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	<title>Dharma - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Urgelein: Änderungen von ~2026-15869-90 (Diskussion) auf die letzte Version von AsepTisch zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-03-13T16:56:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-15869-90&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-15869-90&quot;&gt;~2026-15869-90&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-15869-90&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-15869-90 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:AsepTisch&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:AsepTisch (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;AsepTisch&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:MonWheel.jpg|mini|280px|Rad des Dharma ([[Museum Guimet]], Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Buddha in Sarnath Museum (Dhammajak Mutra).jpg|mini|280px|[[Buddha]] im Lehrgestus (&amp;#039;&amp;#039;[[Dharmachakra#Dharmachakramudra|dharmachakramudra]]&amp;#039;&amp;#039;), Museum von [[Sarnath]]; unterhalb des Thronsitzes verehren seine Schüler das Rad der Lehre.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dharma&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (der, [[Sanskrit]] {{lang|sa|धर्म|dharma}}; [[Pali]] {{lang|pi|धम्म|dhamma}}; {{thS|ธรรม|RTGS=Tham}}; {{zh|c=法|p=fǎ}}) ist ein zentraler Begriff vieler asiatischer Religionen (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Hinduismus]], [[Buddhismus]], [[Jainismus]] und [[Sikhismus]]), der religionsabhängig unterschiedliche Bedeutungen hat. &amp;#039;&amp;#039;Dharma&amp;#039;&amp;#039; kann Gesetz, Recht und Sitte sowie ethische und religiöse Verpflichtungen und Werte umfassen, aber auch [[Religion]], [[Ethik]] oder [[Moral]] im Allgemeinen oder konkrete religiöse Rituale, Methoden und Handlungen bezeichnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lexikon-122&amp;quot;&amp;gt;Lexikon der Religionen, Herausgeber Hans Waldenfels, [[Verlag Herder]], S.&amp;amp;nbsp;122.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dharma im Hinduismus ==&lt;br /&gt;
Im Hinduismus ist Dharma einer der zentralen Begriffe und ist abgeleitet von der Wurzel &amp;#039;&amp;#039;dhṛ&amp;#039;&amp;#039; (‚halten‘, ‚stützen‘, ‚bewahren‘).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lexikon-122&amp;quot; /&amp;gt; Dharma, die hinduistische Ethik, bestimmt das Leben eines Hindu in vielfältiger Art und Weise. Persönliche Gewohnheiten, soziale und familiäre Bindungen, Fasten und Feste, religiöse [[Ritual]]e, [[Gerechtigkeit]] und [[Moral]], oft sogar die Regeln der persönlichen [[Hygiene]] und Essenzubereitung werden durch den Dharma bestimmt. Hindus sehen die Beachtung des Dharmas nicht nur als Voraussetzung für soziales Wohlergehen, sondern auch für eine gute persönliche Entwicklung. Von der Erfüllung des Dharmas hängt für sie das [[Karma]] ab, das die aus den Taten des [[Individuum]]s entstandenen [[Kausalität|Resultate]] beinhaltet (Ursache und Wirkung).&amp;lt;ref&amp;gt;R.&amp;amp;nbsp;C. Zaehner: Der Hinduismus, Seine Geschichte und seine Lehre, Wilhelm Goldmann Verlag, München, S.&amp;amp;nbsp;10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch haben Hindus keinen bestimmten, allgemein gültigen [[Kodex]], keine bestimmte Sammlung von Gesetzen, die für alle gleichermaßen verbindlich wären, wie etwa die [[Zehn Gebote]] der Juden und Christen. Dem Dharma zufolge ist jedes Wesen des Universums an den Pflichten zu erkennen, die es erfüllen muss. Elefanten haben andere Pflichten als Pferde, Bäume eine andere Funktion als Gräser, Menschen wiederum andere Aufgaben als Blumen, Bienen oder Bären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten des Dharma ===&lt;br /&gt;
