<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Deutsche_Reformpartei</id>
	<title>Deutsche Reformpartei - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Deutsche_Reformpartei"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deutsche_Reformpartei&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T14:58:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deutsche_Reformpartei&amp;diff=354206&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Assayer: /* Einleitung */ +fixed (lohalm in HB Antisemitismus Bd. 5, S. 208)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deutsche_Reformpartei&amp;diff=354206&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-24T09:41:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; +fixed (lohalm in HB Antisemitismus Bd. 5, S. 208)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformpartei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DRP&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war eine der [[Antisemitenparteien]] im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]]. Sie wurde zunächst unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antisemitische Volkspartei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AVP&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) am 20. März 1890 von [[Otto Böckel]] gegründet, der zu den politisch radikalen [[Radau-Antisemitismus|Radau-Antisemiten]] gerechnet wird und einen religiös neutralen, rassistischen [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|Antisemitismus]] vertrat. Die Partei war, ebenso wie die [[Deutschsoziale Partei]] aus der 1886 in [[Kassel]] gegründeten [[Deutsche Antisemitische Vereinigung|Deutschen Antisemitischen Vereinigung]] hervorgegangen. Als sich 1893 die sächsischen Antisemiten ([[Deutscher Reformverein (Antisemitismus)|Deutscher Reformverein]]) unter [[Oswald Zimmermann]] der Partei anschlossen, wurde sie in &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformpartei&amp;#039;&amp;#039; umbenannt und Zimmermann zum Vorsitzenden gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den eher konservativen deutschsozialen Antisemiten um [[Max Liebermann von Sonnenberg]] verfolgten die „Reformer“ einen antikonservativen Sozialpopulismus und traten unter der Wahlparole „gegen [[Junker (Preußen)|Junker]] und Juden“ für soziale Reformen zugunsten der unteren Bevölkerungsschichten ein. Die Spannungen zwischen diesen Gruppen beschrieb der Publizist [[Hellmut von Gerlach]]: „Der eine war Mittelständler, der andere Arbeiterfreund, der eine Aristokrat, der andere Demokrat. Der eine rief zum Kampf gegen Juden und Junker auf, der andere ging mit den Großagrariern durch dick und dünn. Bei jeder Abstimmung fiel die Fraktion auseinander.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hellmut von Gerlach: &amp;#039;&amp;#039;Von Rechts nach Links.&amp;#039;&amp;#039; Europa-Verlag, Zürich 1937, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei hatte ihre Schwerpunkte in der [[Liste der Provinzen Preußens|preußischen Provinz]] [[Provinz Hessen-Nassau|Hessen-Nassau]] und im [[Großherzogtum Hessen]] unter Otto Böckel&amp;lt;ref&amp;gt;David Peal: &amp;#039;&amp;#039;Anti-Semitism and Rural Transformation in Kurhessen. The Rise of the Böckel Movement.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Columbia University 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt; und im [[Königreich Sachsen]] unter Oswald Zimmermann.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Piefel: &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.de/books?id=82Jvq9awGnEC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de Antisemitismus und völkische Bewegung im Königreich Sachsen 1879–1914.]&amp;#039;&amp;#039; V &amp;amp; R Unipress, Göttingen 2004. Zu einem weiteren örtlichen Schwerpunkt siehe die Regionalstudie von Stefan Ph. Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Für Deutschtum, Thron und Altar. Die Deutsch-Soziale Reformpartei in Baden (1890–1907).&amp;#039;&amp;#039; Wolf-Fachverlag, Karlsruhe 1995, und Dieter Neuer: &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Landtagsalltag zweier badischer Abgeordneter. Georg Philipp Pfisterer und Friedrich Mampel (Deutsche Reformpartei).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins]]&amp;#039;&amp;#039; 150 (2002), S. 397–440.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen 1892 und 1894 agitierte der Radauantisemit [[Hermann Ahlwardt]] in [[Provinz Brandenburg|Brandenburg]] und [[Provinz Pommern|Pommern]] für die Partei. Gewählt wurde sie vor allem in ländlichen Regionen von Bauern und Handwerkern. In Sachsen sprach die Partei städtische Mittelschichten an. In [[Dresden]] war die Deutsche Reformpartei von 1893&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Dresden. Band 3: Von der Reichsgründung bis zur Gegenwart (1871–2006).&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. [[Holger Starke]], Theiss, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-1928-1, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 1905 die stärkste kommunalpolitische Kraft. Bereits 1887 war Böckel als erster unabhängiger Antisemit in den [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag]] gewählt worden. 