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	<title>Diegese - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T20:15:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diegese&amp;diff=345610&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Blondbaer06: /* Beispiele der homo- und heterodiegetischen Erzählungen */</title>
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		<updated>2025-07-11T08:32:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beispiele der homo- und heterodiegetischen Erzählungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diegese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|diégèse}}, nach {{grcS|διήγησις|dihegesis}}‚ Erzählung, Erörterung, Ausführung) ist ein analytisches Konzept der [[Erzähltheorie]], welches erläutert, ob sich Bestandteile der Erzählform innerhalb oder außerhalb der erzählten Welt befinden (Erzählebene).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ist eine Abwandlung der altgriechischen [[Diegesis]], die eine erzählende Rede bezeichnet, im Gegensatz zur [[Mimesis]]. Die Diegese muss aber deutlich von der Diegesis unterschieden werden. Laut [[Gérard Genette]] ist {{&amp;quot; |Text=die Diegese (…) eher ein ganzes Universum als eine Verknüpfung von Handlungen. Sie ist mithin nicht die Geschichte, sondern das Universum, in dem sie spielt}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gérard Genette]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Erzählung.&amp;#039;&amp;#039; Fink Verlag, München 1998, S. 201f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Étienne Souriau]] beinhaltet sie {{&amp;quot; |Text= alles, was sich laut der (…) präsentierten Fiktion ereignet und was sie impliziert, wenn man sie als wahr ansähe.}}&amp;lt;ref&amp;gt;[[Étienne Souriau]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Struktur des filmischen Universums und das Vokabular der Filmologie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Montage/AV&amp;#039;&amp;#039;, 6.&amp;amp;nbsp;Februar 1997, S. 156.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kunstgeschichte wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Diegese&amp;#039;&amp;#039; im Rahmen der [[Rezeptionsästhetik]] verwendet. Er behandelt die Frage, in welcher Art und Weise die Dinge und Personen der innerbildlichen Kommunikation zueinander in Beziehung treten (den Betrachter ein- oder aber scheinbar ausschließend). Sie gibt Auskunft über die Anordnung der Handlungsträger auf der Bildfläche und/oder im perspektivischen Raum, die Position, die sie zueinander und zum Betrachter einnehmen ([[Deixis|deiktische]] Einrichtung des Werks).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 kreierte [[Anne Souriau]] im Rahmen einer Arbeitsgruppe zur [[Ästhetik]] am Institut der Filmologie an der [[Universität von Paris|Université de Paris]] einen Begriff, den ihr Vater [[Étienne Souriau|Étienne]] zu Beginn des Semesters 1950/51 dann erstmals im Rahmen einer Vorlesung über &amp;#039;&amp;#039;Die Struktur des filmischen Universums und das Vokabular der Filmologie&amp;#039;&amp;#039; der akademischen Öffentlichkeit präsentierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Étienne&amp;quot;&amp;gt;Souriau gibt in seinem Aufsatz von 1951, in dem er den Terminus erstmals erwähnt, keine Hinweise auf dessen Ursprung. Étienne Souriau: &amp;#039;&amp;#039;Vocabulaire d’esthétique&amp;#039;&amp;#039;. Presses universitaires, Paris 1990, S.&amp;amp;nbsp;581.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er lehnt sich an [[Platon]]s Unterscheidung von &amp;#039;&amp;#039;[[Mimesis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Diegesis]]&amp;#039;&amp;#039; in dessen Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Politeia]]&amp;#039;&amp;#039; an, unterscheidet sich aber deutlich davon. &amp;#039;&amp;#039;Diégèse&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet nach Souriau das raumzeitliche Universum, welches ein erzählender [[Text]], ein [[Drama]] oder ein [[Film]] eröffnet (&amp;#039;&amp;#039;l’univers d’une œuvre, le monde qu’elle évoque et dont elle représente une partie&amp;#039;&amp;#039; – „Das Universum eines Werks; die Welt, die es erzeugt und von der es einen Ausschnitt zur Darstellung bringt“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anne Souriau geht noch weiter und behauptet: „Das Wort Diegese betrifft alle Künste, in denen man etwas repräsentiert ([[Kino]], [[Theater]], gegenständliches [[Ballett]], [[Literatur]], [[Malerei]] und repräsentative [[Plastik (Kunst)|Plastik]], [[Programmmusik]] etc.)