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	<title>Deutschkonservative Partei - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deutschkonservative_Partei&amp;diff=298016&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Umbruch aktualisiert</title>
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		<updated>2026-04-10T05:30:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Umbruch aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Partei&lt;br /&gt;
| Partei = Deutschkonservative Partei&lt;br /&gt;
| Parteilogo = &lt;br /&gt;
| Parteivorsitzende = [[Otto von Helldorff]] (1876–1892)&amp;lt;br /&amp;gt; [[Otto von Manteuffel]] (1892–1911)&amp;lt;br /&amp;gt; [[Ernst von Heydebrand und der Lasa]] (1912–1918)&lt;br /&gt;
| Bild Parteivorsitz = &lt;br /&gt;
| Stellvertretende Vorsitzende = &lt;br /&gt;
| Generalsekretär = &lt;br /&gt;
| Bundesschatzmeister = &lt;br /&gt;
| Gründung = 7.&amp;amp;nbsp;Juni 1876&lt;br /&gt;
| Gründungsort = &lt;br /&gt;
| Auflösung = Juni / Juli 1933&lt;br /&gt;
| Hauptsitz = &lt;br /&gt;
| Jugendorganisation = &lt;br /&gt;
| Zeitung = [[Die Post]], [[Der Reichsbote]], [[Volksblatt für Stadt und Land zur Belehrung und Unterhaltung#Konservative Monatsschrift|Allgemeine Konservative Monatsschrift für das christliche Deutschland]], [[Deutsches Adelsblatt]]&lt;br /&gt;
| Stiftung = &lt;br /&gt;
| Bundestagsmandate = &lt;br /&gt;
| Landtagsmandate = &lt;br /&gt;
| Zuschüsse = &lt;br /&gt;
| Mitglieder = typische [[Honoratiorenpartei]] ohne feste Mitgliederstrukturen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstagsmandate]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;43/397&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (1912)&lt;br /&gt;
| Mindestalter = &lt;br /&gt;
| Durchschnittsalter = &lt;br /&gt;
| Frauenanteil = &lt;br /&gt;
| Ausrichtung = [[Monarchismus]]&amp;lt;br /&amp;gt; Interessen des [[Preußen|preußischen]] Adels&amp;lt;br /&amp;gt; [[Konservatismus]]&amp;lt;br /&amp;gt; [[Protestantismus]]&amp;lt;br /&amp;gt; [[Großgrundbesitzer|Großgrundbesitzer-Interessen]]&amp;lt;br /&amp;gt; [[Industrieller|Großindustrie-Interessen]]&lt;br /&gt;
| International = &lt;br /&gt;
| EP-Mandate = &lt;br /&gt;
| Europa = &lt;br /&gt;
| EU-Parlament = &lt;br /&gt;
| Farben = &lt;br /&gt;
| Website = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichstagsfraktion der Deutschkonservativen Partei 1889.jpg|mini|Mitglieder der Reichstagsfraktion der Deutschkonservativen Partei im Jahr 1889 (von links nach rechts): [[Rudolph Wichmann]], [[Otto Theodor von Seydewitz|Otto von Seydewitz]], [[Helmuth Karl Bernhard von Moltke|Helmuth von Moltke]], [[Conrad von Kleist|Graf Konrad von Kleist-Schmenzin]], [[Otto von Helldorff]], [[Karl Gustav Ackermann]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutschkonservative Partei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Monarchismus|monarchistische]], teilweise [[Antisemitismus|antisemitische]] [[Politische Partei|Partei]] im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]]. Wirtschaftlich [[Protektionismus|protektionistisch]] eingestellt, vertrat sie die Interessen des Großgrundbesitzes. Während sie die militärische Aufrüstung unterstützte, verhielt sie sich der [[Deutsche Kolonien|Kolonialpolitik]] gegenüber zurückhaltender. Der Machtschwerpunkt der Partei lag in [[Preußen]], [[Ostelbien|östlich der Elbe]]. Getragen wurde die Partei von [[Adel|Adligen]], [[Großgrundbesitzer]]n, [[Otto von Bismarck|Bismarck]]-Anhängern und [[Protestantismus|Protestanten]]. Sie hatte nur wenige feste Strukturen, erhob keine Mitgliedsbeiträge und veranstaltete nur selten [[Parteitag]]e. Sie gilt als [[Honoratiorenpartei]]. Die Deutschkonservative Partei war Nachfolgepartei der [[Preußen|preußischen]] [[Konservative Partei (Preußen)|Altkonservativen]], ein Großteil ihrer Mitglieder beteiligte sich nach dem Ende des Kaiserreichs 1918 an der Gründung der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschnationalen Volkspartei]] (DNVP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Partei konstituierte sich am 7.