<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dichtegradientenelektrophorese</id>
	<title>Dichtegradientenelektrophorese - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dichtegradientenelektrophorese"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dichtegradientenelektrophorese&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-20T23:29:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dichtegradientenelektrophorese&amp;diff=353274&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulanwp: Vorlagenparameterfehler beseitigt: PCM vor der Nummer im Parameter PCM unzulässig; entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dichtegradientenelektrophorese&amp;diff=353274&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-11-18T15:20:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagenparameterfehler beseitigt: PCM vor der Nummer im Parameter PCM unzulässig; entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dichtegradientenelektrophorese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Elektrophorese]]-Verfahren, das keine [[Festkörper|festen]] Träger-[[Substanz]]en verwendet. Daher wird sie auch als trägerfreie Elektrophorese bezeichnet. Die Dichtegradientenelektrophorese wurde von [[Arne Wilhelm Kaurin Tiselius]] im Jahre 1937 erstmals beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Durchgang des [[Elektrischer Strom|elektrischen Stromes]]&lt;br /&gt;
erzeugt unvermeidbar [[Elektrischer Widerstand|Widerstand]]s-[[Wärme]], und diese würde in einer [[Flüssigkeit]] eine thermische [[Konvektion]] bewirken. Bei der Dichtegradientenelektrophorese wird die thermische Konvektion der verwendeten [[Elektrolyt]]-[[Lösung (Chemie)|Lösung]] durch einen [[Dichte]]-[[Stoffgradient|Gradient]]en verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dichtegradientenelektrophorese ist eine besonders schonende Methode, [[Protein]]e mit hoher [[Molekülmasse]] voneinander zu trennen, weil die Proteine bei ihr mit keinem Festkörper wechselwirken müssen, und daher nicht belastet werden. Im Gegensatz zur [[Gelelektrophorese]] wandern große [[Molekül]]e hier nicht langsamer, weil hier keine [[Molekularsieb]]-Wirkung vorhanden ist. Ein weiterer Vorteil der Dichtegradientenelektrophorese gegenüber der Gelelektrophorese ist, dass nach dem Ende des Trennvorganges die Proteine bereits in gelöster Form vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Proteinen können auch [[Nukleinsäuren]], [[Ribosom]]en und ihre Untereinheiten, [[Organell]]en, sowie ganze [[Zelle (Biologie)|Zellen]] getrennt werden. Für größere Partikel, wie zum Beispiel Ribosomen oder andere Organellen, sind Gelelektrophoresemethoden auf Grund der zu kleinen Maschenweite der Gele nicht geeignet. Die Dichtegradientenelektrophorese ist eine gute Ergänzung zur [[Dichtegradientenzentrifugation]], weil bei diesen beiden Methoden in ähnlichen Puffermedien unterschiedliche Kraftwirkungen zur Trennung führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachteile der Dichtegradientenelektrophorese im Vergleich zu anderen Trennverfahren sind höherer Zeitaufwand und geringere Trennschärfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
DGE-Z Dichtegradientenelektrophorese.PNG&lt;br /&gt;
Dichtegradientenelektrophorese Glas.jpg&lt;br /&gt;
DGE-V Dichtegradientenelektrophorese.jpg&lt;br /&gt;
DGE-O Dichtegradientenelektrophorese.jpg&lt;br /&gt;
Dichtegradientenelektrophorese farbig.jpg&lt;br /&gt;
Dichtegradientenelektrophorese billig.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem hier abgebildeten System handelt es sich um eine weiter entwickelte Variante der Dichtegradientenelektrophorese aus dem Jahre 1972. Im Gegensatz zum System von Arne Wilhelm Kaurin Tiselius befindet sich das zu trennende Proteingemisch nicht an der tiefsten Stelle des U-Rohres, sondern in der Nähe des oberen Endes eines Dichtegradienten, was auf Kosten einer geringeren einsetzbaren Proteinmenge eine höhere Trennschärfe ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GRAMISCH Gradientenmischer.gif|mini|200px|Einfacher Gradientenmischer]]&lt;br /&gt;
