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	<title>Dickenschied - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dickenschied&amp;diff=60343&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cosal: /* Kirchen */</title>
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		<updated>2026-04-23T21:15:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kirchen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Ortsgemeinde&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Dickenschied COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 49/54/02/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 7/25/12/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Dickenschied in SIM.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Rhein-Hunsrück-Kreis&lt;br /&gt;
|Verbandsgemeinde  = Kirchberg (Hunsrück)&lt;br /&gt;
|Höhe              = 400&lt;br /&gt;
|PLZ               = 55483&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 06763&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 07140028&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Marktplatz 5&amp;lt;br /&amp;gt;55481 Kirchberg (Hunsrück)&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.dickenschied.de/ www.dickenschied.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Jürgen Baum&lt;br /&gt;
|Partei            = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dickenschied&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Ortsgemeinde (Rheinland-Pfalz)|Ortsgemeinde]] im [[Rhein-Hunsrück-Kreis]] in [[Rheinland-Pfalz]]. Sie gehört der [[Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück)]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Dickenschied liegt auf einem Höhenrücken des [[Hunsrück]]s fünf Kilometer südlich von [[Kirchberg (Hunsrück)|Kirchberg]], mit dem es die [[Bundesstraße 421]] verbindet. Im Osten liegt das Tal des [[Simmerbach]]s, im Westen das Tal des [[Kyrbach]]s, im Süden erhebt sich der [[Lützelsoon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Umgebung von Dickenschied ist seit der [[Jungsteinzeit]] besiedelt, wie Funde in den benachbarten Gemeinden [[Woppenroth]] und Gemünden zeigen. Der Name der Ortschaft weist auf die Zeit der späten [[Fränkische Landnahme|Fränkischen Landnahme]] (etwa 600–750) hin, da die in dieser Zeit gegründeten Orte oft auf [[-scheid]], -schied, -hausen, -rod/-rat oder -feld enden. Namen mit -scheid/-schied und -rod/-rat sind ausdrückliche Rodungsnamen der Ausbauphase, der späteren Periode der Landnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung sieht die lokalgeschichtliche Forschung zumeist in einer Bulle von Papst [[Urban III.]] aus dem Jahr 1186.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Leopold Eltester |Titel=Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien |Band=Band 2: Vom Jahre 1169 bis 1212 |Verlag=J. Hölscher |Ort=Koblenz |Datum=1865 |Seiten=118–119, Nr.&amp;amp;nbsp;79 |Kommentar=Nachdruck: Olms, Hildesheim 1974, ISBN 3-487-05329-2 |Online={{Google Buch |BuchID=pe0AAAAAcAAJ |Seite=118 |Linktext=Volltext}} |DNB=540522848}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Autoren deuten die dortige Ortsangabe „Dicheset“ wegen anderer dort erwähnter Ortschaften und der räumlichen Nähe zum angeführten [[Treis-Karden|Karden]] als [[Ditscheid]] in der Eifel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ferdinand Pauly |Titel=Das Stift St. Kastor in Karden an der Mosel |Sammelwerk=Germania Sacra |Band=Neue Folge 19, Erzbistum Trier 3 |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin / New York |Datum=1986 |ISBN=3-11-010445-8 |Seiten=266 |Online={{Google Buch |BuchID=9NvkLp_S4nIC |Seite=266 |Linktext=Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickenschied war früher Teil des fränkischen [[Nahegau (Grafschaft)|Nahegaus]]. Vom 8. bis zum 12. Jahrhundert gehörte das Gebiet um Dickenschied zur [[Ober Kostenz|Kostenzer]] [[Pfleger (Mittelalter)|Pflege]]. Bis 1124 gehörte es den [[Burg Dill|Grafen von Dill]]. Danach kam es zur sponheimischen Herrschaft. Um das Jahr 1310, nach neueren Erkenntnissen des [[Landeshauptarchiv Koblenz]] wohl 1330–1335, wird der Ort unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Dieckenszeid&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;Sponheimischen [[Gefälle (Recht)|Gefälleregister]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Grafschaft Sponheim]] erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://apertus.rlp.de/ |titel=Landeshauptarchiv Koblenz Bestand 33 Nummer 15036 |abruf=2021-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; „Am 21. März 1348 machte Ritter Bertolf von Sötern“ Dickenschied und weitere „rechtliche Eigengüter“ „zu einem Lehen von Wildgraf Johann von Dhaun“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Wilhelm Fabricius (Historiker, 1861)|Wilhelm Fabricius]] |url=https://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/1037606 |titel=Die Herrschaften des unteren Nahegebietes: der Nahegau und seine Umgebung |hrsg=Behrendt, Bonn |datum=1914 |seiten=114 |abruf=2022-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Besetzung des [[Linkes Rheinufer|linken Rheinufers]] 1794 durch [[französische Revolution]]struppen wurde der Ort französisch, 1815, nach der [[Franzosenzeit]], wurde er auf dem [[Wiener Kongress]] dem [[Königreich Preußen]] zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes [[Rheinland-Pfalz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Südwesten des Ortes wurde in einem Seitental des Kyrbachs bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts in der Grube „Auf Allern“ [[Schiefer]] abgebaut. Heute dient die Grube als [[Schaubergwerk]] dem regionalen Tourismus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kirchberg-hunsrueck.de/radtour_schiefertour.html |titel=Schiefertour |werk=kirchberg-hunsrueck.de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140525235317/http://www.kirchberg-hunsrueck.de/radtour_schiefertour.html |archiv-datum=2014-05-25 |abruf=2019-09-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dickenschied hatte 1809 231 Einwohner,&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Piroth: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Dickenschieder Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: Grabe/Piroth: &amp;#039;&amp;#039;Dickenschieder Buch.&amp;#039;&amp;#039; S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Volkszählung vom 17. Mai 1939 stellte 471 Einwohner fest, davon waren 241 Männer und 230 Frauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Auskunft aus dem Archiv der Verbandsgemeinde Kirchberg vom 29. November 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um das Jahr 2000 lebten etwa 750 Menschen im Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehemals zugehörige Weiler ==&lt;br /&gt;
Zu Dickenschied gehörten früher auch mehrere Siedlungen außerhalb des Ortes. Die einzige, die von diesen noch besteht, ist [[Panzweiler (Gemünden)|Panzweiler]], das heute zu Gemünden gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Werrigweiler}} Werchweiler ===&lt;br /&gt;
Das nordöstlich vom Ort gelegene ehemalige Werchweiler oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werrigweiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Wilhelm Fabricius (Historiker, 1861)|Wilhelm Fabricius]] |url=https://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/1037602 |titel=Die Herrschaften des unteren Nahegebietes: der Nahegau und seine Umgebung |hrsg=Behrendt, Bonn |datum=1914 |seiten=110 |abruf=2022-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ({{Coordinate|text=DMS|NS=49.914825|EW=7.417970|type=landmark|elevation=|region=DE-RP|name=Werschweiler, heute meist Werrigweiler}}) wurde im Jahre 1299 erstmals erwähnt: Ritter Sibido von der [[Schmidtburg]] schenkte seine Güter zu Werchweiler dem [[Kloster Ravengiersburg]]. Der Ort war verpflichtet, gemeinsam mit [[Rohrbach (Hunsrück)|Rohrbach]], [[Kerweiler]] und Dickenschied für den Unterhalt des Priesters zu sorgen, der 1317 in der neu errichteten Pfarrvikarie Dickenschied eingesetzt wurde. Werchweiler ging im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] unter. Die Glocke von 1686 trug noch die Inschrift: „Dickenschied und Werchweiler ließen mich gießen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Scheidbach ===&lt;br /&gt;
