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	<title>Didier Raoult - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Didier_Raoult&amp;diff=2149086&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;GT1976: Redundante Kategorie entfernt</title>
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		<updated>2025-09-12T13:00:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Redundante Kategorie entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Veraltet |seit=2022 |dieses Artikels |Absetzung als Leiter von IHU Méditerranée Infection, Aufdeckung illegaler klinischer Versuche, Verbot der Berufsausübung als Arzt usw.}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Didier Raoult&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1952]] in [[Dakar]]) ist ein französischer [[Mediziner]], [[Mikrobiologe]] und [[Infektiologe]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Didier Raoult au 1er Cercle franco-chinois.png|mini|Didier Raoult (2021)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
=== Werdegang ===&lt;br /&gt;
Didier Raoults Vater war [[Militärarzt]] in Dakar, seine Mutter Krankenschwester. Als Jugendlicher war Didier Raoult ein aufsässiger, schlechter Schüler, der mehrere Klassen wiederholte. 1968 verließ er in der vorletzten Klasse das [[Lycée]]. Er heuerte auf einem Passagierschiff &amp;#039;&amp;#039;Renaissance&amp;#039;&amp;#039; an, legte anschließend als freier Kandidat das &amp;#039;&amp;#039;[[Baccalauréat]] littéraire&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;in etwa entsprechend einem Abitur mit sprachlich-philosophischem Schwerpunkt&amp;lt;/ref&amp;gt; ab, versuchte sich eine Zeitlang an der chinesischen Sprache, fuhr erneut zur See und nahm schließlich ein Studium der Medizin auf – das einzige Studium, das sein Vater bereit war, finanziell zu unterstützen. Seinen Dienst als [[Assistenzarzt]] absolvierte er binnen acht Monaten.&lt;br /&gt;
Seinen Militärdienst leistete er als Arzt auf [[Tahiti]] ab. In dieser Zeit begann er, sich auf [[Infektionskrankheit]]en zu spezialisieren. Anschließend arbeitete er auf einer Postdoktorats-Stelle in den USA, schlug dort jedoch ein attraktives Stellenangebot aus. Stattdessen gründete er 1983 in [[Marseille]] am [[Hôpital de la Timone]] ein Labor zur Erforschung der [[Rickettsien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Labor am Hôpital de la Timone ===&lt;br /&gt;
Zu jener Zeit war das Forschungsinteresse an Infektionskrankheiten nicht sehr ausgeprägt, und seinen eigenen Worten zufolge konnte er sich rasch einen Namen machen. Seitdem hat das Labor fast 100 neue [[Pathogen]]e identifiziert, beschrieben und [[DNA-Sequenzierung|sequenziert]]. Es zählt inzwischen rund 140 Mitarbeiter und ist ein weltweit angesehenes Zentrum für Krankheiten wie die [[Coxiellose]] und die [[Morbus Whipple|Whipple-Krankheit]]. Patienten aus der ganzen Welt suchen dort Rat; zwischen 10.000 und 15.000 Blut- und Gewebeproben aus der ganzen Welt werden jährlich zur Analyse eingereicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsergebnisse ===&lt;br /&gt;
Raoult ist Ko-Autor von rund 1.300 Veröffentlichungen. Besonderen wissenschaftlichen Ruhm verdankt er einer Reihe von aufsehenerregenden Entdeckungen. 2004 veröffentlichte er in [[Science]] den Bericht über die [[DNA-Sequenz]] des &amp;#039;&amp;#039;[[Mimivirus]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;D. Raoult, S. Audic, C. Robert, C. Abergel, P. Renesto, H. Ogata, B. Scola, M. Suzan u. a.: &amp;#039;&amp;#039;The 1.2-megabase genomic sequence of Mimivirus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science.&amp;#039;&amp;#039; Band 306, 2004, S. 1344–1350.&amp;lt;/ref&amp;gt; eines [[Riesenvirus]]. Diese Sequenz hatte sein Labor in Zusammenarbeit mit dem Marseiller Genomlabor von [[Jean-Michel Claverie]] ermittelt. 2008 veröffentlichten Mitarbeiter seines Teams in [[Nature]] den Bericht über die Entdeckung des &amp;#039;&amp;#039;[[Sputnik-Virus]]&amp;#039;&amp;#039;, eines parasitären [[Satellit (Biologie)|Begleitvirus]]: Es kann sich nur in Gegenwart des &amp;#039;&amp;#039;Mimivirus&amp;#039;&amp;#039; als [[Helfervirus]] vermehren.&amp;lt;ref&amp;gt;B. La Scola, C. Desnues, I. Pagnier, C. Robert, L. Barrassi, G. Fournous, M. Merchat, M. Suzan-Monti u. a.: &amp;#039;&amp;#039;The virophage is a single parasite of the giant mimivirus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; Band 455, 2008, S. 100–104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;Sputnik-Virus&amp;#039;&amp;#039; ist das erste Beispiel einer solchen abhängigen Vermehrung zwischen zwei marinen Virusarten. Eine weitere Art von Riesenviren, das &amp;#039;&amp;#039;[[Marseillevirus]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Familie (Biologie)|Fam.]] &amp;#039;&amp;#039;[[Marseilleviridae]]&amp;#039;&amp;#039;), wurde 2009 an seinem Labor entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 wurde Didier Raoult für seine Forschungen mit dem Großen Preis des [[Institut national de la santé et de la recherche médicale]] (INSERM) ausgezeichnet. 2011 hat er mit mehr als 70 Millionen Euro staatlicher Förderung sein Institut IHU Méditerranée Infection in Marseille gegründet, das auf Infektionskrankheiten spezialisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emeritierung ===&lt;br /&gt;
