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	<title>Digijet - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T11:47:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Digijet&amp;diff=427550&amp;oldid=prev</id>
		<title>79.235.203.188: K: Gramm. etc.</title>
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		<updated>2023-09-22T08:24:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;K: Gramm. etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Digijet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für eine [[Motorsteuerung|Motorsteuergeräte]]-Baureihe des [[Volkswagen]]-Konzerns. Das Kunstwort Digijet setzt sich dabei aus &amp;quot;digital injection&amp;quot; zusammen und bezeichnet eine digitale Einspritzanlage. Die Digijet-Motorsteuergerätereihe wurde von [[Robert Bosch (Unternehmen)|Bosch]] und später auch von der Kraftfahrzeug-Elektronik Nürnberg (KEN) produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Die Digijet ist eine elektronisch gesteuerte [[Kraftstoffeinspritzung|Einspritzung]] mit programmiertem Einspritzkennfeld mit [[Schubabschaltung]], [[Lambdasonde#Verwendung in Motoren|Lambda-Regelung]], Kaltstart-, Warmlauf- und Volllastanreicherung. Vom Aufbau entspricht die Digijet der [[L-Jetronic]]. Die [[Einspritzventil]]e werden simultan angesteuert und spritzen den Kraftstoff in das [[Krümmer#Ansaugkrümmer|Saugrohr]] vor die [[Einlassventil]]e. Beim Start bis zum Erreichen einer motorabhängigen Mindestdrehzahl wird viermal pro Arbeitstakt, danach zweimal pro Arbeitstakt eingespritzt. Die höhere Einspritzfrequenz beim Start soll eine bessere Aufbereitung des Gemisches bewirken. Der Zündzeitpunkt wird bei allen Digijet-Versionen mechanisch von der Unterdruckdose am [[Zündverteiler|Verteiler]] bzw. per Fliehkraftsteller im Verteiler gesteuert, teilweise auch durch beide zusammen. Hinzu kommt die &amp;quot;digitale Leerlaufstabilisierung&amp;quot;, die über Zündwinkeländerungen die Leerlaufdrehzahl konstant hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Motorsteuergerät besitzt keinen Fehlerspeicher. Nur bei einigen Varianten ist eine rudimentäre Diagnose vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Ausfall einzelner Sensoren werden Standardwerte angenommen, so dass in den meisten Fällen noch eine Fahrt in die Werkstatt möglich ist (Notlauf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemischkorrektur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaltstart ===&lt;br /&gt;
* Die Einspritzventile werden vom Steuergerät länger geöffnet, um das Gemisch anzufetten. Bei steigender Temperatur nimmt die Öffnungsdauer ab.&lt;br /&gt;
* Die Lambda-Regelung ist deaktiviert.&lt;br /&gt;
* Der Zusatzluftschieber oder ein Leerlaufsteller heben den Leerlauf an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warmlaufphase ===&lt;br /&gt;
* In der Warmlaufphase wird der Leerlauf durch den Leerlaufsteller/Zusatzluftschieber stabilisiert.&lt;br /&gt;
* Die Lambda-Regelung wird ab einer bestimmten Kühlwassertemperatur eingeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laständerungen ===&lt;br /&gt;
* Der Drosselklappenschalter gibt Information (bei Leerlauf und Volllast geschlossen) an das Steuergerät. Die Unterscheidung &amp;quot;Leerlauf oder Volllast&amp;quot; wird über die durchgesetzte Luftmenge getroffen. Bei Volllast wird das Gemisch auf etwa 3 % CO angereichert (maximale Leistung bei leicht abgesenkten [[Stickoxide|NO&amp;lt;sub&amp;gt;x&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Emissionen), bei Leerlauf wird oberhalb einer Mindestdrehzahl die Schubabschaltung aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein schneller Anstieg der Luftmenge führt ebenfalls zu einer kurzzeitigen Anreicherung, ähnlich der [[Beschleunigungspumpe]] des klassischen Vergasers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Änderung der Ansauglufttemperatur ===&lt;br /&gt;