Noch heute erinnert ein Straßenname an die „Scheidbach“ ({{Coordinate|NS=49.905099|EW=7.44317|type=landmark|region=DE-RP|text=DMS|name=Scheidbach}}), eine Siedlung am Zusammenlauf der beiden Scheidbäche, etwa eineinhalb Kilometer östlich vom Dorf gelegen. Die früheste Bezeugung stammt aus dem Jahr 1778, als Jakob Schein „von der Schißbach bey Dickenschied“ die [[Markgrafschaft Baden|badische Herrschaft]] darum bat, „eine seit Menschengedenken nicht mehr benutzte Mahlmühle“ wieder in Betrieb nehmen und bewohnbar machen zu dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Herbert Piroth: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Dickenschieder Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dickenschieder Buch.&amp;#039;&amp;#039; S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Siedlung soll dem [[Johannes Bückler|Schinderhannes]] längere Zeit als Quartier gedient haben. In dem Weiler lebten im 19. Jahrhundert zwei Bauernfamilien und in primitiven Hütten mindestens sechs weitere Familien. Um die Bewohner der Siedlung loszuwerden, die im Hunsrück wegen Viehdiebstahl und Bettelei verrufen waren, kaufte die Ortsgemeinde einige der Häuser 1894, 1897 und 1899 auf. 1904 brannte ein verbliebenes Anwesen nieder. Ende November 1909 siedelten die letzten Bewohner nach Dickenschied um. Das letzte Haus wurde wegen Ungezieferbefalls niedergebrannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum ganzen Abschnitt: Grabe/Piroth: &amp;#039;&amp;#039;Dickenschieder Buch.&amp;#039;&amp;#039; S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nanny Lambrecht]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;Armsünderin&amp;#039;&amp;#039; handelt vom Leben einer Scheidbacherin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dickenschieder Lehrersfrau Elisabeth Glasmann beschrieb den Ort als „eine Niederlassung sehr armen Volkes, ungefähr 10 Behausungen, die stahlen und trieben viel Unerlaubtes, einer hatte sogar 12 Jahre Zuchthaus gehabt.“ Den unliebsamen Scheidbachern wurde 1899 Geld für eine Ansiedlung in einer anderen Gemeinde gegeben. In Sargenroth zum Beispiel wurde eine Familie jedoch am Tage ihrer Ankunft wieder abgewiesen. Sie lebten danach im Schieferbruch, im Winter im ehemaligen Gemeindehaus. „Später wurden die Kinder in Anstalten gebracht, und die […] Alten hier [i.e. in Dickenschied] begraben und ihre Gräber sind eine Wildnis“.&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Elisabetha Glasmann: &amp;#039;&amp;#039;Tagebuch meines Lebens, eine Familiensaga aus dem Hunsrück (1860–1942).&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Hajo Knebel]]. Eigenverlag, Simmern 1973, S. 98 (2. Auflage, hrsg. durch den Enkel Walter Göhl: Pandion, Simmern 2004, ISBN 3-934524-47-8); zitiert auch in Grabe/Piroth: &amp;#039;&amp;#039;Dickenschieder Buch.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] in Dickenschied besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2024|Kommunalwahl am 9.&amp;amp;nbsp;Juni 2024]] in einer [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#MW|Mehrheitswahl]] gewählt wurden, und dem [[ehrenamt]]lichen [[Ortsbürgermeister]] als Vorsitzendem.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Volker Bender-Praß (Ortsbürgermeister und Gemeindewahlleiter) |url=https://ol.wittich.de/titel/454/ausgabe/27/2024/artikel/00000000000043111341-OL-454-2024-27-27-0 |titel=Erneute Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Gemeinderat der Gemeinde Dickenschied am 09.06.2024 |werk=Mitteilungen der Verbandsgemeinde Kirchberg Hunsrück, Ausgabe 27/2024 |hrsg=[[Linus Wittich Medien]] GmbH, Höhr-Grenzhausen |datum=2024-06-28 |abruf=2026-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Jürgen Baum wurde am 11.&amp;amp;nbsp;Juli 2024 Ortsbürgermeister von Dickenschied.