&amp;amp;nbsp;Juni 1876&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den Gründungsaufruf vom 7.&amp;amp;nbsp;Juni 1876, abgedruckt in: [[Quellensammlung zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1867 bis 1914]], I.&amp;amp;nbsp;Abteilung: &amp;#039;&amp;#039;Von der Reichsgründungszeit bis zur Kaiserlichen Sozialbotschaft (1867–1881)&amp;#039;&amp;#039;, 8.&amp;amp;nbsp;Band: &amp;#039;&amp;#039;Grundfragen der Sozialpolitik in der öffentlichen Diskussion: Kirchen, Parteien, Vereine und Verbände&amp;#039;&amp;#039;, bearbeitet von Ralf Stremmel, [[Florian Tennstedt]] und Gisela Fleckenstein, Darmstadt 2006, Nr.&amp;amp;nbsp;134.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus sehr verschiedenen Gruppen: Adligen, Großgrundbesitzern, Anhängern der Regierung [[Otto von Bismarck|Bismarck]] wie [[Helmuth Karl Bernhard von Moltke|Moltke]], traditionsorientierten Protestanten und Christlich-Sozialen. Sie erkannte die Verfassung des Deutschen Kaiserreichs an und trat für die Bewahrung der monarchischen Vorrechte, Stärkung der Religion, gegen Zentralismus und Parlamentarismus sowie für Bekämpfung der [[Sozialdemokratie]] ein. Die Deutschkonservative Partei war die Nachfolgepartei der [[Preußen|preußischen]] [[Konservative Partei (Preußen)|Altkonservativen]], erlangte aber im Gegensatz zu diesen auch in einigen Bundesstaaten außerhalb von Preußen Bedeutung. Erster Vorsitzender der Partei wurde der Gutsherr und Reichstagsabgeordnete [[Otto von Helldorff|Otto von Helldorff-Bedra]]. Das Programm der Partei war bis ins Detail mit Bismarck abgesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stalmann, Volker: Vom Honoratioren- zum Berufspolitiker – Die konservativen Parteien (1867–1918). In: Gall, Lothar (Hrsg.): Regierung, Parlament und Öffentlichkeit im Zeitalter Bismarcks. Paderborn 2003, S.&amp;amp;nbsp;99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
{{Wahlverlauf&lt;br /&gt;
|TITEL      = Reichstagswahlergebnisse (1871–1912)&lt;br /&gt;
|FARBE      = 00008B&lt;br /&gt;
|JAHR1      = [[Reichstagswahl 1871|71]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS1  = 14,1&lt;br /&gt;
|JAHR2      = [[Reichstagswahl 1874|74]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS2  = 6,9&lt;br /&gt;
|JAHR3      = [[Reichstagswahl 1877|77]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS3  = 9,7&lt;br /&gt;
|JAHR4      = [[Reichstagswahl 1878|78]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS4  = 13,0&lt;br /&gt;
|JAHR5      = [[Reichstagswahl 1881|81]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS5  = 16,3&lt;br /&gt;
|JAHR6      = [[Reichstagswahl 1884|84]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS6  = 15,2&lt;br /&gt;
|JAHR7      = [[Reichstagswahl 1887|87]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS7  = 15,2&lt;br /&gt;
|JAHR8      = [[Reichstagswahl 1890|90]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS8  = 12,1&lt;br /&gt;
|JAHR9      = [[Reichstagswahl 1893|93]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS9  = 13,5&lt;br /&gt;
|JAHR10     = [[Reichstagswahl 1898|98]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS10 = 11,1&lt;br /&gt;
|JAHR11     = [[Reichstagswahl 1903|03]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS11 = 10,0&lt;br /&gt;
|JAHR12     = [[Reichstagswahl 1907|07]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS12 = 9,4&lt;br /&gt;
