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	<title>Deutsche Adelsgenossenschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-23T09:14:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die D.A.G. 1919–1945: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Adelsgenossenschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (D.A.G., auch D. Ag.) war die größte [[Juristische Person|Vereinigung]] [[Deutscher Adel|deutscher Adliger]] im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung und Rolle im Kaiserreich ===&lt;br /&gt;
Sie wurde am 26. Februar 1874 von 30 grundbesitzenden Adligen aus den [[Preußen|preußischen]] Provinzen [[Provinz Brandenburg|Brandenburg]], [[Provinz Pommern|Pommern]], [[Provinz Ostpreussen|(Ost-)Preußen]], [[Provinz Sachsen|Sachsen]] und [[Provinz Schlesien|Schlesien]] in [[Berlin]] gegründet. Durch Allerhöchste Kabinetts-Ordre vom 7. März 1883 verlieh Kaiser [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm I.]] der D.A.G. die Rechte einer juristischen Person.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[[Walter von Hueck]]: &amp;#039;&amp;#039;Organisationen des deutschen Adel seit der Reichsgründung und das Deutsche Adelsarchiv.&amp;#039;&amp;#039; In: Kurt Adamy, [[Kristina Hübener]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Adel und Staatsverwaltung in Brandenburg im 19. und 20. Jahrhundert. Ein historischer Vergleich.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1996, ISBN 978-3-05-007163-3, S. 19–38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sollte dem als verderblich angesehenen „[[Liberalismus]]“ der Zeit entgegenwirken und ein [[Konservatismus|konservatives]] Gegengewicht setzen. Die D.A.G. wurde im Kaiserreich von der Staatsspitze gefördert. Der Vorstand der D.A.G. erhielt zu dieser Zeit eine einmalige Vergütung.&amp;lt;ref&amp;gt;R. v. Mosch: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Adelsblatt. Wochen-Schrift für die Interessen des christlichen Adels&amp;#039;&amp;#039;, VI. Jahrgang, №. 16, Goedecke &amp;amp; Gallinek, Berlin, Sonntag, den 15. April 1888, S. 242. [https://www.google.de/books/edition/Deutsches_Adelsblatt/lVDh9RwN28oC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Vorstand+Deutsche+Adelsgenossenschaft&amp;amp;pg=PA242&amp;amp;printsec=frontcover online]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1888 wurde ein Central-Hilfsverein gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Central-Hilfsverein der Deutschen Adelsgenossenschaft in seinem Bestreben und Wirken während der ersten fünf Jahre seines Bestehens, 1888 bis 1892. (Zugleich Rechenschaftsbericht für 1892)&amp;#039;&amp;#039;, Pionier-Buchdruckerei Fr. Spiethoff, Eigenverlag, Berlin 1893, S. 19 ff. [https://www.google.de/books/edition/Der_Central_Hilfsverein_der_Deutschen_Ad/f-AxhJGfujYC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Vorstand+Deutsche+Adelsgenossenschaft&amp;amp;pg=PA21&amp;amp;printsec=frontcover online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Adelsgenossenschaft war unter anderem Betreiber von Schulen, so der [[Reifensteiner Schulen|Wirtschaftlichen Frauenschule]] [[Löbichau]] in [[Thüringen]] 1908-1930.&amp;lt;ref&amp;gt;Ortrud Wörner-Heil: &amp;#039;&amp;#039;Frauenschulen auf dem Lande – Reifensteiner Verband (1897–1997)&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des [[Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung|Archivs der deutschen Frauenbewegung]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 11, 2. Auflage, Kassel 1997, ISBN 3-926068-12-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese war dem [[Reifensteiner Verband]] seit 1908 angeschlossen. Die D.A.G. vergab neben der Gründerin [[Ida von Kortzfleisch]] auch Stipendien für die Reifensteiner Schulen allgemein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Vereinsschrift des Reifensteiner Vereins&amp;#039;&amp;#039;, Gotha 1915.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Reifensteiner Verband, bei dem adelige Familien eine wesentliche Rolle spielten, war Mitglied im vergleichsweise liberalen [[Bund deutscher Frauenvereine]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ortrud Wörner-Heil: &amp;#039;&amp;#039;Adelige Frauen als Pionierinnen der Berufsbildung. Die ländliche Hauswirtschaft und der Reifensteiner Verband.