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	<title>Dimitrios Rallis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-26T04:36:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dimitrios G. Rallis.JPG|mini|Dimitrios Rallis]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dimitrios Rallis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Δημήτριος Ράλλης}}; * [[1844]] in [[Athen]]; † [[5. August]] [[1921]] in Athen) war ein [[Griechenland|griechischer]] [[Politiker]] und ehemaliger [[Ministerpräsident]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und Studium ==&lt;br /&gt;
Rallis entstammte einer Familie, deren Wurzeln bis in die Zeit des [[Byzantinisches Reich|oströmischen Reichs]] zurückreichen und die seit dem [[15. Jahrhundert]] eine führende Rolle im öffentlichen Leben Griechenlands spielte. Sein Vater Georgios Rallis war Minister im Kabinett von [[Athanasios Miaoulis]] und später Präsident des Obersten Gerichts ([[Areopag (Neuzeit)|Areopag]]). Sein Sohn [[Ioannis Rallis]] und sein Enkel [[Georgios Rallis]] waren ebenfalls Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er absolvierte nach der Schulausbildung ein Studium der [[Rechtswissenschaften]]. Während seines Studiums kam es über die Rolle von [[Otto (Griechenland)|König Otto I.]] zu Konflikten mit seinem Vater, der zu diesem Zeitpunkt Minister war. Nach Teilnahmen an Protesten gegen den König setzte er auf Befehl seines Vaters sein Studium in [[Paris]] fort. Dort erfolgte seine Promotion zum Doctor Iuris mit einer [[Dissertation]] über „Verbindlichkeiten der Marine“. Nach seiner Rückkehr nach Griechenland wurde er 1868 Dozent für [[Handelsrecht]] an der Universität von Athen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Laufbahn ==&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter und Minister ===&lt;br /&gt;
Rallis begann seine politische Laufbahn 1872 mit der erstmaligen Wahl zum Abgeordneten der [[Griechisches Parlament|Nationalversammlung (&amp;#039;&amp;#039;Voulí ton Ellínon&amp;#039;&amp;#039;)]]. Dort vertrat er bis zu seinem Tode den gleichen Wahlkreis von Athen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung der so genannten „Fünften Partei“ (&amp;#039;&amp;#039;Pempto Komma&amp;#039;&amp;#039;) durch [[Charilaos Trikoupis]] 1872 trat er dieser bald darauf bei und war von Mai bis Oktober 1875 im ersten Kabinett von Trikoupis Minister für Kirchen und Unterricht. In den folgenden Jahren kam es wiederholt zu verbalen Schlagabtauschen mit den Ministerpräsidenten während der Parlamentssitzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1882 berief ihn Trikoupis erneut als Justizminister in sein Kabinett. Allerdings trat er bereits 1883 von diesem Amt wieder zurück und gründete mit der so genannten „Dritten Partei“ (&amp;#039;&amp;#039;Trito Komma&amp;#039;&amp;#039;) seine eigene Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident [[Theodoros Deligiannis]] am 1. März 1892 und dem Sieg seiner Dritten Partei berief [[Georg I. (Griechenland)|König Georg I.]] jedoch nicht ihn als Vorsitzenden der Dritten Partei (TK), sondern [[Konstantinos Konstantopoulos]] zum Ministerpräsidenten. Aus Protest gegen diese Entscheidung traten Rallis und die meisten Abgeordneten aus der TK aus, so dass Konstantopoulos bereits am 22. Juni 1892 als Ministerpräsident zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Regierung von [[Sotirios Sotiropoulos]] war er von Mai bis November 1893 Finanzminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
Am 30. April 1897 wurde Rallis erstmals Ministerpräsident. In seiner Amtszeit handelte er einen Waffenstillstand mit der [[Türkei]] in der [[Kreta]]frage aus, musste aber die [[Internationale Finanzkontrolle in Griechenland 1898–1978|internationale Kontrolle der Staatsfinanzen]] akzeptieren. Er musste bereits am 3. Oktober 1897 zurücktreten, weil [[Georg I. (Griechenland)|König Georg I.]] die Bedingungen seiner Friedenspolitik kritisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 11. Juli bis 19. Dezember 1903, 22. Juni bis 21. Dezember 1905 und 29. Juli bis 28. August 1909 war er erneut Ministerpräsident von Übergangsregierungen. In seinen Regierungen übernahm er zeitweise auch