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	<title>Die Nelke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T12:08:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Die_Nelke&amp;diff=1019351&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tildiscriptor: /* Literatur */ Link eingefügt</title>
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		<updated>2024-04-16T10:15:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Link eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Nelke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Märchen]] ([[Aarne-Thompson-Uther-Index|ATU]] 652). Es steht in den &amp;#039;&amp;#039;[[Grimms Märchen|Kinder- und Hausmärchen]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Brüder Grimm]] ab der 2. Auflage von 1819 an Stelle 76 (KHM 76).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto Ubbelohde - Die Nelke.jpg|mini|Illustration von [[Otto Ubbelohde]], 1909]]&lt;br /&gt;
Eine kinderlose Königin bekommt von Gott auf ihr Bitten einen Sohn, dessen Gedanken in Erfüllung gehen. Der Koch raubt ihn, als sie schläft, und tropft ihr Blut auf das Kleid, worauf sie der König einmauern lässt. Aber zwei Engel bringen ihr als weiße Tauben Nahrung. Der Koch geht mit dem Sohn fort und lässt ihn ein Schloss mit Garten wünschen und eine Gefährtin. Der Sohn und sie lieben sich. Der Koch hat Angst und will sie zwingen, ihn zu ermorden. Sie tut es nicht, täuscht ihn mit Herz und Lunge von einer Hirschkuh. Der Sohn verwünscht den Koch in einen schwarzen Pudel mit goldener Kette, der Kohlen frisst. Er sieht nach seiner Mutter, mit der Jungfrau als Nelke in der Tasche, die sonst nicht mitwill und dem Pudel. Dann lässt er sich als Jäger anstellen, wünscht viel Wild herbei, und wird vom König zum Fest an seine Seite gesetzt. Er lässt einen Diener die Sprache auf seine Mutter bringen und klärt alles auf, indem er Pudel und Nelke ihre Gestalt zeigen lässt. Die Königin wird geholt, aber sie isst nichts und stirbt. Der König folgt ihr aus Gram. Der Sohn heiratet die Jungfrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Versionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto Ubbelohde - Die Nelke 2.jpg|mini|Illustration von [[Otto Ubbelohde]], 1909]]&lt;br /&gt;
Die 1. Auflage erzählt das Märchen (nach [[Familie Hassenpflug]]) so, dass der Gärtner sich zur Taufe in die Kirche schleicht und hört, welche Gabe der Pate dem Kind verleiht, es raubt und bei einem Jäger aufwachsen lässt. Der Sohn kehrt als Jägergeselle mit der geliebten Jägerstochter als Nelke und dem Gärtner als Pudel an Vaters Hof zurück. Die Nelke stellt er vors Fenster, außer wenn er allein ist. Schließlich melden es seine Gesellen dem König. Die Anmerkung erzählt diese Version noch nach, mit Verweis auf die Redensart „wenn mein Schatz ein Nelkenstock wär, / setzt ich ihn vors Fenster, daß ihn jedermann säh“, ferner ein Lied in &amp;#039;&amp;#039;[[Des Knaben Wunderhorn]]&amp;#039;&amp;#039; (2, 11. 12) und [[Giambattista Basile|Basiles]] &amp;#039;&amp;#039;[[Pentameron]]&amp;#039;&amp;#039; I,2 &amp;#039;&amp;#039;[[Die kleine Myrte]]&amp;#039;&amp;#039; (vgl. auch IV,5 &amp;#039;&amp;#039;[[Der Drache (Giambattista Basile)|Der Drache]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab der 2. Auflage stammt das Märchen „Aus Zwehrn“ (von [[Dorothea Viehmann]]), dazu eine ebenfalls hessische Variante des Anfangs: Der König bittet den zum Paten, der ihm zuerst begegnet (vgl. KHM [[Der Herr Gevatter|42]], [[Der Gevatter Tod|44]], [[Ferenand getrü und Ferenand ungetrü|126]]). Es ist ein armer Mann, der dem Sohn gibt, dass ab 18 Jahren all seine Wünsche eintreffen. Ein Zwerg hört es, raubt ihn, klagt die Königin an, die eingemauert wird, und heiratet eine Kaufmannstochter, die dann den Achtzehnjährigen töten soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche ==&lt;br /&gt;
