht von Ministerialen mit Namen Dinker wurde urkundlich 1166 erstmals erwähnt. Nach 1200 existierten die Herren von Dinker, genannt Cloedt oder Klot. Im Jahr 1282 wurde ein [[Freistuhl]] der [[Feme]] erstmals erwähnt. Daran erinnern heute eine Steinplatte und ein Findling. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 14. Jahrhundert finden sich weitere ritterbürtige Geschlechter im Kirchspiel (Erbgenossen). Dazu zählten unter anderem die [[Galen (Adelsgeschlecht)|von Galen]], die [[Plettenberg (Adelsgeschlecht)|von Plettenberg]] und die [[Droste zu Hülshoff]].&amp;lt;ref&amp;gt;J. Holsenbürger: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren v. Deckenbrock (v. Droste-Hülshoff) und ihre Besitzungen&amp;#039;&amp;#039; (2&amp;amp;nbsp;Bände). Münster i.W. 1869, S.&amp;amp;nbsp;90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt existierten im Kirchspiel neun Rittersitze. Dies waren der Klotinghof, Sengerhof, Haus Galen, Haus Matena, Haus Bockhövel, Haus Nateln, [[Haus Nehlen]], [[Burg Vellinghausen|Haus Vellinghausen]] und [[Haus Hohenover]]. Die Adelsfamilien hatten sich zur Dinkerschen Ritterschaft zusammengeschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freigrafschaft wurde von der Stadt Soest im 14. Jahrhundert erworben. Die Ritterschaft, die nach der [[Soester Fehde]] den [[Grafschaft Mark|Grafen von der Mark]] lehnshörig war, auch wenn die Erzbischöfe von Köln als [[Herzogtum Westfalen|Herzöge von Westfalen]] weiterhin Rechte geltend machten, sah sich durch die Herrschaft der Stadt Soest in ihren Rechten beschnitten und erklärte sich immer wieder zur Grafschaft Mark gehörig. Sie wurde bei den Konflikten mit Soest von [[Herzogtum Kleve|Kleve]] und später auch von [[Kurbrandenburg|Brandenburg]] unterstützt. Die Auseinandersetzungen wurden erst im 18. Jahrhundert abgeschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Reformation]] im nahen Soest wurde auch Dinker evangelisch. Im Jahr 1761 fand im Kirchspiel während des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges]] die [[Schlacht bei Vellinghausen]] statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herrschaft von Soest über Dinker endete erst in der napoleonischen Zeit im Jahr 1811. Dinker war eine eigenständige Gemeinde, bis diese anlässlich der kommunalen Neuordnung am 1. Juli 1969 in die Gemeinde Welver eingegliedert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Bünermann |Titel=Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen |Jahr=1970 |Verlag=Deutscher Gemeindeverlag |Ort=Köln |Seiten=92}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Baudenkmäler in Welver]]&amp;#039;&amp;#039; sind für Dinker zehn [[Baudenkmal]]e aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der historischen Stätten,&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;3: Nordrhein-Westfalen. Stuttgart 1970, S.&amp;amp;nbsp;160.&lt;br /&gt;
* Carl Franz Caspar Busch, Carl Friedrich Marpe: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen aus den ältern und neuern Zeiten des Kirchspiels Dinker bei Soest.&amp;#039;&amp;#039; Soest 1855 ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6:1-57589 ULB Münster])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.welver.de/leben-in-welver-1/ortsteile/dinker Kurzbeschreibung, Gemeinde Welver]&lt;br /&gt;
* [http://www.westfaelische-geschichte.de/arc119 Urkundenregesten aus dem Gesamtarchiv von Landsberg-Velen mit Bestand zum Sängerhof bei Dinker / Digitale Westfälische Urkunden-Datenbank (DWUD)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Welver}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51.642588|EW=7.963648|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Soest)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Welver]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1969]]&lt;/div&gt;</summary>
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