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	<title>Diepensee - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diepensee&amp;diff=633438&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-12-14T12:28:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Königs Wusterhausen&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 52/18/0.4572/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 13/35/20.544/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = BB&lt;br /&gt;
| Höhe                   = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 5.54&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 360&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2022-08-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.koenigs-wusterhausen.de/532656/basisinformationen |titel=Basisinformationen – Königs Wusterhausen |abruf=2022-12-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2004-02-29&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 15711&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 03375&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Diepensee Ortsansicht.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Hauptstraße in Diepensee&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diepensee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der [[Brandenburg|brandenburgischen]] Stadt [[Königs Wusterhausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Etymologie ==&lt;br /&gt;
=== 14. und 15. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1348 erschien erstmals ein &amp;#039;&amp;#039;Jacob Dypense&amp;#039;&amp;#039; in den Akten, dem ausweislich des [[Landbuch Karls IV.|Landbuchs Karls IV.]] 1375 das Dorf &amp;#039;&amp;#039;Dypensey&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Tifense&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Diffensey&amp;#039;&amp;#039; oder auch in der Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Tiffensee&amp;#039;&amp;#039; gehörte. Es war zu dieser Zeit bereits [[Wüstung|wüst]], wobei der kurfürstlicher Vasall H. Beschorn Einkünfte erhalten haben soll. Andere wissenschaftliche Ansätze schreiben von einer wüsten Feldmark Wende-Feld, welches dem späteren Rittergut entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Theodor Woelfer |Titel=Die geologische Specialkarte und die landwirthschaftliche Bodeneinschätzung in ihrer Bedeutung und Verwerthung für Land-und Staatswirthschaft |Hrsg=Königlich Preussische geologische Landesanstalt |Sammelwerk=Abhandlungen der Königlich Preussischen geologischen Anstalt |Band=Neue Folge |Nummer=Heft 11 |Verlag=In Vertrieb Paul Parey |Ort=Berlin |Datum=1892 |Seiten=8 |Online=https://books.google.de/books?id=Uitb7e-OvhUC&amp;amp;pg=PA8&amp;amp;dq=Rittergut+Diepensee&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiwruaFr-bzAhU1RPEDHSmNC5YQ6AF6BAgEEAM#v=onepage&amp;amp;q=Rittergut%20Diepensee&amp;amp;f=false |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1416 war erneut von einem wüsten Dorf die Rede, von dem jedoch einige [[Hufe]]n an Adelige zur Nutzung verliehen wurden. Als eine der ersten Familien erschienen vor 1416 die von [[Britzke (Adelsgeschlecht)|Britzke]] zu [[Berlin-Britz|Britz]], denen zwei Hufen im wüsten Dorf &amp;#039;&amp;#039;czu Tieffensey&amp;#039;&amp;#039; zugesprochen waren. 1435 erhielt eine Frau Rathenow [[Leibgedinge]] aus sechseinhalb Hufen aus &amp;#039;&amp;#039;czu Tiefensee auff dem Teltow&amp;#039;&amp;#039;. 1438 war der Ort offenbar wieder besiedelt, denn es gab eine Dorfstätte mit Acker, Wiesen und Weiden, die jedoch verliehen waren. Sie gehörte der Familie Moller, die in diesem Jahr erstmals in den Dokumenten erschien. Sie hielten die andere Hälfte der Gerichtsbarkeit sowie des [[Kirchenpatronat]]s. Ihr Anteil kam an die Familie Mußlow, wurde danach kurfürstlich. Die von Britzke erweiterten ihren Besitz im Ort &amp;#039;&amp;#039;to Dypensehe&amp;#039;&amp;#039; auf 18 Hufen im Jahr 1473 und erhielten je ein halbes Ober- und Untergericht sowie die Hälfte des Kirchenpatronats. 