Grundsätzlich enthält der Dharmabegriff einige verschiedene Aspekte. Zwei Definitionen unterscheiden einerseits die kosmische, andererseits die menschliche Ordnung. Beide gehen ineinander über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sanatana-Dharma ====&lt;br /&gt;
Der ewige, unveränderliche Dharma, &amp;#039;&amp;#039;Sanatana-Dharma&amp;#039;&amp;#039; (sanskrit  सनातन धर्म &amp;#039;&amp;#039;sanātana dharma&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet die kosmische Ordnung, die das gesamte [[Universum]] erhält.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zaehner-8&amp;quot;&amp;gt;R.&amp;amp;nbsp;C. Zaehner: Der Hinduismus, Seine Geschichte und seine Lehre, Wilhelm Goldmann Verlag, München, S.&amp;amp;nbsp;8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu gehören sowohl die [[Physikalisches Gesetz|Naturgesetze]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zaehner-8&amp;quot; /&amp;gt; als auch die Weisheiten der [[Veden]], der wichtigsten „Heiligen Schriften“ der Hindus. Nicht nur Menschen unterliegen dem &amp;#039;&amp;#039;Sanatana-Dharma,&amp;#039;&amp;#039; auch Tiere und sogar Pflanzen sowie das gesamte Universum. Nach Auffassung der Gläubigen geht Dharma aus dem [[Brahman (Philosophie)|Brahman]] hervor, dem Absoluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sanatana-Dharma,&amp;#039;&amp;#039; „ewige Wahrheiten“, ist auch die Eigenbezeichnung der Hindus für ihre [[Religion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dharma als Ordnung der Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
Auf menschlicher Ebene ist Dharma die &amp;#039;&amp;#039;Ordnung der Gesellschaft,&amp;#039;&amp;#039; die wiederum verschiedene Aspekte beinhaltet. Prinzipiell kennt die hinduistische Tradition &amp;#039;&amp;#039;dreierlei Verpflichtungen:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* gegenüber Göttern, von denen die Menschen alles bekommen – wird erfüllt z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Gebet]]e und Verehrung&lt;br /&gt;
* gegenüber den [[Rishi]]s (den Weisen) und den [[Guru]]s (den Lehrern) – wird erfüllt z.&amp;amp;nbsp;B. durch Studium der Schriften&lt;br /&gt;
* gegenüber den [[Vorfahren]], von denen die Menschen ihre Körper haben – wird erfüllt z.&amp;amp;nbsp;B. durch das Aufziehen von [[Nachkommen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sozialen Pflichten und Verantwortungen des &amp;#039;&amp;#039;Varnashrama-Dharma&amp;#039;&amp;#039; hängen vom Alter, Lebensstadium, Geschlecht, von der [[Kaste]] und dem sozialen Status ab. Es gibt unterschiedliche Ordnungen und Gesetze für Personen in einer bestimmten Lebensstufe (&amp;#039;&amp;#039;Ashrama&amp;#039;&amp;#039;) sowie verschiedene Vorschriften für die einzelnen Mitglieder der vier Stände der Gesellschaft – die &amp;#039;&amp;#039;Varnas.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Waldenfels (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Religionen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Herder, S.&amp;amp;nbsp;159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in den Schriften beschriebene Ideal der &amp;#039;&amp;#039;vier Lebensstadien&amp;#039;&amp;#039; (Ashrama) ist mit bestimmten sozialen Pflichten verbunden. Es teilt das Leben eines jeden Menschen in vier Phasen ein:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Brahmachari|Brahmacari]]&amp;#039;&amp;#039; (Schüler)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grihastha&amp;#039;&amp;#039; (Haushalter)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vanaprastha&amp;#039;&amp;#039; (in die Waldeinsamkeit Gehender)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Samnyasin|Sannyasin]]&amp;#039;&amp;#039; (die Welt Aufgebender)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflicht