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	<title>Diabas - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Diabas&amp;diff=150374&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-20T06:55:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Chuchelske ruzicky NPP Barrandovske skaly Prague CZ 976.jpg|mini|300px|[[Silur]]ischer, als Kissenlava ausgebildeter Diabas des [[Joachim Barrande|Barrande]]-Felsens in Prag, [[Böhmisches Massiv]], Tschechien]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diabas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|diaˈbaːs}}] ({{grcS|διαβάς|diabás}} ‚hindurchgegangen‘&amp;lt;!-- Partizip Aorist Aktiv m., ergänzte vermutlich petros --&amp;gt;, vom [[Infinitiv]] {{lang|grc|διαβαίνειν|diabaínein}} ‚hindurchgehen‘) werden verschiedene [[Basisches Gestein|basische Gesteine]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell ist mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Diabas&amp;#039;&amp;#039; ein durch geringfügige [[Metamorphose (Geologie)|Metamorphose]] grünlich gefärbtes („vergrüntes“), ursprünglich [[basalt]]isches, prä-[[Perm (Geologie)|perm]]isches (zumeist paläozoisches) [[Ergussgestein]] gemeint,&amp;lt;ref name=&amp;quot;murawski10&amp;quot; /&amp;gt; das in Europa vor allem in [[Variszische Orogenese|variszischen]] Gesteinskomplexen zu finden ist und aufgrund seiner Färbung auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grünstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. In diesem Sinne findet sich die Bezeichnung in zahlreichen älteren geologischen Schriften und Karten.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Okrusch, Siegfried Matthes: &amp;#039;&amp;#039;Mineralogie - Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde.&amp;#039;&amp;#039; 8.&amp;amp;nbsp;Auflage, Springer Verlag, 2010, ISBN 978-3-540-78200-1, S.&amp;amp;nbsp;205.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein anderes ebenfalls als prä-permisch definiertes basisches Gestein ist der [[Melaphyr]]. Er wird zusammen mit dem Diabas traditioneller Auffassung in die Gruppe der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Paläobasalte&amp;#039;&amp;#039; gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der US-amerikanischen geologischen Literatur wird als &amp;#039;&amp;#039;diabase&amp;#039;&amp;#039; ein basaltisches, mittelkörniges [[Kryptovulkanismus|subvulkanisches]] (hypabyssales) Gestein bezeichnet, das im Wesentlichen dem [[Dolerit]] nach traditionellem deutschen Verständnis entspricht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;murawski10&amp;quot;&amp;gt;Hans Murawski, Wilhelm Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Geologisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 12.&amp;amp;nbsp;Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 2010, ISBN 978-3-8274-1810-4, S.&amp;amp;nbsp;30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wimmenauer (1985)&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfhardt Wimmenauer: &amp;#039;&amp;#039;Petrographie der magmatischen und metamorphen Gesteine.&amp;#039;&amp;#039; Enke-Verlag, Stuttgart 1985, ISBN 3-432-94671-6, S.&amp;amp;nbsp;106&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; nutzt die Bezeichnung ebenfalls für ein basaltisches Gestein subvulkanischen Ursprungs, grenzt den Diabas jedoch dahingehend vom Dolerit ab, dass letztgenannter keine Umwandlungen des ursprünglichen Mineralbestandes aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[International Union of Geological Sciences|Internationale Vereinigung der Geologischen Wissenschaften]] (IUGS) rät vom weiteren Gebrauch der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Diabas&amp;#039;&amp;#039; im traditionellen deutschen Verständnis ab und empfiehlt, den Namen &amp;#039;&amp;#039;Diabas&amp;#039;&amp;#039; als Synonym von &amp;#039;&amp;#039;[[Dolerit]]&amp;#039;&amp;#039; („Mikro[[gabbro]]“) zu betrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;R. W. Le Maitre (Hrsg.), A. Streckeisen, B. Zanettin, M. J. Le Bas, B. Bonin, P. Bateman, G. Bellieni, A. Dudek, S. Efermova, J. Keller, J. Lameyre, P. A. Sabine, R. Schmid, H. Sørensen, A. R. Woolley: &amp;#039;&amp;#039;Igneous Rocks: A Classification and Glossary of Terms. Recommendations of the International Union of Geological Sciences, Subcommission on the Systematics of Igneous Rocks.