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	<title>Dichterliebe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dichterliebe&amp;diff=218203&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yannollivier: /* Titel */</title>
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		<updated>2026-02-07T09:48:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Titel&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dichterliebe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, op. 48, ist ein [[Liederzyklus|Zyklus]] von 16 [[Romantik|romantischen]] [[Kunstlied]]ern von [[Robert Schumann]]. Der Zyklus entstand 1840 zu Gedichten aus [[Heinrich Heine]]s &amp;#039;&amp;#039;Lyrischem Intermezzo&amp;#039;&amp;#039;, einer Sammlung von 65 Gedichten, die 1823 in &amp;#039;&amp;#039;Tragödien nebst einem lyrischen Intermezzo&amp;#039;&amp;#039;, dann 1827 im &amp;#039;&amp;#039;[[Buch der Lieder (Heine)|Buch der Lieder]]&amp;#039;&amp;#039; erschienen waren. Von den 20 komponierten Liedern wurden 16 schließlich gedruckt, in der ursprünglichen Fassung von 1840 hatte der Zyklus folgenden, längeren Titel: »[[Gedichte von Heinrich Heine – 20 Lieder und Gesänge aus dem Lyrischen Intermezzo im Buch der Lieder]]«.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://imslp.org/wiki/20_Lieder_nach_Gedichten_von_Heinrich_Heine%2C_Opp.29%2C_48_(Schumann%2C_Robert) &amp;#039;&amp;#039;Übertragung der Urfassung der Dichterliebe aus dem Autograph bei IMSLP&amp;#039;&amp;#039;] Notenedition (2023, Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 – Lizenz) von Danijel Drilo.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schumann ging bei seinen Liederzyklen oft von einer in sich geschlossenen Episode mit einer zugrunde liegenden poetischen Idee aus. Dies schlägt sich hier in dem selbstgewählten Titel &amp;#039;&amp;#039;Dichterliebe&amp;#039;&amp;#039; nieder, wobei er dabei einer eigenen dramatischen Konzeption folgend die Reihenfolge von Heines Gedichten umstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk wurde im September 1844 bei [[C. F. Peters]] in Leipzig gedruckt und 1861 in Hamburg von [[Julius Stockhausen (Musiker)|Julius Stockhausen]] und [[Johannes Brahms]] erstmals als Ganzes aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Titel ==&lt;br /&gt;
Heine hatte die Gedichte nicht mit Überschriften versehen, es handelt sich bei den „Liedertiteln“ daher um [[Incipit]]s.&lt;br /&gt;
# [[Im wunderschönen Monat Mai]]&lt;br /&gt;
# Aus meinen Tränen sprießen&lt;br /&gt;
# Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne&lt;br /&gt;
# Wenn ich in deine Augen seh’&lt;br /&gt;
# Ich will meine Seele tauchen&lt;br /&gt;
# Im Rhein, im heiligen Strome&lt;br /&gt;
# Ich grolle nicht&lt;br /&gt;
# Und wüßten’s die Blumen, die kleinen&lt;br /&gt;
# Das ist ein Flöten und Geigen&lt;br /&gt;
# Hör&amp;#039; ich das Liedchen klingen&lt;br /&gt;
# [[Ein Jüngling liebt ein Mädchen]]&lt;br /&gt;
# Am leuchtenden Sommermorgen&lt;br /&gt;
# Ich hab’ im Traum geweinet&lt;br /&gt;
# Allnächtlich im Traume&lt;br /&gt;
# Aus alten Märchen&lt;br /&gt;
# [[Die alten, bösen Lieder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Lieder wurden bei der Drucklegung aussortiert:&lt;br /&gt;
* „Dein Angesicht so lieb und schön“. Bei Heine Nr. 5. Schumann: &amp;#039;&amp;#039;5 Lieder und Gesänge&amp;#039;&amp;#039;, op. 127 (1854), Nr. 2&lt;br /&gt;
* „Lehn’ deine Wang’ an meine Wang’“.  Bei Heine Nr. 6. Schumann: &amp;#039;&amp;#039;4 Gesänge&amp;#039;&amp;#039;, op. 142 (1852), Nr. 2&lt;br /&gt;
* „Es leuchtet meine Liebe“. Bei Heine Nr. 46. Schumann: &amp;#039;&amp;#039;5 Lieder und Gesänge&amp;#039;&amp;#039;, Op. 127 (1854), Nr. 3&lt;br /&gt;