1474 waren ein Hof sowie zwei Hufen verliehen – die Akten weisen aber auch aus, dass es „ungewiss“ sei, ob sie besetzt waren. Vor 1484 kam mit der Familie Milow zu Blankenfelde ein vierter Eigentümer hinzu. Sie veräußerten ihre Anteile von zwei Hufen auf der Feldmark&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Deutsche Grafen-Haeuser der Gegenwart in heraldischer, historischer und genealogischer Beziehung |Band=Zweiter Band. L - Z |Verlag=T. O. Weigel |Ort=Leipzig |Datum=1853 |Seiten=375–381 |Online=http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/7886066?query=Diepensee |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diepensee jedoch an die von [[Schlabrendorf (Adelsgeschlecht)|Schlabrendorf]] zu Beuthen bzw. zu Waßmannsdorf. Ihr Besitz wurde 1497 nochmals bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 16. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Um 1500 und 1527 war noch von einem Kirchdorf die Rede, allerdings gab es zu keiner Zeit Pfarrhufen, allerdings ein Kirchenpatronat. Bei [[Archäologie|archäologischen]] Ausgrabungen kam ein Fundament eines [[Sakralbau]]s zum Vorschein, dessen Geschichte bislang jedoch unklar blieb. Während der Schlabrendorfsche Anteil bis in das 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert Bestand hielt, wechselten die Eigentümer der übrigen Anteile vergleichsweise häufig. Vor 1539 traten die von Flans zu Altglienicke und Großmachnow auf, die den kurfürstlichen Anteil übernahmen und auf 12,5 Hufen ausdehnten. Sie erhielten vom Kurfürst weiterhin die Schäfereigerechtigkeit über die dazugehörigen Höfe. Von einer Schafzucht war im 16. und 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert jedoch kein Anzeichen mehr zu sehen. Außerdem erhielten sie Hälftig das Gut sowie das Patronat. Vor 1546 kamen aus dem Anteilsgut Rudow die Familien von [[Schlieben (Adelsgeschlecht)|Schlieben]], von Britzke, von Otterstädt, die von [[Hake (Adelsgeschlechter)|Hake]] sowie die von Heydekampf mit Hebungen von Höfen und Hufen zu Diepensee in den Ort. Die Naturalleistungen der Frau Rathenow wechselten vor 1559 an die Familie Bretschneider und gelangten in 1559 bis nach 1613 an Reiche zu [[Rotberg (Schönefeld)#Geschichte|Rotzis]] und Rangsdorf, die über achteinhalb abgabenbefreite Hufen verfügten. Die von Flans erhöhten 1571 ihren Besitz auf 14 Hufen, die von Britzke blieben nachweislich 1598 noch im Besitz der 18 Hufen nebst Rechte und Dienste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 17. und 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die Hebungen von Höfen und Hufen zu Diepensee aus dem Anteilsgut Rudow wurden 1618 nochmals bestätigt, ebenso die 14 Hufen derer von Flans im Jahr 1620. Vermutlich kamen hierbei jedoch die zwei Hufe aus dem einen Hof hinzu, die die Familie Liepe zu Waltersdorf 1474 erhalten hatte. Die von Britzke mussten hingegen ihren Anteil 1610 auf ein Viertel reduzieren, während drei Viertel vermutlich um 1600 an die von Schlabrendorf gingen. 1610 wurden ebenso die Anteile der Reiche von Rotzis nochmals bestätigt. Aus der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] ist bislang nichts bekannt – weder, ob es zu einem Eigentümerwechsel kam, noch in welcher Form die Bevölkerung von den massiven Kriegshandlungen betroffen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch dürften die Auswirkungen erheblich gewesen sein, denn erst 1704 erschien Diepensee erneut – als wüste Feldmark, die von verschiedenen Bauern und Rittergütern genutzt wurde. Dem [[Amt Köpenick]] gehörten dreieinhalb wüste Hufen, achteinhalb Hufen beim [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]] Rudow waren frei, ebenso drei wüste [[Kötter]]höfe. Das Amt hatte 1702 neben den wüsten Höfen ein Achtel des Ober- und Untergerichtes erhalten. Im Jahr 1753 hatten die von Schlabrendorf ihren Besitz mit den Flanschen Anteilen auf 31,5 Hufen ausgebaut. Sie hielten weiterhin ein Vorwerk und eine Kolonie. Ein Hufe gehörte einem Bauern zu Rudow, die verbliebenen 13 Hufen der Kammer zu [[Königs Wusterhausen]]. Sie plante, „ausländische“ kleine Ackerwirte anzusiedeln. 1761 heiratete der damalige Gutsherr auf Diepensee und Waßmannsdorf, Hans Karl August von Schlabrendorff eine Tochter aus dem Haus von Bismarck-Schönhausen, Dorothea Charlotte Wilhelmine. Schlabrendorff gehörte dem [[Johanniterorden]] an und war dessen [[Komtur (Amt)|Komtur]] zu Lagow.