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, 2002, ISBN 978-0-521-66215-4, S.&amp;amp;nbsp;5 u. 72/73.&amp;lt;/ref&amp;gt; In geologischen Karten finden sich daher bei den Gesteinbezeichnungen traditionell als „Diabas“ deklarierter Formationen nunmehr Begriffe wie &amp;#039;&amp;#039;[[Spilit]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Pikrit]]&amp;#039;&amp;#039; oder [[Metabasit|&amp;#039;&amp;#039;Metabasalt&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der langjährigen Nutzung im deutschen Sprachraum wird im nachfolgenden der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Diabas&amp;#039;&amp;#039; im Sinne der traditionellen Auffassung erörtert. In diesem Sinne wurde der Diabas vom Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler zum „Gestein des Jahres 2017“ gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Brauer, Manuel Lapp: &amp;#039;&amp;#039;Diabas – Gestein des Jahres 2017.&amp;#039;&amp;#039; Faltblatt. Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Dresden 2017 ([https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/28090 online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefüge und Mineralbestand ==&lt;br /&gt;
Diabase haben ein dichtes fein- bis mittelkörniges [[Gefüge (Geologie)|Gefüge]]. In einigen [[Varietät (Mineralogie)|Varietäten]] können größere [[Feldspat]]-Einsprenglinge ausgebildet sein, die dem Gestein ein [[porphyrisches Gefüge]] verleihen. Charakteristisch ist in diesem Fall ein Gemenge aus sperrig angeordneten Feldspatleisten ([[ophit]]isches oder intersertales Gefüge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgangsgesteine des Diabases waren ursprünglich von [[tholeiit]]-[[basalt]]ischer Zusammensetzung. Die typische grünliche Farbe geht auf die Anchimetamorphose des Gesteins zurück, eine Vorstufe der [[Metamorphose (Geologie)|Metamorphose]]. Sie entsteht durch die Bildung von [[Chloritgruppe|Chloriten]] und [[Hornblende]] aus [[Augit]] und die Umwandlung von Anteilen der Feldspäte in [[Epidot]]. Das [[Calcium|Kalzium]] einiger [[Plagioklas]]e wird zudem teilweise in [[Calcit|Kalzit]] überführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diabas hat eine ungewöhnlich hohe Dichte, die bis zu 3000 kg/m³ betragen kann, und gilt als besonders witterungsbeständig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Metamorphe Vorgänge, Autosomatose von Spiliten--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinerne Rose.jpg|mini|Kissenlava (&amp;#039;&amp;#039;[[Steinerne Rose]]&amp;#039;&amp;#039;) bei Saalburg in Thüringen, [[Thüringer Schiefergebirge|Ostthüringer Schiefergebirge]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diabase kommen als [[Ergussgestein]]e in zahlreichen [[Paläozoikum|paläozoischen]] Gesteinseinheiten vor, speziell in den [[Variszische Orogenese|Varisziden]] Mittel- und Westeuropas. Sie repräsentieren den untermeerischen Vulkanismus in den paläozoischen [[Seebecken|Meeresbecken]], die nachfolgend, während der Variszischen Gebirgsbildung, zusammengeschoben und dem europäischen Kontinentalblock (Baltica) angegliedert wurden. In Deutschland sind sie im [[Devon (Geologie)|Devon]] und [[Unterkarbon]] der Schiefergebirge weit verbreitet, entweder massig, u.