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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Diagonalsprache</id>
	<title>Diagonalsprache - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T14:52:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diagonalsprache&amp;diff=1220093&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Känguru1890: Revert - Belegpflicht beachten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diagonalsprache&amp;diff=1220093&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-09-09T08:55:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Revert - &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:Belege&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:Belege (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Belegpflicht&lt;/a&gt; beachten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diagonalsprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Formale Sprache]] aus der [[Theoretische Informatik|theoretischen Informatik]] aus dem Bereich der [[Entscheidbar|Entscheidungsprobleme]]. Sie ist als Menge so konstruiert, dass sie nicht [[Rekursiv aufzählbare Sprache|semi-entscheidbar]] ist, also dass Elemente (Wörter) der Sprache nicht auf [[Algorithmus|algorithmische Weise]] als zu der Sprache gehörig erkannt werden können. Es kann also keine [[Turingmaschine]] geben, die eine Ja-Antwort auf die Frage geben kann, ob ein Element zu der Sprache gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diagonalsprache ist die zentrale Konstruktion im Beweis der [[Entscheidbar|Unentscheidbarkeit]] des [[Halteproblem]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konstruktion der Sprache basiert auf dem Prinzip der [[Cantor-Diagonalisierung|Diagonalisierung]]. Die Diagonalsprache ist die Menge aller Turingmaschinen, die &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; akzeptieren, wenn sie ihre eigene Kodierung als Eingabe bekommen. Eine Turingmaschine, welche diese Sprache semi-entscheiden könnte, dürfte weder in der Menge noch nicht in der Menge liegen, was zum Widerspruch zu angenommener Semi-Entscheidbarkeit führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Komplement der Diagonalsprache ist jedoch semi-entscheidbar. Es wird auch als das spezielle Halteproblem bezeichnet und ist das klassische Beispiel dafür, dass es semi-entscheidbare Sprachen gibt, die nicht entscheidbar sind, so dass die Klasse der [[Rekursive Sprache|entscheidbaren Sprachen]] eine echte Teilmenge der Klasse der semi-entscheidbaren Sprachen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sei &amp;lt;math&amp;gt;M_w&amp;lt;/math&amp;gt; die zu einer Kodierung &amp;lt;math&amp;gt;w&amp;lt;/math&amp;gt; gehörige Turingmaschine. Dann ist die Diagonalsprache &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; definiert als:&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;D := \{w \mid M_w ~\text{akzeptiert}~ w ~\text{nicht}\}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== D ist nicht semi-entscheidbar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diagonalsprache ist nicht semi-entscheidbar, also ist sie auch nicht rekursiv aufzählbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; semi-entscheidbar wäre, gäbe es eine Turingmaschine &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt;, die &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; semi-entscheidet, so dass alle Elemente &amp;lt;math&amp;gt;x \in D&amp;lt;/math&amp;gt; von &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; akzeptiert werden, und für Elemente &amp;lt;math&amp;gt;x \notin D&amp;lt;/math&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; hält ohne zu akzeptieren oder nicht hält. Sei &amp;lt;math&amp;gt;w&amp;lt;/math&amp;gt; die Kodierung dieser Turingmaschine &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt;, also &amp;lt;math&amp;gt;M=M_w&amp;lt;/math&amp;gt;. Wenn &amp;lt;math&amp;gt;M_w&amp;lt;/math&amp;gt; mit Eingabe &amp;lt;math&amp;gt;w&amp;lt;/math&amp;gt; gestartet wird (also ihre eigene Kodierung entscheiden soll), gibt es folgende Möglichkeiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Angenommen, &amp;lt;math&amp;gt;w \in D&amp;lt;/math&amp;gt;: &lt;br /&gt;
** &amp;lt;math&amp;gt;M_w&amp;lt;/math&amp;gt; müsste &amp;lt;math&amp;gt;w&amp;lt;/math&amp;gt; akzeptieren, denn &amp;lt;math&amp;gt;M_w&amp;lt;/math&amp;gt; semi-entscheidet &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt;. &lt;br /&gt;
** Nach Definition von &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; ist damit aber &amp;lt;math&amp;gt;w \notin D&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
** Widerspruch&lt;br /&gt;
* Angenommen, &amp;lt;math&amp;gt;w \notin D&amp;lt;/math&amp;gt;: &lt;br /&gt;
** &amp;lt;math&amp;gt;M_w&amp;lt;/math&amp;gt; darf &amp;lt;math&amp;gt;w&amp;lt;/math&amp;gt; nicht akzeptieren, denn &amp;lt;math&amp;gt;M_w&amp;lt;/math&amp;gt; semi-entscheidet &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
** Wiederum nach Definition von &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; ist damit aber &amp;lt;math&amp;gt;w \in D&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
** Widerspruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit kann es eine solche Turingmaschine &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; nicht geben, die &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt; semi-entscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Komplement von D ist semi-entscheidbar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|spezielles Halteproblem}}&lt;br /&gt;
Das Komplement von &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt;, das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;spezielle Halteproblem&amp;#039;&amp;#039;, ist jedoch semi-entscheidbar. Definieren wir dieses als &amp;lt;math&amp;gt;K := \{w \mid M_w ~\text{akzeptiert}~ w\}&amp;lt;/math&amp;gt;, so akzeptiert folgende Turingmaschine &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; die Menge &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei Eingabe &amp;lt;math&amp;gt;w&amp;lt;/math&amp;gt; wird &amp;lt;math&amp;gt;M_w&amp;lt;/math&amp;gt; bei Eingabe &amp;lt;math&amp;gt;w&amp;lt;/math&amp;gt; simuliert.&lt;br /&gt;
* Sobald &amp;lt;math&amp;gt;M_w&amp;lt;/math&amp;gt; in einer akzeptierenden Konfiguration hält, hält auch &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; und akzeptiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist klar, dass jede Eingabe &amp;lt;math&amp;gt;w \in K&amp;lt;/math&amp;gt; genau dann von &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; akzeptiert wird, wenn &amp;lt;math&amp;gt;M_w&amp;lt;/math&amp;gt; die Eingabe &amp;lt;math&amp;gt;w&amp;lt;/math&amp;gt; akzeptiert. Für positive Eingaben, also &amp;lt;math&amp;gt;w \in K&amp;lt;/math&amp;gt;, akzeptiert &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; die Eingabe. Für negative Eingaben, also &amp;lt;math&amp;gt;w \notin K&amp;lt;/math&amp;gt;, hält &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; nicht in akzeptierender Konfiguration, hält also ohne in einen Endzustand zu gelangen oder hält gar nicht. Damit semi-entscheidet &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; die Sprache &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch entscheidet &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; die Sprache &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;, denn es kann negative Eingaben geben, auf denen die Turingmaschine nicht hält. Eine &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt; entscheidende Turingmaschine kann es auch gar nicht geben, denn diese würde auch das Komplement von &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt; (nämlich gerade die Diagonalsprache &amp;lt;math&amp;gt;D&amp;lt;/math&amp;gt;) entscheiden, was nach obigen Ausführungen nicht sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theorie formaler Sprachen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Känguru1890</name></author>
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