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	<title>Dieter Popp - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T12:30:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dieter_Popp&amp;diff=186541&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Asperatus: k</title>
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		<updated>2025-11-13T18:35:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dieter Popp.jpg|mini|Dieter Popp 2003 auf dem [[UZ-Pressefest]] in Dortmund]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dieter Popp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. November]] [[1938]] in [[Berlin]]; †&amp;amp;nbsp;[[27. November]] [[2020]] in [[Bonn]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jungewelt.de/artikel/391630.kundschafter-gestorben.html |titel=Kundschafter gestorben |abruf=2020-11-30 |werk=[[Junge Welt]] |datum=2020-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war von 1969 bis 1990 [[Spionage|Spion]] des [[Militärische Aufklärung der Nationalen Volksarmee|Militärischen Nachrichtendienstes]] (Mil-ND) der [[Nationale Volksarmee|Nationalen Volksarmee]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Popp wurde 1991 zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Popps Mutter stammte aus einer jüdischen Familie. Sein Urgroßvater und verschiedene andere Verwandte sind im [[KZ Buchenwald]] ums Leben gekommen.&amp;lt;ref&amp;gt; Interview mit Popp, ab 13:09: https://www.youtube.com/watch?v=q3LY2cQwsYA&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Schulausbildung war Popp Angestellter einer [[Versicherer|Versicherung]]. Er agierte in der linksintellektuellen politischen Szene. Mitte der 1960er-Jahre traf er sich auch mit [[Ulrike Meinhof]]. 1966 bot er sich der Verwaltung Aufklärung – zwischen 1964 und 1984 Tarnbezeichnung des Mil-ND – zur Mitarbeit an, für die er in den Folgejahren mehr als 110.000&amp;amp;nbsp;[[Deutsche Mark|DM]] erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich W. Schlomann: &amp;#039;&amp;#039;Die Maulwürfe.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1969 zog er im Auftrag des Mil-ND nach Bonn in die Nähe des [[Bundesministerium der Verteidigung|Bundesministeriums der Verteidigung]] der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Popp warb 1969 seinen Lebensgefährten [[Egon Streffer]] für den Mil-ND an. Von Abwehrspezialisten wurde dies als „ein äußerst seltener ‚[[Romeo (Agent)|Romeo]]‘-Fall unter [[Homosexualität|Homosexuellen]]“ gewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich W. Schlomann: &amp;#039;&amp;#039;Die Maulwürfe.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während er weiter als Versicherungsangestellter tätig war, bewarb sich Streffer im Auftrag des Mil-ND 1970 bei der [[Bundeswehr]] und wurde im [[Planungsstab des Bundesministers der Verteidigung]] platziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Popp und Streffer, unter den Decknamen „Asriel“ und „Aurikel“ tätig, schleusten rund 20&amp;amp;nbsp;Jahre lang geheime Dokumente und Einschätzungen nach [[Ost-Berlin]]. Streffer war für die Informationsbeschaffung zuständig. Als Bürohilfskraft im Geschäftszimmer des Planungsstabs hatte Streffer die Aufgabe, Dokumente zu registrieren und zu kopieren, sowie nicht benötigte Dokumente zu vernichten. Dies ging bis zum [[Geheimhaltungsgrad]] „STRENG GEHEIM“, „[[NATO]]-SECRET“ und „US-TOP SECRET“. Popps Aufgabe war es, eine Vorauswahl zu treffen, Einschätzungen zu formulieren und den Kontakt zu Ost-Berlin zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streffer starb 44-jährig am 22.&amp;amp;nbsp;August 1989 an einem [[Herzinfarkt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw&amp;quot; /&amp;gt; Nach Angaben einer anderen Quelle starb er an [[AIDS]].&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich W. Schlomann: &amp;#039;&amp;#039;Die Maulwürfe.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;170.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verurteilung ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] und der damit verbundenen Auflösung der Geheimdienste der DDR wurde Popp 1990 von einem ehemaligen [[Ministerium für Staatssicherheit|MfS]]-Mitarbeiter gemeldet. Popp wurde verhaftet und verbrachte eineinhalb Jahre in [[Untersuchungshaft (Deutschland)|Untersuchungshaft]] in den [[Justizvollzugsanstalt]]en [[Justizvollzugsanstalt Koblenz|Koblenz]] und [[Justizvollzugsanstalt Köln|Köln]]. Am 23.&amp;amp;nbsp;Dezember 1991 wurde er vom [[Oberlandesgericht Düsseldorf]] zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;jw&amp;quot; /&amp;gt; wovon er vier Jahre von 1990 bis 1994 unter Einbeziehung der Untersuchungshaft in den Justizvollzugsanstalten [[Justizvollzugsanstalt Hagen|Hagen]] und [[Justizvollzugsanstalt Remscheid|Remscheid]] verbrachte. Ihm wurden außerdem 70.000&amp;amp;nbsp;DM an [[Verfall (Deutsches Recht)|Verfall]] und 20.000&amp;amp;nbsp;DM Verfahrenskosten auferlegt. Eine Beschwerde von Popp gegen seine Verurteilung wurden vom [[Bundesverfassungsgericht]], dem [[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte|Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte]] wie auch von der [[UN-Menschenrechtskommission]] in [[Genf]] abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach der Haft ==&lt;br /&gt;
