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	<title>Deutsche Schabe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T23:48:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deutsche_Schabe&amp;diff=224302&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Verwechslungen */ BKL Fix</title>
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		<updated>2026-01-24T09:22:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verwechslungen: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Deutsche Schabe&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Blattella germanica&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|Linnaeus]], 1767)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Blattella&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Ectobiidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Schaben&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Blattodea&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Insekten&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Insecta&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Sechsfüßer&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Hexapoda&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterstamm&lt;br /&gt;
| Bild             = Blatella germanica p1160206.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Deutsche Schabe (&amp;#039;&amp;#039;Blattella germanica&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Schabe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Blattella germanica&amp;#039;&amp;#039;), wie die [[Gemeine Küchenschabe]] (&amp;#039;&amp;#039;Blatta orientalis&amp;#039;&amp;#039;) auch als „[[Küchenschabe]]“ (Kakerlake) bezeichnet, ist eine Art der [[Schaben]]. Bekannt ist sie als [[Vorratsschädling]], der durch die Übertragung von Krankheitserregern auf den Menschen auch gesundheitliche Schäden verursachen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blattodea. Cascuda. Santiago de Compostela 1.jpg|mini|upright=1.15|Deutsche Schabe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgewachsene [[Schaben]] sind 13 bis 16&amp;amp;nbsp;mm lang und hell- bis dunkelbraun gefärbt. Auf dem [[Prothorax]] befinden sich zwei parallele schwarze Längsstreifen. Die Weibchen sind dunkler gefärbt als die Männchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Hinterleib ist im Vergleich zu den Männchen breiter und hinten abgerundet. Die erwachsenen Tiere haben zwar [[Flügel (Insekt)|Flügel]], können aber nicht fliegen. Bei den leichteren Männchen kann man allenfalls einen [[Gleitflug]] beobachten. Dafür ist die Deutsche Schabe ein guter Läufer und kann bis zu 29&amp;amp;nbsp;cm/s zurücklegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutsche Schabe ist [[ovipar]] und produziert 6 bis 9&amp;amp;nbsp;mm lange, hell- bis mittelbraun gefärbte Eibehälter. Die Eipakete ([[Oothek]]en) sind in der Regel mehr als doppelt so lang wie breit und leicht sichelförmig gebogen. Die ersten beiden [[Nymphe (Zoologie)|Nymphenstadien]] haben eine dunkelbraun bis schwarz gefärbte Brust. Auf dem Rücken befindet sich ein hellbrauner Streifen. Die späteren Nymphenstadien sind heller gefärbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutsche Schabe ist generell nachtaktiv und verbringt etwa 75 % des Tages in ihren Verstecken. Tagsüber umherlaufende Tiere deuten meist auf einen sehr starken Befall und auf eine hohe Besatzdichte in den Verstecken hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwechslungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ectobius vittiventris und Blattella germanica.jpg|mini|upright=1.15|Halsschilde der Bernstein-Waldschabe (links) und der Deutschen Schabe (rechts, mit zwei dunklen Längsstreifen) im Vergleich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Südeuropa, im Alpenraum und in den letzten Jahren vermehrt in Süddeutschland konnte die [[Bernstein-Waldschabe]] (&amp;#039;&amp;#039;Ectobius vittiventris&amp;#039;&amp;#039; (A. Costa, 1847)) beobachtet werden, die in Größe, Form und Farbe der Deutschen Schabe sehr ähnlich sieht. Der auffälligste Unterschied ist, dass bei der Bernstein-Waldschabe der &amp;#039;&amp;#039;Diskus&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--Was soll das bedeuten? Ich finde diesen Begriff nur in Zusammenhang mit Pflanzen und Wirbeltieren, aber nicht mit Insekten?)