des Schülers ist, zu lernen und soziale Dienste zu leisten. Als „Haushalter“ soll man heiraten, Kinder haben, die Familie versorgen, den Bedürftigen geben, den sozialen und politischen Bedürfnissen der Gemeinschaft dienen. In die „Waldeinsamkeit“ soll man erst gehen, wenn die familiären Pflichten erfüllt sind. Dann kann man sich von materiellen Dingen lösen und seine eigene [[Philosophie]] finden. Die allerletzte Lebensphase ist der Zeitpunkt, die Welt aufzugeben und sein Ziel in der [[Moksha|Erlösung]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Stufen, &amp;#039;&amp;#039;Brahmacari&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Grihastha&amp;#039;&amp;#039; sind in den Hindu-Alltag integriert. Selten geht jemand wirklich in die „Waldeinsamkeit“ oder zieht sich als [[Einsiedler]] aus der Welt zurück. Stattdessen herrscht in der modernen Welt die Sitte, dass die Älteren alle Aufgaben abgeben und sich innerhalb des Hauses zurückziehen, um sich religiösen Aktivitäten zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Kastendharma&amp;#039;&amp;#039; beinhaltet unterschiedliche Gesetze für jede Gruppe der Gesellschaft: Hier weisen die hinduistische [[Tradition]] sowie die alten &amp;#039;&amp;#039;Gesetzgeber&amp;#039;&amp;#039; jedem innerhalb der Gesellschaft eine bestimmte Aufgabe sowie spezifische moralische Anforderungen zu. Früher musste beispielsweise jeder den Beruf und die Pflichten seiner Familie, seiner Kaste übernehmen. Diese Tradition ist noch immer lebendig, jedoch längst nicht mehr unumstößlich. Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, kann heute jeder jeden Beruf ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Allgemeine Dharmas ====&lt;br /&gt;
Viele Regeln sind auf jeweils eine bestimmte Gruppe von Menschen zugeschnitten, dagegen gelten folgende &amp;#039;&amp;#039;Sadharana Dharmas&amp;#039;&amp;#039; als allgemeine Verhaltensregeln für jeden.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Religionen, Herausgeber Hans Waldenfels, Verlag Herder, S.&amp;amp;nbsp;160.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie kommen in den verschiedenen Schriften an vielen Stellen als besonders wichtige [[Tugend]]en regelmäßig vor. Besonders häufig scheinen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrhaftigkeit (&amp;#039;&amp;#039;satyam&amp;#039;&amp;#039;), Enthaltung von Gewalt (&amp;#039;&amp;#039;ahimsa&amp;#039;&amp;#039;), Zornlosigkeit (&amp;#039;&amp;#039;akrodha&amp;#039;&amp;#039;), Freigebigkeit (&amp;#039;&amp;#039;danam&amp;#039;&amp;#039;), Enthaltung von Diebstahl (&amp;#039;&amp;#039;asteyam&amp;#039;&amp;#039;), rituelle, geistige und körperliche Reinheit (&amp;#039;&amp;#039;saucam&amp;#039;&amp;#039;), Zügelung der Sinne (&amp;#039;&amp;#039;indriya-nigraha&amp;#039;&amp;#039;), Nachsichtigkeit und Verzeihung (&amp;#039;&amp;#039;ksama&amp;#039;&amp;#039;), Selbstkontrolle (&amp;#039;&amp;#039;dama&amp;#039;&amp;#039;), Urteilskraft (&amp;#039;&amp;#039;dhi&amp;#039;&amp;#039;), Mildtätigkeit (&amp;#039;&amp;#039;dana&amp;#039;&amp;#039;), Mitgefühl (&amp;#039;&amp;#039;daya&amp;#039;&amp;#039;), Gastfreundschaft (&amp;#039;&amp;#039;atithi&amp;#039;&amp;#039;). Die Auswahl enthält keine Rangordnung. Ähnliche Regeln sind im [[Yoga]] in den [[Yama]]s und [[Niyama]]s formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bhagavadgita]] geht an mehreren Stellen auf wichtige Tugenden ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Gewaltlosigkeit ([[Ahimsa]]), Wahrhaftigkeit, Zornlosigkeit, Entsagung, Frieden, Nicht-Verleumdung, Mitgefühl für die Lebewesen, Begierdelosigkeit, Milde, Bescheidenheit, Lichtvolle Stärke, Vergebung, Beständigkeit, Reinheit, Fehlen von Feindseligkeit, Nicht-Hochmut – dies sind die Gaben des Menschen von göttlicher Natur.