<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Detlef_Wetzel</id>
	<title>Detlef Wetzel - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Detlef_Wetzel"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Detlef_Wetzel&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T18:56:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Detlef_Wetzel&amp;diff=1101700&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wisentablick: /* Gewerkschaftsarbeit */ Typografische Anführungszeichen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Detlef_Wetzel&amp;diff=1101700&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-09-25T17:57:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gewerkschaftsarbeit: &lt;/span&gt; Typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Detlef Wetzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Dezember]] [[1952]] in [[Siegen]]) war vom 25. November 2013 bis 20. Oktober 2015&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/wirtschaft/2015-10/ig-metall-joerg-hofmann-vorsitzender-arbeitszeit Bericht auf zeit.de, gesichtet am 21. Oktober 2015]&amp;lt;/ref&amp;gt; Erster Vorsitzender der [[IG Metall]]. Von 2007 bis 2013 war er Zweiter Vorsitzender. Vorher war er Bezirksleiter in Nordrhein-Westfalen sowie Verhandlungsführer der Tarifrunden für die Metall- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Wetzels Vater war Hufschmied, seine Mutter Fabrikarbeiterin. Er hat eine Schwester.&lt;br /&gt;
Wetzel besuchte zunächst die [[Volksschule]] und anschließend die zweijährige [[Berufsfachschule in Deutschland|Berufsfachschule]].&lt;br /&gt;
Danach absolvierte er eine verkürzte Lehre zum [[Werkzeugmacher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ausbildung hat Wetzel bei der damaligen &amp;#039;&amp;#039;SMS Demag AG&amp;#039;&amp;#039; (jetzt: [[SMS Siemag]]) mehrere Jahre im erlernten Beruf gearbeitet. Mitglied der IG Metall war er schon zu Beginn der Ausbildung geworden. Wetzel wurde selbst Jugendvertreter und Vertrauensmann der IG Metall. Für sie war er auch als Bildungsreferent tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während und nach der Ausbildung holte er den [[Realschulabschluss]] auf dem [[Zweiter Bildungsweg|Zweiten Bildungsweg]] nach und erwarb anschließend in [[Hamburg]] die [[Fachhochschulreife]]. Es schloss sich ein Studium der [[Sozialarbeit]] an der [[Universität Siegen]], damals [[Gesamthochschule]], an. Er nahm an verschiedenen beruflichen und gewerkschaftlichen Fortbildungen teil und wurde 1980 [[Gewerkschaftssekretär]] der IG Metall in Siegen. 1987 wurde er dort Zweiter, 1997 Erster Bevollmächtigter der IG Metall. Wetzel hat die arbeitnehmerorientierte Beratungsagentur &amp;#039;&amp;#039;Siegerland Consult SIC&amp;#039;&amp;#039; gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde Wetzel Bezirksleiter der IG Metall in [[Nordrhein-Westfalen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit November 2007 war Wetzel Zweiter Vorsitzender der IG Metall und am 25. November 2013 wurde er zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Mit 75,5 % erzielte er das zweitschlechteste Wahlergebnis eines IG Metall-Vorsitzenden seit 1945 (nur unterboten von [[Jürgen Peters (Gewerkschaftsfunktionär)|Jürgen Peters]] 2003).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/gewerkschaftstag-detlef-wetzel-zum-neuen-ig-metall-chef-gewaehlt-12679956.html &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschaftstag: Detlef Wetzel zum neuen IG-Metall-Chef gewählt&amp;#039;&amp;#039;.] [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]], 25. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der SMS GmbH und der [[ThyssenKrupp Steel Europe|Thyssen Steel AG]] sowie Aufsichtsratsmitglied der SMS Siemag AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hobby-Imker Wetzel lebt mit seiner Ehefrau in [[Kreuztal]] im [[Siegerland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewerkschaftsarbeit ===&lt;br /&gt;