* „Mein Wagen rollet langsam“. Bei Heine Nr. 54. Schumann: &amp;#039;&amp;#039;4 Gesänge&amp;#039;&amp;#039;, op. 142 (1852), Nr. 4&lt;br /&gt;
Opp. 127 und 142 enthalten neben diesen Heine-Gedichten auch Gedichte von [[Justinus Kerner]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Dichterliebe Zusammenfassung.png|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liedertexte ==&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |liste=&amp;lt;poem&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. Im wunderschönen Monat Mai,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Als alle Knospen sprangen,&lt;br /&gt;
Da ist in meinem Herzen&lt;br /&gt;
Die Liebe aufgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im wunderschönen Monat Mai,&lt;br /&gt;
Als alle Vögel sangen,&lt;br /&gt;
Da hab’ ich ihr gestanden&lt;br /&gt;
Mein Sehnen und Verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2. Aus meinen Tränen spriessen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Viel blühende Blumen hervor,&lt;br /&gt;
Und meine Seufzer werden&lt;br /&gt;
Ein Nachtigallenchor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn du mich lieb hast, Kindchen,&lt;br /&gt;
Schenk’ ich dir die Blumen all’,&lt;br /&gt;
Und vor deinem Fenster soll klingen&lt;br /&gt;
Das Lied der Nachtigall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3. Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Die liebt’ ich einst alle in Liebeswonne.&lt;br /&gt;
Ich lieb’ sie nicht mehr, ich liebe alleine&lt;br /&gt;
Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine;&lt;br /&gt;
Sie selber, aller Liebe Wonne (oder ‚Bronne‘),&lt;br /&gt;
Ist Rose und Lilie und Taube und Sonne.&lt;br /&gt;
  Ich liebe alleine&lt;br /&gt;
  Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4. Wenn ich in deine Augen seh’,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
So schwindet all’ mein Leid und Weh;&lt;br /&gt;
Doch wenn ich küße deinen Mund,&lt;br /&gt;
So werd’ ich ganz und gar gesund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich mich lehn’ an deine Brust,&lt;br /&gt;
Kommt’s über mich wie Himmelslust;&lt;br /&gt;
Doch wenn du sprichst: ich liebe dich!&lt;br /&gt;
So muß ich weinen bitterlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5. Ich will meine Seele tauchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Datei:IchWillMeineSeeleTauchen.ogg|mini|&amp;quot;Ich will meine Seele tauchen&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
In den Kelch der Lilie hinein;&lt;br /&gt;
Die Lilie soll klingend hauchen&lt;br /&gt;
Ein Lied von der Liebsten mein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied soll schauern und beben&lt;br /&gt;
Wie der Kuß von ihrem Mund,&lt;br /&gt;
Den sie mir einst gegeben&lt;br /&gt;
In wunderbar süßer Stund’.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. Im Rhein, im heiligen Strome,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Da spiegelt sich in den Well’n&lt;br /&gt;
Mit seinem großen Dome&lt;br /&gt;
Das große, heil’ge Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dom da steht ein Bildnis,&lt;br /&gt;
Auf goldnem Leder gemalt;&lt;br /&gt;
In meines Lebens Wildnis&lt;br /&gt;
Hat’s freundlich hineingestrahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es schweben Blumen und Eng’lein&lt;br /&gt;
Um unsre liebe Frau;&lt;br /&gt;
Die Augen, die Lippen, die Wänglein,&lt;br /&gt;
Die gleichen der Liebsten genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;7. Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Ewig verlornes Lieb! ich grolle nicht.&lt;br /&gt;
Wie du auch strahlst in Diamantenpracht,&lt;br /&gt;