&amp;#039;&amp;#039; (Kap. 16.2–3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Sorge um den Mitmenschen ist ein besonders wichtiges Kriterium des Hindu-Dharma: So postuliert etwa das [[Mahabharata]]: &amp;#039;&amp;#039;Mitgefühl und Güte ist der höchste Dharma der Guten&amp;#039;&amp;#039; (Kap. 13.5–23).&amp;lt;!-- Zitierte Stelle kann nicht verifiziert werden!. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Hindu kann die „sechs Feinde“ aufzählen: &amp;#039;&amp;#039;[[Kama (Indien)|kama]]&amp;#039;&amp;#039; (weltliche Begierden) &amp;#039;&amp;#039;krodha&amp;#039;&amp;#039; (Zorn), &amp;#039;&amp;#039;lobha&amp;#039;&amp;#039; (Gier, Geiz), &amp;#039;&amp;#039;moha&amp;#039;&amp;#039; (Verblendung, geistige Dunkelheit), &amp;#039;&amp;#039;mada&amp;#039;&amp;#039; (Hochmut) sowie &amp;#039;&amp;#039;matsarya&amp;#039;&amp;#039; (Eifersucht und Neid).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vier legitime Ziele ===&lt;br /&gt;
Dharma ist eines von ‚vier legitimen Zielen‘ im menschlichen Leben ([[purushartha]]s), wobei die beiden letzten Ziele als die höchsten gelten:&lt;br /&gt;
* [[Artha]]: Wohlstand und Erfolg&lt;br /&gt;
* [[Kama (Indien)|Kama]]: weltlicher Genuss, Lust, Sexualität&lt;br /&gt;
* Dharma: kosmisches und soziales Gesetz, Tugend, Moral&lt;br /&gt;
* [[Moksha]]: Erlösung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hindus lehnen weltliches Streben, Lust und Streben nach Wohlstand nicht als unmoralisch ab, jedoch haben die beiden letzteren Ziele einen höheren Stellenwert. Für das tägliche Leben ist die Erfüllung des Dharma das wichtigste Leitziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen des Hindu-Dharma ===&lt;br /&gt;
Wichtige Quellen zum Erlernen des Dharmas sind die eigene Tradition, die Vorfahren sowie die Anleitungen eines [[Guru]]s, immer jedoch im Einklang mit den [[Veden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikon der Religionen, Herausgeber Hans Waldenfels, Verlag Herder, S.&amp;amp;nbsp;159.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unverzichtbare Anleitungen findet man auch in den [[Puranas]], den alten Büchern über die Götter, in den Epen [[Ramayana]] sowie [[Mahabharata]], die in hinduistischen Ländern einen hohen Stellenwert haben. Sie geben jedem in der Gesellschaft einen Leitfaden – ohne jedoch für alle verbindliche Gesetze vorzuschreiben. Durch diese freie Entscheidung kann auch der Widerspruch zwischen dem Anspruch der überlieferten Tradition und den Erfordernissen des modernen Lebens gelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Rechtsbücher sind die &amp;#039;&amp;#039;Dharmashastras&amp;#039;&amp;#039; von verschiedenen ‚Gesetzgebern‘, wovon [[Manusmriti|Manu]] (zwischen 200 v.&amp;amp;nbsp;Chr. und 200 n.&amp;amp;nbsp;Chr.) der bekannteste ist. Dort sind genaue Regeln für alle Lebensabschnitte, alle Kasten sowie für Männer und Frauen festgehalten. Obwohl Manu noch heute große Verehrung zukommt, erheben Hindus keinen Anspruch auf Erfüllung seiner alten Gesetze. Zwar suchen viele Hindus heute noch Richtlinien darin und zitieren ihn, keiner jedoch würde heutzutage diese Schriften noch als allgemein gültige Anweisung verstehen. Frauenrechtlerinnen und Kastengegnern sind seine Vorschriften oft ein Dorn im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dharmashastras,&amp;#039;&amp;#039; die Epen, Puranas und Gesetzbücher, gehören zu den [[Smriti]]s und sind darum nicht von unumstößlicher Autorität. Ausdrücklich gehen Hindus davon aus, dass der Dharma zwar ewig sei, inhaltlich jedoch veränderbar und nicht zu allen Zeiten gleich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;R.&amp;amp;nbsp;C. Zaehner: Der Hinduismus, Seine Geschichte und seine Lehre, Wilhelm Goldmann Verlag, München, S.&amp;amp;nbsp;9.&amp;lt;/ref&amp;gt; War etwa bei den Helden des Mahabharata noch die Vielehe üblich, würde das heute gegen die sozialen Sitten der Hindus verstoßen; wurde früher Dieben noch die Hand abgehackt, ist eine solch radikale Strafmaßnahme heute undenkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personifizierung des Dharma ===&lt;br /&gt;