Wetzel ist seit 1969 Mitglied der IG Metall. Während seiner Ausbildung engagierte er sich als Jugendvertreter für die qualitative Verbesserung der Ausbildung. Wetzel war für die IG Metall später zudem als Bildungsreferent tätig. Schwerpunkt seiner Arbeit in Siegen war die Mitgliedergewinnung, die er zum Erfolgsmaßstab seiner Tätigkeit machte. Seit dem 15. Juli 2004 war Detlef Wetzel bis 2007 Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen. In dieser Funktion startete er die Modernisierungsoffensive „besser statt billiger“ gegen Arbeitsplatzverlagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Funktion als Zweiter Vorsitzender gelang es Wetzel den seit Anfang der 90er Jahre anhaltenden stetigen Mitgliederverlust der IG Metall zu stoppen. Seit 2008 erzielte die IG Metall jährlich moderate Mitgliederzuwächse.&amp;lt;ref&amp;gt;IG Metall Geschäftsbericht 2011 – 2014, Frankfurt am Main 2015, S. 69&amp;lt;/ref&amp;gt; Wetzel führte eine moderne Kampagnenpolitik ein, durch die sich die IG Metall auf einzelnen Themen konzentrierte. So gelang es, mit der Kampagne „Gleiche Arbeit – gleicher Lohn“ die Frage der Entlohnung in der Leiharbeit auf die politische und tarifpolitische Agenda zu setzen, was zu neuen tariflichen und gesetzlichen Regulierungen führte.&amp;lt;ref&amp;gt;IG Metall Geschäftsbericht 2007 – 2010, Frankfurt am Main 2011, S. 205&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Erster Vorsitzender legte Wetzel einen Schwerpunkt auf Industriepolitik. So prägte er den Gestaltungsauftrag der IG Metall für die Veränderungen, die mit [[Industrie 4.0]] zu erwarten sind und initiierte das Bündnis „Zukunft der Industrie“, zu dem sich das Bundeswirtschaftsministerium, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften zusammengefunden haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.buendnis-fuer-industrie-politik-und-tarifpartner-schliessen-sich-zusammen.23c2cbd4-78ff-4b3d-8cd8-89c8eaa29b39.html | title=Politik und Tarifpartner schließen sich zusammen | publisher=Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH | author=Roland Pichler | work=STUTTGARTER–ZEITUNG.DE | date=2014-11-25 | accessdate=2019-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen Thesen zur Erneuerung der Gewerkschaftsarbeit stellt Wetzel fest, dass die [[Sozialpartnerschaft]] brüchig geworden ist. Die Erwerbsarbeit unterliegt einer [[Prekarisierung]] durch [[Werkvertrag|Werkverträge]], [[Befristung]]en und [[Leiharbeit]]. Die industriellen Beziehungen verändern sich durch Verbandsflucht. Der [[Sozialstaat]] verliert an Integrationskraft. Auch [[Anteilseigner|Shareholder]]- und [[Bonuszahlung|Bonus]]denken destabilisieren die sozialen Beziehungen im Unternehmen. Die Zukunft der Gewerkschaften entscheidet sich für ihn im Betrieb. Mitglieder sollen nicht nur Beitragszahler, sondern vor allem Mitgestalter der gewerkschaftlichen Politik sein. Aus seiner Sicht stellt die in den [[USA]] entwickelte gewerkschaftliche Methode „[[Organizing]]“ einen Ansatz dar, sich in einem tendenziell feindlich gesonnen betrieblichen Umfeld zu behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tarifpolitik ===&lt;br /&gt;
Als Bezirksleiter erzielte Wetzel den Tarifabschluss für die Stahl-Industrie West-Deutschlands vom März 2005: 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Im April 2006 folgte der Pilotabschluss für die Metallindustrie, der bundesweit übernommen wurde: 3 Prozent mehr Geld, eine Einmalzahlung, die verdoppelt werden konnte, mehr Qualifizierung, mehr Altersvorsorge. Der Stahl-Abschluss von September 2006 brachte 3,8 Prozent mehr Geld und den Einstieg ins Thema Bewältigung des demografischen Wandels. Im IG Metall-Vorstand gab Wetzel der Tarifpolitik für die Leiharbeitnehmer neue Dynamik. So konnten erstmals für die von der IG Metall betreuten Branchen Zuschläge zu den Grundtarifverträgen vereinbart werden.&amp;lt;ref&amp;gt;IG Metall Geschäftsbericht 2011 – 2014, Frankfurt am Main 2015, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Schwerpunkt seiner Politik war die Erfassung ausgegliederter Bereiche aus der Metallbranche, wie der Kontraktlogistik.&amp;lt;ref&amp;gt;IG Metall Geschäftsbericht 2011 – 2014, Frankfurt am Main 2015, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 erzielte die IG Metall unter dem Vorsitz von Wetzel für die Metallindustrie Verbesserungen von 3,4 % plus einer Einmalzahlung von 150 Euro, und damit einen deutlichen Reallohnzuwachs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.tagesschau.de/wirtschaft/tarifeinigung-metallbranche-101.html | title=3,4 Prozent mehr Lohn für Metaller | publisher=Norddeutscher Rundfunk | work=tagesschau.de | date=2015-02-24 | accessdate=2019-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Orientierung ===&lt;br /&gt;
