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	<title>Dimitrie Gusti - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T19:19:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:DGusti.PNG|mini|hochkant=0.8|Dimitrie Gusti]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dimitrie Gusti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Februar]] [[1880]] in [[Iași]] (&amp;#039;&amp;#039;Jassy&amp;#039;&amp;#039;, Rumänien); †&amp;amp;nbsp;[[30. Oktober]] [[1955]] in [[Bukarest]]) war ein rumänischer Soziologe, Historiker, [[Voluntarismus|voluntaristischer]] Philosoph, Sozialreformer und Kulturpolitiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dimitrie Gusti lebte als Kind auf dem Landbesitz seiner Eltern (Stefan Gusti und Natalie, geb. Gatovski) im Dorf Gronita und besuchte ab dem sechsten Lebensjahr bis 1898 als Internatsschüler die Grund- und Oberschule in Iași. Sodann studierte er an der [[Universität Iași]] Geschichte (bei [[Alexandru Dimitrie Xenopol]]), Soziologie und Nationalökonomie. 1899 wechselte er auf die [[Humboldt-Universität Berlin|Friedrich-Wilhelm-Universität]] in Berlin, 1900 nach [[Universität Leipzig|Leipzig]], wo [[Wilhelm Wundt]], [[Paul Barth (Philosoph)|Paul Barth]] und [[Karl Bücher]] seine akademischen Lehrer waren. Bei Bücher wurde Gusti 1904 mit seiner Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Egoismus und Altruismus. Zur soziologischen Motivation des praktischen [[Wille|Wollens]]&amp;#039;&amp;#039; zum [[Dr. phil.]] promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vielfältig interessierte junge Wissenschaftler kehrte 1905 nach Berlin zurück und hat in seiner deutschen Zeit auch Soziologie bei [[Georg Simmel]], [[Ferdinand Tönnies]], [[Leopold von Wiese]] und [[Max Weber]], ferner [[Philosophie]] bei [[Friedrich Paulsen]] und [[Jurisprudenz]] bei [[Franz von Liszt]] und [[Rudolf Stammler]] gehört. 1908 ging er zum Soziologen [[Émile Durkheim]] nach [[Paris]] und wandte sich dort auch englischen Autoren wie [[Herbert Spencer]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Rumänien war er als Professor in Iași und ab 1920 in [[Universität Bukarest|Bukarest]]. Er zog die Studenten stark an, und zu seinen Hörern gehörten Rechte wie Linke (so [[Mircea Vulcănescu]], [[Miron Constantinescu]] und [[Henri H. Stahl]]). Er begründete die empirisch-monografisch ausgerichtete &amp;#039;&amp;#039;Bukarester Schule&amp;#039;&amp;#039; der Soziologie. Von 1925 bis 1939 legte er eine bedeutende Reihe von [[Agrarsoziologie|Dorfstudien]] vor. Diese folgten dem zentralen Anliegen der rumänischen Soziologie, die Kenntnisse über das Leben und die [[Arbeit (Philosophie)|Arbeìt]] in den Dörfern zu erweitern, weil Ackerbau und Viehzucht für die rumänische Gesellschaft die wirtschaftliche und kulturelle Grundlage bildeten. Daher führte Gusti mit Studentengruppen regelmäßig Exkursionen aufs Land durch, deren Ergebnisse später ausführlich publiziert wurden. Zwischen 1934 und 1939 hatte sich die Zahl der studentischen Teilnehmer gegenüber der ersten Jahre vervielfacht. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag nun in der Einführung neuer Methoden zur Produktionssteigerung in der Land- und Forstwirtschaft und in der Schaffung kultureller Zentren in den Dörfern. Gustis nationale Einstellung ließ es nicht zu, auch Dörfer von ethnischen Minderheiten zu untersuchen, dennoch war sein Nationalismus gemäßigter als etwa derjenige seines Zeitgenossen [[Sabin Manuilă]] (1894–1964), der als der einflussreichste rumänische [[Demografie|Demograf]] vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vladimir Solonari: &amp;#039;&amp;#039;Purifying the Nation. Population Exchange and Ethnic Cleansing in Nazi-Allied Romania.&amp;#039;&amp;#039; The Johns Hopkins University Press, Baltimore 2010, S. 82, 87&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 gründete Gusti mit Stahl und [[Victor Ion Popa]] das Bukarester &amp;#039;&amp;#039;[[Muzeul Satului]]&amp;#039;&amp;#039; (Dorfmuseum). 1919 wurde er als Mitglied in die [[Rumänische Akademie]] berufen und war von 1944 bis 1946 ihr Präsident.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch schloss er sich der [[Partidul Național Țărănesc Creștin Democrat|Bauernpartei]] an und war von 1932 bis 1933 rumänischer Erziehungsminister. Er verließ sie wegen ihrer duldsamen Politik gegenüber der autoritären Wendung König [[Karl II. (Rumänien)|Karls II.]] und der faschistischen Politik der „Eisernen Garde“, die dann 1940 zur [[Ion Antonescu|Antonescu]]-Diktatur führte. Nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen versuchte die Kommunistische Partei vergebens, ihn zu gewinnen; doch wurde er Mitglied der Gesellschaft für Rumänisch-Sowjetische Freundschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Ovidiu Bozgan: &amp;#039;&amp;#039;Traiectorii universitare. De la stânga interbelică la comunism&amp;#039;&amp;#039; („Universitäre Übergänge. Von der Zwischenkriegs-Linken zum Kommunismus“), 1992, S. 329&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Adrian Cioroianu: &amp;#039;&amp;#039;Lumina vine de la Răsărit. «Noua imagine» a Uniunii Sovietice în România postbelică, 1944-1947&amp;#039;&amp;#039; („Aus dem Osten kommt das Licht. Das ‚Neue Bild‘ der [[Sowjetunion]] vom Nachkriegsrumänien, 1944-1947“), S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Grab befindet sich auf dem [[Cimitirul Șerban Vodă|Bellu-Friedhof]] in Bukarest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theoretische Charakterisierung ==&lt;br /&gt;
