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	<title>Dietrich Goldschmidt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-04-23T05:17:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Dietrich Goldschmidt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. November]] [[1914]] in [[Freiburg im Breisgau]]; † [[20. Mai]] [[1998]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Soziologe]] und [[Bildungsforschung|Bildungsforscher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dietrich Goldschmidt war der Sohn des Historikers [[Hans Goldschmidt (Historiker)|Hans Goldschmidt]], der 1902 vom [[Judentum]] zum [[Protestantismus]] konvertiert war, und dessen Ehefrau Sophie. Goldschmidt studierte von 1933 bis 1939 [[Maschinenbau]] und Betriebswissenschaft an der [[Technische Universität Berlin|Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg]]. Die [[Promotion (Doktor)|Promotion]] verweigerte ihm die damalige Technische Hochschule mit der Begründung, er sei „[[Halbjude]]“. Goldschmidt arbeitete anschließend fünf Jahre lang trotz seiner Qualifikation als Ingenieur in der Stellung eines Fabrikarbeiters bei den [[Demag]]-Motorenwerken. 1944 wurde er bis Kriegsende von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] in einem [[Zwangsarbeitslager]] bei [[Burg (bei Magdeburg)|Burg]] in der Nähe von Magdeburg interniert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dietrich Goldschmidt.jpg|miniatur|Goldschmidts Grab auf dem [[St.-Annen-Kirchhof (Berlin)|St.-Annen-Kirchhof]] in Berlin-Dahlem]]&lt;br /&gt;
Seine wissenschaftliche Laufbahn als Soziologe und Bildungsforscher begann nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Er wurde Mitherausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Universitätszeitung&amp;#039;&amp;#039;, die 1949 in &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Universitätszeitung]]&amp;#039;&amp;#039; umbenannt wurde, und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1953 am Institut für Soziologie der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] bei [[Helmuth Plessner]] mit einer wirtschaftssoziologischen Studie zur britischen Kontroverse um die Nationalisierung der Eisen- und [[Stahlindustrie]]. Von 1956 bis 1963 war er Professor für Soziologie an der [[Pädagogische Hochschule Berlin|Pädagogischen Hochschule Berlin]]. Danach wirkte er bis zu seiner Emeritierung 1982 als Direktor am [[Max-Planck-Institut für Bildungsforschung]] in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 wurde Goldschmidt in den [[Deutscher Bildungsrat|Deutschen Bildungsrat]] berufen, für den er unter anderem Gutachten zur Weiterentwicklung von Ingenieursschulen zu wissenschaftlich orientierten Fachhochschulen erstellte. 1978 übernahm er zusätzlich den Vorsitz in der Senatskommission der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]] für [[Hochschuldidaktik]]. Neben seiner Arbeit als Bildungsforscher im engeren Sinne engagierte sich Goldschmidt für die [[Vergangenheitsbewältigung|Aufarbeitung der NS-Vergangenheit]]: Er gehörte dem Kuratorium der 1957 gegründeten [[Deutsch-Israelische Studiengruppen|Deutsch-Israelischen Studiengruppe]] an der Freien Universität Berlin an,&amp;lt;ref&amp;gt;Jonas Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsch-Israelischen Studiengruppen und die frühen studentischen Kontakte mit Israel 1948–1972,&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2025, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; war für die [[Aktion Sühnezeichen]] aktiv, trat für die Versöhnungsarbeit mit den von der Kriegführung Hitler-Deutschlands betroffenen Völkern ein, für die Förderung des [[Kirchen und Judentum nach 1945|Dialogs zwischen Christen und Juden]] sowie die Unterstützung der sogenannten [[Entwicklungsländer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Leistungen im Bereich der bildungssoziologischen Studien, der Verbindung von Ingenieur- und Sozialwissenschaften, der Bildungsreform sowie der kulturvergleichenden Sozialisations- und internationalen Bildungsforschung verlieh die TU Berlin Goldschmidt im Februar 1998, wenige Monate vor seinem Tode, die [[Ehrendoktorwürde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* [https://ewnor.de/autor_dg.php &amp;#039;&amp;#039;Erlebnisse, Tätigkeiten und Erfahrungen&amp;#039;&amp;#039;] an die Jahre 1945 bis 1949, Erinnerungswerkstatt Norderstedt&lt;br /&gt;
* [https://ewnor.de/dg/1459_dg.php &amp;#039;&amp;#039;Erinnern für die Zukunft&amp;#039;&amp;#039;] – Jahre des Nationalsozialismus, Erinnerungswerkstatt Norderstedt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Eisen- und Stahlindustrie in der Transformation Englands. Eine wirtschaftssoziologische Studie anläßlich des gegenwärtigen Streites in Großbritannien um die Nationalisierung der eisenschaffenden Industrie&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1953 (zugleich Dissertation an der Rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen, 14. März 1953), weitere Ausgabe als: &amp;#039;&amp;#039;Stahl und Staat : Eine wirtschaftssoziologische Untersuchung zum britischen Nationalisierungsexperiment&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart, Düsseldorf: Ring-Verlag 1956&lt;br /&gt;