Als die Dichte erhöhende Substanzen für den Dichtegradienten kommen zum Beispiel [[Saccharose]], [[Glycerin]], [[Ficoll]] oder [[Schweres Wasser]] in Frage. Es ist erforderlich, dass keine der die Dichte erhöhenden Substanzen in wässriger Lösung eine elektrische Leitfähigkeit bewirkt. Saccharose und Glycerin haben zusätzlich den Vorteil, dass sie [[Chemische Stabilität|stabilisierend]] auf Proteine wirken. Ficoll ist auf Grund seiner geringen [[Osmotischer Wert|osmotischen Aktivität]] gut für lebende Zellen geeignet. Saccharose und Glycerin werden für den Dichtegradienten in [[Konzentration (Chemie)|Konzentrationen]] von 2 bis 70 [[Prozent]] (m/V, g/100ml) eingesetzt, bei höheren Konzentrationen wäre die [[Elektrische Leitfähigkeit|Leitfähigkeit]] zu stark vermindert. In die untere Krümmung des U-Rohres wird mit Hilfe der höchsten Konzentration der Dichte-erhöhenden Substanz ein Dichtepolster eingebracht. Die Herstellung eines Dichtegradienten mit Hilfe eines Gradientenmischers ist unter [[Stoffgradient]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Elektrolyt-Konzentrationen sollten zwischen 0,02 und 0,05 [[Molarität|M]] liegen, weil sonst eine zu hohe Leitfähigkeit auftritt, was die Stromwärme erhöhen würde. Bei zu hoher Wärmeentwicklung würde der Dichtegradient zu thermischen [[Wirbel (Strömungslehre)|Konvektionswirbeln]] zerfallen. Das [[Thermometer]] ist am tiefsten Punkt, der auch der Ort des höchsten elektrischen Widerstandes ist, eingebaut. An dieser Stelle sollte die [[Temperatur]]differenz zwischen dem dort vorhandenen Dichtepolster und dem Kühlwasser im Außenmantel nicht mehr als 2 [[Grad Celsius]] betragen. Im Gegensatz zu den die Dichte erhöhenden Substanzen ist die Elektrolyt-Konzentration im gesamten System konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Elektrolyten sind [[Pufferlösung]]en von [[Salze]]n aus schwachen [[Base (Chemie)|Basen]] mit schwachen [[Säuren]] besonders günstig, weil durch ihre Zersetzung an den [[Elektrode]]n keine extremen [[PH-Wert|p&amp;lt;sub&amp;gt;H&amp;lt;/sub&amp;gt;-Werte]] auftreten. Falls die Proteine den Zusatz von [[Halogenide]]n der [[Alkalimetalle]] erfordern, dann kann man die an den Elektroden entstehenden starken Basen und Säuren durch die oben abgebildete Elektrodenpuffer-Trennung vom U-Rohr und den Proteinen fernhalten. Die Elektroden selbst können aus [[Platin]] oder [[Graphit]] bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Wahl des pH-Wertes der Pufferlösung, und durch die Lage von positiver und negativer Elektrode, kann man die Laufrichtung und die Lauf-[[Geschwindigkeit]] der Proteine beliebig beeinflussen. Dazu ist es noch möglich, das zu trennende Proteingemisch mit Hilfe der Dichte-erhöhenden Substanz an einer beliebigen Stelle des Dichtegradienten einzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auch möglich, dieses Dichtegradientensystem zur [[Elektrofokussierung]] zu verwenden, was fast immer zu einer sehr hohen Trennschärfe führt. Dabei befindet sich der [[Organische Chemie|organische]] [[Ampholyt]] nur im rechten Dichtegradienten, während der unten liegende Dichtepolster, der linke Dichtegradient, und der linke Elektrodenbecher verdünnte Phosphorsäure enthalten. Im rechten Elektrodenbecher befindet sich verdünnte Natronlauge. Diese Anordnung gilt nur, wenn die negative Elektrode rechts oben montiert ist. Eine Elektrodenpuffer-Trennung ist hier nicht notwendig. Ein Nachteil der trägerfreien Elektrofokussierung ist, dass manche Proteine am [[Zwitterion|isoelektrischen Punkt]] unlöslich werden, und dadurch [[Fällung|ausfallen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des elektrischen Laufes wird der linke Ast des U-Rohres oben durch einen Stopfen verschlossen, und der rechte Dichtegradient durch eine [[Kapillare]] langsam abgelassen und in kleinere [[Volumen|Volumina]] [[Fraktion (Chemie)|fraktioniert]]. Beim Ablassen nach dem Ende einer Elektrofokussierung muss sichergestellt werden, dass der Phosphorsäure-haltige Dichtepolster ausreichend weit unterhalb des oberen Endes der Kapillare verbleibt, weil sonst die Proteine geschädigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jürgen Drews, Karl Bednarik, Hans Grasmuk |Titel=Elongation Factor 1 from Krebs II Mouse Ascites Cells: Purification, Structure and Enzymatic Properties |Sammelwerk=[[European Journal of Biochemistry]] |Band=41 |Nummer=2 |Datum=1974 |DOI=10.1111/j.1432-1033.1974.tb03263.x |Seiten=217–227}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Arne Tiselius |Titel=Electrophoresis of serum globulin: Electrophoretic analysis of normal and immune sera |Sammelwerk=Biochemical Journal |Band=31 |Nummer=9 |Datum=1937 |DOI=10.1042/bj0311464 |PMC=1267100 |PMID=16746478 |Seiten=1464}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Arne Tiselius |Titel=A new apparatus for electrophoretic analysis of colloidal mixtures |Sammelwerk=Transactions of the Faraday Society |Band=33 |Nummer=0 |Datum=1937 |DOI=10.1039/TF9373300524 |Seiten=524–531}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrophorese]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulanwp</name></author>
	</entry>
</feed>