Nach Gusti besteht die Gesellschaft aus sozialen Einheiten mit einer verbindenden Mentalität, dessen zentraler Bestandteil der soziale Wille ist, der aus kosmischen, biologischen, psychologischen und historischen Faktoren besteht, die den [[Sozialer Wandel|sozialen Wandel]] bestimmen und ihn in einem gewissen Maße [[Prognose|vorhersehbar]] machen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Ferdinand Tönnies]]’ Konzepte der [[Samtschaft]] und zumal dessen Willensaxiomatik ([[Wesenwille]], Kürwille).&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Methodik ist durch interdisziplinäre Empirie gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1934 verlieh ihm die Universität Leipzig den [[Ehrendoktor]], wo er in seiner Dankesrede sagte: &amp;#039;&amp;#039;Ich habe Deutschland in den Jahren 1899–1910 erlebt auf seinem Höhepunkt, in einer glücklichen Prosperität und auf dem Triumphweg zur industriellen Vorherrschaft in der Welt, dazu das größte, fleißigste und disziplinierteste Volk in Europa, mit Genies, die die menschliche Zivilisation gekrönt haben (...) aber 1934 habe ich ein besiegtes, ermüdetes und verzweifeltes Deutschland bereist, eine der desorganisiertesten Nationen Europas.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629144826/http://www.bautz.de/bbkl/g/gusti_d.shtml |autor=[[Wolf Oschlies]]|band=26|spalten=572-600}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Egoismus und [[Altruismus]]&amp;#039;&amp;#039;, 1904&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die soziologischen Bestrebungen in der neuen [[Ethik]]&amp;#039;&amp;#039;, 1908&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kosmologie|Cosmologia]] elenă&amp;#039;&amp;#039;, 1929&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Soziologie|Sociologia]] militans&amp;#039;&amp;#039;, (Bd. 1, 1935; Bde. 2–3, 1946)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Enciclopedia României&amp;#039;&amp;#039;, Bde. I–IV, Bukarest, 1938, 1943&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cunoaștere și acțiune în serviciul națiunii&amp;#039;&amp;#039;, (2 Bde.., 1939)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Problema sociologiei&amp;#039;&amp;#039;, 1940&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La science de la réalité sociale&amp;#039;&amp;#039;, 1941&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Lucian Boia]] (Hg.)., &amp;#039;&amp;#039;Miturile comunismului românesc&amp;#039;&amp;#039; („Die Mythen des rumänischen Kommunismus“), Editura Nemira, Bukarest 1998; insbesondere:&lt;br /&gt;
** [[Ovidiu Bozgan]], &amp;#039;&amp;#039;Traiectorii universitare. De la stânga interbelică la comunism&amp;#039;&amp;#039; („Universitäre Übergänge. Von der Zwischenkriegs-Linken zum Kommunismus“), 1992, S. 309–335.&lt;br /&gt;
** [[Adrian Cioroianu]], &amp;#039;&amp;#039;Lumina vine de la Răsărit. «Noua imagine» a Uniunii Sovietice în România postbelică, 1944–1947&amp;#039;&amp;#039; („Aus dem Osten kommt das Licht. Das ‚Neue Bild‘ der [[Sowjetunion]] vom Nachkriegsrumänien, 1944–1947“), S. 21–68.&lt;br /&gt;
*{{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629144826/http://www.bautz.de/bbkl/g/gusti_d.shtml |autor=[[Wolf Oschlies]]|band=26|spalten=572-600}}&lt;br /&gt;
* [[Ioan Scurtu]], &amp;#039;&amp;#039;PNL și PNȚ. Rezerve, nemulțumiri, proteste. Partidele istorice sub guvernarea antonesciano-legionară&amp;#039;&amp;#039; („PNL und PNȚ: Vorbehalte, Unzufriedenheiten, Proteste. Historische Parteien unter der Herrschaft Antonescus“), in: &amp;#039;&amp;#039;Dosarele Istoriei&amp;#039;&amp;#039;, 2000, H. 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://biblioteca.euroweb.ro/vulcan/coperta.htm &amp;#039;&amp;#039;Şcoala sociologică a lui Dimitrie Gusti&amp;#039;&amp;#039;] („Dimitrie Gustis soziologische Schule“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118699466|LCCN=n/81/73792|VIAF=67260039}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gusti, Dimitrie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarsoziologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minister (Rumänien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Alexandru Ioan Cuza Iași)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Bukarest)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rumäne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gusti, Dimitrie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=rumänischer Soziologe, Historiker, Philosoph &lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Februar 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Iași]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Oktober 1955&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bukarest]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GoldenPants42</name></author>
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