Dharma als Rechtschaffenheit erscheint im [[Mahabharata]] auch in Gestalt eines eng mit dem Totengott [[Yama]] verbundenen Gottes, der als mythischer Vater von [[Yudhishthira]], dem ältesten der fünf [[Pandava]]-Brüder in Erscheinung tritt. Im späteren Verlauf der Geschichte tritt er als [[Kranich]] und als Waldgeist (&amp;#039;&amp;#039;[[yaksha]]&amp;#039;&amp;#039;) auf und stellt ethisch-moralische Fragen, die Yudhishthira – im Gegensatz zu seinen Brüdern, die deshalb sterben müssen – auch beantwortet, so dass er am Ende der Episode selbst als Verkörperung der Rechtschaffenheit bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dharma im Buddhismus ==&lt;br /&gt;
Dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Dharma&amp;#039;&amp;#039; ([[Sanskrit]]) bzw. &amp;#039;&amp;#039;Dhamma&amp;#039;&amp;#039; ([[Pali]]) kommen im [[Buddhismus]] verschiedene kontextabhängige Bedeutungen zu. In einer der möglichen Lesarten bezeichnet er die Lehre [[Buddha]]s. Der Dharma als das vom Buddha erkannte und verkündete Daseinsgesetz beinhaltet die Lehre von den [[Vier Edle Wahrheiten|Vier Edlen Wahrheiten]] und bildet in der [[Zuflucht (Buddhismus)|Zufluchtsformel]] „Ich nehme Zuflucht zu Buddha, Dharma und [[Sangha]]“ eines der ‚[[Drei Juwelen]]‘, die auch als die ‚Drei Zufluchtsobjekte‘ bezeichnet werden. Vor diesem Hintergrund gilt der Dharma als ein Meditationsobjekt der [[Anussati|Zehn Betrachtungen]] (&amp;#039;&amp;#039;anussati&amp;#039;&amp;#039;). Im [[Mahayana]] und [[Vajrayana]] verweist der Begriff neben der Lehre Buddhas zudem auf die Lehren der großen [[Bodhisattva]]s und aller Meister, die in der Nachfolge Buddhas [[Bodhi|Erleuchtung]] erlangt haben. Darüber hinaus ist das Wort als Sammelbezeichnung für die Gesamtheit aller [[Phänomen]]e gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philosophische Bedeutung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Buddhistische Philosophie}}&lt;br /&gt;
In seiner philosophischen Bedeutung, die insbesondere im Zuge der [[Abhidharma]]-Scholastik herausgearbeitet wurde, bezieht sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;dharma&amp;#039;&amp;#039; – hier klein geschrieben und meist im [[Plural]] verwendet – auf die grundlegenden, nicht weiter reduzierbaren Elemente, aus denen sich die menschliche Erfahrungswelt mit ihren mentalen und materiell-physischen Gegebenheiten zusammensetzt. Diese ‚Bausteine der Realität‘, für die sich in der buddhistischen Terminologie im deutschsprachigen Raum der von [[Helmuth von Glasenapp]] vorgeschlagene Fachausdruck ‚Daseinsfaktoren‘ weitgehend durchgesetzt hat, sind aufgrund ihrer unmittelbaren Einbindung in die buddhistische Heilslehre jedoch nicht mit [[Atom]]en im Sinne [[Demokrit]]s vergleichbar, da sie grundsätzlich keine [[Substanz]] aufweisen. Ihre Darlegung soll weniger eine [[Ontologie|ontologische]] Welterklärung liefern, als vielmehr den Praktizierenden vor dem Hintergrund der [[Anatta]]-Lehre darüber aufklären, wie die Annahme eines beständigen Erfahrungsträgers – eines [[Selbst]] – zustande kommt und ihm einen praktisch nachvollziehbaren Leitfaden zur Seite stellen, um diese Annahme als eine auf Anhaftung beruhende Interpretation des bedingten Zusammenspiels der Daseinsfaktoren zu durchschauen, und sie auf dem Wege der meditativen Analyse schließlich leichter aufgeben zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ram A. Mall]], [[Jayandra Soni]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleines Lexikon der indischen Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg im Breisgau/New York City 2016, ISBN 978-3-49586-095-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theodore Stcherbatsky]]: &amp;#039;&amp;#039;The Central Conception of Buddhism and the Meaning of the Word &amp;#039;Dharma&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; [[Motilal Banarsidass]], Delhi 2001, ISBN 978-8-12080-512-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bedingte/Unbedingte Daseinsfaktoren ====&lt;br /&gt;