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg Schmidt |Titel=Das Geschlecht von Bismarck |Hrsg=Johannes Penzler |Sammelwerk=Geschichte des Fürsten Bismarck in Einzeldarstellungen. Familien-Chronik |Band=I. Band. 4. Kapitel |Nummer=Die Genealogie des Geschlechts |Verlag=Verlag von Eduard Trewendt |Ort=Berlin |Datum=1908 |Seiten=149 |Online=http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/8936034?query=Diepensee |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-69818-0003, Diepensee, Bäuerin mit Schweinen im Außengehege.jpg|mini|Bäuerin bei der Viehzucht, 1959]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1800 lebten im Dorf drei Büdner und zehn Einlieger; hinzu kam das Rittergut mit 41 Hufen. Insgesamt gab es in Diepensee 16 Feuerstellen (=Haushalte). 1823 übergaben die von Schlabrendorf ihren Anteil an eine Familie Büttner, die ihn wiederum 1836 an eine Familie Friedrich und von dort 1842 an eine Familie Heydemann weitergab. 1840 gab es das Rittergut und Kolonie mit zehn Häusern. 1858 gab es einen Gutseigentümer, einen Pächter, zehn Knechte und Mägde, 36 Tagelöhner und vier Bediente. Das Rittergut war 1849 Morgen groß. Im Dorf arbeiteten ein Schuhmachermeister, ein Beamter und ein Privatlehrer. 1860 war der Gebäudebestand auf 12 Wohnhäuser angewachsen. Hinzu kamen acht Wirtschaftsgebäude. Die Bewohner bewirtschafteten 1592 Morgen Acker, 209 Morgen Wald, 24 Morgen Wiese und 20 Morgen Gartenland. Mitte des Jahrhunderts war Gut Diepensee weiterhin in bürgerlicher Hand, der Besitzer hieß Heidemann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Hand-Matrikel der in sämmtlichen Kreisen des preussischen Staats auf Kreis- und Landtagen vertretenen Rittergüter. 1857 |Hrsg=[[Karl Friedrich Rauer|K. Fr. Rauer]] |Band=Provinz Brandenburg |Verlag=Selbstverlag des Autors |Ort=Berlin |Datum=1857 |Seiten=82 |Online=http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/2299733?query=Diepensee |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem 1879 erstmals amtlich publizierten Generaladressbuch der Rittergutsbesitzer der Provinz Brandenburg umfasste das kreistagsfähige Rittergut Diepensee 525 ha, davon 41 ha Wald. Als Eigentümer wird ein Leutnant Strousberg ausgewiesen. Zum Besitz gehörte damals eine Brennerei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedel |Titel=General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche. 1. Band: Das Königreich Preussen, Lfg. 1:Die Provinz Brandenburg |Verlag=Nicolaische-Verlags-Buchhandlung R. Stricker |Ort=Berlin |Datum=1879 |DOI=10.18452/377 |Seiten=260–261 |Online=https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/1029 |Abruf=2021-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Leutnant a. D. und Amtsvorsteher Strousberg übt auch seine Funktion als Kirchenpatron aus und finanziert 1882 das neue Harmonium der für Diepensee zuständigen Kirche in Waßmannsdorf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Amtsblatt der Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin 1882 |Hrsg=Königliche Regierung zu Potsdam |Nummer=21 |Verlag=Buchdruckerei von A. W. Hayn’schen Erben (C. Hayn, Hof-Buchdrucker) |Ort=Potsdam, Berlin |Datum=1882-05-26 |Seiten=210 |Online=https://books.google.de/books?id=ekwNAAAAIAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA210&amp;amp;dq=Leutnant+Strousberg+Diepensee&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiv5onarubzAhW0SPEDHewQDpYQ6AF6BAgIEAM#v=onepage&amp;amp;q=Leutnant%20Strousberg%20Diepensee&amp;amp;f=false |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Familie um Dr. [[Bethel Henry Strousberg]] waren hauptsächlich Eisenbahn-Industrielle, die sich neben Fabriken auch Güter, im Kreis Teltow neben Diepensee noch das benachbarte Dahlewitz, anzuschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Korfi |Titel=Dr. Bethel Henry Strousberg. Biografische Karakteristik |Sammelwerk=Monographie |Verlag=Verlag von G. Eichler |Ort=Berlin |Datum=1870 |Seiten=1–15 |Online=https://books.google.de/books?id=_KBSAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA13&amp;amp;dq=Rittergut+Diepensee&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiwruaFr-bzAhU1RPEDHSmNC5YQ6AF6BAgHEAM#v=onepage&amp;amp;q=Rittergut%20Diepensee&amp;amp;f=false |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Eigenvorhaben für Diepensee war eine große Gartenkolonie geplant.