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	<title>Dichogamie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T15:15:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dichogamie&amp;diff=542817&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dorfschenk: /* Proterandrie */Lesbarkeit verbessert</title>
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		<updated>2025-08-10T07:41:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Proterandrie: &lt;/span&gt;Lesbarkeit verbessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dichogamie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (aus altgriechisch δίχα dícha, „zweifach, doppelt“ und γάμος  gamos,  „Hochzeit, Ehe“), &amp;#039;&amp;#039;zeitliche Geschlechtertrennung,&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der Fortpflanzungsbiologie der [[Zoologie]] und [[Botanik]] das Phänomen unterschiedlicher Reifezeitpunkte von weiblichen und männlichen Geschlechtsorganen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Definitionen ==&lt;br /&gt;
Eine Dichogamie tritt normalerweise bei [[Hermaphroditismus|zwittrigen]] Blüten (intraflorale Dichogamie) und Tieren auf, sie existiert aber auch bei den [[Diklinie|diklinen]] Pflanzen (interflorale Dichogamie), bei denen männliche und weibliche Blüten separat vorliegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Durk&amp;quot; /&amp;gt; Bei Zwittern gibt es zwei verschiedene Formen mit tendenziell unterschiedlichen Zielen, die &amp;#039;&amp;#039;Proterogynie&amp;#039;&amp;#039; (vorweiblich, weibliche Reife tritt früher ein) und die &amp;#039;&amp;#039;Proterandrie&amp;#039;&amp;#039; (vormännlich, männliche Reife tritt früher ein); reifen sie gleichzeitig, nennt man das &amp;#039;&amp;#039;Homo-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Adichogamie&amp;#039;&amp;#039;. Bei diklinen Pflanzen, bei denen die weiblichen Blüten zuerst reifen, spricht man von [[Metandrie]], reifen die männlichen Blüten zuerst, von [[Metagynie]]; die gleichzeitige Reifung heißt hier &amp;#039;&amp;#039;Synchronogamie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet verschiedene Unterformen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Durk&amp;quot;&amp;gt;Walter Durka: {{Webarchiv |url=http://www2.ufz.de/biolflor/info/blueten-und_reproduktionsbiologie.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Blüten- und Reproduktionsbiologie&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20180413125657}}. Schriftenreihe für Vegetationskunde, H.&amp;amp;nbsp;38, Bundesamt für Naturschutz, Bonn 2002, S.&amp;amp;nbsp;133–175 (PDF; 532&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Heterodichogamie: Das Vorkommen &amp;#039;&amp;#039;metandrischer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;metagynischer&amp;#039;&amp;#039; Individuen bei einer Pflanzenart oder das Schwanken einer Art zwischen protogyner und proterandrischer Dichogamie, wobei die im männlichen Zustand befindlichen Blüten zur gleichen Zeit blühen, wie die im weiblichen Zustand befindlichen Blüten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Homodichogamie: Bezeichnet das Vorkommen von homogamen und dichogamen Individuen bei einer Art.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karl&amp;quot;&amp;gt;Karl Linsbauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Botanik.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Engelmann, 1917, S.&amp;amp;nbsp;304, 306, 440 {{archive.org|illustrierteshan00schn}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Duodichogamie: eine Abfolge von männlichen, dann weiblichen und wieder männlichen Blüten, wie bei der [[Edelkastanie]] (&amp;#039;&amp;#039;Castanea sativa&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Synchrone Dichogamie (temporale [[Diözie]]): Die männlichen und weiblichen Fortpflanzungsorgane auf einer Pflanze erscheinen oder reifen zu verschiedenen Zeiten am Tag.&amp;lt;ref&amp;gt;Monica A. Geber, Todd E. Dawson, Lynda F. Delph: &amp;#039;&amp;#039;Gender and Sexual Dimorphism in Flowering Plants.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1999, ISBN 978-3-642-08424-9, S.&amp;amp;nbsp;6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Diecodichogamie: Auftreten sowohl einer früheren männlichen, als auch einer früheren weiblichen Reifung bei einigen Individuen einer dichogamen Population.&lt;br /&gt;
* Ecodichogamie: Unterschiedliche Reifezeitpunkte von männlichen und weiblichen Individuen bei [[diözisch|zweihäusigen]] Pflanzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Edward M. Barrows: &amp;#039;&amp;#039;Animal Behavior Desk Reference.&amp;#039;&amp;#039; Third Edition, CRC Press, 2011, ISBN 978-1-4398-3651-4, S.&amp;amp;nbsp;218.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dichogamie in der Zoologie ==&lt;br /&gt;