Es wird bei dieser Klassifizierung eine grundlegende Unterscheidung zwischen ‚bedingten‘ und ‚unbedingten‘ Daseinsfaktoren vorgenommen. Die ‚bedingten‘ Daseinsfaktoren tragen die [[drei Daseinsmerkmale]] – sie treten in ständig wechselnden Kombinationen zusammen und werden als fluktuierende Potentialitäten verstanden, als punktuelle Kraft- oder Energiekonzentrationen, welche im Bedingungszusammenhang des [[Bedingtes Entstehen|Entstehens in Abhängigkeit]] (&amp;#039;&amp;#039;pratityasamutpada&amp;#039;&amp;#039;) sowie dem Gesetz des [[Karma]] folgend aufeinander einwirken und dadurch beim Menschen den Eindruck einer der Welt gegenüberstehenden, beständigen [[Person]] (&amp;#039;&amp;#039;pudgal&amp;#039;&amp;#039;) erwecken, dabei aber ebenso veränderlich sind wie das vielschichtige Spektrum an beobachtbaren Phänomenen, Zuständen und Ereignissen, das ihr Zusammenspiel in gegenseitiger Abhängigkeit hervorbringt. Auf die ‚unbedingten‘ dharmas, zu denen je nach Auslegung der einzelnen Schule das [[Nirwana|Nirvana]] und/oder der [[Sunyata]] gezählt wird, treffen die Aspekte der ‚Leidhaftigkeit‘ (&amp;#039;&amp;#039;[[dukkha]]&amp;#039;&amp;#039;) und ‚Vergänglichkeit‘ &amp;#039;&amp;#039;[[anicca]]&amp;#039;&amp;#039; hingegen nicht zu. Sie nehmen hier insofern eine Sonderrolle ein, als sie dem dynamischen Prozess von Entstehen und Vergehen nicht unterworfen sind. Auch die [[Buddha-Natur]] gilt als unvergänglich beziehungsweise ewig. Die Buddhanatur wird in manchen buddhistischen Lehrsystemen als die Natur des Geistes oder als klares Licht ursprünglichen Gewahrseins bezeichnet. Im Nirvana-Sutra wird die Buddha-Natur (&amp;#039;&amp;#039;Buddha-dhatu&amp;#039;&amp;#039;) vom Buddha selber als „das wahre Selbst“ Buddhas erklärt und als „beständig, fest und ewig“ (&amp;#039;&amp;#039;nitya, dhruva, sasvata&amp;#039;&amp;#039;) beschrieben. Sie wird auch mit dem [[Dharmakaya]] gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklung der Dharma-Lehre ====&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Dharma-Lehre&amp;#039;&amp;#039; in ihrer Form als komplex gegliedertes System konkretisierte sich erstmals im [[Abhidhammapitaka|Korb der Abhandlungen]] des [[Pali-Kanon]], der an den von Buddha [[Shakyamuni]] überlieferten Lehrreden anknüpft und diese durch eine nach bestimmten Themengebieten geordnete Zusammenfassung näher erläutert. Diese von Buddhas Schülern vorgenommene ausführliche Klassifizierung der dharmas sollte dazu dienen, eine analytische Grundlage für die Meditationspraxis zu schaffen und war somit als didaktisches Hilfsmittel gedacht. Auf diese Weise wird die Dharma-Lehre auch heute nach wie vor im [[Theravada]] gelehrt und praktiziert. Sie ist damit eine konsequente Fortführung der bereits über die zahlreichen Lehrreden Buddhas hinweg angesprochenen Kategorien ‚Bewusstsein und Geistesfaktoren‘ (&amp;#039;&amp;#039;nama&amp;#039;&amp;#039;) und ‚Körperlichkeit‘ (&amp;#039;&amp;#039;rupa&amp;#039;&amp;#039;), die in fünf Aneignungsgruppen ([[skandhas]]) untergliedert und schließlich in viele weitere Kategorien aufgefächert werden. Dazu gehören:&lt;br /&gt;
* die ‚sechs Elemente‘ (&amp;#039;&amp;#039;dhatus&amp;#039;&amp;#039;) – Erde, Feuer, Wasser, Luft, Raum und Bewusstsein&lt;br /&gt;
