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	<title>Diether von Isenburg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wofalor am 16. März 2026 um 15:12 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:COA Diether von Isenburg Büdingen.jpg|mini|Wappen des Erzbischofs von Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:20170722Mainzer Dom2.jpg|mini|Das Grabmal im Mainzer Dom]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diether von Isenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1412]]; † [[7. Mai]] [[1482]] in [[Aschaffenburg]]) war ein deutscher Geistlicher. Er war zweimaliger [[Erzbischof]] von [[Kurmainz|Mainz]] und hatte maßgeblichen Einfluss auf die [[Mainzer Stiftsfehde]]. Als Mainzer Erzbischof war er &amp;#039;&amp;#039;ex officio&amp;#039;&amp;#039; auch [[Kurfürst]] und [[Erzamt|Erzkanzler]] für [[Regnum Teutonicum|Deutschland]]. Er gründete 1477 die [[Universität Mainz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren Graf Diether I. von [[Isenburg-Büdingen|Isenburg in Büdingen]] (ab 1442 erwähnt, †&amp;amp;nbsp;20. November 1461) und dessen Frau Elisabeth von Solms-Braunfels (†&amp;amp;nbsp;17. Juli 1451). Diether wurde schon früh für den geistlichen Stand bestimmt, denn sein älterer Bruder Johann sollte die gräfliche Nachfolge antreten. Johann jedoch entschloss sich im Alter von 21 Jahren, ins Kloster zu gehen, so dass (eher ungewöhnlich) der jüngere Bruder Ludwig (II.), zum nächsten Grafen von Isenburg-Büdingen bestimmt wurde. Diether studierte in [[Köln]] und dann in [[Erfurt]], wo er 1434 Rektor wurde, begab sich dann nach [[Mainz]], wo er seit 1427 Domherr und ab 1453 Kustos der [[Mainzer Dom|Domkirche]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Wahl zum [[Kurtrier|Trierer Erzbischof]] konnte sich Diether 1456 nicht gegen [[Johann II. von Baden]] durchsetzen, da er im Domkapitel nur eine Minderheit hinter sich hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er sich verpflichtet hatte, dem Bund des verstorbenen Kurfürsten und Erzbischofs von Mainz, [[Dietrich Schenk von Erbach]], mit dem Kurfürsten und Markgrafen von Brandenburg, [[Albrecht Achilles]], gegen den Kurfürsten und Pfalzgrafen bei Rhein, [[Friedrich I. (Pfalz)|Friedrich I.]], beizutreten, wurde Diether am 18. Juni 1459 mit knapper Mehrheit vor [[Adolf II. von Nassau|Adolf von Nassau]] zum Erzbischof von Mainz gewählt, jedoch nie vom Papst bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1461 berief Diether in [[Nürnberg]] einen Fürstentag ein, auf dem er für eine Reichs- und Kirchenreform warb. So verlangte er hier energisch die Abschaffung der päpstlichen [[Annaten]]forderungen durch ein allgemeines [[Konzil]].&lt;br /&gt;
[[Bild:Diether von Isenburg coa.jpg|thumb|Wappen Diethers von Isenburg an der Höchster Stadtmauer]]&lt;br /&gt;
Durch seine kritische Position zu Papst [[Pius II.]] und Kaiser [[Friedrich III. (HRR)|Friedrich III.]] kam es zum Eklat, zur sog. [[Mainzer Stiftsfehde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Diether sich weigerte, seine Reformbestrebungen aufzugeben, wurde er am 21. August 1461 durch den Papst abgesetzt und [[Kirchenbann|gebannt]]. Dem setzte er Gewalt entgegen, und es begann ein verheerender Krieg zwischen ihm und dem vom Papst eingesetzten neuen Erzbischof [[Adolf II. von Nassau|Adolf von Nassau]] und ihren beiderseitigen Verbündeten, in dem Diether letztlich unterlag. Adolfs Truppen eroberten in der Nacht zum 28. Oktober 1462 die Stadt Mainz. Bis dahin hatten die Mainzer Bürger Diether die Treue gehalten, doch nun mussten er und seine Anhänger&amp;amp;nbsp;– unter ihnen auch [[Johannes Gutenberg]]&amp;amp;nbsp;– aus der Stadt fliehen. 400 Menschen fanden in dieser Nacht den Tod, 400 weitere wurden aus der Stadt vertrieben. Die Stiftsfehde wurde am 5. Oktober 1463 im [[Frieden von Zeilsheim]] unter einem Baum auf freiem Feld bei [[Frankfurt-Zeilsheim|Zeilsheim]] beigelegt. Diether erhielt die mainzischen Ämter [[Frankfurt-Höchst|Höchst]], [[Steinheim (Hanau)|Steinheim]] und [[Dieburg]] als eigene [[Herrschaft (Territorium)|Herrschaft]]; seine Residenz war das erzbischöfliche [[Höchster Schloß]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adolf von Nassau 1475 auf dem Sterbebett lag, schlug er seinen Vorgänger und einstigen Widersacher Diether als seinen Nachfolger vor. Am 9. November 1475 wurde Diether von Isenburg dann tatsächlich erneut zum Erzbischof gewählt. Dieses Mal wurde seine Wahl durch Papst [[Sixtus IV.]] bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nun nicht mehr bestrebt, weitreichende Reformen durchzusetzen, und bemühte sich fortan um die Durchführung strenger [[Kirchenzucht]]. So veranlasste er u. a. die Beendigung der [[Hans Böhm (Pauker von Niklashausen)|Niklashäuser Wallfahrt]] von 1476 und leitete den [[Ketzer]]prozess gegen [[Johann von Wesel]]. In Rom war er zeitweilig [[primus inter pares]]. 