--&amp;gt; des [[Pronotum]]s (Halsschild) ohne parallele dunkle Längsstreifen ist. Außerdem sind zumindest die Männchen von &amp;#039;&amp;#039;Ectobius vittiventris&amp;#039;&amp;#039; relativ gute Flieger. Meist sind es diese, die sich in menschliche Behausungen verirren, aber im Gegensatz zur Deutschen Schabe keinen Schaden anrichten, sondern nach wenigen Tagen zugrunde gehen. Bekämpfungsmaßnahmen sind daher bei Auftreten der Bernstein-Waldschabe nicht notwendig. Die Bernstein-Waldschabe ernährt sich von sich zersetzendem pflanzlichen Material und zeigt im Gegensatz zu &amp;#039;&amp;#039;Blattella germanica&amp;#039;&amp;#039; oft auch Tagaktivität.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannes Baur, Isabelle Landau Lüscher, Gabi Müller, Marcus Schmidt, Armin Coray: &amp;#039;&amp;#039;Taxonomie der Bernstein-Waldschabe Ectobius vittiventris (A. Costa, 1847) (Blattodea: Blattellidae) und ihre Verbreitung in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Revue Suisse de Zoologie 111 (2004), Nr.&amp;amp;nbsp;2, S.&amp;amp;nbsp;395–424.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere ähnliche und harmlose Waldschabe ist die [[Gemeine Waldschabe]] (&amp;#039;&amp;#039;E. lapponicus&amp;#039;&amp;#039;), die vor allem in Nordeuropa vorkommt und sich dort auch schon mal in Häuser verirrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die ausgewachsenen Schaben [[Begattung|kopulieren]] bereits wenige Tage nach der [[Häutung]], und die erste [[Oothek]] wird nach 1 bis 2 Wochen gebildet. Die mittlere [[Lebenserwartung]] der erwachsenen Tiere beträgt 100 bis 200 Tage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weibchen produzieren in diesem Zeitraum ca. 4 bis 8 Ootheken (im Mittel 5), die jeweils 18 bis 50 Eier enthalten können, meist ca. 36. Die Eibehälter werden von den Weibchen während der [[Embryo]]nalentwicklung umhergetragen und mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt. Die Weibchen reduzieren während des Austragens der Ootheken ihre Aktivität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor dem Schlüpfen der Nymphen suchen die Weibchen eine Wasserquelle auf und erhöhen durch Wasseraufnahme ihren [[Haemolymphe|Haemolymph-Druck]], wodurch die Oothek abgestoßen werden kann. Durch die obligatorische Wasseraufnahme der Weibchen wird gewährleistet, dass den frisch geschlüpften Larven, die nur einen eng begrenzten [[Aktionsraum|Aktionsradius]] haben, eine Feuchtigkeitsquelle zur Verfügung steht. Die Nymphen verharren die letzten drei Tage vor der nächsten Häutung in ihren Verstecken, wo sie sich auf diesen Prozess vorbereiten. Die ersten beiden Nymphenstadien haben nur einen geringen Aktivitätsradius im Bereich ihrer Feuchtigkeitsquellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung vom Ei bis zur geschlechtsreifen [[Imago (Zoologie)|Imago]] kann unter optimalen Bedingungen bereits nach 40 Tagen abgeschlossen sein. Sie dauert in der Regel 2 bis 3, selten mehr als 7, Monate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Imago (Zoologie)|Imagines]] sowie die älteren Nymphenstadien können durchaus bis zu 40 Tage hungern, wenn ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die Deutsche Schabe ist in den gemäßigten Breiten die häufigste Spezies von Küchenschaben und kommt in Gaststätten, [[Großküche]]n, Hotelbetrieben, Krankenhäusern, aber