“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Étienne&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem bei der Analyse von [[Filmmusik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Claudia Bullerjahn]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Wirkung von Filmmusik.&amp;#039;&amp;#039; (4., unveränderte Edition) Wißner-Verlag, Augsburg 2019, ISBN 3-95786-183-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Unterscheidung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;diegetisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nichtdiegetisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;diegetisch-extradiegetisch&amp;#039;&amp;#039;) seither häufig verwendet (Klingt die Musik in der Handlung oder steht sie außerhalb?). Zum Beispiel: Eine Hintergrundmusik ist nichtdiegetisch, eine von sichtbaren Instrumenten gespielte (oder aus sichtbaren Lautsprechern klingende) Musik diegetisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Filmbegriffe. Universität Kiel, [[Hans Jürgen Wulff]]: &amp;#039;&amp;#039;Diegetischer Ton.&amp;#039;&amp;#039; 13. Oktober 2012 [https://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&amp;amp;tag=det&amp;amp;id=5823]; Inzidenzmusik. 13. Oktober 2012 [https://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&amp;amp;tag=det&amp;amp;id=1435]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Diegetische Musik. 15. Dezember 2020 ([https://swissfilmmusic.ch/wiki/Diegetische_Musik] auf swissfilmmusic.ch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterscheidungen dieser Art sind jedoch für alle Elemente einer Erzählung zentral: Dass ein Erzähler oder eine Kamera ein [[Detail]] aus einem [[Kontext (Sprachwissenschaft)|Zusammenhang]] heraushebt, hat nichts mit der erzählten Welt zu tun, sondern mit der Welt des Erzählers, der sich für etwas Bestimmtes interessiert und dies weitervermittelt. Das Detail gehört zur erzählten Welt, seine Hervorhebung nicht. Jede Erzählung enthält diegetische und nichtdiegetische Bestandteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Intermedialität]]sforschung wird die Unterscheidung diegetisch-nichtdiegetisch häufig mit der Unterscheidung „technisches Verfahren“ – „menschliche Zutat“ gleichgesetzt, z.&amp;amp;nbsp;B. bei einem „nichtdiegetischen“ [[Liveübertragung|Live]]-Kommentar zu einer „diegetischen“ Aufzeichnung. Dabei bleibt oft unberücksichtigt, dass technische Verfahren Konventionen von Beobachtern sind, die noch keine Informationen über ein Beobachtetes enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Jürgen Wulff: &amp;#039;&amp;#039;Diegese.&amp;#039;&amp;#039; Lexikon der Filmbegriffe, 20. Dezember 2012&lt;br /&gt;
([https://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&amp;amp;tag=det&amp;amp;id=122] auf filmlexikon.uni-kiel.de)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzähltheoretiker [[Gérard Genette]] hat den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Diegese&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen und weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele der homo- und heterodiegetischen Erzählungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während bei den homodiegetischen Erzählungen der Erzähler in der Geschichte als Figur vorkommt –, gewissermaßen auf der Ebene der Geschichte, der Diegesis, als handelnde Instanz –, verwirklicht sich der Erzähler in der heterodiegetischen Erzählung, auf Ebene der Erzählung, der Exegesis als Erzählinstanz. Er ist nicht selber als Ereignisträger in der Geschichte beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Frank Zipfel]]: &amp;#039;&amp;#039;Fiktion, Fiktivität, Fiktionalität. Analysen zur Fiktion in der Literatur und zum Fiktionsbegriff in der Literaturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Erich Schmidt, Berlin 2001, ISBN 3-503-06111-8, S.&amp;amp;nbsp;131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Unterscheidung zwischen Texten ist die der Faktualität und der Fiktivität. Faktuale Texte sind in ihrem Erzählen wesentlich bestimmt von [[assertiv]]en Sprachhandlungen. Obgleich fiktionale Erzählungen größtenteils auch aus Behauptungssätzen bestehen, entspricht ihnen, im Gegensatz zu den faktualen Texten, jedoch kein Geschehen. Das bedeutet, der Text muss eine exakte, nachvollziehbare und verifizierte Wiedergabe von [[Tatsache]]n abbilden. Der [[Duktus (Sprachwissenschaft)|Duktus]] ist in sachlicher, objektiver Darstellung gehalten, der in klarer Abfolge über die verschiedenen Aspekte des Gegenstands, über Tatsachen informiert. Fiktionale Erzählungen handeln von nicht-wirklichen Geschehen, insbesondere von nicht-wirklichen Ereignisträgern. Der Autor als Produzent des fiktionalen Textes stellt somit Behauptungen, assertive Sprachhandlungen auf, von Ereignissen, die nicht existieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Frank Zipfel]]: &amp;#039;&amp;#039;Fiktion, Fiktivität, Fiktionalität. Analysen zur Fiktion in der Literatur und zum Fiktionsbegriff in der Literaturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Erich Schmidt, Berlin 2001, ISBN 3-503-06111-8, S.