1890 gewann die AVP vier Mandate (Böckel, Zimmermann, [[Wilhelm Pickenbach|Pickenbach]] und [[Ludwig Werner (Politiker)|Werner]]). Mit dem [[Mitteldeutscher Bauernverband|Mitteldeutschen Bauernverband]] verfügte die Partei über eine Basisorganisation und brachte im hessischen Raum zwei Tageszeitungen heraus. Enge Kontakte wurden außerdem zu den österreichischen Antisemiten um [[Georg von Schönerer]] und [[Karl Hermann Wolf]] gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Reichstagswahl 1893]] gewannen die Antisemitenparteien insgesamt 16 der 397 Sitze, von denen 11 auf die DRP entfielen. 1894 schloss sich die DRP mit den Deutschsozialen zur [[Deutschsoziale Reformpartei|Deutschsozialen Reformpartei]] (DSRP) zusammen. Der Niedergang der Böckel-Bewegung in Hessen schwächte die DRP und stärkte den deutschsozialen Flügel. 1895 wurden die  besonders radikalen Antisemiten Otto Böckel und Hermann Ahlwardt aufgrund ihrer antikonservativen Haltung aus der Partei ausgeschlossen, woraufhin sie die Antisemitische Volkspartei neu gründeten. Diese blieb allerdings bedeutungslos. Die „Reformer“ unter Oswald Zimmermann verblieben zunächst in der DSRP, bis sich die Partei 1900 wieder in Deutschsoziale und „Reformer“ aufspaltete.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph Nonn]]: &amp;#039;&amp;#039;Aktivismus und Indifferenz. Antisemitismus in Deutschland 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Horst Lademacher]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ablehnung – Duldung – Anerkennung. Toleranz in den Niederlanden und in Deutschland. Ein historischer und aktueller Vergleich.&amp;#039;&amp;#039; Waxmann, Münster 2004, S. 639–661, [https://books.google.de/books?id=FypIcDyD2D4C&amp;amp;pg=PA643&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de hier S. 643].&amp;lt;/ref&amp;gt; Programmatisch orientierte man sich zunehmend an der [[Völkische Bewegung|völkischen Bewegung]]. Beide Flügel schlossen sich 1914 in der [[Deutschvölkische Partei|Deutschvölkischen Partei]] zusammen, die 1918 in der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschnationalen Volkspartei]] aufging und deren Mitglieder den Kern des 1922 verbotenen [[Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund|Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes]] stellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Bergmann (Soziologe)|Werner Bergmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]]. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Länder und Regionen.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München 2008, S. 84–102, [https://books.google.de/books?id=YFcBT2sL2osC&amp;amp;pg=PA91&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de hier S. 91–93].&lt;br /&gt;
* [[Dieter Fricke (Historiker)|Dieter Fricke]]: &amp;#039;&amp;#039;Antisemitische Parteien 1879–1894.&amp;#039;&amp;#039; In: ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die bürgerlichen Parteien in Deutschland. Handbuch der Geschichte der bürgerlichen Parteien und anderer bürgerlicher Interessenorganisationen vom Vormärz bis zum Jahre 1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Leipzig 1968, S. 36–40. &amp;#039;&amp;#039;(und weitere Artikel im genannten Werk)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Dieter Fricke: &amp;#039;&amp;#039;Die Organisation der antisemitischen Deutsch-Sozialen Reformpartei 1894–1900.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (1953)|Zeitschrift für Geschichtswissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039; 29 (1981), S. 427–442.&lt;br /&gt;
* Thomas Gräfe: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Reformpartei.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Benz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Organisationen, Institutionen, Bewegungen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter Saur, Berlin / Boston 2012, S. 157–160.&lt;br /&gt;
* [[Richard S. Levy]]: &amp;#039;&amp;#039;The Downfall of the Anti-Semitic Political Parties in Imperial Germany.&amp;#039;&amp;#039; Yale University Press, New Haven, Conn. 1975.&lt;br /&gt;
* Peter G. J. Pulzer: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung des politischen Antisemitismus in Deutschland und Österreich 1867–1914.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2004, [https://books.google.de/books?id=YblnHGO8YLwC&amp;amp;pg=PA125&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de Teil 3: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland 1867–1900&amp;#039;&amp;#039;, S. 125–164].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/kaiserreich/innenpolitik/drp Deutsche Reformpartei 1900–1914] auf dhm.de (Deutsches Historisches Museum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Partei (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Reformpartei| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteigründung 1890]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Assayer</name></author>
	</entry>
</feed>