<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dietrich_Reinkingk</id>
	<title>Dietrich Reinkingk - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dietrich_Reinkingk"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dietrich_Reinkingk&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T04:35:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dietrich_Reinkingk&amp;diff=1342973&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dietrich_Reinkingk&amp;diff=1342973&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-24T06:42:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dietrich Reinkingk (Tripota) (cropped).jpg|mini|hochkant|Dietrich Reinkingk]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dietrich (latinisiert Theodor(us)) Reinkingk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. März]] [[1590]] in [[Ventspils|Windau]]; † [[15. Dezember]] [[1664]] in [[Glückstadt]]) war ein deutscher Staatsrechtler und Politiker. Außerdem ist er ein wichtiger Vertreter der frühen [[Reichspublizistik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dietrich Reinkingk wurde am 10. März 1590 in Windau/[[Kurland]] geboren. Windau ([[Lettische Sprache|lett.]] [[Ventspils]]) liegt in Kurland an der Mündung des gleichnamigen Flusses in die Ostsee. Reinkingks Mutter, eine geborene [[Lambsdorff|Lambsdorf]], starb bereits während seiner frühen Kindheit. Im Alter von 13 Jahren wurde Reinkingk wegen einer Pestepidemie in Kurland nach [[Osnabrück]] in Pension gegeben. Im Alter von 26 Jahren wurde Reinkingk 1616 nach Studien in Köln, [[Stadthagen]] und [[Marburg]] mit der Arbeit „De brachio seculari et ecclesiastico“ zum J(uris) U(triusque) D(octor) promoviert. Bald darauf wirkte er an der lutherischen [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Universität in Gießen]], die aufgrund der Teilung der Landgrafschaft [[Hessen]] im Jahre 1607 als Universität für Hessen-Darmstadt gegründet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1617 wurde Reinkingk durch Landgraf Ludwig von Hessen-Darmstadt zum außerordentlichen Professor an der Gießener Fakultät berufen. Im Jahre 1618 schied Reinkingk aus der Fakultät aus, da er zum Hofrat in Gießen berufen wurde. Nach verschiedenen hohen Ämtern in Hessen (1625 Vizekanzler) wurde er im Jahre 1632 nach der Rückkehr des herzoglichen Hauses [[Mecklenburg]] Kanzler in [[Schwerin]]. Hier bewirkte er den Beitritt Mecklenburgs zum [[Prager Frieden (1635)|Prager Frieden]] und eine gewisse Distanzierung von [[Schwedisches Reich|Schweden]]. Mehrfache Inhaftierungen durch schwedische Organe folgten; 1635 und erneut 1645 wurde er als „Geisel“ von schwedischen Truppen zunächst zu Hausarrest verpflichtet und dann in [[Nienburg/Weser|Nienburg]] inhaftiert. Er kam erst durch den [[Frieden von Brömsebro]] Ende August 1645 wieder frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Freilassung wurde Reinkingk zum Kanzler des [[Hochstift Bremen|Bremer Erzbischofs]] [[Friedrich III. (Dänemark und Norwegen)|Friedrich II.]] Doch gelang es ihm bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen nicht, die von der Stadt Bremen seit langem angestrebte Trennung vom Erzbistum und den Übergang von Bremen und [[Hochstift Verden|Verden]] an Schweden abzuwenden. Als aber sein Fürst 1648 den [[Dänemark|dänischen Thron]] erbte, gelangte Reinkingk als dänischer Geheimer Rat und Kanzler der „Deutschen Kanzlei“, nämlich der Herzogtümer [[Herzogtum Schleswig|Schleswig]] und [[Herzogtum Holstein|Holstein]], in hohe Ämter bei Hofe; seiner Neigung entsprechend wurde er schließlich ab 1650 als Präsident des [[Oberappellationsgericht]]s zu [[Herrschaft Pinneberg|Pinneberg]] eingesetzt. 1655 erhob ihn [[Ferdinand III. (HRR)|Kaiser Ferdinand]] in den [[Reichsadel]]sstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem seine Frau gestorben war, die ihm in 45-jähriger Ehe 11 Kinder geboren hatte, ging Reinkingk eine weitere Ehe ein. Ein Jahr später starb er 74-jährig in [[Glückstadt]]. Er ist in [[Rellingen]] im noch heute bestehenden Reinkingkschen [[Erbbegräbnis]] bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen der später so genannten [[Reichspublizistik]] war Reinkingk der prominenteste Vertreter der kaiserlichen Position. Die rationalistischen und reichsfernen Theorien seiner Zeitgenossen wies er zurück. Reinkingk verwendet die römischen und byzantinischen Rechtsquellen gleichberechtigt neben der hl. Schrift, theologischen Fundamentalwerken und lutherischer Dogmatik. Die Staatslehre Reinkingks war von lutherischer Ethik und biblischer Theologie beeinflusst, tendierte jedoch als zu einer einheitlichen postkonfessionellen Verfassungsordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ziel war es, die gefährdete Verfassungsordnung von 1555 zu erhalten und staatsrechtlich zu begründen. Die modernen Entwicklungen setzten sich jedoch durch, die Reinkingk so charakterisierte: „Die moderne Staatsräson ist eine Teufelsräson, das Gesetzbuch Gottes und dessen Observanz hingegen die beste ratio status und Versicherung des Staates.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Conclusiones CCXC de Bracchio seculari et ecclesiastico seu potestate utraque (Promotion in 290 Konklussionen). Gießen 1616&lt;br /&gt;
