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	<title>Deutsche Rasenbinse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deutsche_Rasenbinse&amp;diff=715216&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Seysi am 26. August 2024 um 09:49 Uhr</title>
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		<updated>2024-08-26T09:49:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Deutsche Rasenbinse&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Trichophorum cespitosum &amp;#039;&amp;#039;subsp.&amp;#039;&amp;#039; germanicum&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Unterart&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Eduard Palla|Palla]]) [[Gustav Hegi|Hegi]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Rasenbinse&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Trichophorum cespitosum&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Art&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Rasenbinsen&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Trichophorum&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Sauergrasgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Cyperaceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Süßgrasartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Poales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Commeliniden&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Trichophorum.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Blütenstände der Deutschen Rasenbinse in einem Hochmoor-Rest in Nordwestdeutschland&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Rasenbinse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Trichophorum cespitosum&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;germanicum&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Unterart]] aus der Gattung der [[Rasenbinse]] (&amp;#039;&amp;#039;Trichophorum cespitosum&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Sauergrasgewächse]] (Cyperaceae).&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt; Sie ist eine kennzeichnende Pflanze nährstoffarmer [[Moor]]e, von Feucht- und [[Moorheide (Biotoptyp)|Moorheiden]] sowie von [[Bruchwälder|Moorwäldern]]. Charakteristisch ist die meist igelförmige Gestalt ihrer [[Horst (Botanik)|Horste]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:TrichoBlatt.jpg|mini|120px|links|Blattscheide mit Blattrest]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Trichophorum cespitosum detail.jpeg|mini|140px|Detail des Blütenstandes und Vorblatt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Deutsche Rasenbinse ist eine [[Ausdauernde Pflanze|ausdauernde]], [[krautige Pflanze]], die Wuchshöhen von 5 bis 60 Zentimeter erreicht. Dieser [[Hemikryptophyt]] bildet kleine bis mittelgroße, dichte, starre [[Horst (Botanik)|Horste]], die ihrerseits dichte [[Rasen]] bilden können; es werden keine [[Stolonen|Ausläufer]] gebildet. Der [[Stängel]]grund ist rundlich bis dreikantig-rundlich. Die grundständigen [[Blattscheide]]n sind lederbraun und glänzend. Die Stängel wachsen starr aufrecht oder schräg aufwärts, zur Fruchtzeit teilweise übergebogen. Die Stängel sind im Querschnitt rund, glatt und grün bis dunkelgrün.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blattscheiden der unteren [[Blatt (Pflanze)|Blätter]] sind meist ohne [[Blattspreite]]. Die oberste Blattscheide ist schief abgeschnitten und gegenüber dem Ansatz der Blattspreite mehr als 2 Millimeter tief ausgerandet. Die 1 Millimeter breite oberste Blattspreite ist etwa zweimal so lang wie der Ausschnitt tief ist (siehe Bilde links). Die [[Blatthäutchen]] (Ligulae) sind sehr kurz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli, selten später.