Am 31. August 2021 trat Raoult in den Ruhestand, nachdem sein Gesuch um Verlängerung seiner Tätigkeit in der Assistance publique des hôpitaux de Marseille (AP-HM, der regionalen Gesundheitseinrichtung) von der Führung der Einrichtung abgelehnt worden war. Sogar sein Gesuch um Teilzeitbeschäftigung (einen halben Tag halbwöchentlich) wurde abgewiesen. Er bleibt weiterhin Leiter des Marseiller Krankheits- und Universitätsinstituts für Ansteckungskrankheiten ({{frS|Institut hospitalo-universitaire en maladies infectieuses de Marseille}}), eines von ihm gegründeten Vereins zur Wissenschaftsforschung. Die AP-HM verfügt über eine Stimme im Gremium. In der Fernsehsendung &amp;#039;&amp;#039;Touche pas à mon poste !&amp;#039;&amp;#039; hat Raoult eine „außerordentliche Neigung zur [[Hybris]] und zur Unvernunft&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|déraison}}), &amp;#039;&amp;#039;die von dieser Epidemie verschärft wurde“, beklagt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leparisien.fr/societe/didier-raoult-a-la-retraite-doffice-ce-mardi-soir-sa-demande-de-vacations-rejetee-31-08-2021-WUITSTO5ORDALBLOGVZRDBFH6U.php |titel=Didier Raoult à la retraite d’office ce mardi soir, sa demande de vacations rejetée |werk=[[Le Parisien]] |datum=2021-08-31 |abruf=2021-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und Vorwürfe der Manipulation ==&lt;br /&gt;
Insbesondere in Frankreich ist Raoult inzwischen für seine umstrittenen Thesen zur [[COVID-19-Pandemie]] bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nadia Pantel |url=https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-corona-krise-virologe-frankreich-portraet-1.4914121 |titel=Ein Infektiologe, der den Franzosen Wunder verspricht |werk=[[sueddeutsche.de]] |datum=2020-05-21 |abruf=2021-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Michaela Wiegel]] |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/didier-raoult-frankreichs-wunderheiler-in-der-corona-krise-16856986.html |titel=Didier Raoult: Frankreichs Wunderheiler |werk=[[faz.net]] |datum=2020-07-13 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200713072537/https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/didier-raoult-frankreichs-wunderheiler-in-der-corona-krise-16856986.html?printPagedArticle=true#page |archiv-datum=2020-07-13 |abruf=2021-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Aufsehen sorgten Funde der Aktivistin für Wissenschaftsintegrität [[Elisabeth Bik]] in Bezug zu möglichen Bildmanipulationen in Arbeiten Raoults, der während der [[Covid-19-Pandemie]] mit umstrittenen Studien zu den [[Malaria]]-Medikamenten [[Chloroquin]] und [[Hydroxychloroquin]] von sich Reden machte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;higgs-41368&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Annick Chevillot |url=https://www.higgs.ch/elisabeth-bik-eine-forscherin-jagt-datenfaelschungen-hinterher/41368/ |titel=Elisabeth Bik – eine Forscherin jagt Datenfälscher |werk=higgs.ch |datum=2021-04-07 |abruf=2021-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Raoult erstattete Strafanzeige gegen Bik, woraufhin sich hunderte Wissenschaftler in einem Brief mit Bik solidarisierten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sarah Sermondadaz |url=https://www.higgs.ch/eine-wissenschaftliche-debatte-geht-vor-gericht/43093/ |titel=Eine wissenschaftliche Debatte geht vor Gericht |werk=higgs.ch |datum=2021-06-17 |abruf=2021-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 2024 wurde Raoults Veröffentlichung „Hydroxychloroquine and azithromycin as a treatment of COVID-19: results of an open-label non-randomized clinical trial“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Philippe Gautret, Jean-Christophe Lagier, Philippe Parola, Van Thuan Hoang, Line Meddeb, Morgane Mailhe, Barbara Doudier, Johan Courjon, Valérie Giordanengo, Vera Esteves Vieira, Hervé Tissot Dupont, Stéphane Honoré, Philippe Colson, Eric Chabrière, Bernard La Scola, Jean-Marc Rolain, Philippe Brouqui, Didier Raoult |Titel=RETRACTED: Hydroxychloroquine and azithromycin as a treatment of COVID-19: results of an open-label non-randomized clinical trial |Sammelwerk=International Journal of Antimicrobial Agents |Datum= |DOI=10.1016/j.ijantimicag.2020.105949}}&amp;lt;/ref&amp;gt; vom [[International Journal of Antimicrobial Agents]] aufgrund von methodischen und ethischen Problemen zurückgezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Cathleen O&amp;#039;Grady | Titel=Infamous paper that popularized unproven COVID-19 treatment finally retracted | Sammelwerk=[[Science]] | Band= | Nummer= | Datum=17. Dezember 2024 | Seiten= | DOI=10.1126/science.z8aky7n}} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Didier Raoult ist mit einer [[Psychiater]]in verheiratet. Ihre beiden Töchter haben ebenfalls die Medizin als Berufsweg gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Pierre Le Hir: [https://www.lemonde.fr/planete/article/2010/11/19/chasseur-de-microbes_1442299_3244.html &amp;#039;&amp;#039;Chasseur de microbes&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Le Monde]].&amp;#039;&amp;#039; 20. November 2010, S. 18. (nur Beginn des Artikels kostenfrei).&lt;br /&gt;
* Hilmar Schmundt: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-60883198.html &amp;#039;&amp;#039;Reise durchs Land Liliput&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; 6. Oktober 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Hinweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1128931125|LCCN=n93800022|VIAF=56752423}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Raoult, Didier}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Virologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (COVID-19-Pandemie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Raoult, Didier&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Mediziner, Mikrobiologe und Infektiologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1952&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dakar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GT1976</name></author>
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