* die ‚zwölf Sinnesfelder‘ (&amp;#039;&amp;#039;ayatanas&amp;#039;&amp;#039;) – die sechs Sinnesorgane: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper, Geist, und die sechs Sinnesobjekte: Sehobjekt, Klang, Geruch, Geschmack, Berührung, Denken sowie&lt;br /&gt;
* die ‚achtzehn Elemente‘ (&amp;#039;&amp;#039;dhatus),&amp;#039;&amp;#039; welche die zwölf Sinnesfelder zuzüglich der ihnen entsprechenden Bewusstseinsarten umfassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt im Buddhismus keine einheitliche Gesamtzahl aller Dharmas, sie variiert jeweils von Schule zu Schule und reicht dabei verschiedenen Auflistungen von 75 (im Sarvastivada) über 82 (Theravada) und 84 (Sautrantika), bis hin zu 100 (im Yogacara). Die einzelnen Faktoren wurden dabei zusätzlich mit den ihnen entsprechenden Kennzeichen ‚heilsam‘, ‚unheilsam‘ und ‚neutral‘ versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dharmatheorie wurde später von den [[Scholastik|scholastisch]] ausgerichteten [[Hinayana]]-Schulen weiter ausgearbeitet und auch von den nachfolgenden Strömungen des [[Mahayana]] übernommen, wobei hinsichtlich Natur und Status der Dharmas stark voneinander abweichende Auffassungen vertreten wurden. Während die zum Hinayana zählenden Schulen des [[Sautrantika]] und des [[Sarvastivada]] einen Disput darüber führten, ob die Dharmas nur in der Gegenwart oder in allen drei Zeitabschnitten wirksam seien, bzw. ob sie &amp;#039;&amp;#039;letztendliche Wirklichkeiten&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;paramattha&amp;#039;&amp;#039;) oder bloße &amp;#039;&amp;#039;Momente&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;kshanika&amp;#039;&amp;#039;) darstellten, wurden in den Schulen des Mahayana ausnahmslos alle Dharmas für ‚leer‘ (&amp;#039;&amp;#039;sunya&amp;#039;&amp;#039;) von einer Eigennatur (&amp;#039;&amp;#039;svabhava&amp;#039;&amp;#039;) erklärt und die strikte dichotome Trennung zwischen Bedingtem und Unbedingtem auf diese Weise relativiert. Die radikale Ausweitung der &amp;#039;&amp;#039;Leerheit&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;[[Shunyata|sunyata]]&amp;#039;&amp;#039;) auf alle Daseinsfaktoren (&amp;#039;&amp;#039;dharmasunyata&amp;#039;&amp;#039;), welche sich ansatzweise bereits im [[Mahasanghika]] abzeichnete, geht neben dem zunehmenden Einfluss der [[Prajnaparamita]]-Literatur auf die Auseinandersetzungen zurück, die [[Nagarjuna]], dessen Wirken die Grundlage für die dem Mahayana zugehörige Schule des Mittleren Weges (&amp;#039;&amp;#039;[[madhyamaka]]&amp;#039;&amp;#039;) bildete, insbesondere mit Vertretern des Sautrantika und des Sarvastivada führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwei Wahrheiten ====&lt;br /&gt;
Im Zuge der Klassifizierung der Daseinsfaktoren nach Buddhas Tod wurde außerdem die für den Buddhismus charakteristische Lehre von den ‚Zwei Wahrheiten‘ entwickelt, in der zwischen der Ebene der relativen, verhüllten Wirklichkeit (&amp;#039;&amp;#039;samutti sacca&amp;#039;&amp;#039;) und der Ebene der höchsten [[Wirklichkeit]] (&amp;#039;&amp;#039;paramattha sacca&amp;#039;&amp;#039;) unterschieden wird. Den Daseinsfaktoren kommt in dieser erstmaligen Formulierung der ‚Zwei Wahrheiten‘ höchste Wirklichkeit zu, sie werden daher auch &amp;#039;&amp;#039;paramattha dhammas&amp;#039;&amp;#039; genannt. Die alltägliche Vorstellung von ‚ich‘ und ‚mein‘ sowie von konkreten, substanzhaften, voneinander unabhängigen Dingen und Personen wird hingegen der Ebene der ‚verhüllten Wirklichkeit‘ zugeordnet. [[Nagarjuna]] griff diese Methodik auf, veränderte dabei jedoch, nun unter Verwendung der Sanskrit-Begriffe &amp;#039;&amp;#039;samvritti satya&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;paramartha satya,&amp;#039;&amp;#039; die Einteilung der Wahrheitsgrade grundlegend. Die zuvor noch im abhidharmischen Sinne als &amp;#039;&amp;#039;höchste Wirklichkeit&amp;#039;&amp;#039; beschriebenen Daseinsfaktoren verlegte er – wie alles sprachlich Ausdrückbare – auf die Ebene der &amp;#039;&amp;#039;samvritti satya.