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	<title>Dichord - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dichord&amp;diff=722525&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-06T05:31:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Blanchinus de tribus generibus tab IV fig 3.png|mini|hochkant=0.5|Abbildung in [[Francesco Bianchini|Blanchinus’]] &amp;#039;&amp;#039;De tribus generibus&amp;#039;&amp;#039; (1742)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blanchinus&amp;quot;&amp;gt;Franciscus Blanchinus: &amp;#039;&amp;#039;De tribus generibus instrumentorum musicae veterum organicae dissertatio.&amp;#039;&amp;#039; Rom 1742, S. 26. {{Google Buch |BuchID=IMTemKwX5zsC |Seite=26 |Linktext=Volltext}} – zu Tabelle IV, Figur 3: „&amp;#039;&amp;#039;Dichordum,&amp;#039;&amp;#039; ex eodem anaglypho. Dichordum nominat Sopater, apud Cœlium Rhodiginum lib. 9 cap. 4 &amp;amp; &amp;#039;&amp;#039;Pyctidem,&amp;#039;&amp;#039; seu &amp;#039;&amp;#039;Pactidem&amp;#039;&amp;#039; vocat. Retulit Athenæus lib. 4. cap. 24. Dichordon Assyriis tribuitur a Clemente Alexandrino Stromat.“ Band 1, S. 307.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dichord&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dichordon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dichordium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|δί-χορδος}} ‚mit zwei Saiten‘) bezeichnet allgemein ein einfaches, bereits in der Antike bekanntes Saiteninstrument. Es besteht aus einem mit zwei [[Saite]]n bespannten Brett oder Resonanzkasten und ist damit instrumentenkundlich eine Brett-  oder Kasten[[zither]]. Das Dichord wurde wie das [[Monochord]] als [[Unterrichtsmittel]] und zur Intervall- und Tonhöhenbestimmung verwendet. Später erhielt es die Form des [[Trumscheit]], unten viereckig, nach oben immer spitziger zulaufend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pierer&amp;quot;&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Dichordĭum |Band=5 |Seite=116 |zenoID=20009782419}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mendel&amp;quot;&amp;gt;Hermann Mendel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musikalisches Conversations-Lexicon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; R. Oppenheim, Berlin 1873 – &amp;#039;&amp;#039;Dichord&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, S. 151 ({{archive.org |musikalischescon03mend |Blatt=151}}) – &amp;#039;&amp;#039;Monochord&amp;#039;&amp;#039;. Band 7, S. 168 ({{archive.org |musikalischescon07mend |Blatt=168}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dichord wurden auch andere Saiteninstrumente, vor allem im 18. und 19. Jahrhundert altägyptische Darstellungen mutmaßlicher [[Lauteninstrument|Langhalslauten]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Im frühen 3. Jahrhundert schrieb [[Clemens von Alexandrien]] über ein ebenfalls Dichord genanntes Saiteninstrument, welches die [[Assyrer]] erfunden hätten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Jam vero alia quoque gens, Cappadoces, primi invenerunt id, quod Nablium appellatur, quemadmodum Assyrii quoque Dichordon.&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Quelle=Stromata I, XVI&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Eine weitere, andere Nation, die Kappadozier, erfand das Instrument namens Nabla und die Assyrer in der gleichen Weise das Dichord.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Charles Burneys Vermutung ===&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
|align= left&lt;br /&gt;
|Richtung= horizontal&lt;br /&gt;
|Bild1= Obelisk Solare Rome from south cropd.jpg&lt;br /&gt;
|Untertitel1= Die Südseite des Solare in Rom&lt;br /&gt;
|Breite1= 150&lt;br /&gt;
|Bild2= Burney History of Music plate I.png&lt;br /&gt;
|Untertitel2= Zeichnung nach der Hieroglyphe auf dem [[Obelisk]]&amp;lt;ref&amp;gt;In Burneys &amp;#039;&amp;#039;General History of Music&amp;#039;&amp;#039; (1776) Begleittext: „Egyptian musical instrument of two strings represented on the broken obelisk in the &amp;#039;&amp;#039;Campus Martius&amp;#039;&amp;#039; at Rome“ – der Obelisk lag damals noch zerbrochen an dieser Stelle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Breite2= 150&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Forkel Geschichte der Musik tab V fig 49.png|mini|hochkant=0.5|&amp;lt;small&amp;gt;(Forkel)&amp;lt;/small&amp;gt;: „Ein egyptisches Instrument, welches &amp;#039;&amp;#039;Burney&amp;#039;&amp;#039; für eine Art von &amp;#039;&amp;#039;Colascione,&amp;#039;&amp;#039; oder für ein &amp;#039;&amp;#039;Dichord&amp;#039;&amp;#039; hält.“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;white-space:nowrap&amp;quot;&amp;gt;[[Charles Burney]] interpretierte eine [[Ägyptische Hieroglyphen|Hieroglyphe]], die mehrfach&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;!