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	<title>Diathermie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T13:03:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diathermie&amp;diff=234217&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: Tippfehler</title>
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		<updated>2025-11-23T19:24:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:British Help American Wounded- Rehabilitation and Treatment, UK, 1944 D21558.jpg|mini|Kurzwellen-Diathermie (1944)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diathermie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch für „Wärmedurchdringung“, englisch &amp;#039;&amp;#039;diathermy&amp;#039;&amp;#039;, früher auch &amp;#039;&amp;#039;Thermopenetration&amp;#039;&amp;#039; genannt), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hochfrequenzthermotherapie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[Elektrotherapie|elektrotherapeutische]] Methode der [[Physikalische Therapie|physikalischen Therapien]] innerhalb der Medizin, bei der im Körpergewebe mit Hilfe von hochfrequentem elektrischem Strom Wärme erzeugt wird. Mit der Diathermie lässt sich auch in der Tiefe eine Wärmeentwicklung erzeugen, im Gegensatz zur Anwendung von [[Infrarot]]wellen in der [[Rotlichtbehandlung]], die hauptsächlich die Hautoberfläche erwärmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Diathermie werden entweder [[Elektrode]]n, die mit der Hochfrequenzquelle verbunden sind, oder ein spezielles Gerät, das ein [[Magnetismus|Magnetfeld]] erzeugt, auf den zu behandelnden Körperbereich aufgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://medidor.ch/collections/elektrostimulation verschiedene Geräte]&amp;lt;/ref&amp;gt; In beiden Fällen werden im Gewebe Wirbelströme induziert, die zur Wärmeentwicklung führen. Die Art der gewünschten Behandlung bestimmt auch die Wahl der [[Frequenz]]. Der [[Imaginärteil]] der relativen [[Permittivität]] des Gewebes wie etwa bei [[Muskel]]n hat Einfluss darauf, inwieweit die Wärmeentwicklung in der Tiefe erfolgt. 1908 prägte der deutsche Arzt Karl Franz Nagelschmidt den Begriff Diathermie und führte die ersten umfangreichen Experimente an Patienten durch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=J.W.Hand |Hrsg=Michel Gautherie |Titel=Biophysics and Technology of Electromagnetic Hyperthermia |Datum=2012 |ISBN=978-3-642-74635-2 |Seiten=4-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schrieb 1913 das erste Lehrbuch über Diathermie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Franz Nagelschmidt |Hrsg=Carl Franz Nagelschmidt |Titel=Lehrbuch der Diathermie für Ärzte und Studierende |Sammelwerk=Diathermie |Band=1 |Verlag=Verlag von Julius Springer |Ort=Berlin / Heidelberg |Datum=1913 |Umfang=347}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mae-Wan Ho, Fritz Albert Popp, Ulrich Warnke |Titel=Bioelectrodynamics and Biocommunication |Ort=Singapore |Datum=1994 |ISBN=981-02-1665-3 |Seiten=10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Therapiemethode geht auf das beginnende 20. Jahrhundert zurück. Damals entwickelten einige wenige Firmen wie [[Telefunken]] und [[C. Lorenz]] die Hochfrequenztechnik, primär zur Übertragung von Nachrichten für das Militär und später für den Rundfunk. 1908 besuchten drei Wiener Ärzte &amp;#039;&amp;#039;C. Lorenz&amp;#039;&amp;#039; in Berlin, um die Einsatzmöglichkeiten für die Medizin zu prüfen. Der dortige Ingenieur und spätere Rundfunkpionier [[Eugen Nesper (Ingenieur)|Eugen Nesper]] notierte dazu folgendes:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Uns war dieser Vorgang wohlbekannt. Ich hatte ihn zuerst bei [[Lichtbogensender|Poulsen]] in [[Lyngby Radio|Lyngby]] Ostern 1906 zu meinem Leidwesen kennengelernt, als ich zur Kapazitätsvariation einer hochfrequenzgespeisten Spule meine Melone über diese gehalten hatte. Ich bemerkte zunächst einen Geruch von verbranntem Fleisch und fühlte gleich darauf stechenden Schmerz in meinen Fingerspitzen. In den Rand der Melone war ein Metalldraht eingesteppt, der die Hochfrequenzschwingungen in den Körper leitete und mir die Fingerspitzen buchstäblich verbrannt hatte.