&amp;#039;&amp;#039; kassel university press, Kassel 2010, ISBN 978-3-89958-904-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Mitglieder war im Kaiserreich vergleichsweise klein, bei Kriegsende 1918 waren 2400 Adelige Mitglieder der D.A.G.,&amp;lt;ref&amp;gt;Georg H. Kleine: &amp;#039;&amp;#039;Adelsgenossenschaft und Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, 1978, S. 100–143, hier: S. 102 ([http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1978_1.pdf online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 1919 sogar nur 1600.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Seit 1884 war das &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Adelsblatt|Deutsche Adelsblatt]]&amp;#039;&amp;#039; das offizielle Publikationsorgan der Vereinigung. Früh gab es sowohl im preußischen [[Heroldsamt]] als auch in der D.A.G. selbst Pläne, eine preußische [[Adelsmatrikel]] zu erstellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die D.A.G. 1919–1945 ===&lt;br /&gt;
Mit Art. 109 der [[Weimarer Verfassung|Weimarer Reichsverfassung]] vom 11. August 1919 wurden die „öffentlich-rechtlichen Vorrechte oder Nachteile der Geburt oder des Standes“ aufgehoben. Der privilegierte [[Adel]]sstand war damit faktisch abgeschafft. [[Adelstitel]] durften nicht mehr verliehen werden und wurden zu Namensbestandteilen. Dennoch setzte die D.A.G. auch nach Ende des preußischen Heroldsamtes das Projekt einer Adelsmatrikel fort, nun als privates Unternehmen und mit klar [[Antisemitismus|antisemitischer]] und [[Rassismus|rassistischer]] Zielsetzung. Auf Basis von Anträgen von [[Hans Friedrich von Ehrenkrook|Hans-Friedrich von Ehrenkrook]] und Freiherr von Landsberg beschloss der Adelstag 1920:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wer unter seinen Vorfahren im Mannesstamm einen nach 1800 geborenen [[Arier|Nichtarier]] hat oder zu mehr als einem Viertel anderer als arischer Rasse entstammt oder mit jemand verheiratet ist, bei dem dies zutrifft, kann nicht Mitglied der D.A.G. sein.&lt;br /&gt;
 |Quelle=DAB 31.07.1920 [ = Deutsches Adelsblatt. 38. Jg. Carl Heymanns Verlag, Berlin 31. Juli 1920], S. 241–243&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Stephan Malinowski: &amp;#039;&amp;#039;Vom König zum Führer. Sozialer Niedergang und politische Radikalisierung im deutschen Adel zwischen Kaiserreich und NS-Staat&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, in: &amp;#039;&amp;#039;Elitenwandel in der Moderne&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, Akademie-Verlag, Berlin 2003, [https://books.google.de/books?id=dbBJAAAAQBAJ S. 337.] ISBN 978-3-05-004840-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren wurden die Anforderungen mehrmals verschärft, in Anpassung an das unter der Schirmherrschaft der D.A.G. erstellte [[Eisernes Buch Deutschen Adels Deutscher Art|Eiserne Buch Deutschen Adels Deutscher Art (EDDA)]] und später an den „[[Ariernachweis#„Großer Ariernachweis“|großen]]“, unter anderem für SS-Angehörige verlangten Ariernachweis.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Götz von Houwald]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Eiserne Buch Deutschen Adels Deutscher Art (EDDA) als Grundlage der rassischen Erneuerung des Volkes&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Rasse: Monatsschrift für den Nordischen Gedanken&amp;#039;&amp;#039;, Band 11, 2, Hrsg. [[Richard von Hoff]], B. G. Reubner, Leipzig/Berlin 1944, [https://books.google.de/books?id=rbsZAAAAMAAJ S. 63–70.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder, die die erforderlichen Nachweise erbracht hatten, wurden in eine &amp;#039;&amp;#039;Liste des reinblütigen Deutschen Adels&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen; in den [[Gothaischer Hofkalender|Gothaischen Taschenbüchern]] wurde seit 1935 die Eintragung in diese Liste und/oder die (bis dahin noch strengeren Kriterien folgenden) EDDA jeweils vermerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1923 wurde daneben eine eigene Abteilung geschaffen, die zwischen „echten“ und „[[Scheinadel]]igen“ unterscheiden sollte. Dazu erstellte diese Abteilung der D.A.G. seit 1925 Listen von Personen, die (nach 1919) durch [[Adoption]] oder [[Eheschließung|Heirat]] Familiennamen erworben hatten, die ehemalige Adelsprädikate enthielten, aber nicht den vor 1919 geltenden Kriterien adeliger Herkunft entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter von Hueck: &amp;#039;&amp;#039;Organisationen des deutschen Adel seit der Reichsgründung und das Deutsche Adelsarchiv.