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	<title>Dicrocoeliose - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T03:33:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dicrocoeliose&amp;diff=792116&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dicrocoeliose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (synonym &amp;#039;&amp;#039;Dikrozöliose&amp;#039;&amp;#039;) wird die [[Parasitismus|parasitäre Erkrankung]] bezeichnet, die durch den [[Kleiner Leberegel|Kleinen Leberegel]] verursacht wird. Sie gehört zu den [[Wurmerkrankung]]en (&amp;#039;&amp;#039;Helminthosen&amp;#039;&amp;#039;) und tritt vorwiegend bei [[Wiederkäuer]]n auf, bisweilen aber auch bei anderen (Wild-)Tieren sowie Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Von prinzipieller Wichtigkeit für das Auftreten von Dicrocoeliose sind bestimmte Umweltfaktoren, das Vorkommen von [[Zwischenwirt]]en sowie das Vorkommen von [[Endwirt]]en. Sie tritt auf großen Weideflächen in Tiefländern und in Bergen auf, vorwiegend in trockeneren Regionen mit [[Kalkhaltiger Boden|Kalkboden]]. Weideflächen werden in der Regel durch Weidevieh kontaminiert, aber auch wilde Wiederkäuer sowie Kaninchen und Hasen können zur Verbreitung beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathogenese ==&lt;br /&gt;
Die [[Infektion]] mit Kleinen Leberegeln erfolgt durch die Aufnahme von infizierten [[Ameisen]], dem zweiten Zwischenwirt nach [[Schnecken]], mit der Nahrung. In den ersten Tagen nach einer Infektion wandern die jungen Leberegel ([[Cerkarie|Metacercarien]]) in die [[Gallengang|Gallengänge]] des Endwirts. Bedingt durch mechanische [[Irritation]]en und durch toxische Effekte der Stoffwechselendprodukte des Kleinen Leberegels kommt es anfänglich zu [[Vasodilatation|Gefäßerweiterungen]], im akuten Stadium zu [[Entzündung]]en der Gallengänge mit Gewebswucherungen im umgebenden Gewebe. Schwere, langanhaltende Infektionen führen zu Verhärtung und Vernarbung der Leber mit [[Krankheitsverlauf|chronischer]] Gallengangsentzündung ([[Cholangitis]]), Erweiterung der Gallengänge und [[Fibrose]]. Sehr schwere Infektionen (&amp;gt;4800 Parasiten) führen zu einem erhöhten [[Albumin|Serumalbuminspiegel]], normale oder geringe Infektionen verlaufen ohne klinische [[Symptom]]e (subklinisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Endwirt kann sich der Kleine Leberegel bis zu sechs Jahre halten, eine erfolgreiche Regulation oder gar Minderung des Befalls durch eine [[Immunreaktion]] ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell gilt, dass eine Infektion unscheinbar verläuft. Auch sehr starker Befall führt zu relativ schwachen Symptomen, wie [[Anämie]], [[Gelbsucht]], [[Ödem]]e, Schwäche und Leistungsminderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Parasite140080-fig3 Gastrointestinal parasites in seven primates of the Taï National Park - Helminths Figure 3h.jpg|mini|Ei des Kleinen Leberegels]]&lt;br /&gt;
Eine Intravitaldiagnose kann über Bestimmung der Konzentration an Eiern ([[Sedimentationsverfahren|Sedimentations-]] oder [[Flotationsverfahren]]) erfolgen. Als sehr genau gilt das Flotationsverfahren mit [[Quecksilber(II)-iodid|HgI&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]/[[Kaliumiodid|KI]]-Lösung ([[Kaliumtetraiodomercurat(II)]], [[Dichte]] 1,44&amp;amp;nbsp;g/ml). Allerdings ist die Konzentration an Eiern auch vom Stress des infizierten Tieres abhängig, schwankt mit der Tageszeit und ist nicht zwangsläufig von der Befallsintensität abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diagnose wird in der Regel erst im [[Schlachthof]] bei der [[Schlachttier- und Fleischuntersuchung|Fleischbeschau]] gestellt. Offensichtliche makroskopische Hinweise sind Verdickung und Erweiterung der Gallengänge und Leberverhärtung. In den Erweiterungen und teils in der Gallenblase finden