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Rigasche Stadtblätter für das Jahr 1870 |Hrsg=R. Asmuß |Sammelwerk=Stadtjournal der literärisch-praktischen Bürger-Verbindung |Auflage=61. Jahrgang |Verlag=Gedruckt bei Wilhelm Ferdinand Häcker |Ort=Riga |Datum=1871 |Seiten=116–117 |Online=https://books.google.de/books?id=QKAtAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA117&amp;amp;dq=Rittergut+Diepensee&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiF2Ye2sebzAhXlRPEDHSe1DZY4ChDoAXoECAUQAw#v=onepage&amp;amp;q=Rittergut%20Diepensee&amp;amp;f=false |Abruf=2021-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde Diepensee nach Waßmannsdorf eingepfarrt und gehört seit 1899 zu Schönefeld. Grundbesitzer um die diese Jahrhundertwende war der Ingenieur George Barcley-Bruce, auf 536 ha. Der ständige Besitzerwechsel bringt keine richtige Stabilität für den Ort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Ellerholz, E. Kirstein, Traug. Müller, W. Gerland, Georg Volger |Titel=Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche. Mit Angabe sämmtlicher Güter, ihrer Qualität, ihrer Grösse und ihres Grundsteuer-Reinertrages, ihrer Besitzer, ihrer Pächter |Sammelwerk=Nach amtlichen und authentischen Quellen bearbeitet |Band=I. Das Königreich Preussen |Nummer=I. Lieferung, Provinz Brandenburg |Auflage=3 |Verlag=Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker |Ort=Berlin |Datum=1896 |Seiten=256–257 |Online=https://www.digi-hub.de/viewer/image/BV043879596/316/ |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 waren es nur noch neun Häuser, während 1931 in der Statistik bereits wieder 16 Wohnhäuser ausgewiesen waren. Bereits vor 1903&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Eckstein |Titel=Die Fischerei-Verhältnisse der Provinz Brandenburg zu Anfang des 20. Jahrhunderts |Hrsg=Im Auftrage des Fischerei-Vereins für die Provinz Brandenburg |Band=1 |Verlag=[[Gebrüder Borntraeger Verlagsbuchhandlung|Gebrüder Borntraeger]] |Ort=Berlin |Datum=1903 |Seiten=154 |Online=https://www.google.de/books/edition/Die_Fischerei_Verh%C3%A4ltnisse_der_Provinz/SRlMAQAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;bsq=Karl+Wrede+Diepensee&amp;amp;dq=Karl+Wrede+Diepensee&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=2021-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist das Gut Diepensee Teil des Rittergutes Schönefeld.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Niekammer’s Güter-Adressbücher. Band VII. Brandenburg. Güter-Adressbuch für die Provinz Brandenburg. Verzeichnis sämtlicher Güter mit Angabe der Guts-Eigenschaft, des Grundsteuer-Reinertrages, der Gesamtfläche und des Flächeninhalts der einzelnen Kulturen |Hrsg=Paul Niekammer |Sammelwerk=Handbuch der Königlichen Behörden der Provinz. Nach amtlichen und Quellen auf Grund direkter Angaben bearbeitet |Auflage=1 |Verlag=Niekammer |Ort=Stettin |Datum=1907-08-01 |Seiten=86–87 |Online=https://martin-opitz-bibliothek.de/de/elektronischer-lesesaal?action=book&amp;amp;bookId=0010141-1-1907#lg=1&amp;amp;slide=159 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor der großen Weltwirtschaftskrise wurde das Rittergut vom Verwalter Pahn geleitet. Eigentümer blieb Major Karl Wrede auf Schönefeld.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://blha-recherche.brandenburg.de/detail.aspx?ID=329510 Kaufvertrag vom 11. Febr./25. Febr. 1912 mit dem Rittergutsbesitzer Karl Wrede in Diepensee über 1,2895 ha der Gemarkung Grünau; 1912-1913 (Akte)], Hrsg. [[Brandenburgisches Landeshauptarchiv|BLHA]] 2A III F 8178.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ließ seine Schönefelder Brennrechte auf die Brennerei Diepensee übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Niederschriften über die Vollsitzungen des Reichsrats 1922 |Nummer=Verlagsarchiv 7671 |Verlag=Carl Heymanns Verlag |Ort=Berlin |Datum=1922-09-15 |Seiten=297 |Online=https://www.google.de/books/edition/Niederschriften_%C3%BCber_die_Vollsitzungen/MStVAAAAYAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Karl+Wrede+Diepensee&amp;amp;pg=PA297&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Flächenumfang gibt das Landwirtschaftliche Adressbuch für die Provinz Brandenburg 574 ha an. Kern des Betriebs ist die landwirtschaftliche Seite, in den Ställen stehen 117 Milchkühe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht, GF Hogrefe |Titel=Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band VII. Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg 1929. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20&amp;amp;nbsp;ha aufwärts |Sammelwerk=Mit Unterstützung von Staats- und Kommunalbehörden, sowie des Brandenburgischen Landbundes zu Berlin, sowie der Kreislandbünde |Nummer=Letzte Ausgabe-Niekammer-Reihe |Auflage=4 |Verlag=Verlag Niekammer’s Adreßbücher G.m.b.H. |Ort=Leipzig |Datum=1929 |Seiten=119 |Online=https://martin-opitz-bibliothek.de/de/elektronischer-lesesaal?action=book&amp;amp;bookId=0010141-4-1929#lg=1&amp;amp;slide=160 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wrede war geschäftstüchtig und betrieb des Weiteren eine eigene Dampfziegelei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Thonindustrie-Zeitung. Organ der Ziegelei-Genossenschaft |Hrsg=Chemisches Laboratorium für Thonindustrie. Prof. Dr. H. Seger. E. Cramer. Verein deutscher Fabriken feuerfester Produkte |Sammelwerk=Wochenschrift |Nummer=10 |Auflage=20. Jahrgang |Verlag=Druck von Zühlke &amp;amp; Paritschke |Ort=Berlin |Datum=1896-03-07 |Seiten=169 |Online=https://www.google.de/books/edition/Tonindustrie_Zeitung_und_Keramische_Rund/7mogAQAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Karl+Wrede+Sch%C3%B6nefeld&amp;amp;pg=RA5-PA169&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=2021-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wohnsitz seiner Familie war nicht sein Hauptgut Schönefeld, sondern Diepensee, welches faktisch eigentlich als Ort nur aus dem Gutsbezirk bestand. In Diepensee lebten im Jahre 1927 genau 201 Personen, davon 97 weiblich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Adreßbuch des Kreises Teltow 1927 |Hrsg=Landratsamt Teltow mit Sitz in Berlin |Nummer=Online-Ausgabe. Potsdam: Stadt - und Landesbibliothek Potsdam (2018) |Verlag=Rob. Rohde G.m.b.H. |Ort=Berlin |Datum=1927 |Seiten=140 |Online=https://d-nb.info/1124701982 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 war im Ort lediglich ein landwirtschaftlicher Betrieb mit einer Fläche von mehr als 100 Hektar vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden 467 Hektar enteignet und davon 279 Hektar aufgeteilt. Elf Bauern erhielten zusammen gerade einmal fünf Hektar Land, ein Betrieb zwei Hektar, 41 Betriebe zusammen 272 Hektar. 1953 gründete sich eine [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]] vom Typ I, die 1958 in einen Typ III umgewandelt wurde. Sie hatte 31 Mitglieder und bewirtschaftete 112 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. 1960 gründete sich ein [[Volkseigenes Gut|VEG]] Diepensee mit 96 Beschäftigten. Er wurde 1969 zu einem Betriebsteil des Kombinats Waßmannsdorf. Weiterhin gab es eine LPG Typ III mit 36 Mitgliedern und 187 Hektar Fläche sowie eine LPG Typ I mit zehn Mitgliedern und 71 Hektar Fläche. 1973 gründete sich die [[Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion]]. 1975 schlossen sich die LPG in Diepensee Typ III mit den LPGn in Kiekebusch und Rotberg mit Sitz in Rotberg zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprüngliche Ort Diepensee lag ca. 7&amp;amp;nbsp;km nordwestlich seiner heutigen Stelle ({{Coordinate|text=ICON0|NS=52/22/2.586019/N|EW=13/31/11.4077/E|type=city|name=Diepensee (alt)|region=DE-BB}}) und gehörte als selbstständige Gemeinde seit dem 26. Juni 1992 dem [[Amt Schönefeld]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Bildung des Amtes Schönefeld. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 23. Juni 1992. |Sammelwerk=Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg |Band=3. Jahrgang |Nummer=47 |Datum=1992-07-10 |Seiten=894}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stele Diepensee BER 14330.jpg|mini|hochkant|Erinnerungsstein an den Ort Diepensee im Bereich des BER]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Koenigs Wustehausen Diepensee Gemeinschaftshaus.jpg|mini|Das Gemeinschaftshaus im neuen Diepensee]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Diepensee Hoherlehmer Straße Feuerwehr.jpg|mini|Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr]]&lt;br /&gt;
