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	<title>Diamanten-Modell - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T03:41:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diamanten-Modell&amp;diff=1392439&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2023-01-31T17:47:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Porter&amp;#039;s Diamond komplett.jpg|mini|400px|Porters Diamanten-Modell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diamanten-Modell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch {{enS|Porter&amp;#039;s Diamond}} oder &amp;#039;&amp;#039;Nationale Wettbewerbsvorteile&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist eine von dem [[Wirtschaftswissenschaftler]] [[Michael E. Porter|Michael Porter]] im Jahre 1993 entwickelte These zur Bewertung der [[Wettbewerbsfähigkeit]] von [[Staat]]en in Bezug auf einzelne [[Wirtschaftszweig|Branchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Porter beschreibt mit seinem Modell, wie ein Unternehmen wettbewerbsfähig wird und nach seiner Aussage auch bleibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael E. Porter, &amp;#039;&amp;#039;Competitive Advantage of Nations&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;Wettbewerbsfähig&amp;quot; ist ein Unternehmen, wenn es einen größeren [[Gewinn]] erwirtschaftet als direkte [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Konkurrenten]] oder wenn es größere [[Gewinnchance]]n zu realisieren imstande ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grant1991&amp;quot;&amp;gt;Robert M. Grant, &amp;#039;&amp;#039;Contemporary Strategy Analysis&amp;#039;&amp;#039;, 3rd ed., Blackwell Business/Malden, 1991, S. 174&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere [[Unternehmensziel]]e werden nicht berücksichtigt. Die Faktoren stellen ein sich wechselseitig beeinflussendes System von fördernden (im Umkehrschluss auch hemmenden) Faktoren dar, die teilweise vom [[Unternehmen]] selbst, teilweise aus der [[Umwelt]] heraus beeinflusst werden. Damit liegt das Modell im Grenzbereich zwischen der [[Volkswirtschaftslehre]] (als Leitlinie für [[Strukturpolitik]]) und der [[Betriebswirtschaftslehre]] (als [[Standortanalyse]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Determinanten des Diamanten-Modells ===&lt;br /&gt;
Nach {{lang|en|Porters}} Ansicht bestimmen die folgenden Faktoren die Wettbewerbsfähigkeit eines [[Unternehmen]]s gegenüber ausländischen Konkurrenten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Faktorausstattung]]&amp;#039;&amp;#039;: es handelt sich hierbei um die [[Verfügbarkeit]] von [[Produktionsfaktor]]en.&lt;br /&gt;
** [[Humanvermögen]]: Faktoren, welche die [[Arbeitskraft|Arbeitskräfte]] beeinflussen. Besonders die Anzahl, Ausbildung und [[Personalkosten]] für Facharbeiter spielen eine Rolle. Weniger von Bedeutung sind Hilfsarbeiter, da sich eine Nation darin kaum von anderen unterscheiden kann.&lt;br /&gt;
** Materielle [[Ressource]]n: Verfügbarkeit und Preis von [[Rohstoff]]en, [[Energie]] und [[Boden (Produktionsfaktor)|Boden]].&lt;br /&gt;
** [[Wissen]]sressourcen: [[Know-how]], das in Fachkräften und Institutionen vorhanden ist.&lt;br /&gt;
** [[Kapital]]ressourcen: Verfügbarkeit und Kosten zur Bereitstellung von Kapital.&lt;br /&gt;
** [[Infrastruktur]]: Umfang und Kosten von Transport- und Kommunikationswegen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;inländische Nachfragebedingungen&amp;#039;&amp;#039;: anspruchsvolle Kunden zwingen die Industrie innovativ und qualitativ hochwertig zu sein.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;verwandte und unterstützende Branchen&amp;#039;&amp;#039;: räumliche Distanz vor- und nachgelagerter Industrien, Kommunikation fördert Ideen und Innovation.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unternehmensstrategie, Struktur und Wettbewerb&amp;#039;&amp;#039;: direkte Konkurrenz fördert [[Innovation]] und [[Produktivität]].&lt;br /&gt;
Die genannten Faktoren stehen in [[Interdependenz|Wechselwirkung]] miteinander. Es gibt zwei weitere Determinanten, die auf das System Einfluss nehmen können, mit diesen aber kaum eine Wechselwirkung haben:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zufall&amp;#039;&amp;#039;: nicht beeinflussbare Faktoren,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Staat&amp;#039;&amp;#039;: Förderung von Innovation und Konkurrenz, Schutz der Branchen, Anregung der Nachfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{lang|en|Cluster}}bildung ===&lt;br /&gt;