Das Motiv der unschuldig Verurteilten und des bescheidenen Unbekannten („ich bin ein schlechter Jägersbursch“) erinnert an viele Märchen, besonders an KHM 65 &amp;#039;&amp;#039;[[Allerleirauh]]&amp;#039;&amp;#039; oder KHM 179 &amp;#039;&amp;#039;[[Die Gänsehirtin am Brunnen]]&amp;#039;&amp;#039;. Es eignet sich besonders zu der hier vorgenommenen Verchristlichung. Vergleiche besonders KHM 96 &amp;#039;&amp;#039;[[De drei Vügelkens]]&amp;#039;&amp;#039; und KHM 198 &amp;#039;&amp;#039;[[Jungfrau Maleen]]&amp;#039;&amp;#039;. Neben Engeln als weißen Tauben ({{B|Mk|1|10}}, {{B|1 Kön|19|5}}) erinnert die Kinderlose, der ein Sohn geweissagt wird, an die Frau [[Abraham]]s im [[Altes Testament|Alten Testament]]. Der Koch schwingt sich im doppelten Sinne zum Herrn auf, als er den Sohn sich eine Frau geben lässt („Es ist nicht gut, dass du so allein bist“), die ihn dann verderben soll (vgl. [[1. Buch Mose|Genesis]]). [[Landnelke|Nelken]] sind Symbol für [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]], [[Passion Jesu|Passion]] und [[Tod]]. Zum Pudel als Teufel vgl. auch Goethes [[Faust I]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Jörg Uther]] findet Anklänge an die [[mittelniederländisch]]e Reimpaardichtung &amp;#039;&amp;#039;[[Esmoreit]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem [[14. Jahrhundert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jörg Uther: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-11-019441-8, S. 176–178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kathrin Schmidt]] schrieb eine Parodie.&amp;lt;ref&amp;gt;Kathrin Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die Nelke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Horen&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1/52, Nr. 225, 2007, {{ISSN|0018-4942}}, S. 52–55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Grimm, Brüder. Kinder- und Hausmärchen. Vollständige Ausgabe. Mit 184 Illustrationen zeitgenössischer Künstler und einem Nachwort von Heinz Rölleke. S. 397–401. Düsseldorf und Zürich, 19. Auflage 1999. (Artemis &amp;amp; Winkler Verlag; Patmos Verlag; ISBN 3-538-06943-3)&lt;br /&gt;
* [[Brüder Grimm|Grimm, Brüder]]. Kinder- und Hausmärchen. Ausgabe letzter Hand mit den Originalanmerkungen der Brüder Grimm. Mit einem Anhang sämtlicher, nicht in allen Auflagen veröffentlichter Märchen und Herkunftsnachweisen herausgegeben von Heinz Rölleke. Band 3: Originalanmerkungen, Herkunftsnachweise, Nachwort. S. 137–138, 475. Durchgesehene und bibliographisch ergänzte Ausgabe, Stuttgart 1994. (Reclam-Verlag; ISBN 3-15-003193-1)&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jörg Uther]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-11-019441-8, S. 176–178.&lt;br /&gt;
* [[Janin Pisarek|Pisarek, Janin]]: „Da trug sie die Nelken am Busenlatz“ Die Symbolik der Nelke und ihre Bedeutung in Volkserzählungen. In: Märchenspiegel. Zeitschrift für internationale Märchenforschung und Märchenpflege, Jahrgang 28, Heft 4/2017, S. 24–33.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Die Nelke}}&lt;br /&gt;
* [http://www.maerchenlexikon.de/at-lexikon/at407.htm Märchenlexikon.de zu &amp;#039;&amp;#039;Das Blumenmädchen&amp;#039;&amp;#039; AaTh 407]&lt;br /&gt;
* [http://www.maerchenatlas.de/deutsche-maerchen/grimms-marchen/die-nelke Märchenatlas.de zu &amp;#039;&amp;#039;Die Nelke&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nelke #Die}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grimms Märchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tildiscriptor</name></author>
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