Nach der Auflösung des [[Amt Schönefeld|Amtes Schönefeld]] am 26. Oktober 2003&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Der Präsident des Landtages Brandenburg |Titel=Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.&amp;amp;nbsp;GemGebRefGBbg) |Sammelwerk=Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg. Teil I – Gesetze |Nummer=5 |Verlag=Brandenburgische Universitätsdruckerei und Verlagsgesellschaft |Ort=Potsdam |Datum=2003-03-24 |Seiten=93 |Online=http://bravors.brandenburg.de/de/gesetze-211681 |Abruf=2017-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde die damalige Gemeinde Diepensee von der nun amtsfreien Gemeinde [[Schönefeld]] mitverwaltet. Durch den Bau des [[Flughafen Berlin Brandenburg|Flughafens Berlin Brandenburg]] wurden die damals 335 Einwohner des Ortes bis zum Dezember 2004 in den komplett neu gebauten Ort Diepensee nördlich des Ortsteils [[Deutsch Wusterhausen]] der Stadt Königs Wusterhausen umgesiedelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürgen Schwenkenbecher |Titel=Umsiedlungsvertrag garantiert weitreichende Rechte: Umzügler aus Diepensee sollen auf nichts verzichten müssen |Sammelwerk=Berliner Zeitung |Datum=1999-06-23 |ISSN=0947-174X |Online=http://www.berliner-zeitung.de/umsiedlungsvertrag-garantiert-weitreichende-rechte-umzuegler-aus-diepensee-sollen-auf-nichts-verzichten-muessen-16709620 |Abruf=2017-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürgen Schwenkenbecher |Titel=Am nächsten Sonntag hört die Gemeinde offiziell auf zu existieren: Im April zieht auch der Friedhof aus Diepensee weg |Sammelwerk=Berliner Zeitung |Datum=2004-02-24 |Online=http://www.berliner-zeitung.de/am-naechsten-sonntag-hoert-die-gemeinde-offiziell-auf-zu-existieren-im-april-zieht-auch-der-friedhof-aus-diepensee-weg-15778496 |Abruf=2017-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gemeinde Diepensee war bereits zu dem Zeitpunkt, an dem sich drei Viertel der dort am 30. Juni 2002 gemeldeten Einwohner mit Hauptwohnsitz umgesiedelt hatten, aufgelöst worden. Dieses Kriterium war am 29. Februar 2004 erreicht, sodass das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Teil der Gemeinde Schönefeld und Rechtsnachfolger der aufgelösten Gemeinde die Stadt Königs Wusterhausen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Der Präsident des Landtages Brandenburg |Titel=Gesetz über die Auflösung der Gemeinde Diepensee vom 24. März 2003 |Sammelwerk=Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg. Teil I – Gesetze |Band=14. Jahrgang |Nummer=5 |Verlag=Brandenburgische Universitätsdruckerei und Verlagsgesellschaft |Ort=Potsdam |Datum=2003-03-27 |Online=http://bravors.brandenburg.de/de/gesetze-211683 |Abruf=2017-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge der Neugestaltung der Gemeinde wurde auch der Friedhof verändert. Die Mauer besteht aus Steinen des alten Gutshofes, der 1897 erbaut wurde, das Tor stammt aus dem Jahr 1916. Im nördlichen Bereich befindet sich ein Gemeinschaftsgrab Diepenseer Bürger, die nicht einzeln umgebettet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Informationstafel am Friedhof, April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Ausgrabungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Diepensee Findling 2004.jpg|mini|Findling in der Ortsmitte]]&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Verlegung des Ortes wurden umfangreiche archäologische Ausgrabungsarbeiten durchgeführt. Wie jedes Großbauprojekt musste auch die [[Flughafen Berlin Brandenburg GmbH|Flughafengesellschaft]] mit dem Bau des [[Flughafen Berlin Brandenburg|BER]] die Auflage nach dem Landesdenkmalschutzgesetz befolgen. Diese schrieb vor, die Dokumentation der von Zerstörung betroffenen [[Bodendenkmal]]e auf dem Baugebiet zu finanzieren. Unter Leitung des [[Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum|BLDAM]] wurde hier das größte Ausgrabungsvorhaben der Region betreut. Insbesondere die Umsiedlung der Ortslage Diepensee ermöglichte eine zweijährige Erforschung der 14&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] großen Fläche. Dabei kam das [[mittelalter]]liche &amp;#039;&amp;#039;Dypensey&amp;#039;&amp;#039;, dessen Geschichte bislang weitgehend unbekannt war, sehr gut erhalten zutage. Die [[Rekonstruktion]] ergab ein komplettes [[Angerdorf]] des 13. und 14. Jahrhunderts mit einer Dorf[[befestigung]] und zwei –&amp;amp;nbsp;den [[Anger]] mit dem Tiefen See umschließenden&amp;amp;nbsp;– Straßen. Besonders überraschend waren