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	<title>Dihydroxylierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T12:58:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dihydroxylierung&amp;diff=893635&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Orci: /* Einzelnachweise */ Kat</title>
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		<updated>2024-12-02T09:02:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; Kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dihydroxylation (schematic) Example V.1.svg|mini|320px|Schema einer Dihydroxylierung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Upjohn dihydroxylation.svg|mini|320px|Upjohn-Dihydroxylierung]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dihydroxylierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine [[chemische Reaktion]], mit der an die [[Doppelbindung]] eines [[Alkene|Alkens]] zwei [[vicinal]]e [[Hydroxygruppe]]n addiert werden. Da sich die [[Oxidationszahl]] der [[Kohlenstoff]]atome dabei erhöht, handelt es sich um eine [[Oxidation]]sreaktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktionen ==&lt;br /&gt;
Werden zwei Hydroxygruppen an ein Alken addiert, können diese nach der Reaktion &amp;#039;&amp;#039;syn&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;cis&amp;#039;&amp;#039;-Diole) oder &amp;#039;&amp;#039;anti&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;trans&amp;#039;&amp;#039;-Diole) stehen. Um das jeweils gewünschte Produkt zu erhalten, werden unterschiedliche Reaktionen eingesetzt. Eine Reaktion von Alkenen zu cis-Diolen ist die &amp;#039;&amp;#039;Upjohn-Dihydroxylierung&amp;#039;&amp;#039;, bei der [[N-Methylmorpholin-N-oxid | &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Methylmorpholin-&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-oxid]] (NMO) als Oxidationsmittel und [[Osmium(VIII)-oxid]] als Katalysator eingesetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;V. VanRheenen, Robert C. Kelly, Dokun Cha: &amp;#039;&amp;#039;An improved catalytic OsO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; oxidation of olefins to -1,2-glycols using tertiary amine oxides as the oxidant.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tetrahedron letters.&amp;#039;&amp;#039; 1976, Band 17, Nummer 23, S.&amp;amp;nbsp;1973–1976 {{DOI|10.1016/S0040-4039(00)78093-2}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls mit Osmiumtretroxid als Katalysator, aber [[Wasserstoffperoxid]] als Oxidationsmittel verläuft die [[Milas-Hydroxylierung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas A. Milas, Sidney Sussman: &amp;#039;&amp;#039;  The Hydroxylation of the Double Bond.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 58, 1936, S.&amp;amp;nbsp;1302, {{DOI|10.1021/ja01298a065}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;cis&amp;#039;&amp;#039;-Dihydroxylierungen können auch [[Enantioselektivität|enantioselektiv]] durchgeführt werden. Ein wichtiges Beispiel ist die [[Sharpless-Dihydroxylierung]], bei der neben Osmiumtetroxid und NMO ein chiraler Ligand eingesetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Eric N. Jacobsen, István E. Markó, William S. Mungall, Gottfried K. Schroeder, K. Barry Sharpless: &amp;#039;&amp;#039;Asymmetric dihydroxylation via ligand-accelerated catalysis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of the American Chemical Society]].&amp;#039;&amp;#039; 1988, Band 110, Nummer 6, S.&amp;amp;nbsp;1968–1970 {{DOI|10.1021/ja00214a053}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ohne Metalloxide als Katalysator kann eine Dihydroxylierung durchgeführt werden. Ein Beispiel hierfür ist die [[Prévost-Woodward-Hydroxylierung]], bei der [[Iod]] und [[Silberbenzoat]] eingesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;R. B. Woodward, F. V. Brutcher: &amp;#039;&amp;#039;cis-Hydroxylation of a Synthetic Steroid Intermediate with Iodine, Silver Acetate and Wet Acetic Acid.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the American Chemical Society.&amp;#039;&amp;#039; 80, 1958, S.&amp;amp;nbsp;209, {{DOI|10.1021/ja01534a053}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reaktion, bei der &amp;#039;&amp;#039;trans&amp;#039;&amp;#039;-Diole gebildet werden, ist die [[Prévost-Hydroxylierung]]. Hierzu werden wie bei der Prévost-Woodward-Hydroxylierung Iod und Silberbenzoat als Reagenzien eingesetzt. Wird das Silberbenzoat aber im Überschuss eingesetzt, ändert sich der Reaktionsverlauf so, dass am Ende der Reaktion &amp;#039;&amp;#039;anti&amp;#039;&amp;#039; stehende Hydroxygruppen und damit &amp;#039;&amp;#039;trans&amp;#039;&amp;#039;-Diole entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Prévost: &amp;#039;&amp;#039;Sur un complexe iodo-argento-benzoïque et son application à l&amp;#039;oxydation des combinaisons éthyléniques en α-glycols.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes Rendus.&amp;#039;&amp;#039; 1933, 196, S. 1129 ({{Gallica|ID=bpt6k3148d|Seite=f1129}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reagenzien==&lt;br /&gt;