Es fällt kein Strahl in deines Herzens Nacht.&lt;br /&gt;
Das weiß ich längst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sah dich ja im Traume,&lt;br /&gt;
und sah die Nacht in deines Herzens Raume,&lt;br /&gt;
Und sah die Schlang, die dir am Herzen frißt,&lt;br /&gt;
Ich sah, mein Lieb, wie sehr du elend bist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;8. Und wüßten’s die Blumen, die kleinen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Wie tief verwundet mein Herz,&lt;br /&gt;
Sie würden mit mir weinen,&lt;br /&gt;
Zu heilen meinen Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wüßten’s die Nachtigallen,&lt;br /&gt;
Wie ich so traurig und krank,&lt;br /&gt;
Sie ließen fröhlich erschallen&lt;br /&gt;
Erquickenden Gesang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wüßten sie mein Wehe,&lt;br /&gt;
Die goldenen Sternelein,&lt;br /&gt;
Sie kämen aus ihrer Höhe,&lt;br /&gt;
Und sprächen Trost mir ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie alle können’s nicht wissen,&lt;br /&gt;
Nur eine kennt meinen Schmerz;&lt;br /&gt;
Sie hat ja selbst zerrissen,&lt;br /&gt;
Zerrissen mir das Herz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;9. Das ist ein Flöten und Geigen,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Trompeten schmettern darein&lt;br /&gt;
Da tanzt wohl den Hochzeitreigen&lt;br /&gt;
Die Herzallerliebste mein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ein Klingen und Dröhnen,&lt;br /&gt;
Ein Pauken und ein Schalmei’n;&lt;br /&gt;
Dazwischen schluchzen und stöhnen&lt;br /&gt;
Die lieblichen Engelein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;10. Hör’ ich das Liedchen klingen,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Das einst die Liebste sang,&lt;br /&gt;
So will mir die Brust zerspringen&lt;br /&gt;
Von wildem Schmerzendrang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es treibt mich ein dunkles Sehnen&lt;br /&gt;
Hinauf zur Waldeshöh’,&lt;br /&gt;
Dort löst sich auf in Tränen&lt;br /&gt;
Mein übergroßes Weh’.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;11. Ein Jüngling liebt ein Mädchen,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Die hat einen andern erwählt;&lt;br /&gt;
Der andre liebt eine andre,&lt;br /&gt;
Und hat sich mit dieser vermählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mädchen nimmt aus Ärger&lt;br /&gt;
Den ersten besten Mann,&lt;br /&gt;
Der ihr in den Weg gelaufen;&lt;br /&gt;
Der Jüngling ist übel dran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine alte Geschichte,&lt;br /&gt;
Doch bleibt sie immer neu;&lt;br /&gt;
Und wem sie just passieret,&lt;br /&gt;
Dem bricht das Herz entzwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;12. Am leuchtenden Sommermorgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Geh’ ich im Garten herum.&lt;br /&gt;
Es flüstern und sprechen die Blumen,&lt;br /&gt;
Ich aber wandle stumm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es flüstern und sprechen die Blumen,&lt;br /&gt;
Und schaun mitleidig mich an:&lt;br /&gt;
Sei uns&amp;#039;rer Schwester nicht böse,&lt;br /&gt;
Du trauriger, blasser Mann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;13. Ich hab’ im Traum geweinet,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Mir träumte, du lägest im Grab.&lt;br /&gt;
Ich wachte auf, und die Träne&lt;br /&gt;
Floß noch von der Wange herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab’ im Traum geweinet,&lt;br /&gt;
Mir träumt’, du verließest mich.&lt;br /&gt;
Ich wachte auf, und ich weinte&lt;br /&gt;
Noch lange bitterlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab’ im Traum geweinet,&lt;br /&gt;
Mir träumte, du wär’st mir noch gut.&lt;br /&gt;
