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	<title>Die Elf Scharfrichter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T13:22:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Die_Elf_Scharfrichter&amp;diff=269929&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KorrekTOM: /* Geschichte */ Kleine Optimierungen, Formales</title>
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		<updated>2026-04-12T22:40:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Kleine Optimierungen, Formales&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Die elf Scharfrichter.jpg|mini|Darstellung der &amp;#039;&amp;#039;Elf Scharfrichter&amp;#039;&amp;#039; auf einem Plakat]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Willy Oertel Serapion Grab Die elf Scharfrichter.jpg|mini|Plakat von Serapion Grab alias [[Willy Oertel]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die elf Scharfrichter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die 11 Scharfrichter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein von 1901 bis 1904 existierendes „Künstlerbrettl“ (eine Kleinbühne) in [[München]] und das erste politische [[Kabarett]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Seit 1897 [[Otto Julius Bierbaum]] mit seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Stilpe&amp;#039;&amp;#039; ein literarisch-künstlerisches Kabarett thematisiert hatte, wurde in [[München]] die Gründung eines solchen Künstlertheaters diskutiert. Gerade in München, im Umfeld der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Simplicissimus]]&amp;#039;&amp;#039; und des „Akademisch-Dramatischen Vereins“ wünschte man sich ein solches neues Theater. &lt;br /&gt;
Ein großes Vorbild war dabei das Cabaret &amp;#039;&amp;#039;[[Le Chat Noir]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Paris]]. Zudem wandte sich die im Februar 1900 gegründete Sektion des „Goethebundes zum Schutze freier Kunst und Wissenschaft“ entschieden gegen die neue [[Lex Heinze]], die als Bedrohung der künstlerischen Freiheit verstanden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Heine-thomas-theodor-die-11-scharfrichter-in-das-plakat-1917-s268f.jpg|links|mini|Plakat von [[Thomas Theodor Heine]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Initiatoren, unter denen sich besonders [[Otto Falckenberg]] hervortat, verkauften Anteilsscheine an Münchner [[Mäzen]]e, um die Finanzierung der Bühne zu sichern. Eröffnet wurde das Theater in der Türkenstraße&amp;amp;nbsp;28 im umgestalteten [[Pauken|Paukboden]] im Rückgebäude der Gaststätte „Zum Goldenen Hirschen“ mit einer Premiere am 13.&amp;amp;nbsp;April 1901. Am Eingang zum Zuschauerraum mit über 100&amp;amp;nbsp;Sitzplätzen stand ein Totenkopf mit Perücke, in dem ein Beil steckte. Das berüchtigte Plakat dazu zeichnete [[Bruno Paul]] 1903.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frank Wedekind]] war von 1901 bis 1902 einer der „elf Scharfrichter“ und sang seine selbstkomponierten Lieder zur Gitarre. Ausgewählte „Lieder und Gedichte“ erschienen unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Greife wacker nach der Sünde&amp;#039;&amp;#039;. 1902 kam seine Moritat &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tantenmörder]]&amp;#039;&amp;#039; zur Aufführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreimal pro Woche führten die Scharfrichter ein monatlich wechselndes Programm auf. Leo Greiner verfasste eine &amp;#039;&amp;#039;Scharfrichter-Ballade&amp;#039;&amp;#039;, zu der [[Hans Richard Weinhöppel]] (Künstlername: Hannes Ruch) den &amp;#039;&amp;#039;[[Marsch (Musik)|Scharfrichter-Marsch]]&amp;#039;&amp;#039; komponierte. Mit ihm begann bzw. endete sehr oft das Bühnenprogramm. Weinhöppel war als Mitbegründer des Künstlertheaters vier Jahre künstlerischer bzw. musikalischer Leiter und Hauskomponist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Zuth]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Laute und Gitarre.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Zeitschrift für die Gitarre (Anton Goll), Wien 1926 (1928), S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das anfangs einzige weibliche Mitglied [[Marya Delvard]] wurde zugleich der Star der Scharfrichter, indem sie damals in Deutschland noch ungewohnte [[Chanson]]s in stilbildender Weise vortrug. Daneben wurden auch satirische [[Einakter]] aufgeführt. Wegen politisch-satirischer Anspielungen ergaben sich immer wieder Konflikte mit den [[Zensur|Zensurbehörden]]. Vom 9. bis 12.&amp;amp;nbsp;Dezember 1903 fand ein Gastspiel im [[Wien|Wiener]] Hotel Savoy statt.&amp;lt;ref&amp;gt;–ik: „Die elf Scharfrichter“. &amp;#039;&amp;#039;[[Oesterreichische Volks-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 49, 1903, #339, S. 5 (10. Dezember 1903).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1904 wurde das Kabarett, das ständig unter finanziellen Problemen litt, wegen erheblicher Schulden aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufführungen ==&lt;br /&gt;