&amp;amp;nbsp;a. in Form von [[Kissenlava|Kissenlaven]], oder als Diabas[[brekzie]]n und Diabas[[tuff]]e (z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Schiefer|schiefrig]] ausgebildete, sogenannte &amp;#039;&amp;#039;[[Schalstein]]&amp;#039;&amp;#039;). Mit den Diabasen häufig vergesellschaftet ist [[Intrusion (Geologie)|intrusiv]] in Form von [[Gang (Geologie)|Gängen]] und [[Stock (Geologie)|Stöcken]] auftretender Dolerit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Thüringisch-Fränkisch-Vogtländisches Schiefergebirge|Thüringisch-Fränkisch-Vogtländischen Schiefergebirge]] sind die Diabase durchweg devonischen Alters.&amp;lt;ref&amp;gt;Dierk Henningsen, Gerhard Katzung: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Geologie Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;. 7. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, München 2006, ISBN 3-8274-1586-1, S.&amp;amp;nbsp;69.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort bilden sie die vor allem in Teilen des [[Vogtland]]s typischen [[Pöhl (Geländeform)|kuppigen Landschaften]]. Eine [[Geotourismus|geotouristische]] Attraktion ist die &amp;#039;&amp;#039;[[Steinerne Rose]]&amp;#039;&amp;#039; bei [[Saalburg-Ebersdorf|Saalburg]], ein Naturdenkmal, dessen heutige Form auf die typische Verwitterung von Lavakissen zurückgeht. Ein weiterer Aufschluss dieser Ausprägung befindet sich bei [[Straßberg (Plauen)|Straßberg]] (Plauen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirge]] repräsentieren [[Mitteldevon|mittel-]] und [[Oberdevon|oberdevonische]] Diabase die bedeutendste vulkanische Phase der [[Dillmulde|Dill-]] und [[Lahnmulde]] (siehe [[Lahn-Dill-Gebiet]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thews&amp;quot;&amp;gt;J.-D. Thews: &amp;#039;&amp;#039;Erläuterungen zur Geologischen Übersichtskarte von Hessen 1:300.000.&amp;#039;&amp;#039; Geologische Abhandlungen Hessen, Bd.&amp;amp;nbsp;96. Hessisches Landesamt für Bodenforschung, Wiesbaden 1996, ISBN 3-89531-800-0, S.&amp;amp;nbsp;189&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Diabase des Mittel- und Oberdevons des Sauerlands werden als &amp;#039;&amp;#039;Hauptgrünsteinzug&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thews&amp;quot; /&amp;gt; Im [[Unterkarbon]] wurden mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Deckdiabas]]&amp;#039;&amp;#039; im Rheinischen Schiefergebirge und im [[Harz (Gebirge)|Harz]] ebenfalls in größerem Maße untermeerische Kissenlaven gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinbruch-Doertendorf-2003.jpg|mini|Diabas-[[Steinbruch]] bei [[Dörtendorf]] im [[Thüringer Schiefergebirge]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rachelshausen 02 08 065.jpg|mini|links|Der große stillgelegte Diabas-Steinbruch bei [[Gladenbach]]-[[Rachelshausen]], Lahn-Dill-Gebiet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diabassteinbrüche werden des Weiteren innerhalb Deutschlands im [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]], im [[Vogtland]] und im [[Sauerland]] vornehmlich zur Herstellung von Brecherprodukten betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kogler Naturstein 1.jpg|mini|Abbau und Verarbeitung von Metadiabas (&amp;#039;&amp;#039;Blaugrüner Carat&amp;#039;&amp;#039;) in [[Sankt Urban (Kärnten)|St. Urban, Kärnten]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Alpenraum gibt es wirtschaftlich bedeutende Diabasvorkommen, insbesondere den unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Blaugrüner Carat&amp;#039;&amp;#039; vertriebenen Metadiabas aus dem [[Kristallinkomplex|Altkristallin]] von [[Kärnten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diabase sind ebenfalls im Devon und Karbon von Südengland verbreitet. Weitere europäische Diabasvorkommen werden beschrieben aus dem [[Silur]] der Prager Mulde ([[Böhmische Masse]]) und dem sogenannten [[Kristallinkomplex|Altkristallin]] des Alpenraumes. Andere Vorkommen liegen u.