1480 wurde das [[Kloster Weißenstein]] in seinem Auftrag vom [[Böddeken]]er [[Prior]] reformiert, Böddekener Chorherren wurden die neuen Rektoren und Beichtväter im Kloster Weißenstein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Heinrich Rüthing]] |Titel=Die Chronik Bruder Göbels: Aufzeichnungen eines Laienbruders aus dem Kloster Böddeken 1502 bis 1543 |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Verlag für Regionalgeschichte |Ort= |Datum=2006 |ISBN=978-3-89534-627-9 |Seiten=11, 260 |Online=https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=xhNoAAAAMAAJ |Abruf=2021-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1477 stiftete Diether die [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz|Universität in Mainz]], ab 1478 ließ er am Rheinufer die [[Martinsburg (Mainz)|Martinsburg]] errichten. Nach seinem Tode 1482 wurde er im [[Mainzer Dom]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Glaser: &amp;#039;&amp;#039;Diether von Isenburg-Büdingen, Erzbischof und Kurfürst von Mainz und die kirchlichen und politischen Reformbestrebungen im fünfzehnten Jahrhundert: eine historische Studie&amp;#039;&amp;#039;. Verl.-Anst. und Dr. A.-G., Hamburg 1898 ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-100113}})&lt;br /&gt;
* {{NDB|3|668|669|Dieter Graf von Isenburg|Ernst Bock|120037912}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|5|164|170|Dieter von Isenburg|[[Karl Menzel]]|ADB:Dieter (Erzbischof und Kurfürst von Mainz)}}    &lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613125554/http://www.bautz.de/bbkl/d/dietherr_g_v_i.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Dietherr Graf von Isenburg|band=1|spalten=1297–1298}}&lt;br /&gt;
* [http://www.newadvent.org/cathen/04789a.htm Diether of Isenburg], Eintrag in der [[Catholic Encyclopedia]] (1913)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Diether of Isenburg-Büdingen, Archbishop of Mainz|Diether von Isenburg}}&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|4|960|spezialkapitel=Diether von Isenburg}}&lt;br /&gt;
* [http://www.regionalgeschichte.net/index.php?id=4583 Diether von Isenburg] bei regionalgeschichte.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Hinweis: Die Schreibweise des Namens ist nicht ganz klar, einige Quellen schreiben ihn als Diether von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Y&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;senburg. Das Y im Stammesnamen taucht jedoch erstmals 1442 im Zusammenhang mit der Erhebung seines Vaters in den Grafenstand auf. Dessen Nachfolger schrieben sich abwechselnd mit I oder Y.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Dietrich Schenk von Erbach]]|NACHFOLGER=[[Adolf II. von Nassau]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Mainz|Kurfürst-Erzbischof von Mainz]]|ZEIT=1459–1461&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[Adolf II. von Nassau]]|NACHFOLGER2=[[Adalbert III. von Sachsen]]|AMT2=[[Liste der Bischöfe von Mainz|Kurfürst-Erzbischof von Mainz]]|ZEIT2=1475–1482}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120037912|LCCN=nr93005524|VIAF=8208360}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Isenburg, Diether Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurfürst (Mainz)|Diether #Isenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzkanzler für Germanien|Diether #Isenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herr (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Isenburg (Linie Ober-Isenburg)|Diether]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aschaffenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1412]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1482]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Isenburg, Diether von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ysenburg, Diether von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Geistlicher, Erzbischof von Mainz (1459–1462 und 1475–1482)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1412&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Mai 1482&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Aschaffenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wofalor</name></author>
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