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	<title>Dilldapp - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T19:46:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dilldapp&amp;diff=279606&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2026-03-24T12:33:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dilldapp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine vor allem im [[Hessen|hessischen]] und [[Oberfranken|oberfränkischen]] Raum und im [[Hunsrück]] verbreitete Bezeichnung für eine trottelige Person. Die genaue Herkunft des Wortes ist ungeklärt. Die deutschen Sprachforscher [[Brüder Grimm|Jakob und Wilhelm Grimm]] sowie [[Matthias von Lexer]] leiten den Namen von den mittelhochdeutschen Begriffen &amp;#039;&amp;#039;dieletâpe&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;titltapp&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;tilltappe&amp;#039;&amp;#039; ab und verweisen auf die Verwandtschaft zu Begriffen wie &amp;#039;&amp;#039;Dilpetatsch&amp;#039;&amp;#039; (Lothringen), &amp;#039;&amp;#039;Delbentritsch&amp;#039;&amp;#039; (Schwaben) und [[Elwetritsch]] (Pfalz).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jakob und Wilhelm Grimm |Titel=Deutsches Wörterbuch |Hrsg= |Sammelwerk= |Band=II |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |ISBN= |Seiten=1151}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Lexer |Titel=Mittelhochdeutsches Wörterbuch |Hrsg= |Sammelwerk= |Band=I |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |ISBN= |Seiten=424}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Lexer |Titel=Mittelhochdeutsches Wörterbuch |Hrsg= |Sammelwerk= |Band=II |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |ISBN= |Seiten=1439}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Matthias Kringe]] zeigt schlüssig mit den Ableitungen von Dilldappe über d&amp;#039;Illdapp&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Kringe |Titel=Handbuch der Dilldappenforschung |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Netphen |Datum=1996 |ISBN= |Seiten=6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Baden), Dilpedatsch, Delbentritsch zu Elbentritsch die Bedeutung des Dilldappen als &amp;quot;elbisches/elfisches&amp;quot; Wesen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Kringe |Titel=Handbuch der Dilldappenforschung |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Netphen |Datum=1996 |ISBN= |Seiten=5f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die mundartliche Ableitung Dapp(es) von &amp;#039;&amp;#039;Depp&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Taps&amp;#039;&amp;#039;  und Dill von &amp;#039;&amp;#039;Till&amp;#039;&amp;#039; scheinen ebenso möglich wie eine geographische vom Fluss [[Dill (Fluss)|Dill]] oder gleichnamigen Dörfern (Dilldapp = der Depp von der/aus Dill). Mit dieser Eigenschaft ist der Dilldapp Hauptfigur verschiedener Märchen und Erzählungen (unter anderem [[Clemens Brentano]]), vergleichbar mit Hans im Glück.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lenzkircher Dilldappen (03.02.2019 - 1).jpg|miniatur|Dilldapp – Fastnachtsfigur in [[Lenzkirch]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dilldapp&amp;#039;&amp;#039; ist auch die Bezeichnung für ein jagdliches Fabelwesen, einer Kreuzung aus [[Iltisse|Iltis]] oder [[Hamster]], [[Kaninchen]] und [[Reh]], ähnlich dem [[Wolpertinger]]. Als solches hat der Dilldapp auch Eingang in die [[Schwäbisch-alemannische Fastnacht|schwäbisch-alemannische Fasnet]] gefunden. Es gibt einige [[Narrenzunft|Narrenzünfte]], die sich als Dilldappen verkleiden, so zum Beispiel in [[Todtnau]]-Brandenberg, [[Lenzkirch]] und [[Herten (Rheinfelden)|Herten am Hochrhein]].&lt;br /&gt;