&amp;amp;nbsp;116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Geschichten wie auch Geschehen sind aus Ereignissen aufgebaut. Ereignisse sind Zustandsveränderungen über einen [[Zeitintervall|Zeitraum]]. Begrifflich wird bei einem Ereignis differenziert als eine auffällige (markierte) Zustandsänderung und einem Geschehen als eine unauffällige (unmarkierte) Zustandsänderung.&amp;lt;ref&amp;gt; Silke Lahn, Jan Christoph Meister: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Erzähltextanalyse.&amp;#039;&amp;#039; 3., aktualisierte Auflage. J.B. Metzler, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-476-02598-2, S.&amp;amp;nbsp;216–218.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele faktual homodiegetischen Erzählens ===&lt;br /&gt;
Etwa im [[Autobiografie|autobiografischen]] Schreiben:&lt;br /&gt;
* [[Tagebuch|Tagebücher]]&lt;br /&gt;
* [[Reisebericht|Reiseberichte]]&lt;br /&gt;
* Autobiografien&lt;br /&gt;
* [[Arztbrief]]e etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele faktual heterodiegetischen Erzählens ===&lt;br /&gt;
Hier berichtet der Erzähler aus der [[Erzählperspektive|Perspektive]] des „unbeteiligten Beobachters“:&lt;br /&gt;
* journalistische Texte&lt;br /&gt;
* [[Narrativ (Sozialwissenschaften)|narrative]] Geschichtsschreibung&lt;br /&gt;
* juristische Protokolle&lt;br /&gt;
* archäologische Grabungsberichte&lt;br /&gt;
* [[Hauptverhandlungsprotokoll|Hauptverhandlungsprotokolle]] etc.&lt;br /&gt;
* Wissenschaftstexte&lt;br /&gt;
* Lexikonartikel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele fiktional homodiegetischen Erzählens ===&lt;br /&gt;
In fiktionalen homodiegetischen Erzähltexten ist der fiktive Erzähler, die Erzählinstanz, als Figur in der Geschichte präsent:&lt;br /&gt;
* fingierte bzw. fiktionale Tagebücher, Reiseberichte, Biografien&lt;br /&gt;
* Romane etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele fiktional heterodiegetischen Erzählens ===&lt;br /&gt;
Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass der Erzähler als Figur in der Erzählung nicht vorkommt, abwesend ist:&lt;br /&gt;
* fingierte bzw. fiktionale Reiseerlebnisse&lt;br /&gt;
* Romane&lt;br /&gt;
* Märchen etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Terminologie nach Genette ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Diegetisch&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;intradiegetisch&amp;#039;&amp;#039; ist nach [[Gérard Genette]] alles zu nennen, was zur erzählten Welt gehört. Ein Text kann mehr als eine diegetische Ebene haben, in der Regel benennt man mit &amp;#039;&amp;#039;Diegese&amp;#039;&amp;#039; jedoch die Elemente der Haupthandlung, sofern sich eine solche bestimmen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Erzählebenen“ können aufeinander aufbauen, so dass eine [[Hierarchie]] entsteht. Um verschiedene Ebenen voneinander trennen zu können, führt Genette relationale Begriffe ein:&lt;br /&gt;
* Die der Diegese vorgelagerte Erzählebene, also zum Beispiel [[Rahmenhandlung]]en, nennt er &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;extradiegetisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Die eigentliche Diegese oder Erzählung, die Ebene, auf der die Figuren handeln, nennt Genette zur besseren Unterscheidung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;intradiegetisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Wenn wiederum in die Intradiegese Erzählungen eingelagert werden, spricht man von Binnen-Erzählungen; Genette nennt diese Ebene &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;metadiegetisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die verschiedenen „Erzählerpositionen“ macht Genette an ihrem Verhältnis zur Diegese fest.&lt;br /&gt;
* Ist der Erzähler gleichzeitig eine (Neben-)Figur der Handlung, nennt er die Erzählerposition &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;homodiegetisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Ist der Erzähler sogar [[Protagonist]] der Handlung, ist die Erzählposition als Sonderfall der homodiegetischen Position &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;autodiegetisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu nennen.&lt;br /&gt;