* mit [[Hans-Joachim Kraus]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der ungekündigte Bund. Neue Begegnung von Juden und christlicher Gemeinde.&amp;#039;&amp;#039; Kreuz-Verlag, Stuttgart / Berlin 1962.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Die nationalsozialistischen Gewaltverbrechen. Geschichte und Gericht&amp;#039;&amp;#039;. Kreuz-Verlag, Stuttgart / Berlin 1964.&lt;br /&gt;
* mit Sibylle Hübner-Funk: &amp;#039;&amp;#039;Gutachten und Materialien zur Fachhochschule&amp;#039;&amp;#039;. (= Gutachten und Studien der Bildungskommission, Band 10). Klett, Stuttgart 1974, ISBN 3-12-922920-5.&lt;br /&gt;
* mit [[Ulrich K. Goldsmith]] (Hrsg.): Herman J. Weigand: &amp;#039;&amp;#039;Critical probings. Essays in European literature from Wolfram von Eschenbach to Thomas Mann&amp;#039;&amp;#039;. Lang, Bern / Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-261-04921-9.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Forschungsgegenstand Hochschule. Überblick und Trendbericht&amp;#039;&amp;#039;. Campus, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-593-33392-9.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Frieden mit der Sowjetunion – eine unerledigte Aufgabe&amp;#039;&amp;#039;. Gütersloher Verlagshaus Haus Mohn, Gütersloh 1989, ISBN 3-579-00582-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die gesellschaftliche Herausforderung der Universität. Historische Analysen, internationale Vergleiche, globale Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Studien-Verlag, Weinheim 1991, ISBN 3-89271-210-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Baumert]]: &amp;#039;&amp;#039;Dietrich Goldschmidt, 4.11.1914-20.5.1998.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Max-Planck-Gesellschaft 1999.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 1999, ISBN 3-525-86129-X, S. 907–908 (Nachruf der Max-Planck-Gesellschaft auf Goldschmidt).&lt;br /&gt;
* Michael Becker: Dietrich Goldschmidt, „educator and political activist“. Über einen fast vergessenen Soziologen und Intellektuellen; in: Erkundungen im Historischen. Soziologie in Göttingen. Geschichte – Entwicklungen – Perspektiven, hg. v. Oliver Römer / Ina Alber-Armenat, Wiesbaden: Springer VS 2018, S. 203–245.&lt;br /&gt;
* [[Albert H. Friedlander]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.independent.co.uk/arts-entertainment/obituary-professor-dietrich-goldschmidt-1164548.html Obituary. Professor Dietrich Goldschmidt].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Independent]].&amp;#039;&amp;#039; 13. Juni 1998.&lt;br /&gt;
* Carl-Hellmut Wagemann: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Dietrich Goldschmidt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Hochschulwesen.&amp;#039;&amp;#039; 46, 1998, Heft 4, S. 229–230. ([https://www.fachportal-paedagogik.de/literatur/vollanzeige.html?FId=492871 Abstract]).&lt;br /&gt;
* [[Max-Planck-Institut für Bildungsforschung]]: &amp;#039;&amp;#039;In Memoriam Dietrich Goldschmidt – Reden auf der akademischen Trauerfeier am 16. Oktober 1998&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1998, ISBN 3-87985-071-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120961350}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45741516.html Studenten / Ingenieur-Schüler. Was weiß ich?]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 19 vom 5. Mai 1969 (Bericht über ein Gutachten Goldschmidts für den [[Deutscher Bildungsrat|Deutschen Bildungsrat]] zur Situation der Ingenieur-Ausbildung).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://archiv.pressestelle.tu-berlin.de/pi/1998/pi25.htm TU Berlin verleiht Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Dietrich Goldschmidt].&amp;#039;&amp;#039; TU Berlin, Medieninformation Nr. 25, 23. Januar 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120961350|LCCN=n/80/159857|VIAF=10690250}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Goldschmidt, Dietrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungsforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Goldschmidt, Dietrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Soziologe und Bildungsforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. November 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Mai 1998&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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