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Die Firma eröffnete anschließend eine kleine Forschungsabteilung speziell für diese Anwendung, schloss diese aber nach kurzer Zeit wieder, weil von der Seite der akademischen Medizin kein Geld floss. Nesper knüpfte aber Kontakte zu den Internisten [[Alfred Goldscheider]] und [[August Laqueur]] am [[Rudolf-Virchow-Krankenhaus]], die die Entwicklung weiterbrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Nesper: &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben für den Funk&amp;#039;&amp;#039;. München, 1950. S. 63&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kurzwelle]]n-Therapiegeräte wie &amp;#039;&amp;#039;Isotherm 514&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ultratherm 525&amp;#039;&amp;#039; der Marke [[Siemens]] stellten etwa die [[Siemens-Reiniger-Werke]] in Erlangen her.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Münchener Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. CXI (Anzeige).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parameter ==&lt;br /&gt;
Für Diathermie sind folgende Frequenzbereiche zugelassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 13,56&amp;amp;nbsp;MHz, 27,12&amp;amp;nbsp;MHz ([[Wellenlänge]] 11&amp;amp;nbsp;m) und 40,68&amp;amp;nbsp;MHz [[Kurzwelle]]n-Therapie. Eindringtiefe mehr als 20&amp;amp;nbsp;cm.&lt;br /&gt;
* 434&amp;amp;nbsp;MHz (Wellenlänge 69&amp;amp;nbsp;cm) als Dezimeterwellentherapie&lt;br /&gt;
* 2450&amp;amp;nbsp;MHz (2,45&amp;amp;nbsp;GHz; Wellenlänge 12&amp;amp;nbsp;cm) als so genannte [[Mikrowellen]]-Therapie. Eindringtiefe nur wenige Zentimeter, die Erwärmung wird sehr stark durch den Wassergehalt des Gewebes bestimmt, siehe auch [[Dielektrische Erwärmung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die angewendeten Leistungen können bei bis zu mehreren Hundert [[Watt (Einheit)|Watt]] liegen. Diathermiegeräte arbeiten in den sogenannten [[ISM-Band|ISM-Bändern]], um benachbarte Funkanlagen möglichst wenig zu stören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indikationen ==&lt;br /&gt;
Methoden der Elektrotherapie werden vor allem &amp;lt;!--nicht verwechseln mit Reizstrombehandlung!-auskommentiert: bei Schmerzpatienten angewandt,--ulfbastel--&amp;gt; zur Verbesserung der [[Durchblutung]], Anregung des Stoffwechsels, bei [[Ischialgie]], [[Rheuma]], [[Arthrose]] oder zur [[Tonus]]herabsetzung bei Muskelverspannungen und Krampflösung angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Anwendungen sind Kiefer- und Stirnhöhlenentzündungen bzw. -vereiterungen; diese Behandlungen sind jedoch heute aufgrund der Nähe der schlecht durchbluteten Augen und dadurch bedingte mögliche thermische Schäden an ihnen weniger üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzwellentherapie ==&lt;br /&gt;
=== Kondensatorfeldmethode ===&lt;br /&gt;
Dabei werden die Gewebe abhängig von ihren elektrischen Eigenschaften unterschiedlich erwärmt. Schwingungsenergie wird in Wärme umgewandelt. Es erwärmen sich insbesondere Materialien und Gewebe mit einem hohen Ohmschen Widerstand (Fettgewebe, Bindegewebe Knochen), die gutleitende Muskulatur hingegen kaum.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.at/books?id=aydKqHgGGnYC&amp;amp;pg=PA149&amp;amp;lpg=PA149&amp;amp;dq=Diathermie+Wirbelstr%C3%B6me&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=zY2Bw34Cn1&amp;amp;sig=vhmi1J9W2yAumgKA3q8LvCkuIjA&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=l9PXTq7tN6zZ4QTSrMjgDQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result# Armin Lange: &amp;#039;&amp;#039;Physikalische Medizin&amp;#039;&amp;#039;], Seite 150, Google-Books-Faksimile, abgerufen am 1. Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spulenfeldmethode ===&lt;br /&gt;