Fast alle [[Plattwürmer]] sind Zwitter ([[Hermaphroditismus|Hermaphroditen]]). In der Regel reifen dabei die männlichen [[Gonade]]n zuerst (Proterandrie oder Vormännlichkeit). Selten kommt der umgekehrte Fall vor (Proterogynie oder Vorweiblichkeit). Dichogamie vermeidet Selbstbefruchtung und fördert damit die gegenseitige Befruchtung. Die Spermien werden in der [[Receptaculum seminis|Samentasche]] aufbewahrt, bis die [[Eizelle]]n gereift sind. Danach erfolgt die Befruchtung im &amp;#039;&amp;#039;Ootyp&amp;#039;&amp;#039; (erweiterter Anfangsabschnitt des Uterus vieler Saugwürmer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Proterandrie ===&lt;br /&gt;
Unter Proterandrie versteht man die im Tier- und Pflanzenreich auch gelegentlich vorkommende Sonderform der Zwittrigkeit, bei der das Individuum im Verlauf seines Lebens zunächst männliche Geschlechtsteile entwickelt und andere, „weibliche“, also ältere Artgenossen begattet. Mit zunehmendem Alter bildet es allmählich mehr und mehr weibliche Geschlechtsteile aus und männliche Geschlechtsteile zurück. Dieser Vorgang führt schließlich zu einem vollentwickelten weiblichen Individuum. Beispiele finden sich bei den meisten [[Schnecken#Fortpflanzung|Schneckenarten]], bei [[Regenwürmer#Fortpflanzung|Regenwürmern]] sowie einigen Meereslebewesen. Zu den proterandrischen Meereslebewesen zählen einige [[Polyp (Nesseltiere)|Meerespolypen]] und marine Muscheln oder auch die [[Anemonenfische|Anemonenfische (Clownfische)]], die [[Goldbrasse]]n&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fao.org/fishery/culturedspecies/Sparus_aurata/en &amp;#039;&amp;#039;Sparus aurata (Linnaeus, 1758).&amp;#039;&amp;#039;] [[FAO]] &amp;#039;&amp;#039;Cultured Aquatic Species Information Programme,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 24.&amp;amp;nbsp;September 2014 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[Nasenmuräne]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Proterogynie ===&lt;br /&gt;
Zwittrigkeit in umgekehrter Reihenfolge, also vom Weibchen zum Männchen, wird als Proterogynie bezeichnet. Bei einigen Wirbeltieren, darunter manchen [[Meer|marinen]] [[Barschverwandte]]n (Percomorphaceae), kommt es zu dieser Form der entwicklungsbedingten [[Geschlechtsumwandlung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dichogamie in der Botanik ==&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Proterogynie (Botanik)}} Proterogynie ===&lt;br /&gt;
Von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Proterogynie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Protogynie oder &amp;#039;&amp;#039;Vor-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Erstweiblichkeit&amp;#039;&amp;#039;) spricht man, wenn die weiblichen Geschlechtsorgane ([[Fruchtblätter]]) vor den männlichen (den [[Staubbeutel]]n) reifen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://pharm1.pharmazie.uni-greifswald.de/systematik/ergaenz/vorweibl.htm |text=Thomas Schöpke: &amp;#039;&amp;#039;Vorweiblichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Pharmazie Uni-Greifswald |wayback=20070623043008}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn [[Selbstfertilität]] gegeben ist, verhindert ein völlig getrennter Reifezeitpunkt der Geschlechtsorgane eine Selbst[[bestäubung]] vollständig (&amp;#039;&amp;#039;starke Proterogynie&amp;#039;&amp;#039;), ein zeitlich nur teilweise versetzter Reifezeitpunkt begünstigt zwar eine Fremdbestäubung, erlaubt aber die Selbstbestäubung der Blüte, falls diese bisher unbestäubt blieb (&amp;#039;&amp;#039;schwache Proterogynie&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiele für Proterogynie ====&lt;br /&gt;
* [[Alpen-Fettkraut]] (schwach ausgeprägt)&lt;br /&gt;
* [[Flamingoblume]]&lt;br /&gt;
* [[Haselnuss]]&lt;br /&gt;
* [[Kerguelenkohl]]&lt;br /&gt;
* [[Pekannuss]]&lt;br /&gt;
* [[Wasserreis]] (Zizania)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Proterandrie (Botanik)}} Proterandrie ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Proterogynie steht die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Proterandrie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Protandrie, Proteroandrie, Protoandrie oder &amp;#039;&amp;#039;Vor-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Erstmännlichkeit&amp;#039;&amp;#039;). Hier reifen die Staubbeutel vor den Fruchtblättern, der Pollen wird also entlassen, bevor der [[Stempel (Botanik)|Stempel]] ausgereift ist. Zwar wird dadurch ebenfalls eine Selbst[[bestäubung]] ausgeschlossen; da sich Proterandrie jedoch auch häufig bei [[selbststeril]]en Blüten findet, wird auch in Betracht gezogen, dass dadurch eine Blockierung der [[Narbe (Botanik)|Narbe]] durch eigene Pollen ausgeschlossen wird und so die erforderliche Bestäubung durch andere Individuen verstärkt erhalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiele für Proterandrie ====&lt;br /&gt;
* [[Salbei]]&lt;br /&gt;
* [[Glockenblume]]&lt;br /&gt;
* [[Gemeine Akelei]]&lt;br /&gt;
* [[Jungfer im Grünen]]&lt;br /&gt;
* [[Schmalblättriges Weidenröschen]]&lt;br /&gt;
* [[Mais]]&lt;br /&gt;
* [[Drüsiges Springkraut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4528425-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zucht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hoden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dorfschenk</name></author>
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