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	<title>Die Ritter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:09:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Die_Ritter&amp;diff=268274&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-50832-7: /* Interpretation */</title>
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		<updated>2026-01-23T23:22:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Interpretation&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Ritter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, griechisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hippeis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine Komödie des griechischen [[Dichter]]s [[Aristophanes]]. Sie wurde [[424 v. Chr.]] bei den [[Lenäen]] aufgeführt und mit dem ersten Preis honoriert. Während Aristophanes seine drei ersten Werke anonym veröffentlichte und von Kallistratos spielen ließ, führte er dieses Stück selbst auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Im Haushalt des senilen und reizbaren [[Demos]], die Personifikation des Volkes, beschweren sich zwei [[Sklaverei|Sklaven]] über ihren neuen Kollegen Paphlagos (wörtlich: der aus [[Paphlagonien]]). Paphlagos beginnt, Kontrolle über den Haushalt des Demos zu übernehmen, spioniert seine Kollegen aus und verlangt [[Schutzgelderpressung|Schutzgeld]]. Die Verdienste der anderen Sklaven stellt Paphlagos als seine eigenen dar und wird schließlich zum engen Vertrauten seines Herrn, den er zu seinen Gunsten beeinflusst. Ein [[Orakel]] prophezeit, dass Paphlagos nur von einem noch schlimmeren Schurken gestürzt werden könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für das Stück namensgebenden Ritter machen sich auf die Suche und finden ihn in Gestalt eines Wursthändlers, der in einer Reihe von Wettbewerben gegen Paphlagos antritt, in denen Demos als Schiedsrichter fungiert. Schließlich gewinnt der Wursthändler, da er sich Demos mit teuren Geschenken als Liebhaber anbietet und ihm die Unsterblichkeit verspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der betagte Demos lässt sich verführen und bietet dem Wursthändler die Position des Paphlagos an. Letzterer wird zum Schweigen gebracht und der Wursthändler benutzt seine magischen Kräfte, um Demos so lange zu kochen, bis nur die Essenz eines guten Hausherren von ihm übrig ist. Dieser Prozess leitet die politisch-ethische Erneuerung des Demos ein, die zu seiner Herrschaft über ganz Griechenland führt und ihm letztlich auch eine Geliebte einbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die Ritter&amp;#039;&amp;#039; gelten gemeinhin als politisches Werk, das seinen Erfolg beim Publikum hauptsächlich der satirischen Verzerrung des bekannten Heerführers [[Kleon (Athen)|Kleon]] zu verdanken hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robin Osborne |Titel=Politics and Laughter. The Case of Aristophanes’ Knights |Hrsg=Ralph M. Rosen, Helene P. Foley |Sammelwerk=Aristophanes and Politics. New Studies |Verlag=Brill |Ort=Leiden / Boston |Datum=2020 |Sprache=en |Reihe=Columbia studies in the classical tradition |BandReihe=45 |ISBN=978-90-04-42446-3 |Seiten=27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich deutet einiges darauf hin, dass der intrigante Sklave Paphlagos nach Kleons Vorbild entstanden sein könnte. Insbesondere die Bezeichnung Paphlagons als Gerber erinnert stark an Kleons eigene, allerdings nur durch ein [[Scholion]] bezeugte, Vergangenheit, der sich vom Besitzer einer Gerberei zum einflussreichen Politiker entwickelt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Dafür spräche auch eine Stelle in [[Die Acharner|&amp;#039;&amp;#039;Die Acharne&amp;#039;&amp;#039;r]], die nicht nur als Werbung für &amp;#039;&amp;#039;Die Ritter&amp;#039;&amp;#039; gelesen werden kann:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Aristophanes |Titel=Die Acharner |Hrsg= |Sammelwerk=Des Aristophanes Werke |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Veit und Comp. |Ort=Berlin |Datum=1837 |ISBN= |Seiten=200 |Online=https://books.google.at/books?id=nbI4AQAAMAAJ&amp;amp;dq=die%20ritter%20aristophanes&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA200#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Übersetzer=Johann Gustav Droysen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Bitterlicher haß’ ich dich ja, als den Kleon, den ich noch einst zu Sohlleder entzwei schneiden für die Ritter will!&lt;br /&gt;
 |Autor=Aristophanes (übersetzt von Johann Gustav Droysen)&lt;br /&gt;
 |Quelle=Die Ritter, Berlin: Veit und Comp. 1837}}&lt;br /&gt;