* Erkennung über den Ansauglufttemperaturwiderstand. Das Steuergerät reagiert mit Veränderung der Einspritzmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drehzahlbegrenzung ===&lt;br /&gt;
* Das Steuergerät bekommt die Drehzahlinformation vom Verteiler und nimmt zwischen 6400&amp;amp;nbsp;min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; und 6500&amp;amp;nbsp;min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; die Einspritzmenge zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schubabschaltung ===&lt;br /&gt;
* Erkennung über [[Drehzahl]], Drosselklappenschalter und Stauklappen-Luftmengenmesser; das Steuergerät stoppt die Einspritzung bei betriebswarmen Motor, losgelassenem Gaspedal und oberhalb von 1500 min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volllast ===&lt;br /&gt;
* Erkennung über [[Drehzahl]], Drosselklappenschalter und Stauklappen-Luftmengenmesser; das Steuergerät erhöht zusätzlich die eingespritzte Kraftstoffmenge. Die Lambda-Regelung wird abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lambda-Regelung ===&lt;br /&gt;
* Eine [[Lambdasonde]] erkennt fettes oder mageres Gemisch, dementsprechend wird die Einspritzmenge angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
Die Digijet wurde zuerst im [[VW T3]] mit [[Boxermotor#Volkswagen-Pkw und -Transporter|Wasserboxermotor]] mit den [[Motorkennbuchstaben]] DH (USA), GW (Europa) und DJ verbaut. Später fand sie Verwendung in den Modellen [[VW Jetta|Jetta]], [[VW Golf|Golf]], [[VW Polo|Polo]] und Polo Coupe. Dort im Reihenvierzylindermotor mit dem Motorkennbuchstaben NZ. Bei den Wasserboxermotoren wird der Leerlauf teilweise über ein separates Steuergerät und einen Prallplattensteller als Bypass zur Drosselklappe geregelt, um Leerlaufschwankungen zu verhindern und den Leerlauf bei eingeschalteter Klimaanlage oder starkem Lenkeinschlag zu stabilisieren. Sonst gab es nur einen Zusatzluftschieber, der zeitabhängig (elektrische Heizung) und Motortemperatur-abhängig den Leerlauf während des Kaltstarts und der Warmlaufphase anhebt. Alle Varianten haben außerdem eine Leerlaufstabilisierung über den Zündzeitpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Übersicht der Digijetvarianten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Modell !! Hubraum !! Bauart !! Zylinder !! Leistung !! [[Motorkennbuchstaben|MKB]] !! Bauzeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1,9 l || 1888 cm³ || [[Boxermotor#Volkswagen-Pkw und -Transporter|WBX]] || 4 || 60 kW (82 PS) || DH || 1982–1985&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1,9 l || 1888 cm³ || WBX || 4 || 66 kW (90 PS) || GW || 1983–1985&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2,1 l || 2081 cm³ || WBX || 4 || 82 kW (112 PS) || DJ || 1984–1989&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1,3 l || 1272 cm³ || Reihe || 4 || 40 kW (55 PS) || NZ || 1987–1992&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dieter Korp: &amp;#039;&amp;#039;jetzt helfe ich mir selbst, Band 111&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch Verlag, Stuttgart, 2010, ISBN 3-613-01031-3&lt;br /&gt;
* Dieter Korp: &amp;#039;&amp;#039;jetzt helfe ich mir selbst, Band 139&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch Verlag, Stuttgart, 1999, ISBN 3-613-01337-1&lt;br /&gt;
* Hans-Rüdiger Etzold: &amp;#039;&amp;#039;So wird&amp;#039;s gemacht, Band 43&amp;#039;&amp;#039; Delius, Klasing, Bielefeld, 2000, ISBN 3-7688-0473-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Motorsteuerung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einspritztechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
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