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	<title>Deutschkunde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-13T00:10:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deutschkunde&amp;diff=2602087&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;A.Abdel-Rahim: /* Einzelbelege */ Kat. bearb.</title>
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		<updated>2023-05-06T06:38:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelbelege: &lt;/span&gt; Kat. bearb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutschkunde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war das Ziel einer schulischen Reformbewegung in Deutschland, die sich ab 1912 im [[Deutscher Germanistenverband|Deutschen Germanistenverband]] bzw. in der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft für deutsche Bildung&amp;#039;&amp;#039; organisierte und teilweise in die [[Erziehung im Nationalsozialismus|nationalsozialistische Erziehung]] überging. Den Begriff prägte 1912 der [[Germanist]] und spätere [[Leipzig]]er [[Oberstudiendirektor]] [[Walther Hofstaetter]] (1883–1968).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung und Ziele ==&lt;br /&gt;
Getragen von Hochschulgermanisten und Deutschlehrern, wollte die Bewegung möglichst den gesamten Unterricht (Sprachen, Kunst, Musik, Religion, Geschichte, Geografie) am Fach Deutsch orientieren und die Erziehung zum „Deutschsein“ in den Mittelpunkt stellen. Die „Gesamtwissenschaft vom Deutschtum“ ([[Julius Petersen (Literaturwissenschaftler)|Julius Petersen]]) wollte eine aus [[Volkskunde]] und Literaturinterpretation, [[Geschichtsphilosophie]] und [[Philologie]] gemischte Kulturgeschichte im Zeichen einer idealisierten Nationalkultur entwickeln. Damit sollte die gymnasiale Orientierung an den Alten Sprachen und der [[deutsche Klassik|deutschen Klassik]] durch den [[Neuhumanismus]] abgelöst werden. Das deutsche Wesen, die deutsche Kultur in ihrer ganzen Breite und historischen Tiefe bis zum frühen [[Mittelalter]] sowie das deutsche Volk sollten im Zentrum der Erziehung stehen. Somit lagen häufig politisch [[Völkische Bewegung|völkische]] Positionen dieser Richtung nahe. Vertreter waren z. B. [[Friedrich Panzer (Germanist)|Friedrich Panzer]], [[Ernst Elster (Germanist)|Ernst Elster]], [[Klaudius Bojunga]] und [[Johann Georg Sprengel]]. Für den [[Geschichtsunterricht]] schloss sich [[Ulrich Peters (Pädagoge)|Ulrich Peters]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im methodischen Bereich folgten die Pläne modernen Erkenntnissen: Statt [[Lehrervortrag]] war [[Arbeitsunterricht]] zentral. Stoffauswahl und Aufgabenstellung sollten jeweils zu den Altersstufen passen: In Klasse 8 wurde die „Vertiefung in heldenhaftes deutsches Leben auf allen Lebensgebieten“ angestrebt, für die Mädchen neben den Helden der Arbeit auch in die „Heldinnen der Arbeit und des Duldens“. In Klasse 9 waren wichtig die „Bilder aus der Kolonisation im deutschen Osten, aus dem Deutschtum in den abgetretenen Gebieten und im Ausland“. In Klasse 11 ergänzte die – im Original zu lesende – [[mittelhochdeutsch]]e nun auch die [[althochdeutsch]]e und -nordische Dichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung erreichte unter den Fachvertretern große Popularität und wirkte z. B. in Preußen auf die Lehrpläne seit 1924 durch den politischen Einfluss von [[Hans Richert]]: „Im deutschen Unterricht sollen die Schüler lernen, deutsch zu reden und zu schreiben, deutsch zu fühlen, zu denken und zu wollen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richtlinien für die Lehrpläne der höheren Schulen Preußens. 2. Teil, Lehraufgaben. Berlin 1925, S. 229 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf heftige Kritik stieß sie jedoch beim Leipziger Pädagogen [[Theodor Litt]], der die Gefahr sah, dass die Grundfertigkeiten der Schüler durch die stoffliche Überfüllung gefährdet würden (&amp;#039;&amp;#039;Die gegenwärtige pädagogische Lage und ihre Forderungen&amp;#039;&amp;#039;, Vortrag auf der [[Weimar]]er Tagung 1926&amp;lt;ref&amp;gt;Tagung des [[Deutscher Ausschuss für Erziehung und Unterricht|Deutschen Ausschusses für Erziehung und Unterricht]] in Weimar, &amp;#039;&amp;#039;Die gegenwärtige Lage der Pädagogik und ihre Forderungen&amp;#039;&amp;#039;. In: Theodor Litt: &amp;#039;&amp;#039;Möglichkeiten und Grenzen der Pädagogik. Abhandlungen zur gegenwärtigen Lage von Erziehung und Erziehungstheorie&amp;#039;&amp;#039;. Teubner, Leipzig u.&amp;amp;nbsp;a. 1926, S. 1–60.&amp;lt;/ref&amp;gt;). So folgten nicht alle deutschen Länder den Zielen dieser Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitschriften ==&lt;br /&gt;
* Zeitschrift für Deutschkunde (1920–1943, zuvor seit 1887: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für den deutschen Unterricht]]&amp;#039;&amp;#039;, hg. v. [[Otto Lyon]])&lt;br /&gt;
* [[Zeitschrift für deutsche Bildung]] (1925–1944)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|579638995}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walther Hofstaetter: &amp;#039;&amp;#039;Deutschkunde. Ein Buch von deutscher Art und Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Teubner, Leipzig 1917.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch der Deutschkunde&amp;#039;&amp;#039;, hg. v. Walther Hofstaetter u. Ulrich Peters, 2 Bde., Teubner, Leipzig 1930.&lt;br /&gt;
* [[Horst Joachim Frank]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Deutschunterrichts. Von den Anfängen bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. München 1973.&lt;br /&gt;
* Elke Peters: &amp;#039;&amp;#039;Nationalistisch-völkische Bildungspolitik in der Weimarer Republik: Deutschkunde und höhere Schule in Preußen.&amp;#039;&amp;#039; Beltz, Darmstadt 1972, ISBN 3-407-18277-5.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Hegele: &amp;#039;&amp;#039;Literaturunterricht und literarisches Leben in Deutschland (1850–1990). Historische Darstellung – Systematische Erklärung.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 1996, ISBN 3-8260-1160-0, S. 34ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schule in der Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgeschichte der Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturelle Kontroverse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung und Erziehung im Nationalsozialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;A.Abdel-Rahim</name></author>
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