Ich wachte auf, und noch immer&lt;br /&gt;
Strömt meine Tränenflut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;14. Allnächtlich im Traume seh’ ich dich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Und sehe dich freundlich grüßen,&lt;br /&gt;
Und laut aufweinend stürz’ ich mich&lt;br /&gt;
Zu deinen süßen Füßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du siehest mich an wehmütiglich&lt;br /&gt;
Und schüttelst das blonde Köpfchen;&lt;br /&gt;
Aus deinen Augen schleichen sich&lt;br /&gt;
Die Perlentränentröpfchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du sagst mir heimlich ein leises Wort&lt;br /&gt;
Und gibst mir den Strauß von Zypressen.&lt;br /&gt;
Ich wache auf, und der Strauß ist fort,&lt;br /&gt;
Und ‘s Wort hab’ ich vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;15. Aus alten Märchen winkt es&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Hervor mit weißer Hand,&lt;br /&gt;
Da singt es und da klingt es&lt;br /&gt;
Von einem Zauberland;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo bunte Blumen blühen&lt;br /&gt;
Im gold’nen Abendlicht,&lt;br /&gt;
Und lieblich duftend glühen,&lt;br /&gt;
Mit bräutlichem Gesicht;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und grüne Bäume singen&lt;br /&gt;
Uralte Melodei’n,&lt;br /&gt;
Die Lüfte heimlich klingen,&lt;br /&gt;
Und Vögel schmettern drein;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Nebelbilder steigen&lt;br /&gt;
Wohl aus der Erd’ hervor,&lt;br /&gt;
Und tanzen luft’gen Reigen&lt;br /&gt;
Im wunderlichen Chor;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und blaue Funken brennen&lt;br /&gt;
An jedem Blatt und Reis,&lt;br /&gt;
Und rote Lichter rennen&lt;br /&gt;
Im irren, wirren Kreis;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und laute Quellen brechen&lt;br /&gt;
Aus wildem Marmorstein.&lt;br /&gt;
Und seltsam in den Bächen&lt;br /&gt;
Strahlt fort der Widerschein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, könnt’ ich dorthin kommen,&lt;br /&gt;
Und dort mein Herz erfreu’n,&lt;br /&gt;
Und aller Qual entnommen,&lt;br /&gt;
Und frei und selig sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach! jenes Land der Wonne,&lt;br /&gt;
Das seh’ ich oft im Traum,&lt;br /&gt;
Doch kommt die Morgensonne,&lt;br /&gt;
Zerfließt’s wie eitel Schaum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;16. Die alten, bösen Lieder,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Die Träume bös’ und arg,&lt;br /&gt;
Die laßt uns jetzt begraben,&lt;br /&gt;
Holt einen großen Sarg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinein leg’ ich gar manches,&lt;br /&gt;
Doch sag’ ich noch nicht, was.&lt;br /&gt;
Der Sarg muß sein noch größer,&lt;br /&gt;
Wie’s Heidelberger Faß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und holt eine Totenbahre,&lt;br /&gt;
Und Bretter fest und dick;&lt;br /&gt;
Auch muß sie sein noch länger,&lt;br /&gt;
Als wie zu Mainz die Brück’.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und holt mir auch zwölf Riesen,&lt;br /&gt;
Die müssen noch stärker sein&lt;br /&gt;
Als wie der starke Christoph&lt;br /&gt;
Im Dom zu Köln am Rhein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sollen den Sarg forttragen,&lt;br /&gt;
Und senken ins Meer hinab;&lt;br /&gt;
Denn solchem großen Sarge&lt;br /&gt;
Gebührt ein großes Grab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wißt ihr, warum der Sarg wohl&lt;br /&gt;
So groß und schwer mag sein?&lt;br /&gt;
Ich senkt’ auch meine Liebe&lt;br /&gt;