&amp;#039;&amp;#039; In: Kurt Adamy, Kristina Hübener (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Adel und Staatsverwaltung in Brandenburg im 19. und 20. Jahrhundert. Ein historischer Vergleich.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1996,  [https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=8YCdCgAAQBAJ S. 19–38.] ISBN 978-3-05-007163-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitgliederzahl stieg ab 1919 deutlich an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter von Hueck |Titel=Organisationen des deutschen Adel seit der Reichsgründung und das Deutsche Adelsarchiv |Hrsg=Kurt Adamy, Kristina Hübener |Sammelwerk=Adel und Staatsverwaltung in Brandenburg im 19. und 20. Jahrhundert: Ein historischer Vergleich |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1996 |ISBN=978-3-05-007163-3 |Seiten=19-38 |Fundstelle=24 |Online=[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;lr=&amp;amp;id=8YCdCgAAQBAJ online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Satzung vom 4.&amp;amp;nbsp;Februar 1921 ließ erstmals auch Frauen als Mitglieder zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Kalender der Deutschen Adelsgenossenschaft 1922&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Deutsche Adels-Genossenschaft, Schriftführeramt, Satzung, § 4 Mitgliedschaft, Verlag Wirtschaftsbund für den Deutschen Adel E.G.M.B.H., Berlin 1922, S. 42. [http://fbc.pionier.net.pl/id/oai:dlibra.bibliotekaelblaska.pl:38527 online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die D.A.G. politisch zunehmend ins republikfeindliche Lager rückte, verbot [[Reichswehrministerium|Reichswehrminister]] [[Wilhelm Groener]] im November 1929 Angehörigen und Zivilbeschäftigten der [[Reichswehr]] sowie Beamten mehrerer Ministerien die Mitgliedschaft. Dies führte zu einem deutlichen Verlust an Mitgliedern; zugleich verstärkte sich die politische Radikalisierung der Genossenschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg H. Kleine: &amp;#039;&amp;#039;Adelsgenossenschaft und Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, München 1978, S. 100–143.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlass waren die zunehmend kämpferisch-rechtsradikalen [[Leitartikel]] des &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Adelsblattes&amp;#039;&amp;#039;, die seit 1926 von [[Walter von Medem]] verfasst worden waren. Der Groener-Erlass führte innerhalb der D.A.G. zu Konflikten, da vor allem der katholische Adel Süddeutschlands und Westfalens eine Entpolitisierung des Verbandes forderte. Der Hochschullehrer [[Wilhelm zu Leiningen-Westerburg-Neuleiningen|Wilhelm Graf zu Leiningen]] erklärte etwa seinen Austritt aus der D.A.G.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stephan Malinowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom König zum Führer. Sozialer Niedergang und politische Radikalisierung im deutschen Adel zwischen Kaiserreich und NS-Staat.&amp;#039;&amp;#039; Akademie, Berlin 2003, ISBN 3-05-003554-4, S. 355.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die D.A.G. stand unter der Führung des 1932 zum Vorsitzenden gewählten sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Adelsmarschall]]s&amp;#039;&amp;#039; [[Adolf zu Bentheim-Tecklenburg]], der große Hoffnungen auf den Nationalsozialismus setzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg H. Kleine: &amp;#039;&amp;#039;Adelsgenossenschaft und Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 26, 1978, S. 100–143, S. 115–116 ([http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1978_1.pdf online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Als er am 22. Juni 1933 von [[Adolf Hitler|Hitler]] empfangen wurde, versprach Bentheim die mangelnde Begeisterung des Adels für den [[Nationalsozialismus]] zu beheben und die bisherigen antisemitischen Maßnahmen zu verschärfen. Die [[Gleichschaltung]] der Vereinigung wurde verhindert, allerdings um den Preis weitgehender Anpassung an das Regime. Der von Bentheim neu besetzte Hauptvorstand bestand vollständig aus höheren und mittleren SA-Führern ([[Achim von Arnim (Rektor)|von Arnim]], [[Georg von Detten (SA-Mitglied)|von Detten]], [[Dietrich von Jagow|von Jagow]], [[Hans Wichard von Rochow|von Rochow]] und [[Hans von Tschammer und Osten|von Tschammer und Osten]]).