In [[Cluster (Wirtschaft)|Clustern]] existiert ein starker Wettbewerbsdruck, und es siedeln sich verwandte und unterstützende Branchen an. In der Regel entstehen {{lang|en|Cluster}} auch an Orten mit guten Faktorkonditionen und einer entsprechenden Nachfrage. {{lang|en|Cluster}} haben eine Erhöhung der Produktivität, Förderung der Innovation und die Stimulation neuer Geschäfte zur Folge. Unternehmen, die sich in einem solchen {{lang|en|Cluster}} befinden, sind aufgrund dieser aus dem Diamanten-Modell herauslesbarer Vorteile besonders gut für den internationalen Wettbewerb gerüstet. Beispiele für solche Cluster sind die Uhrenfertigung in der Schweiz oder die Filmindustrie in Hollywood.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Porters Modell der Entstehung von Wettbewerbsvorteilen ist in der Fachwelt nicht ohne Kritik geblieben. Insbesondere [[Ohmae Kenichi|Kenichi Ohmae]], ehemaliger Leiter der [[McKinsey]]-Niederlassung in [[Tokio]], kritisiert die Ausschließlichkeit von Porters Kriterien. Nach dieser Auffassung sind Porters Kriterien für Unternehmen zwar [[Notwendigkeit|notwendig]], um auf die internationale Bühne zu wechseln, andererseits sind sie aber nicht [[hinreichend]], wenn ein Unternehmen einmal international aktiv ist. Es sind weitere Faktoren notwendig, um auf dieser Ebene existieren zu können. In der Tat führt Ohmae dies weiter zu einem Konzept des &amp;quot;staatenlosen&amp;quot; Unternehmens, dessen Ressourcen nicht mehr auf der ursprünglichen Heimat beruhen. Porters Kriterien würden in diesem Umfeld zwar nicht sinnlos, aber für ein wahrhaft international agierendes Unternehmen nebensächlich, da die Ressourcen irgendwo zentral oder dezentral so positioniert werden könnte, dass das Unternehmen jeweils die konkurrenzfähigste Konfiguration besäße.&amp;lt;ref&amp;gt;The Economist, 4. August 1990&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus einer Innenbetrachtung von Unternehmen resultierend vertreten auch [[Christopher Bartlett]] und [[Sumantra Ghoshal]] eine ähnliche Auffassung in ihrem Konzept des &amp;#039;&amp;#039;[[transnational]]en Unternehmens&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Bartlett/Sumantra Ghoshal, &amp;#039;&amp;#039;Managing across borders: new strategic requirements&amp;#039;&amp;#039;, Sloan Management Review/Summer, 1987, S. 7–17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohmaes Ausführungen sind theoretisch sehr einleuchtend. Allerdings gibt es empirisch keine Belege, da auch die größten Unternehmen noch kaum Schritte zur &amp;quot;Staatenlosigkeit&amp;quot; unternommen haben. Selbst wenig staatengebundene Unternehmen wie das schwedisch-schweizerische [[Asea Brown Boveri|ABB]], die US-amerikanische [[IBM]], Japans [[Sony]] und andere haben noch immer starke Wurzeln in den Hauptmärkten. So bleibt die Kritik mangels [[empirisch]]en Belegen schwach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://themanager.org/pdf/diamond.pdf Beschreibung von Porter&amp;#039;s Diamond (en)] (PDF-Datei; 94 kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Haas &amp;amp; Neumair: &amp;#039;&amp;#039;Internationale Wirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2006, ISBN 978-3-486-57943-7.&lt;br /&gt;
* M. Porter: &amp;#039;&amp;#039;Nationale Wettbewerbsvorteile. Erfolgreich konkurrieren auf dem Weltmarkt.&amp;#039;&amp;#039; Droemer Knaur, München 1991, ISBN 978-3-426-26433-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Managementlehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wettbewerbstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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