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	<title>Die Blutorgel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T13:38:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Die_Blutorgel&amp;diff=2774255&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-05-28T06:59:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blutorgel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine mehrtägige [[Performance (Kunst)|Performance]] des Jahres 1962 der [[Wiener Aktionismus|Wiener Aktionisten]] [[Adolf Frohner]], [[Otto Muehl]] und [[Hermann Nitsch]], die als [[Aktionskunst]] sehr umstritten war. Zur Kunstaktion erschien ein gleichnamiges Manifest.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Manifest „Die Blutorgel“, Wien Juni 1962.&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.museumonline.at/1999/schools/classic/grg23/FROHNER/deutsch/blutorgel.htm |wayback=20101123143608}} Abgerufen am 21. Oktober 2012; neuerlich am 21. Mai 2018: Link funktioniert klaglos.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunstaktion ==&lt;br /&gt;
Sie hatte ihre Premiere 1962 bei einer dreiteiligen Aktion, wobei sich die drei Künstler am 1. Juni 1962 in dem Kelleratelier Muehls in der Perinetgasse Nr. 1 in [[Wien]]-[[Brigittenau]] bei der &amp;#039;&amp;#039;Einkerkerung&amp;#039;&amp;#039; einmauern ließen. Im zweiten Teil wurden im Keller von Frohner Objektmontagen hergestellt, von Muehl &amp;#039;&amp;#039;Gerümpelplastiken&amp;#039;&amp;#039; und von Nitsch ein &amp;#039;&amp;#039;Schüttbild&amp;#039;&amp;#039;. Im dritten und wichtigsten Teil wurden am 4. Juni 1962 die zuvor eingemauerten Künstler und ihre Werke bei der &amp;#039;&amp;#039;Ausmauerung&amp;#039;&amp;#039; durch das Publikum freigelegt; in Kombination mit der Präsentation des zuvor entstandenen &amp;#039;&amp;#039;Schüttbildes&amp;#039;&amp;#039; von Nitsch (Blutorgelbild: 9 × 2 m, Blut, Dispersion, Schlämmkreide auf Jute)&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Gagerle u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Nitsch. Das bildnerische Werk.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Museum Moderne Kunst Wien, Städtische Galerie im Lenbachhaus München. Residenz-Verlag, Salzburg, Wien 1988, ISBN 3-7017-0538-0, S. 50, Abbildung 25. (Ausstellungskatalog).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ekkehard Stärk: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Nitschs „Orgien Mysterien Theater“ und die „Hysterie der Griechen“.&amp;#039;&amp;#039; Quellen und Traditionen im Wiener Antikebild seit 1900. Fink, München 1987, ISBN 3-7705-2413-6, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; vollzogen die Künstler eine Kreuzigung, [[Ausweidung]] und Zerreißung eines toten [[Lamm]]es. Das geschlachtete und gehäutete Lamm wurde mit dem Kopf nach unten &amp;#039;&amp;#039;gekreuzigt&amp;#039;&amp;#039; und in einen [[Gewölbe]]bogen genagelt, die Innereien auf einen Tisch gelegt und mit Blut und heißem Wasser übergossen. Zentrales Element der Aktion sind außerdem einige weiße Stoffe, die den Kontrast der Farben verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich dem [[Happening]] und dem [[Fluxus]] entstammend, wurden Aktionen wie diese der zu dem Zeitpunkt recht isoliert agierenden Wiener Aktionisten unter dem Begriff „Orgien-Mysterien-Theater“ zusammengefasst. Es war ein bewusstes Ziel der Künstler, aus der Aktionsmalerei, wie sie z.&amp;amp;nbsp;B. Frohner praktizierte, ein Aktionstheater zu entwickeln, das als politisches Theater verstanden wurde, wobei sadomasochistische oder exhibitionistische Elemente das damalige österreichische Publikum durchaus irritieren konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Dreher: &amp;#039;&amp;#039;Performance Art nach 1945. Aktionstheater und Intermedia.&amp;#039;&amp;#039; Fink, München 2001, ISBN 3-7705-3452-2, S. 164–165 (Kapitel: Premiere des Wiener Aktionismus) [http://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00041413_00163.html?prox=true&amp;amp;context=Thomas+Dreher+Performance+art&amp;amp;ngram=true&amp;amp;leftTab=LOC_ent&amp;amp;hl=scan&amp;amp;fulltext=Thomas+Dreher+Performance+art&amp;amp;mode=simple Digitalisat], abgerufen am 25. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Wiener Aktionismus|Kunst und Revolution}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellenwert für Nitsch ==&lt;br /&gt;