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grau1996&amp;quot; /&amp;gt; Die ein bis zwei [[Hüllblatt|Hüllblätter]] sind den [[Spelze]]n ähnlich und etwa so lang wie der [[Blütenstand]]. Der Blütenstand besteht aus einem einzigen, endständigen, aufrechten [[Ährchen]]. Die Ährchen sind bei einer Länge von 5 bis 10 Millimetern verkehrt-eiförmig oder länglich bis keulenförmig und enthalten drei bis zwanzig Blüten. Die Blüten enthalten drei [[Staubblätter]] und drei [[Narbe (Botanik)|Narben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptachse der Ährchen, die Ährchenspindel, ist nach dem Abfallen der Früchte etwa 3 Millimeter lang. Die Spelzen sind länglich lanzettlich, spitz, 3 bis 4 Millimeter lang, gelb bis rotbraun, mit grünem Kiel und Hautrand. Die fünf bis sechs Blütenhüllborsten ([[Perigon]]) sind meist deutlich länger als die Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei Reife grau- bis gelb-braune [[Karyopse]] ist bei einer Länge von 1,5 bis 2 Millimetern abgeflacht dreikantig und verschmälert sich zum oberen Ende hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 104.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer1994&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwechslungsmöglichkeiten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:FruchtRasenbinse.jpg|mini|120px|Fruchtstand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rasenbinsen]] (&amp;#039;&amp;#039;Trichophorum&amp;#039;&amp;#039;) sind generell in der äußeren Gestalt den [[Sumpfbinsen]] (&amp;#039;&amp;#039;Eleocharis&amp;#039;&amp;#039;) ähnlich. Sie besitzen jedoch im Gegensatz zu diesen eine deutliche, wenn auch kurze Blattspreite an der obersten Blattscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr ähnlich ist die andere Unterart [[Gewöhnliche Rasenbinse]] (&amp;#039;&amp;#039;Trichophorum cespitosum&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;cespitosum&amp;#039;&amp;#039;). Ihre oberste Blattscheide ist gegenüber dem Ansatz der Blattspreite nur etwa 1 Millimeter tief ausgerandet. Die oberste Blattspreite ist etwa fünfmal so lang wie der Ausschnitt tief ist. Das endständige Ährchen ist 5 bis 6 Millimeter lang; die Ährchenspindeln sind nach dem Abfallen der Früchte 2 Millimeter lang oder länger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hybride zwischen beiden Unterarten ist:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trichophorum cespitosum&amp;#039;&amp;#039; nothosubsp. &amp;#039;&amp;#039;foersteri&amp;#039;&amp;#039; {{Person|G.A.Swan}} (Syn.: &amp;#039;&amp;#039;Trichophorum x foersteri&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(G.A.Swan) D.A.Simpson}}): Sie wurde in Deutschland in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen beobachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Deutsche Rasenbinse kommt ausschließlich im Westen [[Europa]]s&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;, namentlich in [[Portugal]], [[Spanien]], [[Frankreich]], [[Belgien]], den [[Niederlande]]n, [[Deutschland]], [[Dänemark]] (inkl. [[Färöer]]), [[Großbritannien (Insel)|Großbritannien]] (einschließlich [[Shetland-Inseln]] und [[Hebriden]]), [[Irland]], [[Norwegen]] und [[Schweden]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt; Sie wird nach Süden, Norden und Osten durch die Gewöhnliche Rasenbinse ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;linnaeus&amp;quot;&amp;gt;Weltweite Verbreitung von Gewöhnlicher und Deutscher Rasenbinse nach &amp;#039;&amp;#039;The Linnaeus Server&amp;#039;&amp;#039; [http://linnaeus.nrm.se/flora/mono/cypera/trich/triccesv.jpg], abgerufen am 9. September 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr [[Chorologie|Gesamtareal]] wird mit 100.000 bis eine Million&amp;amp;nbsp;km² angegeben. Der [[Arealanteil]] in Deutschland beträgt 10 bis 33 Prozent. Hier ist sie im Nord[[schwarzwald]], im [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]] und im [[Norddeutsches Tiefland|Norddeutschen Tiefland]] nachgewiesen. Die Bundesrepublik stellt den südöstlich äußeren Rand ihres kontinuierlich besiedelten Areals dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standortbedingungen ==&lt;br /&gt;