Die für die Reaktion benötigten [[Oxidationsmittel]] sind in der Regel [[Oxid]]e von [[Übergangsmetall]]en wie Osmiumtetroxid (OsO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;), [[Permanganat]] (MnO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;) oder [[Ruthenium(VIII)-oxid|Rutheniumtetroxid]] (RuO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;). Während Permanganat preiswert genug ist, um es auch [[Stöchiometrie|stöchiometrisch]], also im Verhältnis 1:1 mit dem Ausgangsstoff ([[Edukt]]), einzusetzen, werden Osmium- und Rutheniumtetroxid häufig nur in [[Katalyse|katalytischen]] Mengen eingesetzt. Um dies zu ermöglichen, wird das Reaktionsprodukt, die Osmium(VI)- bzw. Ruthenium(VI)-säure, mit Hilfe eines &amp;#039;&amp;#039;Cooxidans&amp;#039;&amp;#039; wieder zum Tetroxid oxidiert und kann somit ein weiteres Eduktmolekül umsetzen. Als Cooxidans wird für das Oxidationsmittel OsO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Methylmorpholin-&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-oxid (NMO) und für RuO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; [[Natriumperiodat]] (NaIO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mithilfe eines speziellen Gemisches aus Oxidationsmitteln und geeigneten chiralen Katalysatoren ist auch eine [[Asymmetrische Dihydroxylierung|stereoselektive Dihydroxylierung]] möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reaktionsmechanismus==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dihydroxylisation mechanism.svg|mini|350px|Mechanismus der Dihydroxylierung mit OsO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; und NMO (Upjohn-Dihydroxylierung)]]&lt;br /&gt;
Der Mechanismus für die Dihydroxylierung ist für Osmiumtetroxid als Oxidationsreagenz umfangreich untersucht und bestätigt. Es wird angenommen, dass Permanganat und Rutheniumtetroxid analog reagieren. Die Reaktion beginnt mit einer 1,3-dipolaren [[Cycloaddition]] des Oxidationsmittels an die Doppelbindung. Der entstandene fünfgliedrige Ring ist ein [[Ester|Diester]] der Osmium(VI)-säure, welcher in Anwesenheit von Wasser gespalten ([[Hydrolyse|hydrolysiert]]) wird und das Endprodukt freisetzt. Aufgrund des Fünfringintermediats entsteht ausschließlich das &amp;#039;&amp;#039;cis&amp;#039;&amp;#039;-Additionsprodukt. Die entstandene Osmium(VI)-säure OsO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; wird anschließend durch NMO wieder in das achtwertige Osmiumtetroxid überführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Art des Oxidationsmittel unterscheidet sich der Verlauf der Reaktion: RuO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; ist als einziges in der Lage, auch Doppelbindungen in einem [[Aromaten]] selektiv zu dihydroxylieren. OsO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; greift diese Doppelbindungen nicht an, bei Einsatz von Permanganat hingegen wird das Produkt direkt weiter umgesetzt und unterläuft eine [[oxidative Spaltung]]. Diese Folgereaktion kann unter bestimmten Reaktionsbedingungen auch bei der Dihydroxylierung von Alkenen mit Permanganat auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Ligandenbeschleunigung===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dihydroxylisation ligand acceleration.png|mini|350px|Mechanismus der Ligandenbeschleunigung durch Pyridin]]&lt;br /&gt;
Die Reaktion kann durch Zugabe einer [[Base (Chemie)|Base]] wie [[Pyridin]] zusätzlich beschleunigt werden. Hierbei [[Koordinationschemie|koordiniert]] das [[Freies Elektronenpaar|freie Elektronenpaar]] der Base am Metallzentrum und erzeugt so eine negative Ladung an den [[Sauerstoff]]liganden. Dies beschleunigt die [[Cycloaddition]] an die Doppelbindung und damit den gesamten Ablauf der Reaktion. Da die Base jedoch nicht direkt in die Reaktion eingreift, sondern als zusätzlicher [[Ligand]] am Katalysator wirkt, spricht man von einer Ligandenbeschleunigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Brückner (Chemiker)|Reinhard Brückner]]: &amp;#039;&amp;#039;Reaktionsmechanismen. Organische Reaktionen, Stereochemie, moderne Synthesemethoden.&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Spektrum – Akademischer Verlag, Heidelberg u. a. 2003, ISBN 3-8274-1189-0, S. 750–758.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oxidation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orci</name></author>
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