Nach der Haftentlassung 1994 war Popp bis zum Rentenbeginn 2003 erwerbslos. Ab 1995 war er Vorsitzender des von ihm mitbegründeten Vereins „[[Kundschafter des Friedens]] fordern Recht e.&amp;amp;nbsp;V.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Popp gehörte der [[Kommunistische Plattform|Kommunistischen Plattform]] der Partei [[Die Linke]] an. 2004 war er Kandidat (Platz&amp;amp;nbsp;6 der Vorschlagsliste) der PDS zu den Kommunalwahlen am 26.&amp;amp;nbsp;September 2004 in Bonn. Er erhielt in seinem Wahlkreis 75&amp;amp;nbsp;Stimmen (1,7&amp;amp;nbsp;Prozent).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Popp befand sich kurz nach seinem 82.&amp;amp;nbsp;Geburtstag in stationärer Behandlung in einem Bonner Krankenhaus. Dort wurde er am 27.&amp;amp;nbsp;November 2020 tot in seinem Bett aufgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste deutscher Spione]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=[[Klaus Eichner]], [[Gotthold Schramm]] |Titel=Asriel und Aurikel – Primeln wachsen im Geheimen |Sammelwerk=Top-Spione im Westen: Spitzenquellen der DDR-Aufklärung erinnern sich |WerkErg=Überarbeitete Neuausgabe |Verlag=[[Das Neue Berlin]] ([[Eulenspiegel Verlagsgruppe]]) |Ort=Berlin |Datum=2016 |ISBN=978-3-360-01310-1 |Seiten=178–186}}&lt;br /&gt;
* Frank Flegel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auferstanden aus Ruinen – Über das revolutionäre Erbe der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Einzelverlag Offensiv, Hannover 2000, ISBN 3-00-005444-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Wilhelm Schlomann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Maulwürfe.&amp;#039;&amp;#039; Universitasverlag, Tübingen 1993, ISBN 3-8004-1285-3.&lt;br /&gt;
* Bodo Wegmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Militäraufklärung der NVA. Die zentrale Organisation der militärischen Aufklärung der Streitkräfte der Deutschen Demokratischen Republik&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Köster, Berlin 2006, ISBN 3-89574-580-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Anna-Lena Niemann |url=https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/dieter-popp-arbeitete-als-spion-fuer-die-ddr-in-bonn-16568111.html |titel=Ein Spion ohne schlechtes Gewissen |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] |datum=2020-01-09 |abruf=2020-01-10 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Konrad Weiß (Regisseur)|Konrad Weiß]] |url=http://www.bln.de/k.weiss/tx_spion.html |titel=Wo die DDR beatmet wird. Vom seltsamen Treiben des Bonner Clubs der DDR-Spione |werk=[[Berliner Morgenpost]] |datum=1999-04-12 |abruf=2019-07-05 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Helmut Stubbe da Luz]] |url=http://www.kundschafter-frieden.de/docs/150318hh.pdf |titel=Interview mit Dieter Popp am 18. März 2015 in der Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg. Wortprotokoll |werk=kundschafter-frieden.de |format=pdf, 811&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2019-07-05 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2020-11-30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Popp, Dieter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agent für die Militärische Aufklärung der NVA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Spionage)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PDS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2020]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Popp, Dieter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Asriel (Codename)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Spion des Militärischen Nachrichtendienstes der Nationalen Volksarmee der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. November 1938&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. November 2020&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Asperatus</name></author>
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