&amp;amp;nbsp;a. in Finnland, Indien und der Türkei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dillmann&amp;quot;&amp;gt;[https://www.geodienst.de/diabas.htm &amp;#039;&amp;#039;Diabas&amp;#039;&amp;#039; auf der Website des Geo-Dienstes Dillmann, Gelsenkirchen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinterländer Grünstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Lahn-Dill-Gebiet]] werden bis heute mit dem [[Schalstein]] in Zusammenhang stehende Diabase sowie der Deckdiabas des Unterkarbons in zahlreichen Steinbrüchen abgebaut. Im Gebiet an der Ostgrenze des ehemaligen [[Dillkreis]]es und insbesondere im anschließenden ehemaligen [[Kreis Biedenkopf]] ([[Hessisches Hinterland]]) wurden mit Beginn des 20. Jahrhunderts große und ertragreiche Steinbruchbetriebe betrieben, die insgesamt bis zu 650 Beschäftigten Arbeit und Brot gaben. Der dort gefundene Paläopikrit-Diabas, auch &amp;#039;&amp;#039;Hinterländer Grünstein&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein sehr [[Silicate|silikat]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;armer ([[Alkalisches Magma|alkalischer]]) unterkarbonischer Diabas. Er ist nicht durch Übergänge mit den [[Basisches Gestein|basischen]] Diabasen und Olivindiabasen des Deckdiabases verbunden und liegt [[Intrusion (Geologie)|intrusiv]] in devonischen Gesteinen. Charakteristisch ist seine schwarzbraune, unregelmäßige genarbte Verwitterungsrinde (die Farbe des frischen Gesteins ist schwarzgrün). Eine Flammung oder Zeichnung wird durch Anreicherung von [[Plagioklas]]en (Kalkalkalifeldspäten) bewirkt, die in diesen Partien bis zu 54 % betragen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung und Verwendung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diabas wurde bereits in der [[Steinzeit]] zu [[Werkzeug]]en wie [[Axt|Äxten]], [[Beil]]en, Klingen, Bohrern oder Schabern verarbeitet. Heutzutage findet er Verwendung im Straßenbau, für [[Grabstein]]e oder Steinbildhauerarbeiten und seltener als geschliffener Naturstein in Bodenbelägen und Fassadenplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichenbacher Busdepot - saxony.jpg|mini|Busdepot in [[Reichenbach im Vogtland]]]]&lt;br /&gt;
Diabase wurden als Werksteine früher im Bauwesen häufiger zu Säulen, Denkmälern und Grabsteinen verarbeitet. [[Steinbildhauer]] arbeiten, schleifen und polieren Plastiken gerne aus Diabas, weil sich in der Oberflächenbearbeitung ein Spannungsfeld zwischen Politur und rauen Oberflächen einstellt. Diabas lässt sich handwerklich relativ gut bearbeiten. Wird Diabas mit den Handflächen angefasst, nimmt er das Hautfett auf und es entstehen die sogenannten [[Handschmeichler]], die sich angenehm anfühlen und glänzen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Sculpture Diabas Szelinski-Singer Anders.JPG|mini|links|Skulptur &amp;#039;&amp;#039;Diabas&amp;#039;&amp;#039; der Bildhauerin [[Katharina Szelinski-Singer]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Werkstein wird heutzutage in Deutschland lediglich die Diabassorte &amp;#039;&amp;#039;Hessisch-Neugrün&amp;#039;&amp;#039; zu Grabsteinen verarbeitet. Diabas lässt sich zu Schotter, Pflastersteinen und Straßenbaumaterial verarbeiten. Hin und wieder wird Diabas im Bauwesen für Fassadenplatten, Boden- und Treppenbeläge eingesetzt. Diabas wird neben Basalt feingemahlen und findet als sogenanntes [[Urgesteinsmehl]] zur Gartenbodenverbesserung Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Ostthüringen und im sächsischen Vogtland vorkommenden Diabase wurden in zahlreichen Steinbrüchen gewonnen und überwiegend als Bruchstein im Verkehrswegebau als Bettungs- und Konstruktionsmaterial, für Stützmauern aller Zwecke und seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert sowie im 20. Jahrhundert als dekoratives Fassadengestein im Städtebau verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Heinz, Heiner Siedel: &amp;#039;&amp;#039;Diabase des sächsischen Vogtlandes und ihre Nutzung