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	<title>Die sieben Kristallkugeln - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T16:11:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Die_sieben_Kristallkugeln&amp;diff=1642503&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Joehawkins: /* Geschichtlicher Hintergrund */ Link Schauraum</title>
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		<updated>2026-02-15T11:02:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichtlicher Hintergrund: &lt;/span&gt; Link Schauraum&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Larousse momia chachapoya.jpg|mini|446x446px|Mumie in der Enzyklopädie Larousse (Inspiration für Rascar Capac)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die sieben Kristallkugeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Französische Sprache|französischer]] Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Les 7 boules de cristal&amp;#039;&amp;#039;) ist der dreizehnte Band der Reihe [[Tim und Struppi]] des [[Belgien|belgischen]] Comiczeichners [[Hergé]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Geschichte erschien ab dem 16. Dezember 1943 in der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Le Soir]]&amp;#039;&amp;#039;. Da Hergé nach der Befreiung Belgiens von der deutschen Besatzung politische Schwierigkeiten – wegen angeblicher Kollaboration mit dem Feind – hatte, dauerte die Erstveröffentlichung bis 1946.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Eine geheimnisvolle Krankheit befällt sieben westliche Mitglieder einer Expedition, die in den [[Anden]] archäologische Ausgrabungen gemacht haben. Dort haben sie das Grab des [[Inka]]s Rascar Capac entdeckt. Die Mitglieder der Expedition fallen nacheinander in eine Art Koma und man entdeckt immer zerbrochenes Kristall neben ihren Körpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Avenue Delleur 6.JPG|miniatur|Hergés Vorlage für Prof. Birnbaums Haus. Es befindet sich in der Avenue Delleur 6, Brüssel, nur wenige Meter von Hergés damaligem Wohnhaus entfernt.|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
Am Anfang der Geschichte besucht [[Tim und Struppi#Tim|Tim]] [[Tim und Struppi#Professor Bienlein|Professor Bienlein]] und [[Tim und Struppi#Kapitän Haddock|Kapitän Haddock]], die auf [[Tim und Struppi#Schloss Mühlenhof|Schloss Mühlenhof]] leben, und geht mit Haddock zu einer Varietéveranstaltung. Dort treffen sie [[Tim und Struppi#Nebenfiguren|General Alcazar]] wieder, der seine politische Macht verloren hat und seinen Lebensunterhalt als Messerwerfer verdient. Alcazars Assistent ist der [[Indigene Völker Südamerikas|Indianer]] Chiquito. Tim, Kapitän Haddock und Bienlein besuchen den imposanten Professor Hippolytus Birnbaum, einen guten Freund Bienleins, der ebenfalls an dieser Expedition teilgenommen hat. In dessen Haus wird die Mumie Rascar Capacs aufbewahrt. Birnbaums Haus steht unter Polizeischutz. Tim, Kapitän Haddock und Professor Bienlein übernachten dort. Nachts dringt ein [[Kugelblitz]] in das Haus ein, schlägt in den Glaskasten mit der Mumie ein und diese ist verschwunden. Birnbaum vermutet dahinter eine Prophezeiung, die sich erfüllt hat. Mysteriös ist auch, dass alle Freunde unabhängig voneinander den gleichen Alptraum haben: Die zum Leben erwachte Mumie Rascar Capacs dringt in ihr Zimmer ein und wirft eine Kristallkugel zu Boden. Obwohl das Haus hermetisch abgeriegelt ist, finden Tim und Haddock neben dem Bett Birnbaums ebenfalls Kristallsplitter und dieser fällt ebenfalls in einen wahnhaften Zustand. Anschließend wird Professor Bienlein entführt. Kapitän Haddock und Tim vermuten, dass man den Professor auf den [[Frachtschiff|Frachter]] &amp;#039;&amp;#039;Pachacamac&amp;#039;&amp;#039; gebracht hat, welcher in [[La Rochelle]] nach [[Peru]] abgelegt hat. Vorher hat ihnen General Alcazar mitgeteilt, dass sein Assistent Chiquito, der Nachfahre der Inka sei, spurlos verschwunden sei. Sie beschließen, den Professor zu befreien, und treten per Flugzeug die Reise nach Peru an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte wird in dem Band „[[Der Sonnentempel]]“ fortgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtlicher Hintergrund ==&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die sieben Kristallkugeln&amp;#039;&amp;#039; wurde geschrieben und gezeichnet, als sich Belgien während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] unter deutscher Besatzung befand. Um Ärger mit den Besatzern zu vermeiden, vermied Hergé politische Stellungnahmen, wie etwa in „[[Der Blaue Lotos]]“, „[[König Ottokars Zepter]]“ oder „[[Der Arumbaya-Fetisch]]“. Die unheilvolle Stimmung, die insbesondere am Anfang des Bandes vermittelt wird, passt dennoch zur schwierigen Zeit in der Mitte des Krieges, als das Leid und die Zahl der Toten rasant zunahmen. Dazu gehört auch die Anspielung auf den [[Fluch des Pharao]] am Anfang des Bandes, dem einige der Mitglieder der Expedition von [[Howard Carter]], die das Grab von [[Tutanchamun]] entdeckte, angeblich zum Opfer gefallen sein sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben [[Kugelblitz]]en und seltsamen [[Prophezeiung]]en kommen auch düstere Alpträume vor.&lt;br /&gt;
Kugelblitze, wie sie insbesondere auf der Titelseite des Albums dargestellt sind, gibt es tatsächlich, sind aber äußerst selten. Ihre Ursache ist unbekannt. Die Alptraumszene, in der die Mumie nachts ins Zimmer steigt, gab es in ähnlicher Form in der frühen Version von „Der Arumbaya-Fetisch“. Diese wurde aber später entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Zeit wurde angenommen, dass eine Mumie, die im Museum Cinquantenaire in Brüssel ausgestellt ist, als Inspirationsquelle für Rascar Capac gedient hat. Tatsächlich wurde die Figur des Rascar Capac aber durch eine Zeichnung in der französischen Enzyklopädie Larousse inspiriert, auf der eine Mumie aus der Gegend von Chachapoyas im Norden Perus abgebildet ist. Diese ist im Musée de l’Homme in Paris ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan Ziemendorff |Titel=Identification of the mummy that inspired Hergé’s character Rascar Capac |Sammelwerk=Investigaciones sociales |Band=48 |Datum=2023 |Seiten=79-94}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hergé, der in diesen beiden Bänden weiterhin die Realitätstreue seiner Zeichnungen zu perfektionieren sucht, muss dann bei der Sonnenfinsternis im zweiten Teil der Geschichte doch in die Trickkiste greifen. Dies erinnert an die Geschichte von Christoph Columbus, der auf seiner [[Christoph Kolumbus#Vierte Reise (Mai 1502 bis November 1504)|Vierten Reise]] für den 29. Februar 1504 eine Mondfinsternis voraussagte und dadurch die Ureinwohner beeindruckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten Befreiung [[Brüssel]]s am 3. September 1944 wurde sämtlichen Redakteuren des &amp;#039;&amp;#039;Le Soir&amp;#039;&amp;#039; unterschiedslos die Arbeit verboten. Hergé muss sich dessen bewusst gewesen sein, dass er seine Geschichte in einem von den Nazis beherrschten Medium weiterführte, doch er hatte so entschieden, angeblich für das „Wohl des (belgischen) Volkes“ (nach einem Aufruf [[Leopold III. (Belgien)|Leopolds III.]]). Hergé wurde viermal verhaftet und musste bedrückende Nächte im Gefängnis verbringen. Es erschien sogar eine [[Parodie]], die Tim als Sympathisant der Nazis darstellte. Tim hatte immer gegen den Faschismus und gegen ungerechte Besatzer gekämpft. Die meisten Tintinologen lehnen es heute entschieden ab, Tim oder Hergé in die Nähe der Nazis zu rücken. „Beide Lager, die Hergé-Verteidiger, wie auch die Hergé-Ankläger, sind gewieft darin, ihren Lesern stets nur die halbe Wahrheit zu kommunizieren“, so [[Alexander Braun (Künstler)|Alexander Braun]] in &amp;#039;&amp;#039;Nimm das, Adolf! – Zweiter Weltkrieg im Comic&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe den Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Hergé Kollaborateur? Braune Schatten über Brüssel&amp;#039;&amp;#039;, in Alexander Braun: &amp;#039;&amp;#039;Nimm das Adolf! Zweiter Weltkrieg im Comic&amp;#039;&amp;#039;. Begleitkatalog zur Ausstellung im [[Schauraum: comic + cartoon]], Dortmund (13. Oktober 2019 bis 15. März 2020).