* Kommt der Erzähler in der Handlung selbst nicht vor, ist seine Position als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;heterodiegetisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen der Erzählebenen und der Erzählerpositionen sind unabhängig voneinander. Eine Figur kann auf verschiedenen Ebenen auch unterschiedliche Erzählpositionen einnehmen:&lt;br /&gt;
Ein Erzähler, der auf der extradiegetischen Ebene autodiegetisch erzählt, also eine Geschichte berichtet, in der er selbst die Hauptperson ist, kann innerhalb dieser erzählten Geschichte, der &amp;#039;&amp;#039;(Intra-)Diegese&amp;#039;&amp;#039;, wiederum eine Geschichte berichten (Metadiegese), in der er aber nicht vorkommt, also auf intradiegetischer Ebene ein heterodiegetischer Erzähler der metadiegetischen Ebene sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Terminologie nach Souriau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Souriau steht die Diegese bzw. das Diegetische als eigene Dimension des filmischen Universums neben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* dem Afilmischen (die „unabhängig von den kinematographischen Tatsachen“ existierende Wirklichkeit);&lt;br /&gt;
* dem Profilmischen (die gefilmte „objektive Wirklichkeit“);&lt;br /&gt;
* dem Filmographischen („alle Aspekte des fertig gezogenen Filmstreifens“);&lt;br /&gt;
* dem Filmophanischen („alles, was sich während der audiovisuellen Projektion des Films ereignet“);&lt;br /&gt;
* dem Kreatoriellen („alles, was die Hervorbringung des Werks betrifft“);&lt;br /&gt;
* sowie dem Spektatoriellen („alles, was sich subjektiv im Geist des Zuschauers ereignet“).&amp;lt;ref&amp;gt;Étienne Souriau: &amp;#039;&amp;#039;Die Struktur des filmischen Universums und das Vokabular der Filmologie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Montage/AV&amp;#039;&amp;#039;, 6/2/1997, S. 156 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Theorien ==&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Theorie zur Differenzierung der Handlungsrahmen, die er &amp;#039;&amp;#039;frames&amp;#039;&amp;#039; nennt, hat der amerikanische Soziologe [[Erving Goffman]] um etwa [[1960]] entwickelt. Er trennt jedoch nicht zwischen [[Fiktion]] und [[Alltag]]serfahrung und behandelt jedes Außerplanmäßige als etwas, was nicht zur Diegese gehört. Dementsprechend wird seine Theorie eher von der [[Soziologie]] aufgegriffen, obwohl Goffman zahlreiche Beispiele aus Literatur oder Film verwendet. (Siehe auch: [[Vierte Wand]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Étienne Souriau: &amp;#039;&amp;#039;La structure de l’univers filmique et le vocabulaire de la filmologie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Revue internationale de Filmologie.&amp;#039;&amp;#039; Heft&amp;amp;nbsp;7–8, 1951, S.&amp;amp;nbsp;231–240;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Etienne Souriau: &amp;#039;&amp;#039;Die Struktur des filmischen Universums und das Vokabular der Filmologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Montage AV.&amp;#039;&amp;#039; Februar 1997, S.&amp;amp;nbsp;140–157. Auf Montage-AV.de ([https://www.montage-av.de/pdf/1997_6_2_MontageAV/montage_AV_6_2_1997_140-157_Souriau_Filmologie.pdf PDF]; 626,9&amp;amp;nbsp;kB), abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;März 2022.&lt;br /&gt;
* Étienne Souriau (und Anne Souriau): &amp;#039;&amp;#039;Vocabulaire d’esthétique.&amp;#039;&amp;#039; Quadrige, Paris 2004, ISBN 2-13-054401-0.&lt;br /&gt;
* Gérard Genette: &amp;#039;&amp;#039;Die Erzählung.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Jochen Vogt. UTB, Stuttgart 1998, ISBN 3-8252-8083-7.&lt;br /&gt;
* Erving Goffman: &amp;#039;&amp;#039;Rahmen-Analyse. Ein Versuch über die Organisation von Alltagserfahrung.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-27929-7.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kemp]]: &amp;#039;&amp;#039;Kunstwerk und Betrachter: der rezeptionsästhetische Ansatz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kunstgeschichte – Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2003, ISBN 3-496-01261-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7605230-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung|!Diegese]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologische Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Blondbaer06</name></author>
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