auch in (meist zentralbeheizten) Wohnungen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Befallsschwerpunkt liegt häufig in Küchen oder Räumen, in denen Lebensmittel verarbeitet werden. Wäschereien werden wegen der hohen Temperatur und Feuchte ebenfalls gern von der Deutschen Schabe besiedelt und können bei deren Verbreitung besonders in Krankenhäusern eine wichtige Rolle spielen. [[Zoo|Zoologische Gärten]] und Zoohandlungen haben aufgrund der dort herrschenden hohen Temperaturen ebenfalls häufig Schabenprobleme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderne Einkaufszentren sind wegen der Wärme, des vielfältigen Nahrungsangebotes und der zahlreichen Versteckmöglichkeiten besonders gefährdet. Viehställe (besonders Schweineställe) in landwirtschaftlichen Betrieben können ebenfalls von der Deutschen Schabe besiedelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Freien kann diese Art nur unter günstigen warmen Bedingungen überleben, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Deponie|Rottedeponien]]. Bevorzugt werden Bereiche, deren Temperatur mehr als 20&amp;amp;nbsp;°C beträgt, in der Nähe einer Nahrungs- und einer Feuchtigkeitsquelle (hinter Waschbecken, Küchenschränken, Wärmeüberträgern von Kühlschränken, aber auch in elektrischen Geräten). Hinter Scheuerleisten, Türrahmen, defekten Fliesen, [[Mauerfuge]]n, Bildern und Spiegeln werden die Tiere regelmäßig gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schächte mit Warmwasser-, Abfluss- und Heizungsrohren, Fernheizungen und Müllschluckeranlagen sind ebenfalls ideale Verstecke und dienen gleichzeitig der Verbreitung. Während der Aktivitätszeit können sich die Tiere aber durchaus auch in kalten Bereichen aufhalten (z.&amp;amp;nbsp;B. zur Nahrungsaufnahme). Unter 4&amp;amp;nbsp;°C sind die Tiere allerdings nicht mehr aktiv. Ihre obere Temperaturgrenze liegt bei 42&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Spalt in der Umgebung einer Nahrungsquelle kann tagsüber als Versteck genutzt werden, wobei die Schaben ein auffälliges Aggregationsverhalten zeigen, das durch so genannte [[Insektenpheromone|Aggregationspheromone]] gesteuert wird, die mit dem Kot abgegeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arndt Reuning]]: [https://www.deutschlandfunk.de/insektenforschung-der-duft-der-schaben.676.de.html?dram:article_id=339166 &amp;#039;&amp;#039;Der Duft der Schaben.&amp;#039;&amp;#039;] In: Deutschlandfunk, &amp;#039;&amp;#039;Forschung Aktuell&amp;#039;&amp;#039; am 8. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei reichen dem ersten Nymphenstadium Spalten von 1&amp;amp;nbsp;mm Höhe, die Imagines benötigen mindestens 5&amp;amp;nbsp;mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tiere werden meist in Verpackungen von Lebensmitteln (z.&amp;amp;nbsp;B. Wellpappe), in Paletten und dergleichen, aber auch in gebrauchten Elektrogeräten (Kühlschränke, Fernseher, Mikrowellen usw.) in den Wohnbereich eingeschleppt. Von einer günstigen Befallsquelle (z.&amp;amp;nbsp;B. Gastwirtschaft) kann eine kontinuierliche Einwanderung in die Umgebung erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historisches ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Schabe&amp;#039;&amp;#039; wurde vor rund 250 Jahren von [[Carl von Linné]] in den wissenschaftlichen Sprachgebrauch eingeführt, da ihr [[Holotypus]] aus Deutschland stammt. Schon früh wurde erkannt, dass diese Art in Europa ausschließlich vergesellschaftet mit dem Menschen vorkommt, dass es in Europa also keine Populationen in natürlichen Biotopen gibt und die Art folglich als [[Biologische Invasion|invasiv]] einzuordnen ist. Auch nahe Verwandte der Art fehlen in Europa. Zugleich gab es Hinweise, dass die weltweite Verbreitung dieser Art im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ebenfalls ausschließlich im unmittelbaren Umfeld des Menschen geschah und von Europa ausging. Ungeklärt blieb jedoch, in welcher Region die Art ursprünglich heimisch war; einige Indizien sprachen laut einem 2019 publizierten [[Systematische Übersichtsarbeit|Review-Artikel]] für Südasien.