die Ämter des Außen- oder Finanzministers. Während seiner Amtszeiten versuchte er eine vorsichtige Annäherung an die Türkei sowie militärische und wirtschaftliche Reformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der zuletzt genannten Regierung wurde eine militärische Revolution der Militärliga unter Oberst [[Nikolaos Zorbas]] niedergeschlagen. Dieses führte jedoch zu einer Stärkung des früheren Ministers [[Eleftherios Venizelos]], der in den folgenden 25 Jahren die griechische Regierungspolitik entscheidend prägte. Rallis stand Venizelos grundsätzlich kritisch gegenüber, auch wenn er dem Eintritt Griechenlands in den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] unter Ministerpräsident Venizelos auf Seiten der [[Triple Entente|Entente]] begrüßte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später war er im Kabinett von [[Stephanos Skouloudis]] wieder Finanzminister (April bis Juni 1916).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine kurze Zeit war er vom 18. November 1920 bis zum 6. Februar 1921 erneut Ministerpräsident einer Übergangsregierung. Zugleich übernahm er in seinem Kabinett das Amt des Außenministers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Patronage ===&lt;br /&gt;
Als ein kurioses Beispiel für die Allgegenwart von Klientelbeziehungen im politischen Betrieb des sich entwickelnden griechischen Staates verweist [[Richard Clogg]] darauf, dass Rallis um die Jahrhundertwende etwa 1000 Patenkinder gehabt haben soll, an deren Namenstage er sich erinnern musste und für die er gegebenenfalls auch Arbeit hätte finden müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Clogg: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Griechenlands im 19. und 20. Jahrhundert. Ein Abriß&amp;#039;&amp;#039;. Köln 1997, S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Puchner: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=1586 Rallis, Dimitrios].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 4. München 1981, S. 30 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographische Quellen und Hintergrundinformationen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.factmonster.com/ce6/people/A0841034.html Kurzbiographie der Familie Rallis]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.elisanet.fi/daglarsson/dokumentit/gre1.htm |text=Ministerliste der Regierungen 1899–1924 |wayback=20070527220120}}&lt;br /&gt;
* [https://www.fhw.gr/chronos/13/en/domestic_policy/facts/index.html Political Developments between 1897 and 1909]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste multi|AMT=[[Liste der griechischen Premierminister|Premierminister von Griechenland]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1897|VORGÄNGER=[[Theodoros Deligiannis]]|NACHFOLGER=[[Alexandros Zaimis]]&lt;br /&gt;
|AMT2=Premierminister von Griechenland&lt;br /&gt;
|ZEIT2=1903|VORGÄNGER2=[[Georgios Theotokis]]|NACHFOLGER2=[[Georgios Theotokis]]&lt;br /&gt;
|AMT3=Premierminister von Griechenland&lt;br /&gt;
|ZEIT3=1905|VORGÄNGER3=[[Theodoros Deligiannis]]|NACHFOLGER3=[[Georgios Theotokis]]&lt;br /&gt;
|AMT4=Premierminister von Griechenland&lt;br /&gt;
|ZEIT4=1909|VORGÄNGER4=[[Georgios Theotokis]]|NACHFOLGER4=[[Kiriakoulis Mavromichalis]]&lt;br /&gt;
|AMT5=Premierminister von Griechenland&lt;br /&gt;
|ZEIT5=1920–1921|VORGÄNGER5=[[Eleftherios Venizelos]]|NACHFOLGER5=[[Nikolaos Kalogeropoulos]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1082522163|LCCN=n/98/50952|VIAF=63323118}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rallis, Dimitrios}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1844]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rallis, Dimitrios&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ράλλης, Δημήτριος (griechisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=griechischer Politiker und Ministerpräsident&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1844&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Athen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. August 1921&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Athen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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