in der Architektur&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Museums für Naturkunde Chemnitz&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 43 (2020), S. 43–78. ([https://www.zobodat.at/publikation_articles.php?id=517542 zobodat.at], PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Hundt (Geologe)|Rudolf Hundt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die nutzbaren Gesteine Ostthüringens&amp;#039;&amp;#039;. Verlagsbuchhandlung Martin Boerner, Halle (Saale) 1931&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Eine besondere Verwendung fand früher ein Diabas vom [[Ochsenkopf (Fichtelgebirge)|Ochsenkopf]] des [[Fichtelgebirge]]s, der [[Proterobas]], auch als Grünstein, Grün-Porphyr oder Fichtelgebirgsporphyr bezeichnet. Aus diesem Gestein sind insbesondere Walzen hergestellt worden, die in der Schokoladen-, Papier- und Textilindustrie und für Getreidewalzmühlen eingesetzt wurden. Eine weitere historische Verwendung war das Schmelzen des Proterobas vom Ochsenkopf und die anschließende Verarbeitung zu Knöpfen und Perlen&amp;lt;ref&amp;gt;W. Dienemann und O. Burre: Die nutzbaren Gesteine Deutschlands und ihre Lagerstätten mit Ausnahme der Kohlen, Erze und Salze. Enke-Verlag, Stuttgart 1929, S. 198&amp;lt;/ref&amp;gt;. Anmerkung: Der Ochsenkopf-Proterobas ist wohl eher nicht als Diabas im Sinne des Artikels anzusprechen. Abschnitt daher hier erstmal „stummgeschaltet“, bevor evtl. gelöscht wird.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gelegentlich wird Diabas auch als Zuschlagsstoff für Beton hoher Dichte eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüner Diabas wird als Belag in Tennissandplätzen als [[Sandplatz (Tennis)#Canada Tenn / Green Clay|Canada Tenn beziehungsweise Green Clay]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natursteinsorten ==&lt;br /&gt;
Eine Auswahl von Diabasen, die als Naturwerksteine Verwendung fanden beziehungsweise finden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hessisch-Neugrün&amp;#039;&amp;#039; ([[Gladenbach]]-Rachelshausen, [[Steffenberg]]-Steinperf, Bad Endbach-[[Hartenrod]], Bad Endbach-[[Bottenhorn]], [[Bad Endbach]]-Dernbach und [[Holzhausen (Dautphetal)|Holzhausen]], alle im Landkreis [[Marburg-Biedenkopf]] in Hessen)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Blaugrüner Carat&amp;#039;&amp;#039; ([[Bezirk Feldkirchen]] in Kärnten)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Diabas Nakkila&amp;#039;&amp;#039; ([[Nakkila]] in Finnland)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eurajoki&amp;#039;&amp;#039; ([[Eurajoki]] in Finnland)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Baringdong Dunkel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Baringdong Hell&amp;#039;&amp;#039; (bei [[Ba Rinh Dong]] in Vietnam)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verde India&amp;#039;&amp;#039; (bei [[Halebid]] und [[Harnahalli]] in Indien)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pista Green&amp;#039;&amp;#039; ([[Chamrajnagar]] in Indien)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gemlik&amp;#039;&amp;#039; ([[Gemlik]] bei [[Bursa]] in der Türkei)&amp;lt;ref&amp;gt;Namen teilweise nach Friedrich Müller: &amp;#039;&amp;#039;Internationale Natursteinkartei&amp;#039;&amp;#039; (INSK). 10 Bd. 3. Aufl. 1989, Ebner Verlag, Ulm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Diabase}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4149436-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gestein des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4149436-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanisches Gestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanischer Naturwerkstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ja:輝緑岩]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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