Die Deutsche Rasenbinse ist eine [[Lichtpflanze]]; sie wächst optimal in vollem Licht und erträgt nur bedingt eine Beschattung. Ihr ökologischer Schwerpunkt liegt auf nassen, zum Teil überschwemmten, stark sauren, sehr stickstoffarmen [[Moorboden|Moorböden]] sowie [[Anmoor]]. Sie ist nicht salzertragend. Ferner ist sie ein Mäßigwärmezeiger. Die Deutsche Rasenbinse hat einen Schwergewicht in [[Höhenstufe (Ökologie)|submontan-temperaten]] Bereichen des westlichen Europa mit [[seeklima|ozeanischem]] Klima. Ihr ökologisches Verhalten lässt sich anhand der [[Zeigerwerte nach Ellenberg]] folgendermaßen klassifizieren: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L-8, T-5, K-2, F-9, R-1, N-1, S-0&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ellenberg1992&amp;quot;&amp;gt;[[Heinz Ellenberg]], H. E. Weber, R. Düll, V. Wirth, W. Werner &amp;amp; D. Paulißen: &amp;#039;&amp;#039;Zeigerwerte von Pflanzen in Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Scripta Geobotanica 18, Verlag Erich Goltze, 1992, ISBN 3-88452-518-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4w+ (sehr feucht aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 1 (stark sauer), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 1 (sehr nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 1 (ozeanisch).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Deutschen Rasenbinse handelt es sich um einen sogenannten [[Pflanzliche Strategietypen|Konkurrenz-Stress-Strategen]]. Pflanzentaxa dieser Gruppe sind ausdauernde konkurrenzstarke Arten auf Standorten mit mindestens einem im Minimum oder Maximum befindlichen ökologischen Faktor (Stress). Hierzu gehören beispielsweise Sumpfpflanzen, Pflanzen an Trockenstandorten oder hochwüchsige Gebirgspflanzen, welche mit den extremen Bedingungen ihrer Standorte zurechtkommen und damit einen Konkurrenzvorteil gegenüber anderen Pflanzen haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klotz2002&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für die Deutsche Rasenbinse – und viele andere [[Hochmoorpflanzen]] – ist ein effektiver interner [[Nährstoffkreislauf]]. Dabei werden die für den Aufbau der oberirdischen Pflanzenteile benötigten Nährstoffe schon während der Samenbildung in die Sprossbasis zurückverlagert. In der folgenden [[Vegetationsperiode]] kann dieser Vorrat ohne Verluste mobilisiert werden. Ferner verhindern eine intensive Durchwurzelung der oberen Bodenschichten sowie die sehr eng stehenden Pflanzenexemplare eine Ausschwemmung der aus abgestorbenen Pflanzenteilen stammenden Nährstoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hutter1997&amp;quot;&amp;gt;Claus-Peter Hutter (Hrsg.), Alois Kapfer &amp;amp; Peter Poschlod: &amp;#039;&amp;#039;Sümpfe und Moore - Biotope erkennen, bestimmen, schützen.&amp;#039;&amp;#039; Weitbrecht Verlag, Stuttgart, Wien, Bern, 1997, ISBN 3-522-72060-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Die Deutsche Rasenbinse bildet mit Pilzen eine sogenannte [[Mykorrhiza]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer1994&amp;quot; /&amp;gt; Diese Lebensgemeinschaft erlaubt ihr eine bessere Aufnahme der spärlichen Bodennährstoffe. Die Deutsche Rasenbinse ist windblütig ([[Anemophilie]]), ihre Samen werden ebenfalls über den Wind verbreitet ([[Anemochorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergesellschaftung ==&lt;br /&gt;
[[Pflanzensoziologie|Pflanzensoziologisch]] ist die Deutsche Rasenbinse die [[Kennart]] der [[Assoziation (Pflanzensoziologie)|Assoziation]] Sphagno compacti-Trichophoretum germanici (Oberd. 1938) Bartsch 1940 em. Dierßen 1975 (zu Deutsch: Rasenbinsen-Anmoor)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pott1992&amp;quot;&amp;gt;Richard Pott: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzengesellschaften Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; - Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1992, ISBN 3-8252-8067-5&amp;lt;/ref&amp;gt; innerhalb der Glockenheide-Feuchtheide-Gesellschaften (Verband Ericion tetralicis). Kennzeichnende Arten dieser [[Pflanzengesellschaft]]en sind [[Torfmoose]] wie &amp;#039;&amp;#039;[[Sphagnum compactum]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Sphagnum tenellum]]&amp;#039;&amp;#039;, ferner [[Glockenheide]] (&amp;#039;&amp;#039;Erica tetralix&amp;#039;&amp;#039;), [[Gelbe Moorlilie]] (&amp;#039;&amp;#039;Narthecium ossifragum&amp;#039;&amp;#039;), [[Schmalblättriges Wollgras]] (&amp;#039;&amp;#039;Eriophorum angustifolium&amp;#039;&amp;#039;), [[Blaues Pfeifengras]] (&amp;#039;&amp;#039;Molinia caerulea&amp;#039;&amp;#039;) und [[Moor-Birke]] (&amp;#039;&amp;#039;Betula pubescens&amp;#039;&amp;#039;). Stete Begleiter sind weitere Heidekrautgewächse wie [[Gewöhnliche Moosbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Vaccinium oxycoccos&amp;#039;&amp;#039;), [[Rauschbeere|Rausch-]] und [[Heidelbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Vaccinium uliginosum&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium myrtillus&amp;#039;&amp;#039;) sowie das [[Scheiden-Wollgras]] (&amp;#039;&amp;#039;Eriophorum vaginatum&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer1998&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie und Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die Deutsche Rasenbinse wurde 1897 von [[Eduard Palla]] in &amp;#039;&amp;#039;Berichte der Deutschen Botanischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 15, S. 468 als Art &amp;#039;&amp;#039;Trichophorum germanicum&amp;#039;&amp;#039; erstbeschrieben. Die Art wurde 1908 von [[Gustav Hegi]] in &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mittel-Europa&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, S. 25 als Unterart &amp;#039;&amp;#039;Trichophorum cespitosum&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;germanicum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Palla) Hegi}} zur Art &amp;#039;&amp;#039;Trichophorum cespitosum&amp;#039;&amp;#039; gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gattungsname &amp;#039;&amp;#039;Trichophorum&amp;#039;&amp;#039; geht [[Etymologie|etymologisch]] auf den nach der Reifezeit mit einem feinen Schopf von Wollhaaren besetzen Fruchtstand zurück und leitet sich von den [[Altgriechische Sprache|altgriechischen]] Wörtern &amp;#039;&amp;#039;thríx&amp;#039;&amp;#039;, [[Genitiv]] &amp;#039;&amp;#039;trichós&amp;#039;&amp;#039; und gr. &amp;#039;&amp;#039;-phóros&amp;#039;&amp;#039; ab. Einen solchen „Wollschopf“ (Peristom) trägt jedoch nur die [[Alpen-Rasenbinse]] (&amp;#039;&amp;#039;Trichophorum alpinum&amp;#039;&amp;#039;) und zeigt die nahe Verwandtschaft zur Gattung der [[Wollgräser]] (&amp;#039;&amp;#039;Eriophorum&amp;#039;&amp;#039;). Die Blütenhülle ist bei den übrigen Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Trichophorum&amp;#039;&amp;#039; zu feinen Borsten reduziert. Das [[Epithetum#Biologie|Artepithetum]] &amp;#039;&amp;#039;cespitosum&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem [[latein]]ischen &amp;#039;&amp;#039;caespēs&amp;#039;&amp;#039; Gen. &amp;#039;&amp;#039;caespitis&amp;#039;&amp;#039; und wird mit „rasenbildend“ übersetzt. Die Bezeichnung für die Unterart &amp;#039;&amp;#039;germanicum&amp;#039;&amp;#039; leitet sich schließlich vom Areal Deutschland ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Genaust2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Trichophorum2.jpg|mini|285px|Horst der Deutschen Rasenbinse in einem Hochmoor-Naturschutzgebiet in Nordwestdeutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung und Schutz ==&lt;br /&gt;
Die Deutsche Rasenbinse ist europaweit ungefährdet und genießt keinen gesonderten gesetzlichen Schutz. In Deutschland ist sie jedoch als „gefährdet“ eingestuft (Gefährdungskategorie 3). In Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gilt die Deutsche Rasenbinse als „vom Aussterben bedroht“ (Gefährdungskategorie 1). In Brandenburg und Berlin ist sie inzwischen „ausgestorben“ (Gefährdungskategorie 0).