-- Mindestbreite der Textspalte wegen dreispaltigem Layout --&amp;gt; in der Inschrift auf dem [[Obelisco di Montecitorio]] vom [[Campus Martius|Marsfeld]] in Rom vorkommt, als ein Musikinstrument, obwohl nur der Umriss des Zeichens zu erkennen ist. Er sah darin ein zweisaitiges Instrument mit Hals, welches dem [[Colascione]] ähnele und nannte es Dichord. Habe es auch nur zwei Saiten, so weise doch sein Hals darauf hin, dass eine große Zahl von Noten damit spielbar sei. Falls beispielsweise die beiden Saiten im Abstand einer Quarte gestimmt wären, würde man einen [[Heptachord]], also sieben Töne erhalten. In seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;A General History of Music&amp;#039;&amp;#039; führte er dies neben anderen Quellen als Beleg dafür an, dass die alten Ägypter eine ausgeprägte Musikkultur, lange vor den Griechen kannten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burney&amp;quot;&amp;gt;Charles Burney: &amp;#039;&amp;#039;A General History of Music&amp;#039;&amp;#039; Band I (2nd edit. 1789), with critical and historical notes by Frank Mercer. Harcourt Brace and Co, New York 1935, S. 170–171 ({{archive.org |generalhistoryof005344mbp |Blatt=n179}}) – Plate I, S. 390 ({{archive.org |generalhistoryof005344mbp |Blatt=n399}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Nikolaus Forkel]] schrieb wenig später 1788, die Figur habe große Ähnlichkeit mit dem Colascione und es bestehe die Möglichkeit, dass „dieses alte Volk schon sehr frühe eine wirkliche Art von Tonleiter“ besessen haben könne, sah das aber im Hinblick auf alle anderen Formen früher Instrumente als unwahrscheinlich an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Forkel&amp;quot;&amp;gt;Johann Nicolaus Forkel: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Geschichte der Musik.&amp;#039;&amp;#039; Band I. Schwickertscher Verlag, Leipzig 1788, S. 83 §§ 24–25 ({{Google Buch |BuchID=1v00xNFskCgC |Seite=83 |Linktext=Volltext}} oder {{archive.org |ForkelAllgemeineGeschichteDerMusikBd.1/ForkelAllgemeineGeschichteDerMusik1Strasbourg |Blatt=n115}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis weit ins 20. Jahrhundert war man der Auffassung, das von Burney beschriebene Instrument sei „das einzige antike Griffbrettinstrument“, dessen eigentlicher Name nur noch nicht ermittelt sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;{{Brockhaus-1895 |Lemma=Dichórd |Band=5 |Seite=261 |retrobID=124638 |retrobWort=Dichórd}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Curt Sachs]] verband die [[Tanbur]] mit dem angeblichen antiken Instrument, welches bei ihm &amp;#039;&amp;#039;Nofre&amp;#039;&amp;#039; heißt und bemerkte, das Instrument tauche sehr oft auf Wandmalereien auf und werde als Hieroglyphe für das Wort „gut“ verwendet. Er stellte jedoch fest: „Die neuesten Forschungen Loret’s haben ergeben, daß dieses Zeichen kein Tanbür, sondern ein Steuerruder darstellt; damit entfällt die Identifizierung des Namens Nofre mit dem Tanbür.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sachs&amp;quot;&amp;gt;Curt Sachs: &amp;#039;&amp;#039;Real-Lexikon der Musikinstrumente&amp;#039;&amp;#039;. Julius Bard, Berlin 1913, S. 273 ({{archive.org |reallexikondermu00sach |Blatt=273}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Herausgeber einer Edition von Burneys Werk, [[Frank Mercer]], notiert noch in den 1930er Jahren, es handle sich eigentlich um ein &amp;#039;&amp;#039;tamboura&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;nofre&amp;#039;&amp;#039; wie die Ägypter es nennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mercer&amp;quot;&amp;gt;Charles Burney: &amp;#039;&amp;#039;A General History of Music&amp;#039;&amp;#039; Band I (2nd edit. 1789), with critical and historical notes by Frank Mercer. Harcourt Brace and Co, New York 1935, S. 170 (Anmerkung).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zeichen|&amp;lt;hiero&amp;gt;F35&amp;lt;/hiero&amp;gt;|2=F35}}&lt;br /&gt;
Der bedeutende Ägyptologe [[Alan Gardiner]] gab 1927 seine ägyptische Grammatik heraus, welche die [[Gardiner-Liste]] der wichtigsten Hieroglyphen enthält.&lt;br /&gt;
Er gab dem Bildzeichen für das [[Phonogramm (Sprachwissenschaft)|Phonogramm]] &amp;#039;&amp;#039;nfr&amp;#039;&amp;#039; ‚gut‘ die Nummer [[Gardiner-Liste#F – Teile von Säugetieren|F35]] und nannte es „(Rinder-)Herz mit Luftröhre“.&lt;br /&gt;
In der Nachfolge wurde es in [[Unicodeblock Ägyptische Hieroglyphen|Unicode]] aufgenommen als &amp;#039;&amp;#039;{{nowrap|U+13124}} Egyptian Hieroglyph F035&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spearmans Dichord ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spearmans dichord 1908.jpg|mini|Abbildung von Spearmans Dichord (1908)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein spezielles Dichord ist das von [[Charles Spearman]] entwickelte Instrument zur Durchführung einer psychologischen Messmethode, bei der ein Proband versuchen soll, Töne zu unterscheiden, die mittels dieses Dichords vom Experimentator erzeugt werden, ohne dass der Proband ihn dabei sehen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Collins&amp;quot;&amp;gt;Mary Collins, James Drever: &amp;#039;&amp;#039;A First Laboratory Guide in Psychology.&amp;#039;&amp;#039; Third, revised edition, Methuen &amp;amp; Co, London 1949, S. 50 – “To obtain the threshold for pitch discrimination 1)&amp;amp;nbsp;for a low note, 2)&amp;amp;nbsp;for a high note by the Method of Limits” ({{archive.org |firstlaboratoryg032435mbp |Blatt=n65}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ichigenkin#Nigenkin|Nigenkin]] (japanisch „zweisaitige Zither“), eine zweisaitige Brettzither in Japan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zitherinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Assyrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Altes Ägypten)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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