|JAHR13     = [[Reichstagswahl 1912|12]]&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS13 = 8,5&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Zunächst setzte die Partei sich deutlich von Bismarck und der ihn unterstützenden [[Freikonservative Partei|Freikonservativen Partei]] ab, doch näherte sie sich ab 1877 seiner Politik wieder an – insbesondere, als er zur [[Schutzzollpolitik]] überging. Ihre Hochburgen hatte die Partei in [[Provinz Ostpreußen|Ostpreußen]], [[Provinz Pommern|Pommern]], [[Mecklenburg]] und der [[Provinz Sachsen]]. Im Preußischen Abgeordnetenhaus war sie, begünstigt durch das [[Dreiklassenwahlrecht]], die stärkste Kraft. Im [[Preußisches Herrenhaus|Herrenhaus]] war ihre Stellung sogar noch stärker. So hatte sie einen wesentlichen Einfluss auf Offizierskorps, Beamtenschaft und Geistliche und über den [[Bundesrat (Deutsches Reich)|Bundesrat]] auch auf die Reichspolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei war teilweise [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitisch]] ausgerichtet, so wurde zum Beispiel im Reichstagswahlkampf 1881 in großem Ausmaß antisemitische Propaganda eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hopp, Andrea: &amp;#039;&amp;#039;Auf Stimmenfang mit Vorurteil – Antisemitismus im Wahlkampf&amp;#039;&amp;#039;, in: Gall, Lothar (Hrsg.): Regierung, Parlament und Öffentlichkeit im Zeitalter Bismarcks. Paderborn 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Schutzzollpolitik ging sie mit den Freikonservativen, dem [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]] und mit Teilen der [[Nationalliberale Partei|Nationalliberalen Partei]] zusammen. Doch wandte sie sich gegen den [[Kulturkampf]] Bismarcks. {{Anker|Tivoli-Programm}}1890 stimmten die deutschkonservativen Abgeordneten gemeinsam mit Zentrum und [[Freisinnige Vereinigung|Freisinnigen]] gegen die von der Regierung geforderte Verlängerung des [[Sozialistengesetz]]es. Nach Bismarcks Entlassung gingen die Deutschkonservativen in Opposition zur wirtschaftsliberalen Politik des neuen Reichskanzlers [[Leo von Caprivi]]. Das 1892 beschlossene Parteiprogramm (das sogenannte Tivoli-Programm, genannt nach der Berliner [[Tivoli-Brauerei (Berlin)|Tivoli-Brauerei]], in deren Festsaal der Parteitag tagte) wandte sich, beeinflusst von [[Adolf Stoecker]], gegen den „zersetzenden jüdischen Einfluss“&amp;lt;ref&amp;gt;§&amp;amp;nbsp;1: &amp;#039;&amp;#039;Wir bekämpfen den vielfach sich vordrängenden und zersetzenden jüdischen Einfluss auf unser Volksleben.&amp;#039;&amp;#039; Literatur zum Parteitag: Dagmar Bussiek: &amp;#039;&amp;#039;„Mit Gott für König und Vaterland!“ Die Neue Preußische Zeitung (Kreuzzeitung) 1848–1892.&amp;#039;&amp;#039; Lit, Münster 2002. Nach [[August Klasing (Verleger, 1809)|August Klasings]] Rede dort gebe es eine „Todfeindschaft“ zwischen Konservativen und Juden.&amp;lt;/ref&amp;gt; und gegen die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratie]]. Ab 1892 kam es auch zu Flügelkämpfen zwischen der größtenteils dem Landadel entstammenden bisherigen Parteiführung und Stoeckers eher bürgerlich-städtisch geprägten Christsozialen. Durch das Aufkommen des [[Bund der Landwirte|Bundes der Landwirte]] wurde der zunächst unterlegene agrarische Flügel wieder gestärkt&amp;lt;ref&amp;gt;Stalmann 2003, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Stoecker veranlasste im Februar 1896 wegen sozialpolitischer Meinungsverschiedenheiten die Abtrennung der [[Christlich-soziale Partei (Deutsches Kaiserreich)|Christlich-Sozialen Partei]]. Die Deutschkonservativen stimmten 1898 und 1899 geschlossen für Flotten- und Militärvorlagen und zeigten sich im preußischen [[Preußischer Landtag|Landtag]] als Gegner des [[Mittellandkanal]]s („[[Kanalrebellen]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Reichskanzler Fürst [[Bernhard von Bülow]] näherte sich die Partei wegen dessen agrarprotektionistischer Politik wieder an die Reichsregierung an, doch lehnte sie weiterhin alle Ansätze zu liberalen Reformen in der Innen-, Wirtschafts- und Finanzpolitik ab und trug so 1909 zum Sturz der Regierung von Bülows bei. Die Deutschkonservativen widersetzten sich jeder Stärkung des Reichs zu Lasten der einzelnen Bundesstaaten, weil sie fürchteten, dass sonst ihr Einfluss im die Bundespolitik beherrschenden Preußen an Gewicht verlöre. Dagegen stimmten sie allen Militär- und Flottenvorlagen zu, während sie die Kolonialpolitik nur zögernd unterstützten. Deshalb gab es auch eine Distanz zum [[Alldeutscher