zahlreiche Hauskeller aus [[Feldstein (Baumaterial)|Feldsteinen]] und der Grundriss einer kleinen [[Dorfkirche]] sowie der Friedhof mit über 400 Gräbern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2005 wurde überraschend auch der Friedhof des mittelalterlichen Diepensee entdeckt und vollständig ausgegraben. Mit mindestens 485 Individuen lag erstmals eine komplette Skelettserie aus der Zeit vom frühen 13. bis Mitte des 14. Jahrhunderts im Land Brandenburg vor. Die Skelette wurden von der [[Anthropologie|Anthropologin]] [[Bettina Jungklaus]] untersucht. Die meisten der Bestatteten starben im Alter von 40–59 (23 %), gefolgt von Kleinkindern bis zu 7 Jahren (21 %), was für eine gewachsene, vorindustrielle Bevölkerung charakteristisch ist. Frauen starben gehäuft als Jungerwachsene, Männer häufig im fortgeschrittenen Alter. Auffällig war ein hoher Anteil Jugendlicher, was auf Pest oder eine andere Infektionserkrankung in Diepensee hinweisen könnte. Die Kindersterblichkeit war für mittelalterliche Verhältnisse mit 33 % mäßig hoch. Die Lebenserwartung von knapp 30 Jahren war eher hoch. Im mittelalterlichen Diepensee war die Belastung mit [[Zahnkaries]] vergleichsweise gering. Das verweist darauf, dass die mittelalterlichen Diepenseeer eine Mischkost aus Getreide- und Milchprodukten mit mäßigem Fleischanteil zu sich nahmen.&amp;amp;nbsp;Anzeichen für Mangelernährung und körperliche Belastung waren selten. Kinder im Alter von drei bis sechs [[Paläopathologie|wiesen jedoch]] Zeichen für Blutarmut (Cribra orbitalia) und Wachstumsstörungen (Schmelzhypoplasien und [[Harris-Linien]]) auf. Kinder dieser Altersspanne unterlagen also Fehlernährung und Infektionsrisiken, überlebten diese Phase jedoch recht gut. Die Gelenke und Wirbel zeigten eine für die harte Arbeit im bäuerlichen Lebensumfeld typische Belastung durch [[Degeneration|degenerative]] Veränderungen. Die Beine der Männer waren stärker belastet als die der Frauen, was auf eine Arbeitsteilung hindeutete. Insgesamt zeichnete sich ein Bild von Diepensee als ein Dorf der mittelalterlichen Mark Brandenburg mit günstigen Lebensumständen für die Bewohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.anthropologie-jungklaus.de/projekt.php?id=Diepensee |titel=Projekt Diepensee |werk=anthropologie-jungklaus.de |abruf=2017-06-04 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170909005629/http://www.anthropologie-jungklaus.de/projekt.php?id=Diepensee |archiv-datum=2017-09-09 |offline=ja |archiv-bot=2023-12-12 16:58:41 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Bettina Jungklaus]] |Hrsg=Archäologische Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e. V. in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum und dem Landesdenkmalamt Berlin |Titel=Nicht schlecht gelebt: anthropologische Ergebnisse vom Friedhof des mittelalterlichen Diepensee, Lkr. Dahme-Spreewald |Sammelwerk=Archäologie in Berlin und Brandenburg |Verlag=Konrad Theiss Verlag |Ort=Darmstadt |Datum=2006 |ISSN=0948-311X |Seiten=102-105}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Bettina Jungklaus]] |Hrsg=[[Felix Biermann]] |Titel=Sit tibi terra levis – „Die Erde möge Dir leicht sein“. Sonderbestattungen auf dem Friedhof des mittelalterlichen Diepensee, Lkr. Dahme-Spreewald |Sammelwerk=&amp;quot;Die Dinge beobachten...&amp;quot; Archäologische und historische Forschungen zur frühen Geschichte Mittel- und Nordeuropas. Festschrift für Günter Mangelsdorf zum 60. Geburtstag |Ort=Rahden |Datum=2008 |ISBN=978-3-89646-462-0 |Seiten=379-387}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Bettina Jungklaus]] |Hrsg=Gisela Grupe |Titel=Palaeodemographical and palaeopathological aspects of the comprehensively documented late medieval village population at Diepensee (Brandenburg) |Sammelwerk=Limping together through the ages: joint afflictions and bone infections |Ort=Rahden |Datum=2008 |ISBN=978-3-89646-621-1 |Seiten=81-118}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Bettina Jungklaus]] |Titel=Ein kompletter Dorffriedhof aus dem späten Mittelalter: Diepensee – ein Glücksfall für die Anthropologie |Sammelwerk=Einsichten – Archäologische Beiträge für den Süden des Landes Brandenburg 2006/2007 – Arbeitsberichte zur Bodendenkmalpflege in Brandenburg 2006/2007 |Band=Heft 18 |Verlag=Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum |Ort=Wünsdorf |Datum=2008 |ISBN=978-3-910011-50-2 |Seiten=123-131}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Blandine Wittkopp]], Susanne Hanik, [[Bettina Jungklaus]], Dirk Sudhaus |Titel=Diepensee – Wüstungsprozess unter der Lupe |Sammelwerk=Archäologie in Deutschland |Nummer=4 |Verlag=Konrad Theiss Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2011 |ISSN=0176-8522 |Seiten=30-33}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Bettina Jungklaus]] |Titel=Harte Arbeit für die Bauern in Brandenburg – Degenerative Gelenkveränderungen in der spätmittelalterlichen Population von Diepensee (Lkr. Dahme-Spreewald) |Sammelwerk=Beiträge zur Archäozoologie und Prähistorischen Anthropologie |Band=VIII |Verlag=Beier &amp;amp; Beran |Ort=Langenweißbach |Datum=2011 |ISBN=978-3-941171-55-8 |Seiten=147-154}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Bettina Jungklaus]] |Titel=Von Arthrosen geplagt. Die Arbeitsbelastung der Bauern aus Diepensee, Lkr. Dahme-Spreewald |Sammelwerk=Archäologie in Berlin und Brandenburg |Verlag=[[Konrad Theiss Verlag]] |Ort=Darmstadt |Datum=2010 |ISSN=0948-311X |Seiten=120-122}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;19&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| Einwohnerentwicklung in Diepensee von 1772 bis 1971&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr || 1772 || 1801 || 1817 || 1840 || 1858 || 1895 || 1925 || 1939 || 1946 || 1964 || 1971&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 54 || 68 || 52 || 76 || 117 || 125 || 210 || 202 || 328 || 403 || 435&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Ortsvorsteher ist Michael Gleißner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.koenigs-wusterhausen.de/757140/Ortsvorsteher |titel=Ortsvorsteher |hrsg=Stadt Königs Wusterhausen |datum=2019-02-14 |abruf=2019-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Diepensee lag an der 1868 eröffneten „Gutsbahn Diepensee“ (später „Henschelbahn“). Nahe des alten Ortes Diepensee verläuft die [[Bahnstrecke Glasower Damm Ost–Bohnsdorf Süd]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Lieselott Enders]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ortslexikon für Brandenburg: Teltow&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ortslexikon für Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;. Band 4). Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1976.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Udo Haase, Michael Pilz&lt;br /&gt;
   |Titel=Diepensee. Ein Dorf siedelt um&lt;br /&gt;
   |Verlag=be.bra wissenschaft verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2003&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-937233-03-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Sabine Eickhoff&lt;br /&gt;
   |Titel=Zwischenlandung im Mittelalter. Archäologie für den Hauptstadtflughafen BBI. Die Ausgrabungen in Diepensee – Ausstellung der Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH und des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums in der Airportworld BBI in Berlin-Schönefeld vom 23. März bis 30. Juni 2006&lt;br /&gt;
   |Verlag=Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum&lt;br /&gt;
   |Ort=Wünsdorf&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-910011-41-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/landschleicher/beitraege/dahme-spreewald/diepensee.html Diepensee] in der RBB-Sendung Landschleicher vom 27. Mai 2018&lt;br /&gt;
* [http://www.thiloschmidt.de/admin/files/dlrdiep.mp3 Im Schatten des Flughafens. Das alte und das neue Diepensee.] (55 Minuten, mp3), Hörfunk-Feature von [[Thilo Schmidt]] in [[Deutschlandfunk Kultur]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Königs Wusterhausen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4764250-6|LCCN=n2005026811|VIAF=154979731}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Dahme-Spreewald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Königs Wusterhausen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Dahme-Spreewald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1375]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2004]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
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