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Parteiengeschichte. Die bürgerlichen Parteien und Verbände in Deutschland (1789–1945)&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. [[Dieter Fricke (Historiker)|Dieter Fricke]], Band 1, Deutsche Adelsgenossenschaft, Primärquellen: &amp;#039;&amp;#039;Kreuz-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 16.9.1933; &amp;#039;&amp;#039;National-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 11.10.1933, Verlag des Bibliographisches Institut, und Pahl-Rugenstein, Leipzig, Köln 1983, S. 539. ISBN 3-7609-0782-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach den Jahrbüchern der doch nun mitgliederstarken D.A.G. von 1938 und 1940 ist aber eine etwas modifizierte Zusammensetzung dieses Gremiums zu konstatieren. Nach dem Attentat [[Claus Graf Schenk von Stauffenberg|Claus Schenck Graf von Stauffenbergs]] auf Hitler am [[Attentat vom 20. Juli 1944|20. Juli 1944]] veröffentlichte Bentheim-Tecklenburg im Adelsblatt eine Ergebenheitsadresse an Hitler. Die D.A.G. konnte erfolgreich auf den Beschluss eines (gegen „Scheinadelige“ gerichteten) &amp;#039;&amp;#039;Gesetzes gegen Missbrauch bei der Eheschließung und Annahme an Kindes Statt&amp;#039;&amp;#039; einwirken, erreichte aber nicht die von ihr erhoffte und von Hitler in Aussicht gestellte Umwandlung der D.A.G. in eine [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)|Körperschaft des öffentlichen Rechts]].&amp;lt;ref&amp;gt;Georg H. Kleine: &amp;#039;&amp;#039;Adelsgenossenschaft und Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, München 1978, S. 100–143, S. 118 ([http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1978_1.pdf online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verlor die D.A.G. an Bedeutung. Sie hatte im&amp;amp;nbsp;Zweiten Weltkrieg&amp;amp;nbsp;nicht nur ihre Geschäftsstelle in Berlin, sondern auch ihre mittel- und ostdeutschen Landesabteilungen verloren und wurde am 15. Mai 1956 in Hannover von einem Notvorstand aufgelöst. Neue Vereinigungen des historischen Adels waren nicht mehr zentral gelenkt, sondern landschaftlich gegliedert. 1956 schloss die D.A.G. sich mit der neu gegründeten „Arbeitsgemeinschaft deutscher Adelsverbände“ zur „[[Vereinigung der Deutschen Adelsverbände]]“ (VdDA) zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|&amp;lt;br&amp;gt;von wem genau gegründet?&amp;lt;br&amp;gt; Welche Rolle spielte z.B. [[Hans Friedrich von Ehrenkrook]] dabei?&amp;lt;br&amp;gt;}}1949 gründete sich (als Nachfolger der Abteilung für adelsrechtliche Fragen der D.A.G.) der bis heute bestehende [[Deutscher Adelsrechtsausschuß|Deutsche Adelsrechtsausschuß]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.adelsrecht.de/Geschichte/Geschichte_-_Seite_7/geschichte_-_seite_7.html www.adelsrecht.de/Geschichte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adelsmarschälle/Vorsitzende ==&lt;br /&gt;
* 1874–1880: [[Georg von Knebel Doeberitz]] (1810–1880), Kgl. Preuß. Regierungs- und Landrat a. D.&lt;br /&gt;
* 1880–1903: [[Werner von der Schulenburg (Politiker, 1829)|Graf Werner von der Schulenburg]] (1829–1911), Mitglied des Preußischen Herrenhauses&lt;br /&gt;
* 1903–1915: [[Wilhelm von Wedel-Piesdorf]] (1837–1915), Kammerherr, Minister des Königlichen Hauses&lt;br /&gt;
* 1915–1920: Interregnum ohne Vorsitzenden&lt;br /&gt;
* 1920–1932: [[Friedrich von Berg]]-Markienen (1866–1939), Exz., Kgl. Preußischer Major a. D., Dr. theol. h. c.&lt;br /&gt;
* 1932–1945: [[Adolf zu Bentheim-Tecklenburg]]-Rheda (1889–1967), Rittmeister a. D.&lt;br /&gt;
* 1945–1956: Notvorstand (nominell noch Adolf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.adelsquellen.de/adelsforschung/dag00.htm Adelsquellen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Adelsgenossenschaft&amp;#039;&amp;#039;, in: Alfred Baron von Eberstein, Botho Baron von Eberstein: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch für den Deutschen Adel&amp;#039;&amp;#039;, II (&amp;#039;&amp;#039;Handbuch und Adressbuch der adligen Stiftungen&amp;#039;&amp;#039;), Hrsg. Emil von Maltitz, Mitscher &amp;amp; Röstell, Berlin 1892, S. 78 ff. [https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/7945856?query=Adelsgenossenschaft Digitalisat]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Wilhelm Franz Nippold|F. Nippold]]: &amp;#039;&amp;#039;Der christliche Adel deutscher Nation. Ein Rückblick und Ausblick auf seine Vergangenheit und