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konst_2024&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dickenschied.de/2024/08/27/gemeinderat-ist-vollzaehlig-ehrung-und-verabschiedung/ |titel=Gemeinderat ist vollzählig – Ehrung und Verabschiedung |hrsg=Ortsgemeinde Dickenschied |datum=2024-08-27 |abruf=2026-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da bei der [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#BM|Direktwahl]] am 9.&amp;amp;nbsp;Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://rlp-kw24.wahlen.23degrees.eu/wahlen/direktwahlen-gemeindeebene/1400402800 |titel=Dickenschied, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024 |werk=Kommunalwahlergebnisse Dickenschied |hrsg=Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz |abruf=2026-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer [[Gemeindeordnungen in Deutschland|Gemeindeordnung]] dem Rat, der sich auf seiner [[Konstituierende Sitzung|konstituierenden Sitzung]] für Jürgen Baum entschied.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konst_2024&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baums Vorgänger waren seit 2019 Volker Bender-Praß und zuvor Karl-Wilhelm Bender.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Konst_2024&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.kirchberg-hunsrueck.de/organe04.html |text=Ortsgemeinde Dickenschied: Ortsgemeinderat |wayback=20190322002113}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Manfred Kuhn war von 1989 bis 2009 Ortsbürgermeister von Dickenschied.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dickenschied.de/2021/06/06/manfred-kuhn-erhaelt-verdienstmedaille-des-landes-rheinland-pfalz/ |titel=Manfred Kuhn erhält Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz |hrsg=Ortsgemeinde Dickenschied |datum=2021-06-06 |abruf=2026-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „Geteilt und oben gespalten; [[Heraldisch rechts|rechts]] in Gold ein grünes Eichenblatt, links in Schwarz ein schwebendes goldenes Passionskreuz, unten geschacht von Gold und Blau.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kreuz nimmt Bezug sowohl auf die heiligen [[vierzehn Nothelfer]] und den früheren Wallfahrtsort als auch auf den im Konzentrationslager Buchenwald verstorbenen Dickenschieder Pfarrer [[Paul Schneider (Pfarrer)|Paul Schneider]]. Das Eichenblatt symbolisiert den Waldreichtum der Gemeinde. Die untere Schildhälfte verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur vorderen [[Grafschaft Sponheim]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.kirchberg-hunsrueck.de/wissenswertes04.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Ortsgemeinde Dickenschied: Wappenbeschreibung und -begründung&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20170917032521}} Website der Verbandsgemeinde Kirchberg im Hunsrück; abgerufen am 23.&amp;amp;nbsp;Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Seit dem 19. August 1993 besteht zwischen dem bei [[Eger (Ungarn)|Eger]] gelegenen nordungarischen [[Felsőtárkány]] und Dickenschied eine Partnerschaft. Zustande kam sie, als infolge des Orkans „[[Orkan Wiebke|Wiebke]]“, der im Januar 1990 sehr große Schäden anrichtete, für Aufräumarbeiten in den Wäldern des Soonwaldes und Lützelsoons viele Arbeiter aus Schweden, Österreich und Ungarn geholt wurden und insbesondere Arbeiter aus Felsőtárkány in den Ferienwohnungen Dickenschieds ein Jahr lang Quartier fanden. Aus ersten privaten Kontakten entstand so eine Beziehung zwischen den Dörfern, die zur Gemeindepartnerschaft führte. Zwischen mehreren Vereinen bestehen Verbindungen. Dickenschied unterstützt in der Partnergemeinde einen Musikverein, zwei Kindergärten und eine Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Oktober 2013 wurde eine Partnerschaft mit [[Salvador do Sul]] in der [[Serra Gaúcha]] im brasilianischen Bundesstaat [[Rio Grande do Sul]] begründet. Salvador do Sul wurde im Wesentlichen durch Einwanderer aus dem Hunsrück gegründet. In einer Erklärung des Dickenschieder Gemeinderates vom 29. April 2013 und der Stadt Salvador do Sul wurde der Siedler Peter Heck genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Paul Schneider Dickenschied Kirche 600x800.jpg|mini|hochkant|Dickenschied im Hunsrück, evangelische Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