sich Leberegel verschiedener Größen. Es werden dabei aber nicht alle Fälle von Dicrocoeliose erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gegenstrom-[[Immunelektrophorese]] gilt als der zuverlässigste [[Serologie|serologische]] Test auf einen Befall und kann auch ruhende Infektionen aufzeigen. Ebenso können [[Antikörper]] durch [[Enzyme-linked Immunosorbent Assay|ELISA]] nachgewiesen werden, bisweilen vier bis acht Wochen bevor die ersten Eier im Kot nachweisbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Indikator von Dicrocoeliose kann ebenso der Nachweis von Metacercarien des Kleinen Leberegels dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Eine Behandlung sollte nur bei schweren Infektionen erfolgen. Trematodenwirksame [[Wurmmittel]] müssen in hohen Dosen und mehrfach verabreicht werden. Die Anwendung einiger [[Benzimidazole]] und Probenzimidazole gilt als besonders erfolgreich, gefolgt von Pyrazinoisoquinolinderivaten ([[Praziquantel]]), Salicylaniliden ([[Closantel]]) und [[Diamfenetide]]n.&lt;br /&gt;
Am erfolgreichsten sind [[Wurmkur]]en im Winter und zeitigem Frühling, da dies die Zeit der höchsten Verbreitung des Kleinen Leberegels ist. Es ist ebenso angeraten, Behandlungen am Ende der Hauptinfektionszeit (Ende April/Mai) durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus ökologischen Gründen kann eine großflächige Bekämpfung der Zwischenwirte des Kleinen Leberegels nicht erfolgen. Da sich die meisten befallenen Ameisen innerhalb eines Radius von 50&amp;amp;nbsp;cm um ihren Ameisenhügel aufhalten, kann eine Ausbreitung der Dicrocoeliose zumindest in gewissem Maße durch Umzäunung der Ameisenhügel Einhalt geboten werden. Die Dichte an Zwischenwirten kann ebenso durch Ansiedlung von Räubern (z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Truthühner]], [[Hausente|Enten]], [[Hausgans|Gänse]] und [[Haushuhn|Hühner]]; ungefähr 50 Tiere pro [[Hektar]]) kontrolliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in experimentellem Rahmen auch schon [[Impfung]]en erfolgreich durchgeführt wurden, ist noch keine Impfstrategie entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infektionen des Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dicrocoelium LifeCycle.png|mini|Zyklus des Kleinen Leberegels]]&lt;br /&gt;
Der Befall von Menschen durch den Kleinen Leberegel ist die Ausnahme. Bedingt durch den [[Kleiner Leberegel|Zyklus]] des Kleinen Leberegels können Menschen nur versehentlich durch Verschlucken von Ameisen an Pflanzenmaterial und Früchten infiziert werden. Daher sind Kinder besonders gefährdet. Symptome eines Befalls sind Verdauungsprobleme, [[Blähung]]en, Erbrechen, [[Diarrhoe]] zusammen mit [[Obstipation|Verstopfung]] sowie [[Kolik|Gallenkolik]]. Neben „echten Infektionen“ gibt es auch sogenannte „falsche Infektionen“, die durch den Verzehr von infiziertem Tiermaterial auftreten. Bei diesen „falschen Infektionen“ durchwandern sogenannte Transit-Eier unverändert den Darmtrakt, sind also im [[Kot|Stuhl]] nachweisbar, obwohl keine tatsächliche Infektion vorliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* L. Ducháček, J. Lamka: &amp;#039;&amp;#039;Dicrocoeliosis – the present state of knowledge with respect to wildlife species.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Veterinaria Brno&amp;#039;&amp;#039;, 2003, Band 72, S.&amp;amp;nbsp;613–626.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierseuchen/uebersicht-seuchen/alle-tierseuchen/leberegel-dikrozoeliose-fasziolose.html blv.admin.ch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parasitose bei Wiederkäuern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoonose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parasitose des Menschen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
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