Zukunft. Mit besonderer Beziehung auf die deutsche Adelsgenossenschaft und das Adelsblatt&amp;#039;&amp;#039;. Georg Reimer, Berlin 1893. [https://www.google.de/books/edition/Der_christliche_Adel_deutscher_Nation/YcI_AAAAYAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Der+christliche+Adel++Adelsgenossenschaft&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Central-Hilfsverein der Deutschen Adelsgenossenschaft in seinem Streben und Wirken während der ersten fünf Jahre seines Bestehens 1888-1892. (Zugleich Rechenschaftsbericht für 1892)&amp;#039;&amp;#039;. Pionier-Buchdruckerei Fr. Spiethoff, Berlin 1893. [https://books.google.de/books?id=f-AxhJGfujYC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kalender der Deutschen Adelsgenossenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1920. Carl Heymanns Verlag, Berlin 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kalender der Deutschen Adelsgenossenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1922. Verlag Wirtschaftsbund für den Deutschen Adel, Berlin 1922, S.&amp;amp;nbsp;65.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum 50jährigen Jubiläum der Deutschen Adelsgenossenschaft&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Adelsblatt. Zeitschrift der Deutschen Adelsgenossenschaft für die Aufgaben des christlichen Adels&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Deutschen Adelsgenossenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1928. Schlieffen-Verlag, Berlin 1928, S.&amp;amp;nbsp;42.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Deutschen Adelsgenossenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1938. Schlieffen-Verlag, Berlin 1938, S.&amp;amp;nbsp;42.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anschriftenbuch der Deutschen Adelsgenossenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1940. Schlieffen-Verlag, Berlin 1940, S.&amp;amp;nbsp;41.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg H. Kleine: &amp;#039;&amp;#039;Adelsgenossenschaft und Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 26, München 1978, S. 100–143, ([http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1978_1.pdf online])&lt;br /&gt;
* [[Dieter Fricke (Historiker)|Dieter Fricke]], Udo Rößling: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Adelsgenossenschaft.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Parteiengeschichte 1789–1945. Die bürgerlichen und kleinbürgerlichen Parteien und Verbände in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Band 1 (Alldeutscher Bund – Deutsche Liga für Menschenrechte), Hrsg. Dieter Fricke, Werner Fritsch, Herbert Gottwald, Siegfried Schmidt, [[Manfred Weißbecker]], Bibliographisches Institut, Leipzig 1983, S.&amp;amp;nbsp;539.&lt;br /&gt;
* Thomas Freiherr v. Fritsch-Seerhausen: &amp;#039;&amp;#039;Die Landesabteilungen Magdeburg-Anhalt, Sachsen, Thüringen der Deutschen Adelsgenossenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Selbstverlag, Schwäbisch Gmünd 1998. [[Deutsche Nationalbibliothek|DNB 956090737]]&lt;br /&gt;
* [[Stephan Malinowski]]: &amp;#039;&amp;#039;„Führertum“ und „Neuer Adel“. Die Deutsche Adelsgenossenschaft und der Deutsche Herrenklub in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Heinz Reif, in: &amp;#039;&amp;#039;Adel und Bürgertum in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: Entwicklungslinien und Wendepunkte im 20. Jahrhundert, in: Elitenwandel in der Moderne; 2, Akademie-Verlag, Berlin 2001, S. 173–211. ISBN 978-3-05-003551-2.&lt;br /&gt;
* Stephan Malinowski: &amp;#039;&amp;#039;Vom König zum Führer. Sozialer Niedergang und politische Radikalisierung im deutschen Adel zwischen Kaiserreich und NS-Staat&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, in: &amp;#039;&amp;#039;Elitenwandel in der Moderne&amp;#039;&amp;#039;; 4, Akademie-Verlag, Berlin 2003.  ISBN 978-3-05-004840-6. [https://books.google.de/books?id=dbBJAAAAQBAJ Zugleich diss. phil., Technische Universität Berlin, 2001.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|50202-9}}&lt;br /&gt;
* [http://www.adelsrecht.de/Geschichte/geschichte.html Geschichte des Deutschen Adelsrechtsausschusses]&lt;br /&gt;
* [https://www.adelsquellen.de/adelsforschung/dag00.htm Organisation der Deutschen Adelsgenossenschaft]. Hrsg. Institut Deutsche Adelsforschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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