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	<title>Didymos Chalkenteros - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T15:25:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Meier89: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-04-25T07:32:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Didymos Chalkenteros&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Δίδυμος Χαλκέντερος}}; * um 65 v. Chr.; † um 10 n. Chr.) war ein bedeutender griechischer [[Grammatiker]] und [[Lexikografie|Lexikograph]] zur Zeit von [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]] und [[Augustus]]. Er lehrte in [[Alexandria]] und gilt als einer der produktivsten Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didymos war der Sohn eines gleichnamigen Vaters. Er hing der Schule des [[Aristarchos von Samothrake|Aristarch]] an und soll insgesamt 3500&amp;lt;ref&amp;gt;[[Athenaios]] 4, 139c.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 4000&amp;lt;ref&amp;gt;[[Seneca]], &amp;#039;&amp;#039;Epistulae ad Lucilium&amp;#039;&amp;#039; 88, 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; (heute verlorene) Bücher verfasst haben, wobei freilich die zugehörige Zahl seiner (öfter mehrere Bücher umfassenden) Schriften deutlich geringer war. Deswegen erhielt er die Spottnamen &amp;#039;&amp;#039;Bibliolathas&amp;#039;&amp;#039; (d. h. „Büchervergesser“),&amp;lt;ref&amp;gt;So wurde Didymos von [[Demetrios von Troizen]] bezeichnet (Athenaios 4, 139c).&amp;lt;/ref&amp;gt; weil er aufgrund seiner Vielschreiberei ab und zu in seinen früheren Werken gemachte Bemerkungen vergessen und diesen daher in späteren Schriften widersprochen habe, sowie &amp;#039;&amp;#039;Chalkenteros&amp;#039;&amp;#039; (d. h. „Mann mit ehernen Eingeweiden“),&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Suda]]&amp;#039;&amp;#039;, s. &amp;#039;&amp;#039;Didymos&amp;#039;&amp;#039;; Athenaios 4, 139c.&amp;lt;/ref&amp;gt; um seine unermüdliche Arbeit auszudrücken. Zu seinen Schülern zählten [[Apion]] und [[Herakleides Pontikos der Jüngere]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umfangreiche Kommentare verfasste Didymos zu vielen namhaften klassischen griechischen Dichtern, so unter anderem zu [[Homer]], [[Hesiod]], [[Bakchylides]], [[Pindar]], zu den drei Tragikern [[Aischylos]], [[Euripides]] und [[Sophokles]], ferner zu [[Ion von Chios|Ion]], [[Aristophanes]], [[Phrynichos (Tragiker)|Phrynichos]] und [[Menander]]. Aristarchs textkritische Erläuterungen zu Homers Werken gab er in einer eigenen Schrift wieder, die Eingang in den [[Viermännerkommentar]] zur &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; fand und in den erhaltenen A-Scholien noch kenntlich ist. Er gab auch Kommentare zu den attischen Rednern [[Demosthenes]], [[Hypereides]], [[Deinarchos]] und anderen heraus. Umfängliche Bruchstücke seines Kommentars zu Demosthenes (9–11 und 13) wurden durch den Fund des [[Papyrus]] Berol. 9780 zugänglich. Aus ihnen ist ersichtlich, dass Didymos vor allem geschichtliche Begebenheiten unter Heranziehung der [[Atthidograph]]en und griechischen Universalhistoriker des 4. Jahrhunderts v. Chr. erklärte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Spracheigenheiten von Tragikern und komischen Dichtern beschäftigte sich Didymos in zwei wohl recht ausführlichen Lexika (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|grc|Λέξις τραγική}}&amp;#039;&amp;#039; in mindestens 28 Büchern und &amp;#039;&amp;#039;{{lang|grc|Λέξις κομική}}&amp;#039;&amp;#039;). Er schrieb auch Bücher zu Problemen der Sprache und ihrer Veränderungen. Ferner war er der Autor von literaturgeschichtlichen und antiquarischen Schriften und behandelte äußerst rationalistisch mythographische Stoffe. Die Form seines Buchs &amp;#039;&amp;#039;{{lang|grc|Συμποσιακά}}&amp;#039;&amp;#039;, in dem er gelehrte Tischgespräche ausgestaltete, verwendeten später [[Plutarch]] und [[Athenaios]] in eigenen Werken. Eine Sprichwörtersammlung in 13 Büchern legte Didymos ebenfalls an. Sie schöpfte aus älteren derartigen Sammlungen und ging ihrerseits in jene des [[Zenobios (Sophist)|Zenobios]] ein, in der sie in Spuren greifbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didymos war vor allem ein Kompilator, der sich bemühte, die wichtigsten Erkenntnisse aus den Spezialwerken der hellenistischen Philologen zu sammeln und ordnen und so vor dem völligen Verlust zu bewahren. Sein Ruhm und seine Nachwirkung waren in der Folgezeit sehr groß, sein Œuvre wurde von Schriftstellern aller Art ausgebeutet, es ging jedoch in seiner ursprünglichen Gestalt in der späteren römischen Kaiserzeit verloren, weil es durch noch kürzere Kompilationen ersetzt wurde. Außer dem erwähnten Papyrusfund blieben nur geringe Reste unter anderem bei Athenaios sowie antiken Scholien und Lexika erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* Federica Benuzzi: &amp;#039;&amp;#039;Didymus Alexandrinus. The fragments of the commentaries on comedy&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Supplementum grammaticum graecum.&amp;#039;&amp;#039; Band 8). Brill, Leiden/Boston 2023, ISBN 978-90-04-68457-7.&lt;br /&gt;
* [[Bruce Karl Braswell]]: &amp;#039;&amp;#039;Didymos of Alexandria. Commentary on Pindar&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schweizerische Beiträge zur Altertumswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 41). 2., überarbeitete Auflage. Schwabe, Basel 2017.&lt;br /&gt;
* Montana Fausto: &amp;#039;&amp;#039;Didimo Calcentero fra Alessandria e Roma.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Pleiadi&amp;#039;&amp;#039;, 30). Edizioni di Storia e Letteratura, Rom 2024, ISBN 9788893599443.&lt;br /&gt;
* Phillip Harding (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Didymos on Demosthenes.&amp;#039;&amp;#039; Clarendon Press, Oxford 2006, ISBN 978-0-19-928359-0 (griechischer Text mit englischer Übersetzung und Kommentar).&lt;br /&gt;
* Lionel Pearson, [[Susan A. Stephens|Susan Stephens]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Didymi in Demosthenem commenta.&amp;#039;&amp;#039; Teubner, Stuttgart 1983, ISBN 3-519-01269-3 (kritische Edition).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lichtdrucke des Didymospapyros: vier Tafeln.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Generalverwaltung der Königlichen Museen. Weidmann, Berlin 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Montana Fausto (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Didimo Calcentero fra Alessandria e Roma.&amp;#039;&amp;#039; Edizioni di Storia e Letteratura, Rom 2024, ISBN 9788893599443.&lt;br /&gt;
* Jean-Marie Flamand: &amp;#039;&amp;#039;Didymos Chalcenteros.&amp;#039;&amp;#039; In: Richard Goulet (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire des philosophes antiques.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, CNRS Éditions, Paris 1994, ISBN 2-271-05195-9, S. 768–770.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118678221}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118678221|LCCN=n85196283|VIAF=169533220}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philologe der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Altgriechisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 1. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 1. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Didymos Chalkenteros&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=griechischer Grammatiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 65 v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 10&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meier89</name></author>
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