Verband|alldeutschen]] Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Julikrise]], die zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] führte, waren die meisten Abgeordneten der Deutschkonservativen im Urlaub, sodass es kein geschlossen-strategisches Auftreten der Partei gab. Vereinzelt wurden Reden gehalten und Artikel geschrieben. Hervorzuheben ist dabei ein Beitrag von [[Albrecht von Graefe (Politiker)|Graefe]], der die Regierung ermahnte, die sofortige Mobilmachung einzuleiten, um strategischen Schaden abzuwenden. In einem Brief drängte er Westarp dazu, im Namen der Reichstagsfraktion diese Forderung zu erheben. [[Kuno von Westarp|Westarp]] kam dem nach, ohne vorher die Fraktion oder [[Ernst von Heydebrand und der Lasa|Heydebrand]] einzubeziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joachim Bohlmann |Titel=Die Deutschkonservative Partei am Ende des Kaiserreichs: Stillstand und Wandel einer untergehenden Organisation |Ort=Greifswald |Datum=2011 |Seiten=198}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Partei ohne Massenbasis suchte sie einen Ersatz im [[Bund der Landwirte]] (BdL), in dem preußische Großagrarier den Ton angaben. In vielen Fragen wurde sie zur reinen Interessenpartei der Landwirtschaft. Viele preußische Landräte gaben ihr Unterstützung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Vertreter der Partei waren u.&amp;amp;nbsp;a. [[Wilhelm von Rauchhaupt]], [[Otto von Manteuffel]], [[Ernst von Heydebrand und der Lasa]], [[Kuno von Westarp]], [[Hans Hugo von Kleist-Retzow]], [[Philipp von Nathusius-Ludom]], [[Elard von Oldenburg-Januschau]], [[Hans von Kanitz (Politiker)|Hans von Kanitz]], [[Heinrich von Salisch]], [[Georg Oertel]], [[Gustav von Goßler]] oder [[Wilhelm Joachim von Hammerstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Großteil der Mitglieder der Deutschkonservativen Partei beteiligte sich 1918 an der Gründung der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschnationalen Volkspartei]] (DNVP). Die Partei löste sich formal allerdings nicht auf, sondern existierte bis 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Bohlmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutschkonservative Partei am Ende des Kaiserreichs: Stillstand und Wandel einer untergehenden Organisation&amp;#039;&amp;#039;. Diss. Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, 2011. (Zehntes Kapitel: Die Deutschkonservative Partei in der Weimarer Republik, S. 250–260)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur ==&lt;br /&gt;
Unter dem Vorsitz von Helldorf war die Partei bis 1890 ein „Konglomerat unabhängiger Honoratiorenpolitiker“ (Volker Stalmann) mit nur wenigen festen Strukturen. Östlich der Elbe traten die Anhänger der Partei nur vor Wahlen in Aktion, um ihre Kandidaten aufzustellen und den Wahlkampf zu führen, während es in größeren Orten in Westdeutschland häufig teils große konservative Ortsvereine gab, die teilweise zu Landesverbänden (in Baden, Sachsen und Bayern) zusammengeschlossen waren. Erst ab 1902 existierte mit dem „Hauptverein der Deutschkonservativen“ eine übergeordnete Parteistruktur auf Reichsebene.&lt;br /&gt;
Geführt wurde die Partei weniger von ihren Vorsitzenden (bis 1892 Otto von Helldorff, 1892–1911 Otto von Manteuffel, 1912–1918 [[Ernst von Heydebrand und der Lasa]]) als von einem Kollektivorgan. Bis 1889 erfüllte diese Funktion der Parteivorstand, danach ein Elfer- bzw. ab 1902 ein Zwölferausschuss aus Reichstags- sowie preußischen und sächsischen Landtagsabgeordneten. Der Ausschuss entschied über die Grundlinien der Parteipolitik und war für die Organisation der Wahlkämpfe verantwortlich.&lt;br /&gt;
Parteitage fanden 1876, 1892 und erst ab 1912 dann regelmäßig statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stalmann 2003, S.&amp;amp;nbsp;99ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Partei erhob keinen Mitgliedsbeitrag, zur Finanzierung war sie auf Spenden angewiesen, Hauptgeldquelle war dabei der ostelbische Großgrundbesitz ([[Junker (Preußen)|Junker]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Verteilung ==&lt;br /&gt;