* Tractatus de Regimine seculari et ecclesiastico. 1619, viele weitere Auflagen&lt;br /&gt;
* Biblische Policey. Fft./Main 1653. {{DTAW|reinkingk_policey_1653}}&lt;br /&gt;
* [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN600333612 Jus feciale Armatae Daniae. Kopenhagen 1657.]&lt;br /&gt;
* Der verjüngte Römische Reichsadler, samt der Macht und Herrlichkeit des Reiches über alle Reiche. Hrsg. Johann Diedrich von Güling. Göttingen 1687&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Cajus Arend: &amp;#039;&amp;#039;Gekrönete Ehren-Säule Uber dem fürtreflichen Iurisconsulto.&amp;#039;&amp;#039; Melchior Koch, Glückstadt, 1665, ([https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht/?PPN=PPN1046952269 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Otto Brunner (Historiker)|Otto Brunner]]: &amp;#039;&amp;#039;Dietrich Reinkingk. Ein Beitrag zum Reichsgedanken des 17. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; auszugsweise abgedr. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch d. Akad. d. Wiss. u. Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1963, S. 94f.&lt;br /&gt;
* H. Jessen: &amp;#039;&amp;#039;„Biblische Policey“. Zum Naturrechtsdenken Dietrich Reinkingks.&amp;#039;&amp;#039; jur. Diss. Freiburg i. Br. 1962.&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Jugler]]: [https://books.google.de/books?id=YKkPAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA199&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Dieterich Reinking.&amp;#039;&amp;#039;] 1779.&lt;br /&gt;
* {{ADB|28|90|93|Reinking, Dietrich von|[[Ernst Landsberg]]|ADB:Reinking, Dietrich von}}&lt;br /&gt;
* [[Christoph Link]]: &amp;#039;&amp;#039;Dietrich Reinkingk.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Stolleis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Staatsdenker im 17. und 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1977.&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|375|376|Reinkingk, Dietrich von|Martin Otto|118788272}}&lt;br /&gt;
* B. Pahlmann: &amp;#039;&amp;#039;Dietrich Reinkingk.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerd Kleinheyer]], [[Jan Schröder (Rechtswissenschaftler)|Jan Schröder]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Juristen aus fünf Jahrhunderten – eine biographische Einführung in die Rechtswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Karlsruhe 1976, S. 224–226.&lt;br /&gt;
* F. H. Schubert: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Reichstage in der Staatslehre der frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1966, S. 540–552.&lt;br /&gt;
* [[Roderich von Stintzing]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Deutschen Rechtswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 2. Abt., hrsg. von [[Ernst Landsberg]]. München / Leipzig 1884, S. 189 ff. (Neudruck Aalen 1957), [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN372056172 (gdz.sub.uni-goettingen.de)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118788272}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke|VD=17|PPN=004060733}}&lt;br /&gt;
* {{BBLD|0000000109095681|NAME=Reinking, Theodor}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118788272|titel=Reinkingk, Dietrich von|datum=2023-09-07}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118788272}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118788272|LCCN=n2001080172|VIAF=64256031}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reinkingk, Dietrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrechtler (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichspublizistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1590]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1664]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reinkingk, Dietrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reinkingk, Theodorus; Reinking, Dietrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtsgelehrter, Politiker und Lutheraner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. März 1590&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ventspils|Windau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Dezember 1664&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Glückstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>