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Abwandlung der Verfahrensweise in Bezug auf die ‚Zwei Wahrheiten‘ verfolgte Nagarjuna vor dem Hintergrund der zu seiner Zeit geführten Diskussionen über den Realitätsstatus der dharmas das Ziel, ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass sich ‚letztendliche [[Wahrheit]]‘ nur in der ‚Leerheit‘ zeigt, jedoch nicht verbal beschrieben werden kann, da jede Aussageweise eine ‚bedingte Wahrheit‘ zum Ausdruck bringt, die als solche keine [[Das Absolute|absolute]] Gültigkeit besitzt. Der Praktizierende könne daher durch eine Aussageweise, wenn sie das Kriterium eines &amp;#039;&amp;#039;geschickten Mittels&amp;#039;&amp;#039; (upaya) erfüllt, lediglich auf den ‚Mittleren Weg‘ hingeführt werden, um dann schließlich selbst, als Folge einer durch Praxis zur Reife gelangten tiefgehenden Einsicht, jedwedes Anhaften an Konzepten im Bereich der gedanklichen Entfaltung (&amp;#039;&amp;#039;prapanca&amp;#039;&amp;#039;) aufzugeben und inneren Frieden zu erfahren. In der Schule des [[Yogacara]] wurde diese Tendenz beibehalten, von der ausschließlich verneinenden Aussageweise, wie sie Nagarjuna einsetzte, wurde hingegen abgewichen, um die Anwendung des vom Madhyamaka in seiner Deutung weiter ausgebauten Leerheitsbegriffes mittels positiver Formulierung auf die im Yogacara behandelte Bewusstseinsanalyse zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dharma im Jainismus ==&lt;br /&gt;
Der Jainismus wird auch als &amp;#039;&amp;#039;Jain-Dharma&amp;#039;&amp;#039; (‚Jain-Lehre‘) bezeichnet. Die Überlegungen und Spekulationen zu den rechten Denk- und Lebensformen der beiden anderen großen Religionen Indiens haben verschiedentlich darin Eingang gefunden; andererseits haben die Lehren des Jainismus auf die Lehren der anderen Religionen eingewirkt. Als zentrale Lehren des Jainismus haben sich jedoch im Verlauf seiner Entwicklung die drei ‚Kleinen Gelübde‘ (&amp;#039;&amp;#039;anuvratas&amp;#039;&amp;#039;) für Laienanhänger: Gewaltlosigkeit gegenüber allen immanent beseelten Existenzformen (&amp;#039;&amp;#039;[[ahimsa]]&amp;#039;&amp;#039;), Unabhängigkeit von unnötigem Besitz (&amp;#039;&amp;#039;[[aparigraha]]&amp;#039;&amp;#039;) und Wahrhaftigkeit (&amp;#039;&amp;#039;[[satya]]&amp;#039;&amp;#039;) sowie die um zwei ergänzende Lebenshaltungen bzw. Gebote (Beachtung fremden Eigentums (&amp;#039;&amp;#039;asteya&amp;#039;&amp;#039;) und Keuschheit (&amp;#039;&amp;#039;brahma&amp;#039;&amp;#039;)) erweiterten fünf ‚Großen Gelübde‘ (&amp;#039;&amp;#039;mahavratas&amp;#039;&amp;#039;) für Mönche und Nonnen herausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Dharmachakra]]&lt;br /&gt;
* [[Sutra]]&lt;br /&gt;
* [[Buddhistischer Kanon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Damien Keown: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Buddhismus.&amp;#039;&amp;#039; Patmos, Düsseldorf 2005, ISBN 3-491-72488-0, S. 62–63.&lt;br /&gt;
* Klaus-Jusef Notz: &amp;#039;&amp;#039;Herders Lexikon des Buddhismus.&amp;#039;&amp;#039; Hohe Verlag 2007, ISBN 978-3-86756-043-6.&lt;br /&gt;
* Kristi L. Wiley: &amp;#039;&amp;#039;The A to Z of Jainism.&amp;#039;&amp;#039; Orient Paperbacks, New Delhi 2014, ISBN 978-81-7094-690-8 (engl.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4135700-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus und Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus in Indien]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Hinduistische Philosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Urgelein</name></author>
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