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Jahre, in denen Hergé keine neuen Comics veröffentlichen konnte, waren für ihn zwar belastend, immerhin konnte er aber die Kolorierung der meisten vorangehenden Geschichten abschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgesetzt wurde die Geschichte schließlich am 26. September 1946 im neu gegründeten Magazin &amp;#039;&amp;#039;Tintin&amp;#039;&amp;#039;. Möglich gemacht hatte das [[Raymond Leblanc]], ein vermögender Widerstandskämpfer. Für das neue Wochenmagazin musste Hergé jede Woche eine Doppelseite abliefern, was ihm eine erhebliche [[Arbeitsbelastung]] aufbürdete. Da das neue Magazin in Farbe erschien, sah Hergé keine andere Möglichkeit, als Assistenten mit Arbeiten zu beauftragen – der Beginn der Hergé-Studios.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für seine Zeichnungen der [[Inka]]s Südamerikas im zweiten Teil der Geschichte griff Hergé auf umfangreiches Bildmaterial zurück, insbesondere um die farbenprächtigen Gewänder und Riten des untergegangenen Volkes darzustellen. Unter anderem lag ihm eine Ausgabe des [[National Geographic]] mit Zeichnungen von Inka-Riten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nestor sprach: (Der Kapitän ist) „um 10 Jahre gealtert“; ähnlich fühlte sich auch Hergé nach der langen Unterbrechung und fügte den Ausspruch nach dem Katalepsie-Anfall, während Haddock im Hausmantel ist, ein. „Auf geht`s“, rief Haddock, und so begann auch für Hergé ein neuer Beginn mit Tim und Struppi.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Farr&amp;quot;&amp;gt;Michael Farr: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren von Tim und Struppi&amp;#039;&amp;#039;. Carlsen Comics, Hamburg 2006, S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Professor Paul Cantonneau kennt Tim aus „[[Der geheimnisvolle Stern]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Begegnung mit General Alcazar fand im Album „Der Arumbaya-Fetisch“ in San Theodoros statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Juwelen der Sängerin|Bianca Castafiore]], welche auf [[Maria Callas]] zurückzuführen ist, taucht im Varieté auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film „[[Bomben bei Kilometer 92]]“ ([[Pilotfilm]] der Serie „[[Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei|Alarm für Cobra 11]] - Die Autobahnpolizei“) greift diese Geschichte auf, in welcher ein Attentäter sich den Namen „Rascar Capac“ aneignet.&amp;lt;ref&amp;gt;RTL Video &amp;quot;Bomben bei Kilometer 92&amp;quot; https://www.cobra11-fanclub.de/episodenguide/s01_e001/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Farr]]: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren von Tim &amp;amp; Struppi&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Tintin - le rêve et la réalité&amp;#039;&amp;#039; übersetzt von Dirk Naguschweski und Marcel Le Comte, Redaktion Michael Groenewald und Ralf Keiser). Carlsen, Hamburg 2005, ISBN 978-3-551-77110-0.&lt;br /&gt;
* [[Benoît Peeters]]; Jens Peder Agger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hergé – Ein Leben für die Comics&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Le monde d&amp;#039;Hergé&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von Petra-Maria Pärn). [[Carlsen Verlag|Carlsen]], Reinbek bei Hamburg 1983, ISBN 3-551-02819-2.&lt;br /&gt;
* [[Michel Serres]]: &amp;#039;&amp;#039;Hergé, mon ami&amp;#039;&amp;#039;. Editions Moulinsart, 2000. ISBN 978-2-930284-24-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.tintinologist.org/guides/books/13seven.html The Seven Crystal Balls] auf tintinologist.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Tim und Struppi-Alben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=1138376396|VIAF=308188605}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:sieben Kristallkugeln #Die}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tim-und-Struppi-Album]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Joehawkins</name></author>
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