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	<title>Deutsche in Natal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:51:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deutsche_in_Natal&amp;diff=294089&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: gr</title>
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		<updated>2024-06-22T08:18:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;gr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Zwei Gruppen aus Deutschland ließen sich im 19. Jahrhundert in der damaligen britischen Kolonie [[Kolonie Natal|Natal]], Teil des heutigen [[KwaZulu-Natal]] ([[Südafrika]]), nieder, die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergtheil-Kolonisten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermannsburger Missionare&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1935 lebten etwa 6250 deutschstämmige Einwohner in Natal,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das kluge Alphabet&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Seite 351, Propyläen Verlag 1935&amp;lt;/ref&amp;gt; auch heute leben noch Nachfahren dieser Einwanderer in Südafrika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bergtheil-Kolonisten ==&lt;br /&gt;
=== Der Anwerber ===&lt;br /&gt;
[[Jonas Bergtheil]] wanderte mit 15 Jahren 1834 von [[Bayern]] in die damalige [[Kapkolonie]] aus, um seinem Vetter Gabriel Killian, einem dort lebenden [[Kolonialwaren]]händler, zu helfen. 1843, nach der britischen [[Annexion]] der [[Republik Natalia|Burenrepublik Natalia]], reiste er mit dem Schiff &amp;#039;&amp;#039;Pilot&amp;#039;&amp;#039; nach [[Durban]]. Nach zwei Jahren in Durban ging er eine Partnerschaft mit Philip Jacob Jung ein. Dazu kam 1846 der französische Siedler Hipolyte Jargal. 1847 gründeten diese Drei die &amp;#039;&amp;#039;Natal Cotton Company&amp;#039;&amp;#039;. Man ging davon aus, dass Natal ein geeigneter Ort für den Anbau von [[Baumwolle]] sein würde. Sie kauften die 15.500 [[Acre (Einheit)|Acre]] (63&amp;amp;nbsp;km²) große Farm &amp;#039;&amp;#039;Wandsbeck&amp;#039;&amp;#039; von Edmund Morewood, um dort Baumwolle anzupflanzen. Bergtheil versuchte in England geeignete Siedler zu finden. Dort erfolglos, wandte er sich nach Deutschland und fand in [[Bramsche]] im [[Osnabrück]]er Land willige Siedler, da zu dieser Zeit eine wirtschaftliche Krise herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einwanderer ===&lt;br /&gt;
Am 19. November 1847 segelten sie von [[Bremerhaven]] im Schiff &amp;#039;&amp;#039;Bertha&amp;#039;&amp;#039; in Richtung ihrer neuen Heimat los. Es waren nicht nur [[Landwirt|Bauern]] dabei, sondern auch [[Handwerk]]er (zwei [[Maurer]], ein [[Zimmerer|Zimmermann]], ein [[Strohdecker]], ein [[Weber]], zwei [[Schuhmacher|Schuster]], ein [[Schneider]], ein [[Stellmacherei|Wagenbauer]] und zwei [[Gärtner]]), die helfen sollten, ihre neue Heimat aufzubauen. Auch ein Arzt und ein Lehrer waren Teil der Mannschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gruppe war die erste organisierte Siedlergruppe aus Europa, die sich in Natal ansiedelte. Insgesamt kamen 35 Familien, von denen jede ein Stück Land bekam. 200&amp;amp;nbsp;Acre für [[Baumwolle]], 10&amp;amp;nbsp;Acre für [[Gemüse]], sowie ein Grundstück für ein Haus. Die Zuteilung des Grunds wurde durch Los bestimmt. Fünf Familien bekamen Land, das in [[Westville (Südafrika)|Westville]] gelegen war (nach dem damaligen &amp;#039;&amp;#039;Lieutenant-Governor&amp;#039;&amp;#039; Martin West benannt). Der Rest siedelte in einem Ort an, der als Neudeutschland (heute [[New Germany (Südafrika)|New Germany]]) bekannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, Baumwolle anzupflanzen, blieb am Ende aus verschiedenen Gründen erfolglos. Jedoch beschlossen alle Siedler, in der neuen Heimat zu bleiben. Sie verkauften nun Gemüse an das nahegelegene [[Durban]]. Die Anfangszeiten waren nicht leicht, denn der Boden war qualitativ nicht der Beste und des Öfteren wurden die Ernten zerstört. Später zog ein Teil der Siedler weiter ins Inland und ließ sich bei [[Pietermaritzburg]] und &amp;#039;&amp;#039;Neu Hannover&amp;#039;&amp;#039; (heute [[New Hanover]]) nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Als fromme [[Lutheraner]] war es eine große Enttäuschung für die Siedler gewesen, dass sie keinen Pastor hatten. 