Wetzel verweigerte den [[Kriegsdienstverweigerung|Kriegsdienst]] aus politischen Gründen, wurde allerdings nicht anerkannt. 1969 trat er im Zuge des Wahlkampfs von [[Willy Brandt]] in die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands]] ein und blieb bis heute Mitglied. Er stellte allerdings in Interviews stets die Distanz zu Maßnahmen der [[Agenda 2010]] heraus. Mit dem als Motto in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Mehr Gerechtigkeit wagen&amp;#039;&amp;#039; vorangestellten Wort Willy Brandts: „Alles politische Handeln muss von den Realitäten ausgehen“&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Wetzel: &amp;#039;&amp;#039;Mehr Gerechtigkeit wagen&amp;#039;&amp;#039;; S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; spricht er sich für eine „bessere soziale Marktwirtschaft“ und einen „wirklich aktivierenden Sozialstaat“ aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Wetzel: &amp;#039;&amp;#039;Mehr Gerechtigkeit wagen&amp;#039;&amp;#039;; S. 227.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mehr Gerechtigkeit wagen. Der Weg eines Gewerkschafters.&amp;#039;&amp;#039; [[Hoffmann und Campe]], Hamburg 2012, ISBN 978-3-455-50263-3&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arbeit 4.0. Was Beschäftigte und Unternehmen verändern müssen.&amp;#039;&amp;#039; [[Verlag Herder]], Freiburg im Breisgau 2015, ISBN 978-3-451-31306-6&lt;br /&gt;
* Detlef Wetzel (Hrsg.): Organizing - Die Veränderung der gewerkschaftlichen Praxis durch das Prinzip Beteiligung, VSA: Verlag, Hamburg 2013, ISBN 978-3-89965-580-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die politischste Aufgabe überhaupt&amp;#039;&amp;#039;. In: „metall“. Mitgliedermagazin der IG Metall, NRW-Ausgabe, 9/2004&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Agenda: Mehr Macht für alle&amp;#039;&amp;#039;. Financial Times Deutschland, 6. Februar 2006&lt;br /&gt;
* Kolja Rudzio, Wolfgang Gehrmann: [https://www.zeit.de/2006/06/Comeback_IG-Metall &amp;#039;&amp;#039;Du bist die Gewerkschaft&amp;#039;&amp;#039;.] Die Zeit 6/2006, 1. Februar 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
| autor=Eva Völpel&lt;br /&gt;
| url=https://taz.de/IG-Metall-Vize-Wetzel-ueber-die-Eurokrise/!5110440/&lt;br /&gt;
| titel=„Der Bankensektor schwankt“&lt;br /&gt;
| titelerg=IG-Metall Vize Wetzel über die Eurokrise&lt;br /&gt;
| werk=[[die tageszeitung]]&lt;br /&gt;
| seiten=&lt;br /&gt;
| datum=2011-10-06&lt;br /&gt;
| archiv-url=&lt;br /&gt;
| archiv-datum=&lt;br /&gt;
| zugriff=2011-10-06&lt;br /&gt;
| kommentar=Interview mit Detlef Wetzel über die [[Eurokrise]] 2011&lt;br /&gt;
| offline=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm3220287}}&lt;br /&gt;
* [https://www.boeckler.de/20550_20556.htm Detlef Wetzel: Thesen zur Erneuerung der Gewerkschaftsarbeit]&lt;br /&gt;
* Janko Tietz: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52809303.html &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschaften: Gegenseitige Blockade&amp;#039;&amp;#039;.] [[Der Spiegel]] 36/2007, 3. September 2007, S. 108–110.&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/2007/08/P-Wetzel &amp;#039;&amp;#039;Ein Imker für die Arbeiter&amp;#039;&amp;#039;.] [[Die Zeit]] 8/2007, 15. Februar 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vorsitzende der IG Metall}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1026159032|LCCN=n/90/700512|VIAF=266910078}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wetzel, Detlef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IG-Metall-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wetzel, Detlef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Gewerkschafter, Bezirksleiter der IG Metall in Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Dezember 1952&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Siegen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wisentablick</name></author>
	</entry>
</feed>