&amp;lt;ref&amp;gt;Qian Tang et al.: &amp;#039;&amp;#039;Global spread of the German cockroach, Blattella germanica.&amp;#039;&amp;#039; [[Systematische Übersichtsarbeit|Review]] in: &amp;#039;&amp;#039;Biological Invasions.&amp;#039;&amp;#039; Band 21, 2019, S. 693–707, [[doi:10.1007/s10530-018-1865-2]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Als nächster Verwandter wurde 1985 anhand [[Morphologie (Biologie)|morphologischer]] Merkmale die Art &amp;#039;&amp;#039;Blattella asahinai&amp;#039;&amp;#039; benannt,&amp;lt;ref&amp;gt; Louis M. Roth: &amp;#039;&amp;#039;A taxonomic revision of the genus Blattella Caudell (Dictyoptera, Blattaria: Blattellidae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Entomologica Scandinavica.&amp;#039;&amp;#039; Supplement 22, 1985, S. 1–221.&amp;lt;/ref&amp;gt; die am [[Golf von Bengalen]] (im Osten von [[Indien]] und in [[Myanmar]]) heimisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2024 wurden schließlich umfangreiche DNA-Analysen publiziert, die frühere Verweise auf &amp;#039;&amp;#039;Blattella asahinai&amp;#039;&amp;#039; als unmittelbarer Vorfahre von &amp;#039;&amp;#039;Blattella germanica&amp;#039;&amp;#039; bestätigten.&amp;lt;ref&amp;gt;Qian Tang et al.: &amp;#039;&amp;#039;Solving the 250-year-old mystery of the origin and global spread of the German cockroach, Blattella germanica.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America|PNAS]].&amp;#039;&amp;#039; Band 121, Nr. 22, 2024, e2401185121, [[doi:10.1073/pnas.2401185121]].&amp;lt;br /&amp;gt; [https://www.science.org/content/article/humans-helped-german-cockroach-conquer-world &amp;#039;&amp;#039;Humans helped the German cockroach conquer the world.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;science.org&amp;#039;&amp;#039; vom 20. Mai 2024.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.scinexx.de/news/biowissen/wie-die-kuechenschabe-die-welt-eroberte/ &amp;#039;&amp;#039;Wie die Küchenschabe die Welt eroberte.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;scinexx.de&amp;#039;&amp;#039; vom 27. Mai 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach trennten sich beide Arten vor rund 2100 Jahren, als sich eine Teilpopulation der Ursprungsart in Indien oder Myanmar an das Leben in Unterkünften des Menschen [[Evolutionäre Anpassung|anpasste]]. Danach kam es vor rund 1200 Jahren – vermutlich im Zusammenhang mit islamischen Dynastien – zu einer Ausbreitung über den [[Naher Osten|Nahen Osten]] nach Westen und vor knapp 400 Jahren zu einer zweiten Ausbreitungswelle im Zusammenhang mit dem europäischen Kolonialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
Die Deutsche Schabe ist ein Allesfresser. Allerdings ist sie als unspezialisierte Art im Unterschied zu Monophagen auf energetisch leicht aufschließbare Materialien angewiesen. Holz, Leder oder Papier alleine genügen nicht. Die Aktivität der Tiere ist zum einen abhängig vom Nahrungsvorkommen, zum anderen vom Entwicklungsstadium bzw. der [[Physiologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schadwirkung ==&lt;br /&gt;
