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	<title>Deutschnationalismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deutschnationalismus&amp;diff=1093815&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frank C. Müller: diktion.</title>
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		<updated>2025-02-12T13:22:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;diktion.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutschnationalismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine politische Strömung in [[Österreich]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deutschnationalismus ging aus dem [[Deutscher Nationalismus|deutschen Nationalismus]] der [[Deutschösterreich]]er („deutscher Nationalismus in Österreich“) hervor, der seine [[Kodifizierung]] 1882 mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Linzer Programm (Deutschnationalismus)|Linzer Programm]]&amp;#039;&amp;#039; erhielt. In diesem Programm wurde vonseiten der deutschsprachigen [[Bildungselite]] [[Österreich-Ungarn]]s die enge Anbindung der geschlossenen deutschsprachigen Siedlungsgebiete der [[Cisleithanien|Österreichischen Reichshälfte]] an das benachbarte [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Reich]] vertreten, womit diese wieder die &amp;#039;&amp;#039;[[großdeutsche Lösung]]&amp;#039;&amp;#039; von 1848/49 aufgriffen. Begründet wurde der politische Zusammenschluss mit der Zugehörigkeit dieser Gebiete zum einstigen [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] (bis 1806) und zum [[Deutscher Bund|Deutschen Bund]] (1815–1866). In beiden hatte das alte Österreich eine führende Position.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Monarchie der [[Habsburger]] wurde der Deutschnationalismus vor allem durch die &amp;#039;&amp;#039;[[deutschnationale Bewegung]]&amp;#039;&amp;#039; vertreten, die anfänglich als großdeutsch-liberal und ab 1882 zunehmend als [[Alldeutsche Vereinigung|alldeutsch]] und [[Antisemitismus|antisemitisch]] agierte. 1885 kam es zum Bruch zwischen den Anhängern [[Georg von Schönerer]]s und den traditionellen Großdeutschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und der Wiedererrichtung der [[Republik Österreich]] wurden Personen als „deutschnational“ bezeichnet, die eine politische Annäherung Österreichs an die [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik Deutschland]] forderten und damit in Ablehnung zur [[Österreichische Identität|österreichischen Nation]] und im Gegensatz zur offiziellen Abgrenzungspolitik Österreichs stehen. In der Zweiten Republik gehören die Anhänger des Deutschnationalismus zur Stammwählerschaft der [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]] seit Gründung dieser Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Deutschnationalismus war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in verschiedene Gruppierungen zersplittert, die als gemeinsamen Nenner [[antiklerikal]]e, [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitische]] und [[Großdeutsche Lösung|großdeutsche]] Ideen hegten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.politischebildung.at/upload/polsystem.pdf |titel=Das politische System in Österreich |hrsg=[[Bundespressedienst]] |datum=2000 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20040729064532/http://www.politischebildung.at/upload/polsystem.pdf |archiv-datum=2004-07-29 |zugriff=2019-04-28 |format=PDF; 607 kB }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wurde im Grundsatzpapier „Linzer Programm“ festgehalten, das 1882 in [[Linz]] unter anderem von den Politikern [[Victor Adler]], [[Karl Lueger]] und [[Georg von Schönerer]] erarbeitet wurde. Schon 1885 driftete die Bewegung auseinander, als Schönerer das Grundsatzpapier überarbeitete und einen [[Arierparagraph]]en hinzufügte. Ab Ende der 1880er Jahre wurde das Linzer Programm nur noch von Anhängern Schönerers hochgehalten. Grundsätzlich deutschnational eingestellt waren jedoch auch die Anhänger der „[[Vereinigte Deutsche Linke|Vereinigten Deutschen Linken]]“, der „[[Deutsche Volkspartei (Österreich)|Deutschen Volkspartei]]“, der „[[Deutsche Agrarpartei|Deutschen Agrarpartei]]“, der „[[Deutsche Arbeiterpartei (Österreich-Ungarn)|Deutschen Arbeiterpartei]]“ sowie der „[[Deutschradikale Partei|Deutschradikalen Partei]]“, einer Abspaltung von den Schönerianern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zwischenkriegszeit]] konstituierte sich 1920 in [[Salzburg]] die [[Großdeutsche Volkspartei]] (GDVP), die ein Zusammenschluss von 17 deutschnationalen Gruppierungen war. Der „unverrückbare Leitstern“ dieser Partei war der Anschluss an Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Vogel: {{Webarchiv|url=https://vlb.vorarlberg.at/fileadmin/vlb/downloads/was_passiert/veranstaltungen/2005/download_des_vortrags.doc |wayback=20190428201322 |text=&amp;#039;&amp;#039;Deutschnationalismus in Vorarlberg.