Eine andere Bezeichnung für das Fabelwesen, die besonders im mittelhessischen Raum gebräuchlich ist, lautet &amp;#039;&amp;#039;Tilltappe&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Man unterscheidet zwischen Bergtilltappe, Wüstentilltappe, Stadttilltappe und Meerestilltappe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siegerländer Dilldappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dilldappen&amp;#039;&amp;#039; bewohnen der Sage nach den [[Hauberg]] im [[Siegerland]]. Sie werden als äußerst scheu beschrieben und ernähren sich hauptsächlich von Kartoffeln (Duffeln), die sie den Bauern vom Feld klauen. Seit 1982 veröffentlicht der Siegerländer Autor [[Matthias Kringe]] jedes Jahr einen Dilldappen-Kalender mit Comics in [[Siegerländer Platt]], seit 2008 auch zweisprachige Kalender auf Platt und Hochdeutsch. Die Comicfigur Dilldappe sieht aus wie ein aufrecht gehender Nashornhamster mit Irokesenhaarschnitt, einem weißen Horn und braunem Fell. Sie hat den (ausgedachten) lateinischen Namen &amp;#039;&amp;#039;cricetus unicornis riivecoochis&amp;#039;&amp;#039;. Die Körpergröße beträgt 30–40, bei kapitalen männlichen Exemplaren (&amp;quot;Glonk&amp;quot; genannt) sogar bis zu 50 Zentimeter. Das Gewicht des Dilldappen beläuft sich auf etwa 3–4 kg. Dilldappen haben eine Raspelzunge, mit der sie Kartoffeln raspeln können. Zudem können sie im Falle einer Bedrohung mit ihrer Zunge den &amp;quot;Siegerländer Zungenschlag&amp;quot; durchführen, bei dem sie ihre Zunge aus dem Mund gegen den Angreifer schießen lassen. Das Dilldappenweibchen legt ein- bis zweimal im Leben Eier. Dies reicht jedoch für das Gewährleisten einer gleichbleibenden Population völlig aus. Dilldappen sollen eine hohe Lebenserwartung haben und weit über 100 Jahre alt werden. In der Region haben die Dilldappen Kultstatus erreicht, sie werden oftmals für Werbezwecke eingesetzt. Inzwischen gibt es auch Fan-Clubs. Zudem wird das Wort &amp;#039;&amp;#039;Dilldapp&amp;#039;&amp;#039; in vielen Teilen des Siegerlandes auch als Bezeichnung für Einwohner des benachbarten hessischen [[Dillenburg]]s genutzt und umschreibt einen tollpatschigen, jedoch liebenswerten Menschen. Viele Dillenburger arbeiteten in 1960er- bis 80er-Jahren in der florierenden Stahlindustrie des Siegerlandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Netphen]]-[[Hainchen (Netphen)|Hainchen]] sowie dem nahen [[Irmgarteichen]] gibt es seit 2006 einen Dilldappen-Wanderweg mit Schautafeln und Figuren an 10 Standorten. Die Figuren wurden vom Kettensägenkünstler Michael Kolb aus [[Freudenberg (Siegerland)|Freudenberg]]–[[Bühl (Freudenberg, Nordrhein-Westfalen)|Bühl]] gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Mulch]]: &amp;#039;&amp;#039;Elbentritschen und Verwandtes&amp;#039;&amp;#039;, in: Hessische Blätter für Volkskunde, Band 49/50, 1958, Seite 176–194&lt;br /&gt;
* [[Matthias Kringe]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Dilldappenforschung&amp;#039;&amp;#039;, Dilldappen-Verlag, Netphen-Herzhausen 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dilldappen}}&lt;br /&gt;
* [http://www.stefanmart.de/03_dilldapp/030_dilldapp.htm &amp;#039;&amp;#039;Der Dilldapp&amp;#039;&amp;#039;] (Brentanos Märchen nacherzählt und illustriert von Stefan Mart)&lt;br /&gt;
* [http://www.dilldappen-brandenberg.de Dilldappen Brandenberg]&lt;br /&gt;
* [http://www.irmgarteichen.net/irmgarteichen/dilldappen/ Siegerländer Dilldappen]&lt;br /&gt;
* [http://www.lenzkircher-dilldappen.de/index.html Lenzkircher Dilldappen]&lt;br /&gt;
* [https://moos-dilldapp.de Moos Dilldapp, Villingen-Schwenningen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4434735-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Humor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fabeltier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fiktives Tier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Siegerland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hunsrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Jagd)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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