Unter den Karolingern entstand auf dem Gebiet des [[Denzen|Denzer]] Königsguts die [[Kirchberg (Hunsrück)#Kirchliche Verhältnisse|Großpfarrei Kirchberg]], zu der insgesamt 51 Ortschaften gehörten, mit einer zentralen Taufkirche in Kirchberg sowie mit Kapellen unter anderem in Dickenschied und Womrath. Die Dickenschieder Kapelle wurde vor 1317 errichtet. In diesem Jahr wurde Dickenschied als Filiale von Kirchberg zur Pfarrvikarie mit eigenem Priester erhoben. Kirchberg blieb bis ins 16. Jahrhundert hinein eines der bedeutenden Zentren auf dem Hunsrück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einführung der [[Reformation]] im Jahre 1557 war Dickenschied vorwiegend evangelisch. Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] erhielten die Katholiken Religionsfreiheit und durften seit 1688 Gottesdienst in der Dickenschieder Kirche abhalten. Mit Einführung des Festes der [[vierzehn Nothelfer]] im Jahre 1747, das zeitweise bis zu 3000 Pilger anzog, gewannen die Katholiken mehr Einfluss. Die heute katholische Vierzehn-Nothelfer-Kirche wurde 1844 noch als [[Simultankirche]] eingeweiht. Das Simultaneum endete 1912 und damit endeten auch die Konflikte bei der Kirchennutzung. Zur Ablösung zahlten die Katholiken an die evangelische Kirchengemeinde 18.000 Mark, die diese für ihren Kirchenneubau verwandte. Bis 1916 genoss die evangelische Gemeinde noch Gastrecht in der nun katholischen Kirche. Danach feierte sie ihre Gottesdienste im evangelischen Schulhaus.&lt;br /&gt;
[[Datei:Paul Schneider Dickenschied Grab 600x800.jpg|mini|hochkant|Dickenschied, Grab von Paul und Margarete Schneider]]&lt;br /&gt;
In der evangelischen Kirche, Trinitatis (7. Juni) 1914 begonnen, werden, verzögert durch den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], seit dem 4. Advent (22. Dezember) 1918 [[Gottesdienst]]e gefeiert. Sie wurde in der Zeit errichtet, als Walter Schneider, ein Onkel Paul Schneiders, Pfarrer in Dickenschied und Womrath war. Seit 1981 steht sie unter Denkmalschutz. In Dickenschied, das evangelischerseits zum [[Kirchenkreis Simmern-Trarbach]] gehört, wirkte von 1934 bis 1937 [[Paul Schneider (Pfarrer)|Paul Schneider]] als Pfarrer; er wurde am 18. Juli 1939 im [[KZ Buchenwald]] ermordet. Von der heutigen Bevölkerung gehören jeweils etwa 340 Personen der evangelischen und der katholischen Gemeinde an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Kulturdenkmäler in Dickenschied}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die ehemals bestimmenden Wirtschaftsfaktoren Landwirtschaft und [[Schiefer]]bergbau sind fast vollständig verschwunden. Zwei (Vollerwerbs-)Landwirtschaftsbetriebe und sieben Dachdeckerunternehmen, teilweise mit einem Schwerpunkt auf Schiefereindeckungen, sind nur noch leise Nachklänge; insgesamt bestehen 35 Gewerbe in der Gemeinde, darunter eine 1992 gegründete überregional vermarktende handwerkliche Töpferwerkstatt. Die schon traditionelle örtliche Handwerks- und Gewerbeschau vereinte zuletzt 2010 etwa 50 lokale und regionale Aussteller und einen Bauernmarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Durch Dickenschied führen zwei touristische Routen, der [[Lützelsoon-Radweg]] verläuft bis Kirchberg parallel zur [[Bundesstraße 421]] und der [[Keltenweg Nahe–Mosel]] führt den Wanderer über [[Hecken (Hunsrück)|Hecken]] (und die etwa 130 [[Hügelgrab|Hügelgräber]] im [[Bannwald]] zwischen Dickenschied, Lindenschied und Hecken) zum fünf Kilometer entfernten Kirchberg. Es gibt auch in Dickenschied einige wenige Pensionen und Ferienwohnungen sowie das lokale Gastgewerbe, das auch der Tourist vor Ort oder auf der Durchreise nutzen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedenken an Pfarrer Schneider führt zu Grab und zu Gedenkveranstaltungen ebenfalls Fremde und Freunde in den Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Bevölkerung !! Familien{{FN|1}} !! Sonstiges&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1607 || 140 || 23 