Regional gesehen hatte die Partei ihre Hochburgen in Preußen östlich der Elbe. So vertrat die Deutschkonservative Partei 1887 im Deutschen Reichstag 74 Wahlkreise, 61 (82 %) davon waren preußische Wahlkreise, 49 der 61 preußischen Wahlkreise (= 80 %) lagen östlich der Elbe. Diese regionale Eingrenzung der Hochburgen verstärkte sich im weiteren Verlauf des Kaiserreiches: Von den 43 gewonnenen Wahlkreisen der Partei bei der Reichstagswahl 1912 lagen 39 (91 %) auf preußischem Staatsgebiet. Eine Untersuchung der regionalen Verteilung der deutschkonservativen Mandate bei den Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus bestätigt den ostelbischen Schwerpunkt der Partei: Bei den Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1913 erreichte die Partei 143 Mandate, 125 (87 %) von diesen gewonnenen Wahlkreisen befanden sich östlich der Elbe.&amp;lt;ref&amp;gt;Booms, Hans: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutschkonservative Partei. Preußischer Charakter, Reichsauffassung, Nationalbegriff&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf: Droste Verlag, 1954, S.&amp;amp;nbsp;6f (Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 3).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteivorsitzende ==&lt;br /&gt;
* 1876–1892: [[Otto von Helldorff]]&lt;br /&gt;
* 1892–1911: [[Otto von Manteuffel|Otto Karl Gottlob Freiherr von Manteuffel]]&lt;br /&gt;
* 1912–1918: [[Ernst von Heydebrand und der Lasa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Presse ==&lt;br /&gt;
Das täglich erscheinende Parteiorgan der Deutschkonservativen war [[Die Post]], die gleichzeitig als offizielles Organ der Regierung Bismarck galt. Weitere Presseerzeugnisse der Partei waren [[Der Reichsbote]], die [[Konservative Monatsschrift]] und das [[Deutsches Adelsblatt|Deutsche Adelsblatt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stalmann 2003, S.&amp;amp;nbsp;101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Booms, Hans: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutschkonservative Partei. Preußischer Charakter, Reichsauffassung, Nationalbegriff&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf: Droste Verlag, 1954 (Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 3)&lt;br /&gt;
* [[Bernd Haunfelder|Haunfelder, Bernd]]: &amp;#039;&amp;#039;Die konservativen Abgeordneten des Deutschen Reichstags 1871–1918. Ein biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Münster: Aschendorff Verlag 2009&lt;br /&gt;
* Nipperdey, Thomas: &amp;#039;&amp;#039;Die Organisation der deutschen Parteien vor 1918&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf: Droste Verlag, 1961, zu den konservativen Parteien siehe S.&amp;amp;nbsp;241–264&lt;br /&gt;
* Stillich, Oscar: &amp;#039;&amp;#039;Die Konservativen. Eine wissenschaftliche Darlegung ihrer Grundsätze und ihrer geschichtlichen Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig: Verlag Werner Klinkhardt, 1908 (Die politischen Parteien in Deutschland, Bd.&amp;amp;nbsp;1); Geschichte der Partei s. S.&amp;amp;nbsp;208–256&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Deutschkonservative und Reichspartei|&amp;#039;&amp;#039;Deutschkonservative und Reichspartei.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Politik&amp;#039;&amp;#039; (1914)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/kaiserreich/innenpolitik/dkp Deutschkonservative Partei] auf &amp;#039;&amp;#039;Lebendiges Museum Online&amp;#039;&amp;#039; ([[Stiftung Deutsches Historisches Museum]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=118349-7|VIAF=138982566}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Partei (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische konservative Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteigründung 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1933]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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