&amp;#039;&amp;#039; }} Vortrag vom 23. Februar 2005, online auf der Website der [[Vorarlberger Landesbibliothek]] (DOC; 61 kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Etablierung der GDVP und des kleineren [[Landbund (Österreich)|Landbunds]] &amp;lt;!--hier fehlen noch die österreichischen nationalsozialistischen Parteien--&amp;gt;als dritte Kraft in der Republik, die allerdings deutlich kleiner war als die anderen beiden Lager der Sozialdemokratie und der Christdemokratie, führte zu dem Begriff „[[Drittes Lager]]“, der heute oft als [[Synonym]] für das deutschnationale Lager Gebrauch findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1938 der „[[Anschluss (Österreich)|Anschluss]]“ an das Deutsche Reich erreicht war, kam es von 1938 bis 1945 faktisch zur Deckungsgleichheit von [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und deutschnationalem Lager.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Begriff Deutschnationalismus zunächst durch das [[Zeit des Nationalsozialismus|NSDAP-Regime]] diskreditiert. Weil viele Repräsentanten des deutschnationalen Lagers als ehemalige Nationalsozialisten bis 1949 politisch nicht handlungsfähig waren (ehemalige NSDAP-Mitglieder waren bis 1949 von jeglicher politischen Tätigkeit ausgeschlossen und besaßen kein Wahlrecht), geriet der Deutschnationalismus zur Ideologie von Außenseitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Verband der Unabhängigen|VdU]] und später die [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]] wurden von Personen getragen, die aus dem deutschnationalen Lager und dessen Organisationen (vor allem [[Mensur (Studentenverbindung)|schlagende]] [[Studentenverbindung]]en) kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Susanne Frölich-Steffen: &amp;#039;&amp;#039;Die Identitätspolitik der FPÖ: Vom Deutschnationalismus zum Österreich–Patriotismus.&amp;#039;&amp;#039; [[Austrian Journal of Political Science|Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft]] 2004, S. 281–295.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Grundsatzprogramm der FPÖ von 1956 ist von einer allgemeinen und unverbindlichen Zugehörigkeit zur „[[Kulturdeutscher|deutschen Kulturgemeinschaft]]“ die Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;allgemein siehe auch {{Webarchiv | url=http://modernpolitics.at/fileadmin/Inhaltsdateien/POLAK/materialien/public/Skriptum_Werte-Grundsaetze_1.pdf | wayback=20100427023446 | text=Seite 46}} (PDF; 325&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Obwohl zugleich der [[Österreichische Identität#Patriotismus|Österreich-Patriotismus]] in gewissen Punkten übernommen wurde, der besonders nach 1945 zur Antithese des Deutschnationalismus wurde, rekrutierte die FPÖ die meisten ihrer Politiker noch immer aus dem deutschnationalen Lager. Daneben wurde eine äußerst abwehrende Haltung gegenüber nicht-deutschsprachigen Minderheiten wie den [[Kärntner Slowenen]] zu Tage getragen (→&amp;amp;nbsp;[[Ortstafelstreit]]), später auch gegenüber [[Migration (Soziologie)|Migration]] und der [[Europäische Union|europäischen Integration]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anton Pelinka]]: [http://www.cco.regener-online.de/2002_1/pdf_2002_1/pelinka.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die FPÖ im internationalen Vergleich.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;conflict &amp;amp; communication online.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 1, No. 1, 2002 (PDF; 130&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich erlebte das deutschnationale [[Studentenverbindung|Korporationswesen]] in den 1950er und -60er Jahren einen deutlichen Aufschwung, der erst mit der Öffnung und Demokratisierung der Universitäten zurückging. Stellvertretend dafür ist der Niedergang des [[Ring Freiheitlicher Studenten|RFS]], der bei den [[Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft|ÖH-Wahlen]] von 32 % im Jahr 1953 auf 2 % im Jahr 1987 abfiel.