* Unter anderem kam im Kabarett &amp;#039;&amp;#039;Die elf Scharfrichter&amp;#039;&amp;#039; der I. Akt von [[Frank Wedekind]]s Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Erdgeist (Wedekind)|Erdgeist]]&amp;#039;&amp;#039; und in gekürzter Fassung &amp;#039;&amp;#039;Die Kaiserin von Neufundland&amp;#039;&amp;#039; zur Aufführung.&lt;br /&gt;
* Einmalige Uraufführung von &amp;#039;&amp;#039;Unter sich&amp;#039;&amp;#039; von [[Hermann Bahr]] am 6. November 1903.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Scharfrichter (mit ihren Scharfrichter-Namen) ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-width: 20em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
# [[Otto Falckenberg]], alias Peter Luft&lt;br /&gt;
# [[Marc Henry]], alias Balthasar Starr&lt;br /&gt;
# [[Leo Greiner]], alias Dionysius Tod&lt;br /&gt;
# [[Willy Rath]], alias Willibaldus Rost, wurde ersetzt durch&lt;br /&gt;
#* [[Frank Wedekind]], der sich nie einen Scharfrichternamen wählte&lt;br /&gt;
# [[Max Langheinrich]], alias Max Knax&lt;br /&gt;
# [[Wilhelm Hüsgen]], alias Till Blut&lt;br /&gt;
# [[Victor Frisch]], alias Gottfried Still&lt;br /&gt;
# [[Willy Oertel]], alias Serapion Grab&lt;br /&gt;
# [[Ernst Neumann-Neander]], alias Kaspar Beil&lt;br /&gt;
# [[Hans Richard Weinhöppel]], alias Hannes Ruch&lt;br /&gt;
# [[Robert Kothe]], alias Frigidus Strang&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Zahl im Namen des Kabaretts nicht verändern zu müssen, wurden weitere Mitwirkende grundsätzlich als &amp;#039;&amp;#039;Henkersknechte&amp;#039;&amp;#039; geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Henkersknechte ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-width: 20em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Marya Delvard]] (geborene Marie Biller)&lt;br /&gt;
* [[Hugo Bettauer]]&lt;br /&gt;
* Leonhardt Bulmans (eigentlich [[Sandro Blumenthal]])&lt;br /&gt;
* [[Hanns von Gumppenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Waldemar Hecker (Regisseur)|Waldemar Hecker]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Lautensack (Schriftsteller)|Heinrich Lautensack]]&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Piper]]&lt;br /&gt;
* [[Ernst Stern]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otto J. Bierbaum: &amp;#039;&amp;#039;Stilpe. Ein Roman aus der Froschperspektive&amp;#039;&amp;#039;. Die Blechschachtel, Karlsruhe 2003, ISBN 3-936631-02-6.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Brauneck]], Gérard Schneilin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Theaterlexikon 1. Begriffe und Epochen, Bühnen und Ensembles&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;rororo&amp;#039;&amp;#039;. 55673). 5. vollständig überarbeitete Neuausgabe. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2007, ISBN 978-3-499-55673-9.&lt;br /&gt;
* Evelin Förster: &amp;#039;&amp;#039;Die Frau im Dunkeln: Autorinnen und Komponistinnen des Kabaretts und der Unterhaltung von 1901–1935&amp;#039;&amp;#039;. Edition Braus, Berlin 2013, ISBN 978-3-86228-057-5.&lt;br /&gt;
* Judith Kemp: &amp;#039;&amp;#039;„Ein winzig Bild vom großen Leben“. Zur Kulturgeschichte von Münchens erstem Kabarett „Die Elf Scharfrichter“ (1901–1904)&amp;#039;&amp;#039;. Allitera, München 2017, ISBN 978-3-86906-921-0 ([https://www.allitera-verlag.de/files/Elf-Scharfrichter.html Anhänge zu Repertoire und Ensemble online]).&lt;br /&gt;
* Judith Kemp: &amp;#039;&amp;#039;Reaktionäre Avantgarde. Münchens Kabarettpioniere Die Elf Scharfrichter in der Türkenstraße 28.&amp;#039;&amp;#039; In: Gabriele von Bassermann-Jordan, Waldemar Fromm, [[Wolfram Göbel]] und Kristina Kargl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frauen der Boheme 1890–1920, ausgewählte Beiträge zur Ausstellung „Frei leben!“&amp;#039;&amp;#039;. Allitera Verlag, München 2022, ISBN 978-3-96233-341-6, S. 266–280.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Victor Ruttkowski: &amp;#039;&amp;#039;Das literarische Chanson in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Igel, Hamburg 2013 (1966), ISBN 978-3-86815-576-1, S. 57–67 ({{Google Buch|BuchID=GVaSAwAAQBAJ|Seite=57|Hervorhebung=&amp;quot;Elf Scharfrichter&amp;quot;}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Judith Kemp: [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Die_Elf_Scharfrichter &amp;#039;&amp;#039;Die Elf Scharfrichter,&amp;#039;&amp;#039;] publiziert am 16. Juli 2018; in: Historisches Lexikon Bayerns&lt;br /&gt;
* [https://www.literaturportal-bayern.de/themen?task=lpbtheme.default&amp;amp;id=1020 &amp;#039;&amp;#039;Scharf und herzlich: Die Elf Scharfrichter&amp;#039;&amp;#039;], [[Literaturportal Bayern]]&lt;br /&gt;
* {{YouTube|gHIY87X_Te8|Die elf Scharfrichter. Grotesker Marsch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=4247763-3|VIAF=998159234514503371917}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Elf Scharfrichter #Die}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabarett (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatername (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabarett-Ensemble]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Theater (München)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KorrekTOM</name></author>
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