Angesichts dieser dünnen Beweislage plädiert der Althistoriker [[Robin Osborne]] für einen vorsichtigen Umgang mit weiterführenden Interpretationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robin Osborne |Titel=Politics and Laughter. The Case of Aristophanes’ Knights |Hrsg=Ralph M. Rosen, Helene P. Foley |Sammelwerk=Aristophanes and Politics. New Studies |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Brill |Ort=Leiden / Boston |Datum=2020 |Reihe=Columbia studies in the classical tradition |BandReihe=45 |ISBN=978-90-04-42446-3 |Seiten=29 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Komik des Stückes beruht laut Osborne auf dem undurchschaubaren Verhalten des Paphlagon: Einerseits verhält er sich so, wie es Kleon in den Augen des Publikums tut oder tun würde, andererseits tut er auch oft das Gegenteil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Hingegen werden die beiden Sklaven, da sie über die [[Schlacht von Sphakteria]] sprechen, häufig mit [[Nikias]] und [[Demosthenes (Militär)|Demosthenes]] gleichgesetzt, die sich über [[Kleon (Athen)|Kleon]] beklagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ian C. Storey, Arlene Allan |Titel=A Guide to Ancient Greek Drama |Auflage=2 |Verlag=Wiley-Blackwell |Ort=Chichester |Datum=2014 |Reihe=Blackwell Guides to Classical Literature |ISBN=978-1-118-45512-8 |Seiten=292}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenswertes ==&lt;br /&gt;
Gegen Ende der ersten Szene werden die Zuschauer anhand einer [[Parabase]] aufgefordert, älteren Bühnenautoren, die nicht mehr aktiv sind oder deren Werke kaum noch den Zeitgeist treffen, angesichts ihrer früheren Verdienste ein Ruhegehalt zukommen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die damaligen Hersteller der Theatermasken weigerten sich, für die Rolle des &amp;#039;&amp;#039;Paphlagos&amp;#039;&amp;#039;, die Aristophanes möglicherweise selbst spielte, eine porträtähnliche Fratze zu fertigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Werner (Philologe)|Jürgen Werner]], [[Walter Hofmann (Altphilologe)|Walter Hofmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aristophanes. Komödien in zwei Bänden&amp;#039;&amp;#039; (Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Bibliothek der Antike]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Volksverlag Weimar]], 1963, Band 1, Einleitung S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelnen Vermutungen zufolge war der Komödiendichter [[Eupolis]] am Verfassen des Stückes beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Werner (Philologe)|Jürgen Werner]], [[Walter Hofmann (Altphilologe)|Walter Hofmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aristophanes. Komödien in zwei Bänden&amp;#039;&amp;#039; (Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Bibliothek der Antike]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Volksverlag Weimar]], 1963, Band 1, S. 317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christoph Martin Wieland]] übersetzte &amp;#039;&amp;#039;Die Ritter&amp;#039;&amp;#039; ins Deutsche und schrieb dabei eine ausführliche Anmerkung zum in der dritten Szene erwähnten Seher [[Bakis (Böotien)|Bakis]]. Diese inspirierte wiederum [[Johann Wolfgang von Goethe]] zu seinem Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Weissagungen des Bakis&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Premierminister [[Stanley Baldwin]] empfahl das Werk politischen Führungspersönlichkeiten, da es zeigt, wie Kleon von einem Wursthändler übertrumpft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Werner (Philologe)|Jürgen Werner]], [[Walter Hofmann (Altphilologe)|Walter Hofmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aristophanes. Komödien in zwei Bänden&amp;#039;&amp;#039; (Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Bibliothek der Antike]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Volksverlag Weimar]], 1963, Band 1, S. 309.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ian C. Storey, Arlene Allan |Titel=A Guide to Ancient Greek Drama |Auflage=2 |Verlag=Wiley-Blackwell |Ort=Chichester |Datum=2014 |Sprache=en |Reihe=Blackwell Guides to Classical Literature |ISBN=978-1-118-45512-8 |Seiten=292}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Robin Osborne |Titel=Politics and Laughter. The Case of Aristophanes’ Knights |Hrsg=Ralph M. Rosen, Helene P. Foley |Sammelwerk=Aristophanes and Politics. New Studies |Verlag=Brill |Ort=Leiden / Boston |Datum=2020 |Sprache=en |Reihe=Columbia studies in the classical tradition |BandReihe=45 |ISBN=978-90-04-42446-3 |Seiten=27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Komödien von Aristophanes}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ritter #Die}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Komödie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Altgriechisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:424 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Aristophanes]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-50832-7</name></author>
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