1848, als Pastor [[Wilhelm Posselt]] von der [[Berliner Mission]] in Pietermaritzburg war, fragte ihn einer der Siedler, ob er nicht vielleicht bei ihnen einen Gottesdienst halten würde. Am Anfang wurden Neudeutschlands Gottesdienste in einem Packhaus gefeiert. Ein Jahr nach ihrer Ankunft hatten die Siedler ihre erste kleine Kirche gebaut. Die ersten lutherischen Gottesdienste Westvilles wurden im Freien oder in einem Zelt gefeiert, bis sie später eine kleine Halle bauten. Diese diente sonntags als Kirche und während der Woche als Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind die Kirchen dieser zwei Einwanderergruppen zusammengeschlossen und bilden die [[Evangelisch-Lutherische Kirche im Südlichen Afrika]] (Natal-Transvaal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Hermannsburger Missionsgesellschaft ==&lt;br /&gt;
Die [[Hermannsburger Mission]]sgesellschaft wollte ursprünglich in [[Äthiopien]] das Volk der [[Oromo (Volk)|Galla]] missionieren. Nachdem dies aber gescheitert war, ließ sie sich 1854 auf Bitten von [[Wilhelm Posselt|Pastor Posselt]] in Natal nieder, um das Volk der [[Zulu (Volk)|Zulu]] zu bekehren. Als erste Missionsstation wurde [[Hermannsburg (Südafrika)|Neu Hermannsburg]] an der Grenze zwischen Natal und [[Königreich Zululand|Zululand]] errichtet. Von hier aus wurden weitere Stationen gegründet. Später wirkten sie auch auf Bitten der [[Buren|burischen]] Regierung der [[Südafrikanische Republik|Südafrikanischen Republik]] bei dem Volk der [[Batswana|Tswana]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit den Missionaren sandte die Gesellschaft auch [[Kolonist]]en aus Deutschland, die auf den Missionsstationen helfen sollten. Die meisten dieser Siedler stammten aus dem [[Königreich Hannover]], vor allem aus der [[Lüneburger Heide]] und sprachen [[Platt]]deutsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedler gründeten Stationen und Ortschaften, deren Namen an Deutschland und die Reformation erinnern. In Zentralnatal, nördlich von Pietermaritzburg, waren dies die Orte [[Hermannsburg (Südafrika)|Hermannsburg]], [[Wartburg (Südafrika)|Wartburg]], [[Harburg (Südafrika)|Harburg]], Lilienthal und Neu Hannover. In Nordnatal wurden Christianenburg, Uelzen (bei Glencoe), Verden-Elandskraal (bei Dundee), Glückstadt, Bergen, Lüneburg und Braunschweig gegründet. In Südnatal gründeten die Siedler Alfredia und [[Bethanien bei Izotsha]] und in [[Mpumalanga]] Augsburg und Wittenberg (zwischen [[Paulpietersburg]] und [[Piet Retief (Südafrika)|Piet Retief]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schulen ==&lt;br /&gt;
In Neudeutschland wurde, wie in vielen anderen deutschen Siedlungen, auch eine Schule gegründet. Sie wurde 1854 mit 35 Schülern eröffnet. F. W. Freese war der erste Lehrer dieser Schule und sein Nachfolger war J. Volek. Zu Voleks Zeit wurde die Schule als Natals beste angesehen. Das erste Schulgebäude wurde 1899 gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1856 wurde in Hermannsburg die [[Deutsche Schule Hermannsburg|Deutsche Schule]] gegründet. Einer ihrer Schüler war der spätere burische General und Premierminister [[Louis Botha]]. Heute wird die Privatschule von rund 200 Schülern besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Grundschulen in den Ortschaften, wo die Nachfahren der Siedler leben, bieten deutschen Unterricht an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museen ==&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Bergtheil Museum&amp;#039;&amp;#039; in Westville (Durban), KwaZulu-Natal&lt;br /&gt;
* Das alte Missionshaus in Hermannsburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Kolonialbestrebungen in Südostafrika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kolonie Natal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auslandsdeutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-südafrikanische Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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