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nordwestdeutschland ist die Deutsche Rasenbinse besonders durch die [[Kultivierung]] von [[Moorheide]]n stark zurückgegangen. In größeren [[Population (Biologie)|Populationen]] wächst sie nur noch in einigen [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebieten]]; kleine Restbestände finden sich meist noch an Waldwegen und -rändern im Bereich aufgeforsteter [[Heide (Landschaft)|Heiden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaplan1992&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und weiterführende Informationen ==&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{WCSP|Trichophorum cespitosum|Zugriff=2019-10-31}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer1994&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Erich Oberdorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzensoziologische Exkursionsflora.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8252-1828-7.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer1998&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Oberdorfer: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Pflanzengesellschaften. Teil I: Fels- und Mauergesellschaften, alpine Fluren, Wasser-, Verlandungs- und Moorgesellschaften.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Gustav Fischer, Jena, Stuttgart, 1998, ISBN 3-437-35280-6.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grau1996&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Jürke Grau]], Bruno P. Kremer, Bodo M. Möseler, Gerhard Rambold, Dagmar Triebel: Gräser. Süßgräser, Sauergräser, Binsengewächse und grasähnliche Familien Europas (= Steinbachs Naturführer). Neue, bearb. Sonderausgabe Auflage. Mosaik, München 1996, ISBN 3-576-10702-9.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klotz2002&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stefan Klotz, [[Ingolf Kühn]]: &amp;#039;&amp;#039;Ökologische Strategietypen.&amp;#039;&amp;#039; Bundesamt für Naturschutz Bonn, Schriftenreihe für Vegetationskunde Heft 38, 2002, Seite 197–201 {{Webarchiv | url=http://www2.ufz.de/biolflor/info/oekologische_strategie.pdf | wayback=20150531165215 | text=Ökologische Strategietypen STEFAN KLOTZ &amp;amp; INGOLF KÜHN Summary: Ecological strategy types}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Genaust2005&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helmut Genaust: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen.&amp;#039;&amp;#039; 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7 (Nachdruck von 1996).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaplan1992&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Klaus Kaplan: &amp;#039;&amp;#039;Farn- und Blütenpflanzen nährstoffarmer Feuchtbiotope.&amp;#039;&amp;#039; Metelener Schriftenreihe für Naturschutz. H. 3. Metelen 1992, {{ISSN|0936-7357}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1047310|WissName=Trichophorum cespitosum subsp. germanicum (Palla) Hegi|Abruf=2023-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pedro Jiménez-Mejías, Modesto Luceño (2011+): &amp;#039;&amp;#039;Cyperaceae.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.europlusmed.org/cdm_dataportal/taxon/38b4524e-8834-4613-b60c-9d6a2fd6e955 Datenblatt &amp;#039;&amp;#039;Trichophorum cespitosum&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;germanicum&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity&amp;#039;&amp;#039;.] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot;&amp;gt;Michael Koltzenburg: &amp;#039;&amp;#039;Trichophorum.&amp;#039;&amp;#039; In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführende Literatur ===&lt;br /&gt;
* Klaus Dierssen, Barbara Dierssen: &amp;#039;&amp;#039;Moore.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart, 2001, ISBN 3-8001-3245-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Trichophorum cespitosum|Deutsche Rasenbinse (&amp;#039;&amp;#039;Trichophorum cespitosum&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|6011}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|6011}}&lt;br /&gt;
* [http://linnaeus.nrm.se/flora/mono/cypera/trich/triccesv.jpg Verbreitung auf der Nordhalbkugel.]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Seysi</name></author>
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