Für Nitsch lag die Symbolik des Lamms darin, dass in der [[Christentum|christlichen Religion]] das Lamm ein Analogie-Symbol ist für das Menschen-Opfer durch den stellvertretenden Kreuzestod [[Jesus Christus|Jesu Christi]] – insbesondere in der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Liturgie]]. Dieses sogenannte Lamm Gottes, das [[Agnus Dei]], wird in der christlichen Symbolik und Kunst häufig aufgegriffen, jedoch in dieser Kunstaktion verkehrt herum gekreuzigt. Mit der Zerreißung nimmt Nitsch darüber hinaus auch Bezug auf den [[Dionysoskult]] der Antike.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.staatsgalerie.de/archive/sohm_wiener.php Archiv Sohm: Wiener Aktionismus.] Gesehen am 26. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Aktion des 4. Juni 1962 war für ihn Anlass für weitere Aktionen und für das 1964 veröffentlichte &amp;#039;&amp;#039;MANIFEST das lamm&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;MANIFEST das Lamm von 1964.&amp;#039;&amp;#039; In: Hermann Nitsch: &amp;#039;&amp;#039;Orgien Mysterien Theater. Orgies mysteries theatre.&amp;#039;&amp;#039; März-Verlag, Darmstadt 1969, S. 47–52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Nitsch The O. M. Theatre.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Kristine Stiles]], [[Peter Selz]]: &amp;#039;&amp;#039;Theories and documents of contemporary art. A sourcebook of artists’ writings.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, Berkeley 1996, ISBN 0-520-20253-8, S. 747–749. Englisch, abgerufen am 25. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitschrift „Die Blutorgel“ ==&lt;br /&gt;
Neben dem Manifest ging eine kurzlebige, nur in vier Nummern von 1962 bis 1963 erschienene Zeitschrift hervor: &amp;#039;&amp;#039;Die Blutorgel&amp;#039;&amp;#039;, Wiener illustrierte politische Zweimonatsschrift (auch andere Untertitel), für die insbesondere [[Josef Dvorak]] als Herausgeber verantwortlich zeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Manifest „Die Blutorgel“, Wien Juni 1962.&amp;#039;&amp;#039; In: Adolf Frohner: &amp;#039;&amp;#039;Emanzipation des Fleisches.&amp;#039;&amp;#039; 90 Bilder aus 30 Jahren. Rasch, Bramsche 1991, ISBN 3-922469-52-3. Ausstellungskatalog.&lt;br /&gt;
* [https://othes.univie.ac.at/4282/1/2009-03-31_0302442.pdf Elisabeth Prem: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Frohners Objekte der frühen 1960er Jahre im nationalen und internationalen Kontext.&amp;#039;&amp;#039; Universität Wien, 2009, Diplomarbeit] (PDF; 8,0&amp;amp;nbsp;MB). Abgerufen am 21. Oktober 2012.&lt;br /&gt;
* Adolf Frohner, Otto Muehl, Hermann Nitsch, Josef Dvořák: &amp;#039;&amp;#039;Die Blutorgel.&amp;#039;&amp;#039; In: Adolf Frohner, [[Peter Gorsen]]: &amp;#039;&amp;#039;Körperrituale.&amp;#039;&amp;#039; Monografie und Werkkatalog. Jugend und Volk, Wien 1975, S. 58–59.&lt;br /&gt;
* Brigitte Marschall: &amp;#039;&amp;#039;Politisches Theater nach 1950.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 2010, ISBN 978-3-205-78551-4, S. 412–413. (Kapitel: Die Blutorgel: Von der Aktionsmalerei zum Aktionstheater).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Blutorgel#Die}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktionskunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstwerk (Performance)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst (Wien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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