Und meinen Schmerz hinein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.jamescsliu.com/classical/Schumann_Op48_original.html|titel=Robert Schumann (1810–1856) / Heinrich Heine (1797–1856): &amp;#039;&amp;#039;Dichterliebe&amp;#039;&amp;#039;, Op. 48 (original and final versions)|abruf=2020-06-17}} (deutsch und englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerische Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Henri Pousseur]] komponierte 1993 in Anlehnung an die &amp;#039;&amp;#039;Dichterliebe&amp;#039;&amp;#039; seinen Liederzyklus &amp;#039;&amp;#039;[[Dichterliebesreigentraum]]&amp;#039;&amp;#039; für Sopran, Bariton, zwei Soloklaviere, in vier Gruppen geteilten Chor und kleines Orchester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Editionen ==&lt;br /&gt;
* Faksimile nach dem Autograph der [[Staatsbibliothek zu Berlin|Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz]]. Hrsg. [[Elisabeth Schmierer]]. Laaber, Laaber 2005, ISBN 3-89007-641-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Heinemann: &amp;#039;&amp;#039;Robert Schumann: Dichterliebe. Analytische Miniaturen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Christoph Dohr, Köln 2017, ISBN 978-3-86846-146-6.&lt;br /&gt;
* Arthur Komar (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Robert Schumann, Dichterliebe. An Authoritative Score. Historical Background, Essays in Analysis, Views and Comments.&amp;#039;&amp;#039; W. W. Norton &amp;amp; Company, New York 1971 (in englischer Sprache).&lt;br /&gt;
* Ingo Müller: &amp;#039;&amp;#039;Maskenspiel und Seelensprache. Zur Ästhetik von Heinrich Heines&amp;#039;&amp;#039; Buch der Lieder &amp;#039;&amp;#039;und Robert Schumanns Heine-Vertonungen&amp;#039;&amp;#039; (= Rombach Wissenschaft), 2 Bände, Baden-Baden 2020. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Heines Dichtungsästhetik und Robert Schumanns Liedästhetik&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 978-3-96821-006-3. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Heines&amp;#039;&amp;#039; Buch der Lieder &amp;#039;&amp;#039;und Robert Schumanns Heine-Vertonungen&amp;#039;&amp;#039;, Baden-Baden 2020, ISBN 978-3-96821-009-4.&lt;br /&gt;
* Henri Pousseur: &amp;#039;&amp;#039;Schumann ist der Dichter. Fünfundzwanzig Momente einer Lektüre der &amp;quot;Dichterliebe&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Heinz-Klaus Metzger]] und [[Rainer Riehn]] (Hrsg.), [[Musik-Konzepte]], Sonderband Robert Schumann II. [[Edition text + kritik|Edition text und kritik]], München 1982, ISBN 978-3-88377-102-1.&lt;br /&gt;
* Albrecht Riethmüller: &amp;#039;&amp;#039;Dichterliebe op. 48&amp;#039;&amp;#039;. In: Helmut Loos (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Robert Schumann: Interpretationen seiner Werke&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Laaber-Verlag, Laaber 2005, ISBN 3-89007-447-2, S. 310–318.&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Buch der Lieder|Buch der Lieder (Heine)}}&lt;br /&gt;
: Von Robert Schumann benutzte Erstausgabe des Gedichtbandes (1827), laut seiner eigenhändiger Notiz von „H.[einrich] Ulex geschenkt erhalten (1836)“.&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Tragödien nebst einem lyrischen Intermezzo|Tragödien nebst einem lyrischen Intermezzo (Heine)}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP2|id=Dichterliebe, Op.48 (Schumann, Robert)|cname=Dichterliebe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=300144571|LCCN=n/81/93105|VIAF=294884210}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liederzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Robert Schumann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heinrich Heine]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yannollivier</name></author>
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