=== Fraßschäden und Kontamination ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch die Deutsche Schabe hervorgerufenen Fraßschäden an Lebensmitteln und Vorräten, aber auch an [[Leder]], [[Textilie]]n und Papier sind meist gering. Die [[Kontamination (Medizin)|Kontamination]] der [[Nahrungsmittel]] mit [[Kot]], Kropfinhalt oder Ausscheidungen aus Speicheldrüsen stellen dagegen ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko dar. In landwirtschaftlichen Betrieben kommt es aufgrund der Übertragung von Krankheitskeimen durch Schaben auf das Vieh zu Verlusten im Fleisch- und Milchertrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Verunreinigung und des durch die Schaben verbreiteten üblen Geruchs sind kontaminierte Lebensmittel für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsche Schabe als Krankheitsüberträger ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist zweifelsfrei Überträger folgender Krankheiten: [[Milzbrand]], [[Salmonellose]] und  [[Tuberkulose]]. Weiterhin ist sie auch ein [[Wirt (Biologie)|Zwischenwirt]] für [[Fadenwürmer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Studie, die 2005 in den USA vom &amp;#039;&amp;#039;National Institute of Environmental Health Sciences&amp;#039;&amp;#039; (NIEHS) und dem &amp;#039;&amp;#039;National Institute of Allergy and Infectious Diseases&amp;#039;&amp;#039; (NIAID) durchgeführt wurde, stellte fest, dass Allergene, die von Schaben stammen, [[Asthma]]symptome in stärkerem Maße hervorrufen können als andere bekannte Auslöser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mitteleuropa ist die Art als [[Vektor (Biologie)|Vektor]] von Krankheiten ohne besondere Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Faulde, G. Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Vorkommen und Verhütung vektorassoziierter Erkrankungen des Menschen in Deutschland unter Berücksichtigung zoonotischer Aspekte.&amp;#039;&amp;#039; Bundesgesundheitsblatt 44 (2001) Nr.&amp;amp;nbsp;2, S.&amp;amp;nbsp;116–136. {{doi|10.1007/s001030050422}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekämpfung ==&lt;br /&gt;
Wichtig ist die rechtzeitige Entdeckung von Befällen. Hierzu sind Detektoren (Klebefallen) mit entsprechenden [[Lockstofffalle|Lockstoffen]] bestens geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Schaben bekämpft man durch das Ausbringen von Fraß[[köder]]n oder durch [[Insektizid|Sprays]]. Hierbei ist die Beköderung mit Fraßgiften zu bevorzugen, da sie die wenigsten Risiken für die Umwelt bergen. Da Schabenbekämpfung durch Einzelmaßnahmen keinen durchschlagenden Erfolg bringt, können nur kontinuierlich durchgeführte und überprüfte Bekämpfungen nach einem festen System zu einem dauerhaft wirkungsvollen Ergebnis führen. Chemische Bekämpfungen sollten nur durch sachkundige [[Schädlingsbekämpfer]] ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung von Deutschen Schaben ist stark vom Nahrungs- und Wasserangebot in den Befallsbereichen abhängig. Deshalb erhöhen Sauberkeit und die Abwesenheit von Wasser den schnellen Tilgungserfolg bei Bekämpfungen und verringern das Risiko einer erneuten Ansiedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Schaben nutzen alle Spalten im [[Mauerwerk]], an Maschinen etc. als Niststätten. Deshalb sollten alle Ritzen in Wänden, am Fußboden etc. verschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sophie Hutter: &amp;#039;&amp;#039;Futterduftneurone im Antennenlobus der Schabe: Reaktionen auf kontinuierlich ansteigende Duftkonzentration.&amp;#039;&amp;#039;  Wien, Univ., Diplom-Arbeit 2003.&lt;br /&gt;
* Mike Dombrowski: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zum Verhalten der Deutschen Schabe, Blattella germanica L. gegenüber pflanzlichen [[Repellent]]s.&amp;#039;&amp;#039;  Potsdam, Univ., [[Dissertation]] 1992.  133 Bl.&lt;br /&gt;
* Barbara Auer: &amp;#039;&amp;#039;Zur [[Epidemiologie|epidemiologischen]] Bedeutung der Schabe (Blatta orientalis L.).&amp;#039;&amp;#039; Wien, Univ., Diplom-Arbeit 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Blattella germanica|Deutsche Schabe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4340475-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schaben]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
	</entry>
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