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Peham|Heribert Schiedel]], Martin Tröger: [http://www.doew.at/cms/download/934d7/re_schiedel_troeger_korporationen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zum deutschnationalen Korporationswesen in Österreich.&amp;#039;&amp;#039;] [[Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes|DÖW]]. 2012 (PDF; 160 kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute stellt der Deutschnationalismus nur 17 % der Kernwähler der FPÖ,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/3261105/Oesterreicher-fuehlen-sich-heute-als-Nation &amp;#039;&amp;#039;Österreicher fühlen sich heute als Nation.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Standard|derstandard.at]].&amp;#039;&amp;#039; 12. März 2008, abgerufen am 28. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; da die Partei seit dem Aufstieg [[Jörg Haider]]s Mitte der 1980er immer stärker zu einem österreichbezogenen [[Populismus|Rechtspopulismus]] neigt (→&amp;amp;nbsp;[[Freiheitliche Partei Österreichs#Wähler und Mitglieder|Wählerklientel der FPÖ]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit dem völkischen Nationalismus Deutschlands ==&lt;br /&gt;
Während der Deutschnationalismus in Österreich zunächst und primär einen Zusammenschluss der „Deutschen“ inner- und außerhalb der bestehenden Reichsgrenzen im Auge hatte, wollte der aus dem Deutschnationalismus entstandene &amp;#039;&amp;#039;[[Völkischer Nationalismus|völkische Nationalismus]]&amp;#039;&amp;#039; in Deutschland eher einen Ausschluss aller „Nichtdeutschen“ erreichen. [[Adel]] und [[Bürgertum]] konnten sich mit ihrer Berufung auf angestammte [[Privileg]]ien auf einen gemeinsamen Nenner einigen, der sie von gegenseitigen Rivalitäten ablenkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Völkische Bewegung|völkisch]] geprägte Nationalismus rekrutierte sich nach der [[Reichsgründung]] 1871 auf der einen Seite aus antiliberalen großbürgerlichen Kräften, die sich etwa in der [[Deutschkonservative Partei|Deutschkonservativen Partei]] zusammenschlossen und zur Bewahrung aristokratischer Vorrechte sowie zum [[Protektionismus]] neigten, auf der anderen Seite aus [[Kleinbürger]]n, die gegen die [[Emanzipation]] von Benachteiligten waren. Der [[Deutschnationaler Handlungsgehilfen-Verband|Deutschnationale Handlungsgehilfen-Verband]] (seit 1893) war eine völkisch-[[Antisemitismus|antisemitische]] Angestellten-Gewerkschaft, die sich nicht nur gegen die [[jüdische Emanzipation]], sondern etwa auch gegen die [[Frauenemanzipation|Emanzipation der Frauen]] wandte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/innenpolitik/dkp/index.html|Darstellung Darstellung des Deutschen Historischen Museums zur Deutschkonservativen Partei]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] schlossen sich Konservative beider Lager in der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschnationalen Volkspartei]] (DNVP) zusammen, die der [[Weimarer Republik]] im Grunde ablehnend gegenüberstand. Dennoch beteiligte sich die DNVP an mehreren Regierungen mit der [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] und dem [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]]. Im März 1933 bildete sie eine Koalition mit der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde wenige Monate später aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/innenpolitik/dnvp/index.html|Darstellung Darstellung des Deutschen Historischen Museums zur Deutschnationalen Volkspartei]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Wiltschegg: &amp;#039;&amp;#039;Der „zweite deutsche Staat“? Der nationale Gedanke in der Ersten Republik&amp;#039;&amp;#039;. [[Leopold Stocker Verlag]], Graz 1992, ISBN 3-7020-0638-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschnationalismus| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Deutsches Reich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frank C. Müller</name></author>
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