In Gewebe werden im elektromagnetischen Feld einer Induktionsspule infolge der elektromagnetischen Induktion Wirbelströme induziert. Die Dichte dieser Wirbelströme hängt von der Leitfähigkeit der Gewebe ab (wasserhaltiges Gewebe leitet gut, Fettgewebe schlecht).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.at/books?id=aydKqHgGGnYC&amp;amp;pg=PA149&amp;amp;lpg=PA149&amp;amp;dq=Diathermie+Wirbelstr%C3%B6me&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=zY2Bw34Cn1&amp;amp;sig=vhmi1J9W2yAumgKA3q8LvCkuIjA&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=l9PXTq7tN6zZ4QTSrMjgDQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result# Armin Lange: &amp;#039;&amp;#039;Physikalische Medizin&amp;#039;&amp;#039;], Seite 150, Google-Books-Faksimile, abgerufen am 1. Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gepulste Elektromagnetische Feldtherapie ==&lt;br /&gt;
Diese elektrische Therapie (englisch &amp;#039;&amp;#039;Pulsed Electromagnetic Field Therapy&amp;#039;&amp;#039;, PEMFT oder PEMF, auch &amp;#039;&amp;#039;Pulsed Magnetic Therapy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pulse Magnetotherapy&amp;#039;&amp;#039;) wird hauptsächlich in der [[Orthopädie]] zur Behandlung von [[Pseudoarthrose]]n, Knochenheilung u.&amp;amp;nbsp;a. durch [[Physiotherapie|Physiotherapeuten]] eingesetzt. Dabei werden magnetische Impulse durch das verletzte Gewebe gesendet, wodurch Ströme hervorgerufen werden, die die Zellreparatur stimulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Zeileis}}&lt;br /&gt;
== d’Arsonvalisation (Zeileis-Methode) ==&lt;br /&gt;
Bei dieser Therapie (benannt nach [[Jacques Arsène d’Arsonval]]), der 1887 die Hochfrequenzströme in die Therapie eingeführt&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat, werden kurzdauernde Hochfrequenzimpulse hoher Spannung verwendet und dabei Büschelentladungen einer Therapieelektrode ([[Geißlerröhre|Geißler-Rohr]]) erzeugt. Die Entladungen werden auf der Haut je nach Entfernung der Elektrode entweder als Prickeln empfunden, gelegentlich in Verbindung mit leichten fibrillären Muskelzuckungen, oder starker Hautreiz mit Muskelkontraktion. Liegt die Elektrode am Körper an, können die Finger des Behandlers die Gegenelektrode bilden, dabei werden Nerven oder Akupunkturpunkte gereizt. Verwendung findet die Methode zur Förderung der Durchblutung, Anregung des Stoffwechsels, Aktivierung der Muskulatur und Linderung von Schmerzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://zeileis.at/?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=66&amp;amp;Itemid=72&amp;amp;lang=de Heilanzeigen] der [https://zeileis.at/?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=71&amp;amp;Itemid=65&amp;amp;lang=de Zeileis-Methode], abgerufen am 25. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Violet Wand}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elektrochirurgie ==&lt;br /&gt;
Die chirurgische Diathermie ([[HF-Chirurgie|Elektrochirurgie]]) bezeichnet ein Verfahren der [[Hochfrequenz-Chirurgie]], bei dem hochfrequenter Strom zur Trennung oder lokalen Zerstörung (Nekrotisierung) von Gewebe eingesetzt wird. Sie findet besonders bei stark durchblutetem Gewebe Anwendung, um die Blutung gering zu halten. Es werden Frequenzen von 300&amp;amp;nbsp;kHz bis meist nicht über 4&amp;amp;nbsp;MHz eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahr 1908 hatten Richard von Zeynek (1869–1945) und seine Mitarbeiter die Diathermie (damals Thermopenetration genannt) zur Tiefendurchwärmung des Körpers mittels der 1893 von [[Nikola Tesla]] dargestellten Hochfrequenzströme publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Hochfrequenzablation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die chirurgische Diathermie wird auch zur Entfernung von [[Tätowierung]]en benutzt. Hierbei werden die [[Zelle (Biologie)|Hautzellen]] mittels elektrischen Stroms durch Hitze zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor= [[Erwin Schliephake]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Behandlung rheumatischer Erkrankungen mit Ultra-Kurzwellen&lt;br /&gt;
   |Verlag=[[Verlag Theodor Steinkopff]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Dresden/Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1938}}&lt;br /&gt;
* [[EN 60601-2-3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrowärme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrotherapie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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