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1688 || {{0}}80 || 13 ||style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| 3 katholisch, 120 evangelisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1699 || {{0}}85 || 14 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1772 || 145 || 24 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1809 || 231 ||  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1817 || 359 ||  ||style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| 183 katholisch, 176 reformiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1828 || 393 ||  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1840 || 457 ||  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1864 || 492 ||  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 || 465 ||  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885 || 505 ||  ||style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| 288 katholisch, 217 reformiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 || 501 || {{0}}94 ||style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| 51 katholische, 43 evangelische Familien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 || 500 || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || 472 || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950 || 502 ||  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1961 || 520 || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1972 || 581 ||  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1982 || 631 ||  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1985 || 622 || || zzgl. etwa 100 US-Amerikaner ([[Hahn Air Base]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2002 || 731 || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014 || 713 ||  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2022&lt;br /&gt;
|697&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{FNZ|1|Die Einwohnerzahlen für die Jahre 1607–1809 stellen Schätzungen aufgrund der Familien dar und sind eher untere Werte.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Dämgen]] (* 1961), Fußballspieler und -trainer&lt;br /&gt;
* [[Paul Schneider (Pfarrer)|Paul Schneider]] (1897–1939), evangelischer Pfarrer, Opfer des Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Grabe, Herbert Piroth: &amp;#039;&amp;#039;Dickenschieder Buch. Chronik einer Hunsrückgemeinde 1186–1986.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Ortsgemeinde Dickenschied. 1986, {{DNB|881000124}}.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Grabe, Heinrich Augustin: &amp;#039;&amp;#039;Dickenschieder Buch. Chronik einer Hunsrückgemeinde, Band 2: 1986–2016.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Ortsgemeinde Dickenschied. 2016.&lt;br /&gt;
* [[Albert Rosenkranz]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Evangelische Rheinland&amp;#039;&amp;#039; (= Schriftenreihe des Vereins für rheinische Kirchengeschichte. Band 3). Band 1, Kirche in der Zeit, Düsseldorf 1956, {{DNB|454196482}}, S. 535f.&lt;br /&gt;
* Dieter Diether: &amp;#039;&amp;#039;Die Gotteshäuser im Evangelischen Kirchenkreis Simmern-Trarbach.&amp;#039;&amp;#039; Kirchenkreis Simmern-Trarbach, Kirchberg (Hunsrück) 1998, S. 28 f.&lt;br /&gt;
* Nanny Lambrecht: &amp;#039;&amp;#039;Armsünderin.&amp;#039;&amp;#039; Roman. 8. Auflage. Borngräber, Berlin 1918, {{DNB|574539972}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dickenschied.de/ Homepage der Ortsgemeinde Dickenschied]&lt;br /&gt;
* [https://www.kirchberg-hunsrueck.de/de/gemeinden/ortsgemeinden/dickenschied/ Informationen über Dickenschied bei der Verbandsgemeinde Kirchberg]&lt;br /&gt;
* {{RPB ORT|nr=o14004028}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Rhein-Hunsrück-Kreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4272587-2|VIAF=235147991}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Rhein-Hunsrück-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Hunsrück]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cosal</name></author>
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