<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dieter_Beilig</id>
	<title>Dieter Beilig - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dieter_Beilig"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dieter_Beilig&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T23:21:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dieter_Beilig&amp;diff=1077757&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Seeler09: Van</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dieter_Beilig&amp;diff=1077757&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-12-16T09:14:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Van&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dieter Beilig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. September]] [[1941]] in [[Berlin]]; † [[2. Oktober]] [[1971]] ebenda) war ein [[West-Berlin]]er Aktivist gegen die [[Berliner Mauer]] und Opfer der [[Grenztruppen der DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild B 145 Bild-P061246.jpg|mini|Die Mauer am Brandenburger Tor. Hinten links das Ateliergebäude der Akademie der Künste, dahinter das Hotel Adlon. Im Jahr 1971 umschloss das Akademiegebäude eine weiß getünchte Mauer. Die Fenster des Stützpunktes der Grenztruppen, in dem Beilig erschossen wurde, lagen nach hinten (Foto aus dem Herbst 1961)]]&lt;br /&gt;
Beilig protestierte seit den ersten Tagen ihrer Existenz auf vielfältige Weise gegen die [[Berliner Mauer]]. Unter anderem stellte er die ersten Holzkreuze auf, die dem Gedenken der [[Todesopfer an der Berliner Mauer]] dienten. Er gründete die &amp;#039;&amp;#039;[[Peter Fechter|Peter-Fechter-Memorial-Bewegung]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=bz /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1962 versuchte er, die Mauer mit [[Sprengsatz|Sprengsätzen]] zu beschädigen. Wegen Verstoßes gegen das [[Sprengmittelgesetz]] wurde er daraufhin zu einer dreiwöchigen [[Jugendstrafe]] verurteilt. Nach deren Verbüßung organisierte er weitere Protestkundgebungen gegen die Mauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem [[Ministerium für Staatssicherheit]] gelang es 1964, Beilig zu ergreifen und in [[Ost-Berlin]] vor Gericht zu stellen. Am 11. Dezember 1964 wurde er wegen „[[Staatsfeindliche Hetze|staatsfeindlicher Hetze]] und Terror“ zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Nach zwei Jahren wurde er nach West-Berlin abgeschoben. Dort setzte er seine Protestaktionen fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Oktober 1971 kletterte Dieter Beilig gegen 9.15 Uhr nahe dem [[Brandenburger Tor]] auf die Mauer. Er lief etwa 30 Meter auf der Mauerkrone und rief dabei den DDR-Grenzposten zu, dass beide Teile Deutschlands vereint werden sollten. Als West-Berliner [[Polizei|Polizisten]] versuchten, ihn zu sich herunterzuziehen, [[Mauerspringer|sprang er auf der Ostseite hinunter]] und wurde von Angehörigen der Grenztruppen festgenommen. Nach einer ersten Durchsuchung in einem Nebengebäude des Brandenburger Tors brachten Grenzsoldaten Beilig zu ihrem &amp;#039;&amp;#039;Führungspunkt&amp;#039;&amp;#039; im einhundert Meter entfernten Gebäude der [[Palais Arnim#Der Ihne-Bau von 1960 bis 1990|Akademie der Künste]]. Während der Fahrt unternahm Beilig einen missglückten Fluchtversuch. Im Führungspunkt wurde er mit zwei bewaffneten Posten in einen Raum gesperrt. Als er versuchte, das unvergitterte Fenster zu öffnen, schoss ihn ein Offizier rücklings nieder.&amp;lt;ref name=bz&amp;gt;{{Literatur|Autor=Volker Müller|Titel=1971 erschoss ein DDR-Offizier in der Akademie der Künste einen Mauerspringer aus dem Westen. Dann wurden Beweise gefälscht, Zeugen manipuliert und der Tote fast vergessen: Das Ende des Dieter Beilig|Sammelwerk=Berliner Zeitung|Online=https://www.berliner-zeitung.de/1971-erschoss-ein-ddr-offizier-in-der-akademie-der-kuenste-einen-mauerspringer-aus-dem-westen-dann-wurden-beweise-gefaelscht-zeugen-manipuliert-und-der-tote-fast-vergessen-das-ende-des-dieter-beilig-li.34482|Abruf=2017-04-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Krankenwagen brachte den wahrscheinlich bereits toten Beilig in das [[Krankenhaus der Volkspolizei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Ministerium für Staatssicherheit]] (MfS) ging zunächst davon aus, dass der Vorfall von westlicher Seite publik gemacht werden würde. Es fingierte einen Notwehrfall, wozu auch das Anbringen von Fingerabdrücken der Leiche Beiligs auf der Dienstwaffe eines Grenzsoldaten gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.chronik-der-mauer.de/index.php/d../Media/TextPopup/id/1444795/oldAction/Detail/oldId/593919/oldModule/Start/page/1 MfS-Vorschlag zur Verschleierung der Todesumstände von Dieter Beilig, 2. Oktober 1971]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als klar wurde, dass die Befürchtung unbegründet war, weil Beiligs Erschießung im Westen nicht bemerkt worden war, vertuschten MfS-Mitarbeiter alle seine Spuren, verbrannten seine Leiche und verscharrten sie an unbekannter Stelle.&lt;br /&gt;
Beiligs Familie wurde mitgeteilt, er gelte als verschollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] kam infolge der [[Mauerschützenprozesse|Ermittlungen gegen Mauerschützen]] das Schicksal Beiligs ans Licht. Der Täter war gestorben. Ein Prozess gegen drei ehemalige MfS-Angehörige, denen vorgeworfen wurde, durch die [[Beweismittelbetrug|Fälschung von Beweismitteln]] den Täter begünstigt zu haben, endete im Juni 1999 mit Freisprüchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Umbau der Ausstellungsräume des Palais Arnim im Jahr 2003 machte eine breitere Öffentlichkeit mit dem Tod Dieter Beiligs bekannt. Seither zeigen Bodenmarkierungen im wieder freigelegten &amp;#039;&amp;#039;Thronsaal&amp;#039;&amp;#039; [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelms II.]] den Raum, in dem Beilig erschossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Hermann Hertle]], [[Maria Nooke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961–1989. Ein biographisches Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Stiftung Berliner Mauer. Links, Berlin 2009, ISBN 978-3-86153-517-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/171350/beilig-dieter?n Kurzportrait und Foto] auf Chronik-der-Mauer.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Todesopfer an der Berliner Mauer#Vorgehen der staatlichen Organe der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-10-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beilig, Dieter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer der Berliner Mauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Diktatur in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mauerspringer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Beilig, Dieter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsches Todesopfer der Berliner Mauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. September 1941&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Oktober 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Seeler09</name></author>
	</entry>
</feed>